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1995 war das Mega Drive schon ziemlich am Ende, in den USA wurde in diesem Jahr der Support eingestellt. Gleichzeitig wurden aber noch mal ein paar richtig geniale Spiele veröffentlicht. Comix Zone zählt dazu und stammt auch noch direkt von Sega selbst. Prügelspiele, wie Streets of Rage oder Double Dragon, gab es gerade im 16-Bit Zeitalter ja zur genüge. Um mit einem solchen Spiel aufzufallen, muss man sich schon etwas besonderes einfallen lassen. Bei Comix Zone ist der Name Programm. Man spielt Sketch Turner, einen Comiczeichner. Sein gemalter Bösewicht, Mortus, erwacht zum Leben und steckt Sketch in einen eigenen Comic. Hier erwarten ihn nun zahlreiche Gegner und hoffentlich der Weg in die richtige Welt zurück. Am Anfang trifft man auf Alissa Cyan, sie wird dem Spieler helfen, in dem sie Tipps und Warnungen vor besonders vielen oder bösen Gegnern gibt. Als zweite Hilfe hat man Roadkill, die Hausratte von Sketch, die einerseits Gegner angreifen kann und andererseits nach Verstecken sucht. Das Spiel ist also ein großer Comic. Ein Level besteht aus einer Seite mit zahlreichen Fenstern, in denen sich das Geschehen abspielt. Hat man in einem Fenster aufgeräumt, geht es in den nächsten, wobei man hier ab und zu die Wahl zwischen zwei Richtungen hat. Die Kämpfe gegen Gegner sind dabei recht abwechslungsreich gestaltet. Jeder Gegnertyp hat eine eigene Angriffsart. Man selbst hat verschiedene Schlag- und Trittkombinationen, wobei es nichts bringt, wenn man ständig den gleichen Schlag anbringt. Das wird abgeblockt und mit einem Kommentar wie „That is boring“ quittiert. Denn sowohl Gegner, als auch Sketch und Alissa, kommunizieren miteinander und das stilgerecht über Sprechblasen. Ab und zu findet man auch nützliche Hilfsmittel wie Dynamit oder Messer. Eistee regeneriert die Energie und dann gibt es noch einen Gegenstand um sich in einen Superhelden zu verwandeln. Das Inventar umfasst maximal 3 Gegenstände. Hat man ein 6-Button Pad, was empfehlenswert ist, löst man sie komfortabel über die oberen 3 Tasten aus. Das Thema Comic wurde noch weiter geführt. Ein Comic ist aus Papier, Papier kann man zerreißen. So hat der Spieler also die Möglichkeit ein Stück Papier aus dem Level zu reißen und z.B. ein Papierflugzeug zu basteln und damit den Gegner anzugreifen. Man kann Gegner mit Combo-Movies so stark bekämpfen, dass sie nach hinten fliegen und so die Grenze zwischen 2 Fenstern einreißen. Die Level und Episoden sind schön abwechslungsreich gestaltet. Leider findet man nur 3 Episoden mit je 2 Levels im Spiel. Hat man die durch, ist das Spiel auch schon vorbei. Das dauert nicht lange, wenn man das Spiel kennt. Anfänger aber werden erstmal ihre Probleme haben, denn der Schwierigkeitsgrad ist unglaublich hoch. Es gibt recht viele Gegner, die sich dazu eben noch recht intelligent verhalten. Man selbst hat nur ein Leben und einen kleinen Energiebalken. Hinzu kommt, das wirklich alles Energie abzieht, selbst wenn man nur gegen eine Kiste tritt und dies muss man oft genug, um überhaupt voran zu kommen. Aber trotzdem wird das eigentlich nie frustrierend, weil das Spiel Spaß macht und eben mal etwas anderes ist. Die Grafik ist extrem gut gelungen, trotz der wenigen Farben des Mega Drives ist alles schön bunt und comicmäßig. Die Animationen überzeugen ebenfalls. Die Musik stammt von Howard Drossin der z.B. auch Sonic 3 und Baldurs Gate 2 vertont hat. Diese ist sehr gut gelungen, genauso wie die Soundeffekte und die kleinen Sprachfetzen, die immer mal wieder auftauchen. Beim Mega Drive gab es noch eine Special Edition, bei der man eine Audio CD dazu bekam. Darauf waren die Songs aus dem Spiel als Rockversionen enthalten. Comix Zone ist ein außergewöhnliches und interessantes Spiel, das nur unter der kurzen Spielzeit und dem hohen Schwierigkeitsgrad leidet. Ansonsten ist es aber absolut empfehlenswert. Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1995 Erschienen für: Mega Drive, PC, Game Boy Advance Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Nicht wählbar, Schwer
 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 9/10 | 8,5/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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