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Master of Darkness PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
30.08.2008

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Was ist das erste, was einem einfällt, wenn man einen Screenshot von Master of Darkness sieht? Na klar: Castlevania. Master of Darkness macht schon fast gar keinen Hehl daraus, dass es sich fleißig bei Konamis Klassiker bedient.

Draculas Schatten liegt über dem viktorianischen England. Suchen sie sich ihren Weg, durch seltsame, schaurige Straßen und höhlenartige Lagerhäuser im Kampf gegen eine Armee von Monstern. Finden sie Dracula, den Meister der Dunkelheit, und befreien sie England aus seinem Würgegriff.
Herrlich, ich liebe diese theatralischen Texte auf den Packungen alter Videospiele.

Wie man sieht, ist auch hier der Erzfeind jeder Knoblauchzehe unterwegs und bringt Angst und  Schrecken mit sich. Nun ja, Angst und Schrecken nicht so wirklich. Zwar versucht das Spiel düster und schaurig daher zu kommen, aber dafür braucht es doch etwas mehr, als dunkle Farbtöne.

Man steuert den Held (mit dem absonderlichen Namen Dr. Ferdinand Social) von links nach rechts und auch mal von oben nach unten. Das erfolgt, wie bei Castlevania, über Treppen, die auch genauso aussehen wie bei Castlevania. Als Waffe hat man Anfangs ein kleines Messer, das so witzlos ist, das es die Gegner wahrscheinlich nicht mal piekt. Im Verlauf des Spiels findet man bessere Waffen wie einen Degen oder eine Axt. Auch Sekundärwaffen gibt es, in Form von Bumerangs, Granaten oder einer Pistole. Man darf aber jeweils immer nur einen Gegenstand mit sich führen. Hat man also die Axt und sammelt das kleine Messer ein, darf man sich ärgern.
Die Waffen liegen, ebenso wie Heiltränke und Gegenstände die Punkte bringen oder alles auf dem Bildschirm zerstören hinter weißen Masken. Also praktisch das gleiche wie die Kerzen bei Konamis Vorbild.
Nach drei Levels kommt üblicherweise ein Zwischengegner. Als erstes, nach dem man sich durch  die Straßen Londons gekämpft hat, Jack the Ripper.
Der zweite 3teiler führt in ein Wachsfigurenkabinett, wo einige der Figuren natürlich prompt zum Leben erwachen.

An sich ist das Spiel nicht schlecht. Sehr abwechslungsreich muss man rumhüpfen, mal fährt man auf einem kleinen Boot, mal bricht der Boden weg und  es gibt einige Sackgassen sowie versteckte Orte, wo meist Bonusgegenstände herumliegen.
Innovativ ist das ganze natürlich nicht, aber es könnte zumindest ein nettes kleines Spiel sein, da es Castlevania ja nie auf das Master System schaffte.

Leider aber gibt es eben einige negative Momente. Eines, ist typisch gerade für die 8-Bit Ära: Respawnende Gegner. Man kennt das: Man alle Gegner besiegt, geht weiter, geht einen Schritt zurück und schon sind die Gegner wieder da. Das nervt und hier nervt es ganz besonders, da es doch so einige Sackgassen gibt oder man auch mal einen Sprung verpasst.

Die Gegner sind auch ein Problem, denn abgesehen von den Zombies (Die im Handbuch „Scheintote“ genannt werden), sind alle Gegner verdammt flink unterwegs. Seien es  die Hunde, die Fledermäuse oder die Geisterwesen, sie  rasen so schnell auf den Spieler zu, das man mit der Waffe vorbei schlägt und Schaden nimmt.
Auch kleinere Clippingfehler nerven. Man schlägt durch Gegner oder man steht auf der Treppe und nimmt Schaden, weil der Kopf der Spielfigur auf den Fuß des Zombies trifft, obwohl eine dicke Steinmauer dazwischen ist.

Mit etwas Übung kommt man allerdings durch das Spiel, auch wenn es weder eine Speicher- noch Passwortfunktion gibt und man bei Verlust eines Leben ganz von Beginn des jeweiligen Levels beginnen muss, auch wenn es mitten im Kampf mit einem Zwischengegner passiert.

Grafisch sieht das Spiel recht gut aus, es ist  düster, was zum Setting passt. Die Animationen sind auch recht nett.
Die Musik dagegen zerstört durch das unglaubliche Gedudel jegliche Horroratmosphäre und die Soundeffekte sind auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Master of Darkness  ist ein Spiel mit Schwächen, auf dem Master System mangels Horrorkonkurrenz aber durchaus noch  einen Blick  wert.

Publisher: Sega
Developer: Sega
Erscheinungsjahr: 1992
Erschienen für: Master System
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Mittel

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Grafik6/10  Spielspass
Sound5/10
6/10
Gameplay 7/10
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