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Jetzt kommt mal was ganz anderes. Alex Kidd stand ja immer für mehr oder weniger gute Jump n’ Runs. Aber ähnlich wie Alex Kidd – BMX Trial (war eher ein Jump n’ Drive) geht High-Tech World in eine etwas andere Richtung und präsentiert sich als Mischung aus Adventure und Jump n’ Run. Der Grund dafür ist, das High-Tech World im Original kein Alex Kidd Spiel ist. In Japan wurde es unter dem Namen Anmitsu Hime, mit einer völlig anderen Geschichte und anderen Charakteren veröffentlicht. Für den Rest der Welt dachte Sega wohl, da packt man Alex Kidd rein und dann wird es sich schon verkaufen. Irgendwie ist es schon traurig, was aus Alex Kidd gemacht wurde. Die Geschichte ist jedenfalls recht dämlich: Alex Kidd ist ja ein Prinz in einem Schloss und das liegt weit außerhalb der Stadt. In der Stadt gibt es eine Spielhalle und da steht ein neuer Sega Automat, den Alex unbedingt spielen will. Aber er hat die Landkarte mit dem Weg verloren. Diese liegt jetzt in einigen Teilen verteilt im Schloss rum und man muss sie finden innerhalb einer bestimmten, denn das Ganze läuft unter Zeitdruck ab. Das Spiel startet um 9 Uhr und bis spätestens 18 Uhr muss man bei der Spielhalle sein. Der Adventure - Part ist recht einfach. Man navigiert Alex durch das Schloss und sucht in den Räumen nach den Karten. Ab und zu trifft man auf die anderen Bewohner, mit denen man sprechen muss, entweder geben sie Hinweise wo die Teile sind oder sie besitzen sogar welche. Um diese zu erlangen, muss man dann ein Quiz richtig beantworten. Hat man schließlich alle Teile zusammen, begibt man sich auf die Reise. Man könnte meinen, dass sich niemand darum kümmert, dass Alex in die Spielhalle will…aber da hat man sich getäuscht, denn neben wilden Tieren gibt es auch fiese Ninjas, die Alex den Weg versperren. Hat man das überstanden, ist man in der Stadt. Also einfach rein in die Spielhalle…natürlich nicht. Jetzt kommt der zweite Adventure - Teil, man braucht nämlich einen Passierschein und den muss man in der Stadt suchen. Hat man diesen, gibt es wieder Ninja Action und dann kann Alex endlich an den Automaten. Das ganze klingt schon recht merkwürdig und die Story ist wohl irgendeinem Japaner in der Mittagspause eingefallen. Länger als 5 Minuten kann man für so einen Mist jedenfalls nicht brauchen, denn spätestens dann fallen einem bessere Ideen ein. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ unausgewogen. Der erste Teil im Schloss ist auf recht durchschnittlichem Niveau, es gibt auf jeden Fall schwerere Adventures. Die Actionteile sind extrem schwer, weil man nur einen Treffer einstecken kann und dann wird man wieder ganz an den Anfang des Abschnitts gestellt, was sehr frustrierend ist. Der zweite Adventureteil ist dann kinderleicht und der letzte Actionabschnitt dann wieder frustig. Insgesamt ist Alex Kidd – High Tech World ein recht merkwürdiges Spiel, das keinen allzu großen Spaß macht, weil alles recht wirr ist. Die Fragen im Quiz beziehen sich auch schon mal auf Sega Spiele und wenn man die nicht kennt, hat man Pech gehabt. Die Actionsequenzen sind wie gesagt unfair schwer. Grafisch ist das ganze auf unterdurchschnittlichem Niveau. Es sieht alles sehr detailarm und lahm aus, könnte fast ein NES Spiel sein. Die Musik ist sehr nervig und die Steuerung genauso nervig, vor allem in den Actionteilen. Insgesamt ist Alex Kidd – High Tech World das schlechteste Alex Kidd Game, was einzig und allein daran liegt, das es eben kein Alex Kidd Spiel ist Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1989 Erschienen für: Master System Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Leicht bis Schwer

| Grafik | 4/10 | | Spielspass | | Sound | 2/10 | 4/10 | | Gameplay | 4/10 |
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