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Alex Kidd - The Lost Stars PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2006

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Alex Kidds erster Auftritt erfolgte 1986 in der Spielhalle in Form von Lost Stars. Erst über 2 Jahre später wurde das Spiel auf das Master System portiert und wirkt so wie das Sequel zu Miracle World.

„Was ist das denn?“ haben wohl alle gesagt, die zuerst Miracle World und dann Lost Stars spielten. Ja, mit Miracle World hat dieses Spiel absolut gar nichts gemeinsam, es wirkt eigentlich mehr wie das inoffizielle Sequel zu Wonderboy. Denn ähnlich wie in diesem Spiel hüpft man rum, sammelt Gegenstände ein und versucht einen Highscore zu erreichen.
In diesem Spiel kann Alex Kidd nicht mehr auf Gegner einboxen oder Kisten und Steine zertrümmern. Fahrzeuge gibt es auch nicht, es gibt keine Shops zum einkaufen.
Stattdessen überspringt man die meisten Gegner und flieht vor ihnen, erst wenn man ein bestimmtes Symbol (Ein „S“) eingesammelt hat, kann man für kurze Zeit blaue Wellen auf Gegner schießen.

Die Handlung ist genauso merkwürdig: Ein roter Feuerball mit Vampirzähnen und Augen namens Ziggurat hat alle Sternzeichen geklaut. Warum? Das wird nicht geklärt, es war eben eine böse Tat von einem Bösewicht. Alex Kidd muss nun diese zwölf Sternzeichen zurückholen.

Persönlich würde mich schon interessieren, was die Entwickler von diesem Spiel für Drogen konsumiert haben, denn es kommt einem verwirrenden LSD-Trip gleich. Schon der erste Level ist eine quietschbunte Spielzeugwelt, wo Spielkarten mit Speeren daherkommen, Spielzeugzüge und Vögel Feinde sind und Hunde rumsitzen die bellen. Nein, sie bellen nicht auf konventionelle Weise, stattdessen kommen Buchstaben (Bow wow) aus ihren Mäulern, die ebenfalls Alex attackieren. Der zweite Level ist eine elektronische Welt voller Roboter und wirkt fast normal. Bis auf diese merkwürdigen Maschinen die links und rechts metallene Zeigefinger angebracht haben, die Alex pieksen. Was danach alles folgt ist dann nicht mehr in Worte zu fassen. Ein Level spielt in einem menschlichen Körper, wo man sich vor Magensäure in Acht nehmen muss und merkwürdige Köpfe rumrollen. Ein anderer Level spielt in einem merkwürdig gefärbten Wald. Hier trifft man auf blauköpfige Zombies und dann stehen sonnenbebrillte Typen rum, die Totenschädeln aus ihren Hinterteilen abfeuern. Wie kommt man auf solche Ideen? Später geht es noch in den Weltraum und ein Unterwasserlevel darf natürlich ebenso wenig fehlen. In diesem trifft man auf einen Fisch, der nur aus einem Kopf besteht und hintendran schwimmen dann noch merkwürdige Einzelteile. In einem anderen Level wird man wie Indiana Jones von einem riesigen Felsen verfolgt und man trifft auf stationäre Drachen die ähnlich wie die Hunde Buchstaben ausspucken (Weiß jemand, was QWAO bedeuten könnte?)
Nach 6 Levels ist der bizarre Ausflug eigentlich vorbei und der Abspann läuft. Alles vorbei? Es gibt ja bekanntlich zwölf Tierkreiszeichen und so findet man sich nach dem Abspann in Level eins wieder. Der ganze Trip beginnt nochmal komplett von vorne, nur der Schwierigkeitsgrad ist höher.

Das Gameplay ist wie gesagt sehr simpel, man hüpft rum und es gibt verschiedene Bonus Items zum einsammeln. Neben dem S mit dem man temporär schießen kann, gibt es noch ein J mit dem man höher springen kann. Die anderen Symbole erhöhen lediglich das Punktekonto.
Während man in Miracle World nach einem Treffer starb, bedeutet hier ein Treffer dass sich Alex kurzzeitig in eine Staubwolke verwandelt und ein paar Balken von der Lebensenergie abgezogen werden. Der Lebensenergiebalken ist gleichzeitig noch eine Art Uhr und nimmt ab, je länger man braucht. Daran merkt man dann spätestens die Spielhallenherkunft. Zum Glück gibt es auch dann und wann Symbole, welche den Balken wieder auffüllen.
Gegner überspringt man und richtige Bosskämpfe gibt es auch nicht. Manche Bosskämpfe überspringt man am besten, wie den Clown im ersten Level oder die bizarren grünen, einäugigen Quadrat…..köpfe (oder was immer sie sein mögen) in dem Waldlevel. In der Elektrowelt wird es dagegen richtig fies, hier gibt es Stromblitze die man kaum sieht, man muss durch den ganzen Bildschirm ohne Treffer kommen.

Die Steuerung ist auch ein wenig merkwürdig. Alex läuft und springt sehr merkwürdig und lässt sich im Sprung nicht vernünftig lenken. Zum Glück ist Lost Stars so unglaublich simpel, das man keine Probleme hat.

Grafisch ist das Spiel extrem bunt und während die Levels dadurch sehr detailreich und hübsch aussehen, ruckelt es ab und zu schon mal. Die bizarren Gegner sehen auch recht gut aus, soweit dies das passende Wort dafür ist. Animationen gibt es nur relativ wenige. Ein nettes Detail ist, das Alex in der Wasserwelt sogar eine kleine Taucherbrille und Schwimmflossen bekommt. Süß.
Die Musik ist ganz in Ordnung, nicht so catchy wie in Miracle World, aber in der 8-Bit Zeit gab es wesentlich schlechteres auf die Ohren. Die Soundeffekte sind an sich ganz ok, bis auf Alex Todesschrei. Immer wenn er von etwas getroffen wird, lässt er einen lauten, nervigen, unerträglichen, krächzenden  Schrei los. Es treibt jeden Spieler irgendwann in den Wahnsinn.

Was soll man also zu dem Spiel sagen? Klammert man Miracle World aus dem Gedächtnis aus, ist Alex Kidd: Lost Stars ein typisches 80er Jahre Jump n‘ run das sehr an Wonderboy erinnert. Es ist simpel, es ist einfach, es ist auch verdammt schnell durchgespielt. An sich gäbe es keinen Grund, dieses Spiel überhaupt zu starten, währen da nicht die abgefahrenen Levels und die völlig bizarren Gegner, die man einfach mal erlebt haben muss. Es ist einfach unglaublich, was Sega hier an kreativer Verrückheit eingebaut hat.

Publisher: Sega
Developer: Sega
Erscheinungsjahr: 19888
Erschienen für: Master System, Arcade
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Leicht

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Grafik7/10  Spielspass
Sound6/10
5/10
Gameplay 6,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 22.04.2010 )
 
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