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Batman Returns PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
25.06.2009

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Batmans Rückkehr in die Kinos war damals, 1992, gelungen. Mir persönlich gefiel Tim Burtons Sequel besser als die 1989er Verfilmung des „Dark Knight“

Erfolgreiche Filme ziehen erfolgreiche Videospiele hinterher und während man auf das Spiel zum ersten Film, zumindest auf dem Mega Drive, einige Jahre warten musste, erschien Batman Returns recht passend zum Kinostart.

Während das Spiel zum Film auf dem SNES von Konami übernommen wurde, macht sich Sega persönlich bei der Mega Drive Version ran.

 

Leider. Denn während die SNES Version zwar sicher kein geniales Spiel war, war es doch ein recht spaßiger Sidescroller, wo man sich durch Horden böser Buben prügelt. Segas Version ist dagegen ein Jump n’ Run aus der Reihe „Wie man es nicht macht“.

 

Das knappe Intro stimmt schon gekonnt darauf ein. Batman schwingt sich, begleitet von nervigem Gedudel, ein Haus hoch, wo er auf den Pinguin trifft, der eine Frau entführt. Man kann seine Augen kaum von der schrecklichen Grafik abwenden. Während sie generell düster ist und das eigentlich passt, stören Farbkombinationen wie „Blaue Wand, umgeben von grünlichen und lila Säulen“ doch ziemlich. Das sieht einfach nicht hübsch aus und kann auch nicht dem schwachen Grafikchip des Mega Drives zugeschrieben werden, denn das mehr geht, hat schon Sonic 1 ein Jahr zuvor wunderbar gezeigt.

Im ersten Level hüpft man fröhlich zwischen Gebäuden umher, meist muss man dies im Blindflug tun, da man einfach nicht sieht, wo es lang geht. So passiert es oft genug, das man meist mitten auf einem Gegner oder eine Lava-spuckenden Statue landet.

Gegner bekämpft man durch gekonnte Faustschläge oder dem optionalen Einsatz des Batmanspielzeuges. Von Baterangs bis Bomben, kann man diverse aus dem Inventargürtel auswählen. Natürlich sind diese Waffen limitiert, man findet man ab und zu Baterangs zum einsammeln, aber trotzdem sollte man diese Waffen tunlichst für die Levelendbosse aufbewahren.

Die normalen Gegner sind schon recht nervig, da eine vernünftige Kollisionsabfrage scheinbar zu kompliziert zu programmieren war. Man nimmt selbst dann noch Schaden, wenn ein Gegner schon besiegt und gerade am verschwinden ist.

Schlimm ist dies vor allem in Level 2. Hier ist man in einem Hochhaus unterwegs, wobei die Kamera durch die zerbrochenen Fenster und Mauern blickt. Oft genug kommt es aber vor, das noch Mauerteile  stehen und so Batman für einen kurzen Moment für den Spieler unsichtbar ist. Das gleiche gilt natürlich für Gegner, die urplötzlich auftauchen.

Das der gesamte Level auch noch um fast 45° gekippt ist und so alles reichlich schrägt wirkt, trägt nur noch mehr dazu bei, das man Distanzen kaum noch abschätzen kann und  so an Gegnern vorbeischlägt oder von selbigen plötzlich erwischt wird.

 

Das Konzept von Level 2 ist an sich ja interessant. So wird man in einer Etage von einem Lüftungsrohr eingesaugt und Richtung Levelstart zurückbefordert. Umgehen kann man dies nur, wenn man kräftig gegen eine Stück Statur tritt, dessen abgebrochene Stücke dann selbigen Schacht verstopfen. Aber was nützt das, wenn das ganze so unfair in Szene gesetzt  wird und nur noch nervt? Die Levelendbosse sind meist auch reichlich fies. Der erste Levelendkampf findet auf einem Hausdach statt. Die Kollisionsabfrage hat hier wohl schon Urlaub genommen, dafür wird man zu jeder Zeit von dem Fiesling oder seiner Peitsche getroffen. Selbst wenn man schon auf die zweite Ebene gehüpft ist, während er noch auf der ersten steht, kann man von der Peitsche erwischt werden. Für Batman und seine unbrauchbaren Baterangs gilt dies natürlich nicht. Der Endgegner von Level 2 besteht aus 2 Statuen, die unzählige Zahnräder und Feuerbälle auskotzen. Es ist ein Dauerfeuer, dem man kaum etwas entgegen setzen kann.

Und so unfair zieht sich das auch die weiteren Level lang. Zumal sie auch immer langweiliger werden. Selten hat man einen so öden Zirkus gesehen, wie Stage 3 und Kanalisationen sollten wohl eher den Teenage Mutant Ninja Turtles vorbehalten bleiben, denn Level 4 setzt diese schön mächtig unfair um. Hier kann man quasi jeden Meter weit ein Leben verlieren.

 

Persönliche hab ich nichts gegen herausfordernde Spiele. Es gibt ja kein besseres Gefühl, als jenes, wenn man einen Abschnitt oder Level nach vielen Versuchen endlich gemeistert hat. Aber leider ist Batman Returns eben einfach nur unfair, man springt blind in die Gegend, weil es anders nicht geht. Die Sonderwaffen sind viel zu stark limitiert und man verliert seine Leben schneller als man schauen kann.

 

Grafisch ist das ganze wie gesagt auch eher enttäuschend. Zu den lahmen Farben gesellen sich noch schlechte Animationen hinzu und teilweise flackern die Sprites auch.

Die Musik ist düdeligster Natur und nervt schon nach kurzer Zeit, vom Film hat man natürlich kein einziges Stück übernommen und auch sonst, erinnert sie nie an Batman.

Die Soundeffekte sind auch kaum der Rede wert.

 

So bleibt am Ende ein absolut enttäuschendes Spiel, das wohl selbst Masochisten keinen Spaß bereitet. Hier hat man einfach zuviel falsch gemacht. Wer Batmans Rückkehr gekonnt erleben will, greife deshalb zum SNES oder Master System Spiel, diese unterscheiden sich extrem von dieser Katastrophe.

 

Publisher: Sega

Developer: Sega

Erscheinungsjahr: 1992

Erschienen für: Mega Drive

Anzahl Spieler: 1

Schwierigkeitsgrad: Unfair


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Grafik6/10  Spielspass
Sound5/10
2,5/10
Gameplay 4,5/10
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