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The Ninja war Segas erstes Ninjaspiel, einige Zeit vor Shinobi kam dieses Spiel unter dem Titel Sega Ninja in die Spielhalle und wurde als Ninja Princess für das SG-1000 umgesetzt. The Ninja ist aber keine bloße Konvertierung sondern eine erweiterte und überarbeitete Fassung. Die größte Änderung ist, dass man nun einen männlichen Ninja spielt, was irgendwie schade ist. Es gibt und gab mehr als genug männliche Helden, während weibliche immer noch zu selten in Erscheinung treten.
Unser neuer Held heißt Kazamaru und muss sich auf dem Weg zum Ohkami Schloß machen, weil dieses derzeit von einem fiesen Schurken namens Gyokuru besetzt wird. Nebenbei muss man natürlich auch noch eine Prinzessin retten. Dass kein Klischee ausgelassen wird, stellt man nicht nur bei der Handlung fest, sondern auch im Spiel, unser Ninja kann nämlich alles, was Ninjas gerüchteweise auch können, bis hin zu der Tatsache, dass er kurzzeitig unsichtbar werden kann. Diese Fähigkeit ist bei The Ninja auch essentiell wichtig, denn das Spiel hat einen Schwierigkeitsgrad, der verdammt hoch ist.
Im ersten Level ist man auf einer schönen grünen Wiese unterwegs. Dargestellt wird das Ganze aus einer leicht schrägen Vogelperspektive, man hat also eine perfekte Übersicht. Viel machen kann man nicht, man kann rumlaufen und mit Shurikens um sich werfen, am besten sollten diese die zahlreichen Gegner treffen, die unserem Ninja das Leben aushauchen wollen. Andere Aktionen, wie springen, gibt es nicht. Beide Tasten des Gamepads werden deshalb auch für das Werfen der Shurikens verwendet. Mit Taste 1 wirft man sie in die Richtung in die man gerade blickt und mit der zweiten Taste wirft man immer nach oben. Auch das stellt sich später als sehr wichtig heraus, so kann man nach links oder rechts strafen und die von oben anrückenden Gegner trotzdem noch attackieren. Unsichtbar macht man sich mit einem Druck auf beide Tasten, was im Eifer des Gefechts schon mal daneben geht, vielleicht hätte man das besser lösen können.
Insgesamt gibt es 13 Level, die meisten sind relativ kurz gehalten. Level 1 kann man z.B. in gut einer halben Minute bewältigen. An jedem Ende wartet ein Obermotz, der einen Bumerang als Waffe hat und noch zusätzlich mit undefinierbaren Gegenständen um sich wirft (Warum seine Shurikens nun ausgerechnet wie Hakenkreuze aussehen hab ich nicht so ganz verstanden, ein Wunder, dass das Spiel deshalb nicht gleich beschlagnahmt wurde). Im Handbuch steht, dass er Knoblauch heißt, schräger Name. Dieser Endkampf ist meist irgendwie komisch, denn der Gegner hat keine Energieanzeige und der Kampf kann schon nach 2 Sekunden vorbei sein, denn scheinbar reicht es, wenn man sich zu ihm kämpft und ihn berührt. Immerhin wird bei den Levels die Abwechslung groß geschrieben. Mal geht es von unten nach oben, dann von links nach rechts oder durch einen isometrischen Level, in dem man in bester Indiana Jones Manier großen Steinkugeln ausweichen muss. Grafisch tut sich auch einiges. Grüne Wiesen, braune Ödnis, Städte und Flüsse, für ein solch altes Spiel wird einiges geboten. Auch bei den Gegnern trifft man nicht nur auf Ninjas und Samurais, sondern auch auf Wölfe, Pferde. Manche Ninjas tarnen sich auch als Steine und erscheinen dann wenn man ihnen vorbeiläuft. Nicht nur diese Momente sorgen für den hohen Schwierigkeitsgrad, sondern auch die Tatsache, dass man eine bestimmte Anzahl grüner Schriftrollen finden muss um auch wirklich bis zum letzten Level zu kommen. Hat man nicht alle am Ende des 11. Level wird man zurückgeschickt und muss alles noch mal durchleiden und das immer mit der Gewissheit, dass man nach einem Treffer ein Leben verliert und die Anzahl der Leben sehr begrenzt ist. Neben den grünen gibt es noch rote und blaue Rollen, die dafür sorgen, dass sich Kazamaru schneller bewegt und größere Shurikens wirft, die auch mehrere Gegner auf einmal vernichten.
Nach dem erfolgreichen Beenden eines Levels gibt es noch eine kleine Statistik, neben der Anzahl der Punkte wird auch gezeigt wie viele Shurikens man verschossen hat und wie viele überhaupt ein Ziel trafen. Das ist ein nettes kleines Feature. Man bekommt auch Extraleben, wenn man eine bestimmte Punktegrenze erreicht hat.
Grafisch sieht das Spiel in Ordnung aus ohne sensationell gut zu sein. Die Ninjas wirken einfach und haben nur wenige Animationen. Dafür sind die Hintergründe recht hübsch gestaltet. Die Musik schwankt zwischen nett und nervend. Es soll wohl asiatisches Gedudel sein, nur eben sehr elektronisch klingend. Das ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Die Soundeffekte sind größtenteils gut gelungen, lediglich dieser komische Ton, der erklingt wenn man stirbt, ist nervig.
The Ninja ist ein altes Spiel und das merkt man einfach, gegen Shinobi oder Ninja Gaiden kann es nicht bestehen, aber für Spieler, die eine Herausforderung suchen ist es sicher einen Blick wert. Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1986 Erschienen für: Master System Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Schwer 
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 5,5/10 | | Gameplay | 6/10 |
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