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Space Gun PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
16.04.2011

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Light Guns sind mittlerweile auch schon fast ausgestorben. In den 80ern und frühen 90ern erfreuten sich die Plastikwaffen aber vor allem in der Spielhalle großer Beliebtheit. Das die Konsolen davon nicht verschont bleiben würden, war ja klar. Auf dem Master System gibt es so den Light Phaser und eine handvoll Spiele. Space Gun ist eines davon und ist eine Umsetzung aus der Spielhalle.

Bei der Handlung war man mal wieder extrem kreativ: In der Zukunft fliegt die Menschheit lustig durchs All, dorthin wo nie jemand zuvor gewesen ist – außer natürlich die garstig bösen Aliens. Diese tauchen prompt auf einem Planeten auf, nehmen die Menschen gefangen und warten drauf, dass sie von diesem einen unbezwingbaren Superhelden in den Arsch getreten werden. Der Spieler übernimmt diese Rolle natürlich.

Space Gun kann man wohl auch allein mit dem Gamepad bzw. Control Stick spielen, aber wer will das schon? Mit dem Light Phaser sieht es schon wesentlich lustiger aus, wenn man mit dem Ding vor dem Fernseher rumwedelt, während es laut rumklickt. Ein Gamepad wird trotzdem benötigt um eine der vier Sonderwaffen zu verwenden. Diese sind natürlich limitiert, liegen aber doch in großer Stückzahl in den Levels rum. Als da wäre die bekannte Smartbomb, die alles wegräumt oder zumindest großen Schaden anrichtet, eine Waffe lässt Gegner einfrieren, so dass man sie abschießen kann und dann gibt es noch Flammenwerfer und Granaten. Ansonsten muss man mit dem normalen MG vorlieb nehmen, das überhitzt, wenn man es zu lange verwendet. Das soll wohl ein Schutz davor sein, das man einfach auf den Finger auf dem Abzug lässt und einfach mit dem Light Phaser über den Bildschirm gleitet. So ist man zum fortwährenden Klicken gezwungen. Anders als in der Spielhalle ist es nicht möglich, zu zweit gegen die Aliens anzutreten, was aber verständlich ist da schon allein die dafür nötigen Anschlussmöglichkeiten beim Master System fehlen. Schade ist das trotzdem, denn diese Spiele machen vor allem zu zweit am meisten Spaß.

Im Prinzip ist jede der sieben Stages in drei Abschnitte unterteilt: Es geht mal seitwärts scrollend durch eine Station, dann folgt ein Abschnitt in dem man durch eine Röhre wandert, das wird 2-3x wiederholt und dann kommt ein größerer Stageboss. Mehr macht man in dem Spiel nicht, die Gänge unterscheiden sich nur farblich, bis auf die Röhren, die immer in Blau-Schwarz gehalten sind. Einmal geht es auch in einem Raumschiff über eine Planetenoberfläche was die größte „Abwechslung“ darstellt. Das Ganze ist also so richtig schön monoton.
Auch bei den Aliens wurde abwechslung ganz klein geschrieben. Es gibt ungefähr 5 unterschiedliche Aliens die gelangweilt ins  Bild schlurfen, dazu gibt es noch Kugeln die auch böse sind und das war es. Zwischendrin laufen ab und zu ein paar Menschen durch die Gegend, die man natürlich nicht abschießen, sondern einsammeln sollte. Wobei ich jetzt nicht direkt mitbekommen habe, dass man bestraft wird, wenn man sie tötet. Am Ende bei der Abrechnung wird die Lebensenergie so oder so meist zum Maximum aufgefüllt.

Das größte Problem an dem Spiel ist das Tempo und die Action. Man zuckelt gemütlicher als in einer Tempo 30 Zone durch die Stages. Dann tauchen Aliens auf, die in Zeitlupe ins Bild latschen und schon abgeschlossen sind, ehe sie überhaupt was tun können. Extrem oft kommt es auch vor, dass man mal für bis zu 10 Sekunden überhaupt keinen Gegner antrifft und sich so nur an den Umgebungsgrafiken erfreuen kann. Es scheint fast so, als habe Taito noch nie einen vernünftigen Lightgun-Shooter gesehen. Denn eigentlich sollte es Action nonstop geben mit unzähligen Feinden und herausfordernden Situationen. Hier aber habe ich das Spiel ohne Problem im ersten Anlauf bis zum Ende von Stage 4 gespielt, kein Leben verloren und kaum Schaden genommen. Danach habe ich die Konsole ausgemacht, da mir das alles zu langweilig und monoton wurde.

Grafisch ist das Spiel unspektakulär. Wie gesagt, ruckelt die Landschaft recht lahm über den Bildschirm. Die Grafiken sind öde und die Aliens wirken weder eklig noch bedrohlich sondern einfach nur lächerlich.
Die Musik  ist nerviges Gedudel und die Soundeffekte klingen erbärmlich. Technisch ist Space Gun eine Katastrophe.

In der Videospielegeschichte gab es einige gute Light Gun Shooter wie etwa die Virtua Cop Reihe oder Time Crisis. Auch auf dem Master System gab es einige recht gute Vertreter wie etwa Rambo 3 oder Wanted. Space Gun ist dagegen das beste Beispiel, wie man es einfach nicht machen sollte.

Publisher: Taito
Developer: Taito
Erscheinungsjahr: 1992
Erschienen für: Master System, Arcade, Amiga, Atari ST, C64, ZX Spectrum
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Leicht

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Grafik4,5/10  Spielspass
Sound3/10
2/10
Gameplay 3/10

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