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In den 70er/80er Jahren gab es einen riesigen Hype um Ninjas. Nicht nur aus Asien kamen zahlreiche Filme, auch in den USA wurden Ninjas immer beliebter, was schlussendlich auch in merkwürdigen Mutationen wie Ninja-Schildkröten endete. Videospiele wurden zu dieser Zeit auch immer beliebter und so war es wohl klar, dass es irgendwann Spiele rund um Ninjas geben müsste. Ganz am Anfang stand Shinobi von Sega, das in der Spielhalle zuerst veröffentlicht wurde und sich sofort großer Beliebtheit erfreute. Deshalb wurde dieses Spiel auf zahlreichen Konsolen und Computern konvertiert. Ich nehme mir hier jetzt mal die Version für das Master System vor, weil eben Sega slbst dafür verantwortlich zeichnet und es so wohl dem Spielhallenoriginal am nächsten kommt. Hinter Shinobi verbirgt sich Joe Musashi und man muss sich erstmal fragen, warum Ninjas in Videospielen immer einen eher amerikanischen Vornamen haben…komische Sache. Joe muss nun gegen das Ninjakartell „Ring of Five“ antreten. Das ist wieder ein dämlicher Name, der keinesfalls furchteinflössend wirkt. Dieses hat aber alle Kinder der politischen Führer dieser Welt entführt und Shinobi muss nun sowohl die Geiseln befreien, als auch den 5 bösen Ninjas das Handwerk legen - und das ist natürlich die Aufgabe des Spielers. Nach dem Start präsentiert sich Shinobi erstmal als relativ normales Jump n’ Run, man beginnt auf der Strasse und muss die angreifenden Gegner per Shurikens, Katana oder Magie bekämpfen. Interessant hierbei ist, dass auf 2 Ebenen gespielt wird, die man immer wechseln kann. Entdeckt man also einen Gegner auf den Dächern, springt man mal eben nach oben um diesen zu bekämpfen. Die Geiseln sitzen auch so auf der Strasse rum und man befreit sie, in dem man einfach über sie läuft. Das bringt auch immer eine Belohnung mit sich, so muss man sich dass Katana erstmal durch eine Geisel verdienen. Insgesamt gibt es 5 Runden mit jeweils 3 Leveln, wobei die dritte der Kampf gegen den Rundenboss ist. Diese sind meist nur an einer einzigen Stelle zu treffen und die Kämpfe gestalten sich relativ schwer. Schon der erste Endgegner stellt da eine ziemliche Herausforderung dar, aber mit etwas Übung kann man die besiegen. Neben den normalen Leveln gibt es noch die Bonusrunden. Diese ähneln einer Schießbude und werden aus der Ego-Perspektive gespielt. Man könnte also fast behaupten, das Genre der Ego-Shooter startete hier. Man sieht vor sich 2 Bahnen auf denen blaue und grüne Ninjas rumlaufen, zuerst auf der hinteren Bahn und dann springen sie nach vorne. Das sollte am besten nicht passieren, weil sie von dort auf den Spieler springen und man die Bonusrunde damit verloren ist. Hat man aber alle Ninjas per Shuriken erledigt, gibt es für jeden Ninja 500 Punkte und man kriegt Magie die man dann in der nächsten Runde einsetzen kann. Grafisch präsentiert sich das Spiel für Master System - Verhältnisse sehr gut, ohne aber natürlich an den originalen Automaten heranzukommen. Trotzdem sind die Level schön abwechslungsreich designed und zu meckern gibt es nichts, Slow-Downs kommen auch nicht vor. Die Musik und der Sound sind natürlich auch etwas schlechter (hierbei noch der Hinweis, das die japanische Version auf dem japanischen Master System mit FM-Unit um einiges besser tönt) aber abgesehen von den etwas nervigen Soundeffekten ist die Musik sehr gut und stimmig. Bleibt abschließend zu sagen, dass Shinobi auf jeden Fall in jede Master System Sammlung gehört und einfach ein zeitloser Klassiker ist. Geteste Fassung: Sega Master System Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1987/88 Erschienen für: Master System, Arcade, PC, Amiga, C64, Arnstrad CPC, Atari ST Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel
 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 9/10 | | Gameplay | 9/10 |
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