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Aerial Assault ist das perfekte Beispiel für absolute Durchschnittlichkeit. Man hat fast den Eindruck, die Entwickler hatten das Buch „Wie bastel ich einen Shooter“, haben brav alle Punkte befolgt und dabei auf eigene Ideen oder Abwechslungsreichtum gänzlich verzichtet und so einiges falsch gemacht.
Schon die Story ist mal wieder pure Belanglosigkeit: Eine Terrororganisation mit dem Namen N.A.C. (Wofür das steht wird nie geklärt) bedrohen die Welt und das mit einer Superwaffe die EL heißt und die Ozonschicht der Erde zerstören kann. Nicht gerade klug von den Terroristen, würden sie dabei ja praktisch auch drauf gehen. Aber die Menschheit hat natürlich noch eine eigene Waffe. Ein Flugzeug. Ein einziges, aber das ist mal wieder so klasse und toll, dass man mit ihm eine Chance gegen eine ganze Armee hat und weil man wohl den Eindruck erwecken wollte, die Story stamme direkt von George Bush, heißt das Ding auch noch Freedom Fighter. Man kann schon fast den USA Aufkleber am Heck erkennen.
Insgesamt gibt es vier Levels. Nur vier Level, aber die ziehen sich dafür gerade zu ewig lang hin. Mehrere kürzere Stages wären wohl auf jeden Fall besser gewesen. Level 1 spielt auf dem Meer. Hier kämpft man gegen kleine dunkle Flugzeuge und große blaue Flugzeuge, kleine Schiffe und größere Schiffe, U-Boote und Bunker auf Inseln. Der Endgegner ist dann ein noch viel größeres Schlachtschiff das man, wie alle Endgegner, zerstört in dem man bestimmte Punkte trifft, diese Punkte sind in den meisten Fällen die Waffentürme. Level 2 spielt über den Wolken. Das ist auch der beste Level, weil sich hier wenigstens was tut. Flugzeuge kommen nicht mehr nur von vorne, sondern auch von hinten. Es gibt zielsuchende Raketen, Raketen die vom Boden durch die Wolken geflogen kommen und durch einen nett animierten Sonnenuntergang wird es Nacht. Ein Gewitter zieht auf und das stellt auch noch eine Gefahr für das Flugzeug dar. Am Ende muss man einen großen Bomber zerstören. Level 3 ist dann wieder komplett öde. Man fliegt durch die Wüste. Flugzeuge, Hubschrauber und Panzer sind die Gegner. Hier wartet dann eine Bergfestung als Endkampf. Level 4 ist dann in der Festung der Terroristen, hier bekämpft man dann auch Soldaten und dann darf man sich mit EL rumschlagen. Das Problem ist eben wie gesagt, die fehlenden Abwechslung. Jeder Level dauert gut 10- 15 Minuten und das ist einfach viel zu lang. Zumal einem das ganze locker doppelt so lange vorkommt.
Da helfen auch nicht mehr die vielen Waffen, die man aufsammeln kann. Von nützlichen wie den Raketen oder der Laserwand, gibt es auch Schrott, wie eine Waffe, die immer in jene Richtung schießt, in die sich das Flugzeug gerade bewegt. Zusätzlich gibt es noch Sekundärwaffen, wie Bomben, Dreifachbomben, Raketen und sogar Napalm.
Die wohl blödsinnigste Idee war aber das Speed-Up Symbol. Anfangs ist das Flugzeug unglaublich lahm und es lässt sich kaum steuern. Erst wenn man diese Symbole einsammelt, wird das Flugzeug anständig steuerbar. Das dumme daran ist: wird man zerstört, verliert man nicht nur ein Leben und alle Waffen, sondern auch diesen Geschwindigkeitsbonus.
Der Schwierigkeitsgrad ist auch so eine Sache. Es gibt drei wählbare Stufen, aber auf dem leichtesten kann man das Spiel nicht richtig beenden und auf den anderen beiden schießen auch die normalen Flugzeugen, da die immer in Gruppen von 3-4 auftauchen und zusätzlich auch noch andere Sachen schießen, hat man irgendwann nicht mal mehr Platz zum Ausweichen.
Grafisch ist das Spiel recht durchschnittlich. Wirklich toll sieht eben nur Level 2 mit dem Sonnenuntergang aus., der Rest ist 8-Bit Durchschnitt. Level 2 ist es auch, in dem die beste Musik geboten wird. Ansonsten ist auch diese nichts besonderes und dudelt meist nervig vor sich hin, genauso wie die Soundeffekte.
Aerial Assault ist, wie gesagt, purer Durchschnitt. Es hat einige tolle Features, wie die vielen Waffen und Level 2 und die großen Levelendgegner, aber auch nervige Dinge und diese ewig lang gezogenen Level, die so nicht hätten sein müssen. Insofern sollte man, bevor man sich dieses Spiel besorgt, erstmal die Power Strike Reihe oder R-Type ansehen.
Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1990 Erschienen für: Master System, Game Gear Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
 
| Grafik | 5/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 5/10 | | Gameplay | 5/10 |
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