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Auf dem Master System gibt es ja viele geniale Spiele, die kaum noch ein Mensch kennt, weil die ganze Konsole eher unbekannt war und wenn, dann kennt man eh nur die großen Titel wie Sonic.
Zillion wäre dann solch ein Kandidat. Ein Spiel, das mehr Beachtung verdient gehabt hätte. Dass es auch noch auf einem Anime basiert, wissen wohl noch weniger Leute. Jener Anime wurde von Sega mitproduziert und unter anderem taucht dort auch Opa-Opa aus der Fantasy Zone auf. Der Light Phaser, der in Zillion große Verwendung findet, war auch die direkte Vorlage für den Light Phaser der Konsole.
Das Spiel selbst ist ein Adventure, am ehesten wohl noch vergleichbar mit Metroid. Man spielt J.J., ein Agent einer Friedensorganisation und auf dem Planeten X gibt es böse Buben, welche mal wieder die Galaxie beherrschen wollen. Das geht natürlich nicht und so werden 2 Agenten zur nicht mehr wirklich so geheimen Geheimbasis auf diesem Planeten geschickt. Als jene spurlos verschwinden, schickt man J.J. hin.
Die Steuerung übernimmt man natürlich selbst und fortan, muss man die Basis infiltrieren, sich gegen viele böse Feinde zur Wehr setzen, Computer hacken und die Agenten neben einigen Disketten finden. Nebenbei findet man Gegenstände welche die Charakterwerte der Spielfigur aufwerten, so dass er beispielsweise weiter springen kann. Seine Waffe wird auch aufgewertet und ganz wichtig sind die ID Cards. Jede ID Card kann man einmal bei einem Computerterminal einsetzen, dann muss das richtige Passwort eingeben, um z.B. Laserbarrieren zu deaktivieren oder Aufzüge anzuwerfen. Da man diese Karten immer nur in limitierter Menge hat, muss man auch genau planen, welche Schritte man als nächstes wagt. Einfach wild irgendwelche Passwörter einzugeben, ist definitiv der falsche.
Das Spiel ist relativ groß und umfangreich, allein in der Basis wird man locker 5 Stunden verbringen, wenn man nicht gerade mit einem Walktrough durchrennt. Das Problem hierbei ist einerseits der eher hohe Schwierigkeitsgrad. Die Basis besteht aus großen Räumen und engen Tunneln. In diesen liegen dann Minen rum oder Gegner warten und man kann ihnen nur schwer ausweichen. Im späteren Verlauf, wenn man bessere Waffen hat und mit ihnen die Minen zerstören kann, wird es leichter, aber bis dahin vergeht viel Zeit. Das größte Problem ist aber eindeutig, dass es weder eine Speicherfunktion noch Passwörter gibt. So muss man das Spiel praktisch an einem Stück durchspielen. Natürlich sind die Leben und Continues begrenzt, so dass man auch nicht ständiges Trial & Error ausführen kann. Mitunter ist das ein wenig frustrierend und heutzutage sollte man da doch tatsächlich eher auf einen Emulator ausweichen, weil man dort speichern kann.
Trotzdem macht Zillion sehr viel Spaß, das Spiel ist eben recht herausfordernd und fordert auch zum Denken auf. Grafisch sieht es recht hübsch aus, trotz des hohen Alters gibt es hier recht große und detaillierte Figuren zu sehen. Die Musik ist interessant, denn es gibt tatsächlich nur 2 Stücke und eines davon hört man ständig in der Basis. Trotzdem nervt diese nie.
Zillion ist wie gesagt herausfordernd, macht aber auch recht viel Spaß und ist klar eines der besten Master System spiele.
Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1986 Erschienen für: Master System Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel - Schwer

| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 9/10 | | Gameplay | 8/10 |
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