Enduro Racer hat zwar den gleichen Namen wie die Spielhallenversion, unterscheidet sich von dieser aber doch ziemlich. Statt der 3D-Grafik wo man seinen Biker von hinten sieht, gibt es hier eine isometrische Ansicht. Was ich aber ganz positiv finde, man hat wesentlich mehr Übersicht. Ansonsten dürfte es wohl auch der beste Beweis sein, das Videospiele früher auch schon recht kurz waren. Man sollte es nämlich sogar in unter 10 Minuten durchspielen. Es gilt 10 Rennstrecken gegen die Zeit zu absolvieren. Auf der ersten Strecke hat man 60 Sekunden Zeit. Die Zeit, die am Ende übrig bleibt, wird für die nächste Strecke addiert. Insgesamt gibt es auch nur 5 Strecken, die sich noch mal wiederholen, wobei der Schwierigkeitsgrad ansteigt. Dies geschieht durch die anderen Fahrzeuge, die auf der Strecke rum fahren, das sind keine Gegner, sondern für jedes überholte Fahrzeug kriegt man einen Punkt. Die Punkte kann man dann zum tunen des Bikes einsetzen und so einen besseren Motor oder bessere Bremsen kaufen, allerdings können diese nur in der nächsten Runde eingesetzt werden, danach verschwinden sie. Man kann sich also nicht das absolute Traumbike zusammenschrauben. Grafisch präsentiert sich das Spiel ziemlich schräg. Der Designer stand entweder unter Drogen oder war farbenblind. Wo sieht man sonst blaue Bäume oder Berge? Gut die Master System Fassung von Golden Axe hatte auch blaue Steine, aber zumindest die Bäume hatten die richtige Farbe. Insgesamt sieht das ganze recht unspektakulär aus. Die Musik gehört auch eher zur nervigen Sorte und die Motorensounds sind recht peinlich, selbst ein Rasenmäher klingt besser. Die Steuerung ist recht einfach und wirklich gut gelungen. Technisch ist das Spiel natürlich alles andere als gut, was aber auch am Alter liegt. Schade ist auch, dass es keinen 2 Spieler Modus gibt. Enduro Racer ist sicher eher unspektakulär, aber trotzdem ein sehr gutes Spiel für zwischendurch, da es recht einfach ist und durch die kurze Spielzeit kann man sehr gut einfach mal schnell auf die Jagd nach einer guten Rundenzeit gehen. Da es auf dem Master System ansonsten kaum gute Rennspiele gibt, sollte man ER eine Chance geben. 
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 7/10 | | Gameplay | 8/10 |
Enduro Racer in der europäischen Fassung war ja ein nettes Spiel für zwischendurch. Die japanische Fassung ist da schon ein gänzlich anderes Kaliber und es wäre natürlich interessant zu erfahren, warum es diese Unterschiede gibt.
Schon beim einschalten wird man erstmal von einem richtigen Titelbild überrascht. Nach dem Start landet man gleich auf einer Strecke, einer gänzlich neuen Strecke, die an eine Rennstrecke erinnert, allerdings sind auf dieser neben den altbekannten Sprungschanzen auch viele Steine und Öl verteilt. Wie immer gilt es Gegner zu überholen, hier mal Motorradfahrer, und durch die ganzen Hindernisse ist dies um einiges schwerer.
Nach dem Rennen geht es wie gehabt weiter: Es wird die Rennzeit angezeigt und wie viele Fahrer man überholen konnte, diese ergeben die Punkte die man in Einzelteile investieren kann und wie immer wird die Zeit, die am Ende des Rennens übrig bleibt, für die nächste Strecke aufgespart. Hier hat sich also absolut gar nichts verändert. Die zweite Strecke ist dann die erste aus der altbekannten Version, aber auch die sieht ein wenig anders aus, nun stehen große Häuser am Streckenrand und so geht das auch die anderen 8 Runden weiter. Es wiederholen sich nicht 5 Strecken, sondern man hat zehn völlig unterschiedliche, teils unglaublich herausfordernde Strecken vor sich. Grafisch tut sich nur wenig, die bekannten Strecken haben etwas mehr Details, wie unterschiedliche Menschen an den Strecken oder mehr Hindernisse und Gegenstände. Musik und Soundeffekte sind identisch, klingen auf einem japanischen Master System aber etwas besser, das liegt wohl am eingebauten FM Unit.
Mit mehr Strecken, mehr Details und einem höheren Schwierigkeitsgrad, ist diese Fassung ganz klar besser.
 
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 6/10 | 7/10 | | Gameplay | 8/10 |
Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1987 Erschienen für: Master System (Die Arcade Version wurde auch umgesetzt für den C64) Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: LeichtIm Forum kommentieren |