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Alles hat seinen Anfang und die Strike Reihe hatte diesen bei Desert Strike. Veröffentlicht mitten während des Golfkriegs, kam das Spiel natürlich nicht völlig ungeschoren davon. Schon damals hatte man „Angst“ vor „Killerspielen“ und Desert Strike war einigen Menschen zu nah an der Realität. Muss man erwähnen, dass in Deutschland das Spiel indiziert wurde? Ich denke nicht.
Während man in den Nachfolgern auf einer Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeuge und auch mal zu Fuß unterwegs ist, gab es hier nur den Hubschrauber. Ein AH-64 Apache, auch wenn bei einigen Versionen des Spiel ganz klar ein RAH-66 Comanche auf dem Titel zu sehen ist. Mit diesem kleinen Luftfahrzeug muss man den bösen General Kilbaba stoppen. Der stürmte mit seiner Armee ein kleines arabisches Land und will dadurch den 3. Weltkrieg herauf beschwören. Warum auch immer.
Vor dem Spielstart darf man seinen Co-Piloten auswählen. Dann geht es auch schon zum Briefing, wo die Missionsziele erklärt werden. So muss man in der ersten Station ein Kraftwerk, ein Flugfeld und Radaranlagen zerstören. Während des Spiels kann man sich über die Starttaste noch eine Übersichtskarte mit zahlreichen Informationen anzeigen lassen. So weiß man ganz genau, wo man sich selbst befindet und wo die Ziele sind. Auch erhält man Informationen über die gegnerischen Waffen und ihre Schwachpunkte.
Man startet von einem kleinen Flugzeugträger und fliegt in die Wüste. Natürlich sind die Anlagen sehr gut bewacht. Soldaten mit Raketenwerfer, Panzer, Jeeps und stationäre Geschütze sind eine ernsthafte Bedrohung. Um diese zu beseitigen hat man neben einem Geschütz auch zwei unterschiedliche Raketentypen zur Verfügung. Natürlich ist die Munition begrenzt, hier versucht das Spiel Richtung Simulation zu gehen. Denn nicht nur die Munition neigt sich schnell dem Ende zu, auch das Benzin kann ausgehen und findet man nicht ein paar Kanister Benzin stürzt der Hubschrauber ab. Natürlich gibt es aber Munitionskisten. Das aufsammeln dieser Gegenstände gestaltet sich schon abenteuerlich genug. Sobald man in die Nähe dieser Gegenstände kommt, fährt ein kleiner Fangarm aus und man muss den Hubschrauber nun so über den Kiste fliegen, dass der Fangarm diese zu greifen kriegt und hochziehen kann. Erschwert wird das alles vor allem durch Perspektive, die ist isometrisch und die Steuerung nicht wirklich darauf ausgelegt. Drückt man die Richtungstaste nach oben fliegt der Hubschrauber gerade aus, links und rechts sind zum Wenden. Das ist ein wenig konfus. Auch das Treffen der Gegner wird damit nicht erleichtert, einen kleinen Soldaten in Tarnuniform in der Wüste aus der Isoperspektive mit dem MG zu treffen ist schwer und man kann da ja nicht seine Raketen verschwenden. Der Schwierigkeitsgrad ist eben extrem hoch, weshalb man über das Passwortsystem mehr als froh ist.
Trotzdem macht Desert Strike viel Spaß. Hat man sich einmal an die Steuerung und Ansicht gewöhnt und gelernt, dass man hier ein wenig taktisch vorgehen muss, um eine Chance zu haben, ist das Spiel eine herausfordernde und spaßige Angelegenheit.
Grafisch sah das Spiel damals nett aus. Auch wenn natürlich alles in Brauntönen gehalten ist und man sich so schon fast über jedes metallische Grau freut. Für 1992 sieht das Ganze aber nicht so schlecht aus. Musik gibt es nur im Titelbild und beim Briefing. Im Spiel selbst hat man nur die Soundeffekte. Hauptsächlich natürlich Waffengeräusche und Explosionen aber auch das nervige Piepsen der Warnung dass man wenig Benzin hat oder sich in einer gefährlichen Zone befindet.
Natürlich sind die Nachfolger durch unterschiedliche Fahrzeuge um einiges abwechslungsreicher. Spaß macht der Titel trotzdem, der Unterhaltungswert passt einfach. Alle Teile gemeinsam haben sie den krassen Schwierigkeitsgrad und deshalb sollte man für diesen Titel viel Zeit und Geduld mitbringen, denn man wird seinen Apache sehr oft in Rauch aufgehen sehen.
Publisher: Electronic Arts Developer: Electronic Arts Erscheinungsjahr: 1992 Erschienen für: Mega Drive, Master System, Game Gear, SNES, Game Boy, PC, Amiga, Lynx Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Sehr Hoch
 
| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 7/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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