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Alien Storm PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
12.08.2011

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Mit Golden Axe erschuf Sega einen unsterblichen Klassiker, der bis heute populär ist. Damals waren vor allem die Arcade- und Mega Drive Versionen erfolgreich und so ist es klar, das Sega das erfolgreiche Spielprinzip weiter verfolgen würde. So folgte 1 Jahr nach dem Schwertgemetzel Alien Storm in die Spielhallen.

1991 wurde das Spiel für das Mega Drive umgesetzt und man kann es simpel als „Golden Axe im Sci-Fi look“ bezeichnen.
Eine Handlung brauchen wir natürlich nicht. Aliens sind auf der Erde, machen Terror also müssen sie beseitigt werden. Es gibt keine Cutscenes, kein Intro, keine Texte die auch nur annähernd der „Handlung“ mehr Tiefe verleihen könnten, aber damals war das ja normal.

Vor dem Spielstart können einige Optionen eingestellt werden, ein wählbarer Schwierigkeitsgrad sowie der Energieverbrauch der Spezialwaffe können eingestellt werden.
Anders als in der Arcadefassung, dürfen auf dem Mega Drive nur maximal 2 Spieler antreten, die drei Spielfiguren des Originals stehen aber nach wie vor zur Auswahl: Der Kämpfer Garth, die Kämpferin Karen und der Roboter Scooter. Neben dem Aussehen ist der einzige Unterschied die Bewaffnung. Natürlich ziehen die drei nicht mit Schwertern in den Kampf gegen die Aliens sondern mit Flammenwerfer, Laserpeitsche und  einer merkwürdigen Blitzwaffe. Ähnlich wie bei Golden Axe ist die Reichweise der Waffen stark begrenzt, so das es in den Nahkampf geht. Was bei dem Spiel leider dazu führt, das man öfter mal Treffer einsteckt.
Natürlich darf eine übertrieben starke Spezialwaffe nicht fehlen. Karen packt da etwa direkt eine nukleare Rakete aus, während Garth die US Air Force zu Hilfe ruft. Natürlich sind diese starken Waffen limitiert, jedes Mal, wenn man sie einsetzt, verliert man ein wenig Energie. Ist der Balken leer, kann man sie nicht mehr einsetzen, bis man Energiedosen findet und einsammelt.   

Während die Spielhallenversion nur 6 Levels hat, bietet die Mega Drive Version direkt 8. Diese sind in 2-3 Abschnitte unterteilt. Zuerst prügelt man sich seitlich scrollend durch den Level. Massenhaft Aliens tauchen auf, es kann sein, das man von bis zu sieben von ihnen umzingelt wird. Die KI entspricht der von Golden Axe: Die Aliens stürmen auf den Spieler zu, finden sich mehrere auf dem Bildschirm wieder, versuchen sie, die Spielfigur zu umzingeln. Anders als die Fantasybarbaren können unsere Alienjäger nicht springen, sie können lediglich schnell nach links oder rechts rollen um den Aliens auszuweichen. Leider nicht nach oben oder unten, was in manchen Situationen wünschenswert wäre.
Am Ende des Levels geht es in ein Geschäft. Die Perspektive wechselt in die First Person, man steuert ein Fadenkreuz und zerstört nicht nur die Inneneinrichtung (die dadurch Energiedosen und Healthpacks offenbaren) sondern auch viele Aliens, di ein den Geschäften herumlaufen und für Ärger sorgen.
Damit das Spiel nicht zu abwechslungsarm ist, kommt es aber auch zweimal vor, dass es nicht zu dieser FPS-Sequenz geht sondern stattdessen ein weiterer seitlich scrollender Level kommt. Die Figuren rennen hier im Eiltempo rum und es gilt nur, alle Aliens zu beseitigen die am rechten Bildschirmrand auftauchen.
Abschließend kommt es dann noch zweimal vor, dass man auf einen Bossgegner trifft.

Die Levels sind abwechslungsreich designed, die Straßenlevels sehen gut aus, die Geschäfte sind schön detailreich inszeniert und am Ende geht es natürlich in das Raumschiff der Aliens.
Selbige sind auch detailliert gezeichnet, die Farbwahl ist aber wieder mal fragwürdig. Braune Aliens machen Sinn, blaue und pinke sehen aber einfach nur doof aus.

Neben dem Hauptspiel gibt es noch zwei weitere Spielmodi: Das Duel kennt man auch von Golden Axe. Man trifft hier quasi in einer Arena auf immer stärker werdende Aliens und kämpft solange, bis man von ihnen besiegt wurde.
Zusätzlich gibt es noch den 1P vs. 2P Modus. Beide Spieler treten in einer Best of 3 Serie in bester Street Fighter Manie gegeneinander an.
Beides ist für eine Runde jeweils ganz unterhaltsam.

Grafisch ist das Spiel wie gesagt recht nett, wenn man bedenkt, das es mittlerweile auch schon über 20 Jahre alt ist.
Die Musik ist dagegen eine mittlere Katastrophe und einfach nur schlecht. Die Soundeffekte entsprechen dem Mega Drive Standard. Im Audiobereich kann das Spiel wahrlich nicht überzeugen.

Mag man Beat  em Ups und eben ganz besonders Golden Axe, ist Alien Storm auf jeden Fall einen Blick wert. Zwar ist die Steuerung nicht ganz so gelungen und das Spiel ist, trotz wählbarem Schwierigkeitsgrad, recht einfach, aber gerade im Zweispielermodus macht die Alienjagd auch heute noch Spaß.

Publisher: Sega
Developer: Sega
Erscheinungsjahr: 1991
Erschienen für: Mega Drive, Arcade, Master System, Amiga, Atari ST, C64, ZX Spectrum, Amstrad CPC
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

Grafik7/10  Spielspass
Sound4,5/10
7/10
Gameplay 6,5/10
Multiplayer 8/10

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