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Ecco the Dolphin PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2007

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Delphine sind doofe und langweilige Tiere, ich glaub, nur Axl Rose ist wirklich Fan von ihnen. Zumindest fand ich sie immer unheimlich doof und genauso fand ich dieses Spiel anfangs doof, als es Weihnachten mal unterm Weihnachtsbaum rumlag.
Aber man darf sich ja mal täuschen, denn Ecco ist wohl eines der ungewöhnlichsten Spiele überhaupt und zieht den Spieler schnell in seinen Bann und wenn man denkt, dass hier ein lustig-fröhliches und buntes Spiel wartet, hat sich getäuscht, es ist dunkel, düster und böse.
 
Das Spiel greift die Idee auf, dass Delphine und andere Meeresbewohner praktisch wie Menschen sind, in Gruppen, so genannten Pods leben, und miteinander kommunizieren.
Die Titelfigur Ecco lebt auch in so einem Pod und dieser verschwindet eines Tages spurlos dank eines riesigen Sturms, der auch gleich die gesamte Unterwasserwelt ins Chaos stürzt. Ecco begibt sich natürlich auf die Suche nach seinen Freunden und das es eine langwierige Suche wird, ist ja verständlich.

Das Spiel ist wohl am ehesten noch als Adventure  zu bezeichnen. Man schwimmt im Wasser herum, kommuniziert mit Walen und Delphinen, kämpft gegen Haie und wird schon bald auf die Suche nach einem großen, alten Wal namens Big Blue geschickt, der vielleicht weiterhelfen kann. In den folgenden Abschnitten kommen dann Glyphen hinzu, Kristalle, die man mit dem Sonar anfunkt und dann Hinweise zum weiterkommen geben. Mit dem Sonar des Delphins kann man auch eine Übersichtskarte herholen und später, wenn man einige Delphine gerettet hat, auch in eine Art Waffe verwandeln um kleinere Gegner zu besiegen.

Am Anfang hat man lediglich Haie als Gegner, später kommen Quallen dazu, dann Urzeittiere und am Ende dann die Vortex, die sehen aus wie Aliens und sind der eigentliche Grund für das ganze Chaos.
Genauso wie die Gegner am Anfang noch schön einfach sind, ist das ganze Spiel recht simpel. Man schwimmt ein wenig herum, sucht Tiere zum kommunizieren und den Ausgang des Levels. Das alles ändert sich, sobald man in andere Regionen gerät. Vom Nordpol geht es recht bald zurück in die Steinzeit, durch die Ruinen von Atlantis und später landet man in einer riesigen Maschine. Die Rätsel werden schwerer, so muss man in der Steinzeit z.B. aus dem Wasser springen und mit dem Sonar eine Botschaft abschicken, damit ein Flugsaurier kommt, der Ecco über Klippen in einen anderen Bereich des Meeres trägt und natürlich gibt es bei den Pfaden Abzweigungen. Welcome to the Machine ist der erste Maschinenlevel und dieser hat einen selbstscrollenden Level, man muss schnell mitschwimmen und aufpassen, dass man nicht in einer Sackgasse landet, sonst stirbt man natürlich.
Zum Ende hin steigt der Schwierigkeitsgrad unermesslich hoch, was auch an der Tatsache liegt, das Ecco Luft braucht und man ihn so immer an die Wasseroberfläche bringen muss. Dass dies nicht so ganz klappt, wenn man gerade in einer Ruine von Atlantis steckt, ist klar, aber dank unendlich Leben wird der Frust gering gehalten. Außerdem gibt es eine Passwortfunktion, so dass man nicht ständig von Anfang an spielen muss, denn die 27 Level sind riesig.

Technisch ist das Spiele nahezu eine Offenbarung. Herausgekommen ist es 1992 und bietet eine der besten Grafiken, die man je auf dem Mega Drive gesehen hat. Die Level sind hübsch designed und stecken voller Leben. Die Animationen der Tiere sind lebensecht und einige der Kreaturen sehen recht gruselig aus.
Genial ist auch die Musik. Atmosphärische Stücke, die in einigen späteren Level schon fast an Musik für einen Horrorfilm erinnern. Ohne Musik sollte man dieses Spiel auf gar keinen Fall spielen.

Ecco the Dolphin ist wie gesagt sehr ungewöhnlich, sehr schwer - aber auch sehr genial und trotz doofer Delphine sollte man dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben.

Noch ein Wort zu den unterschiedlichen Versionen: Die Sega CD unterscheidet sich von der normalen Fassung nur beim Sound, dieser klingt dort natürlich wesentlich besser. Die Master System und Game Gear Fassungen haben komplett andere Level und die Game Boy Fassung ist extrem schlecht, weil die Steuerung nichts taugt und die Musik fehlt.

Publisher: Sega
Developer: Novotrade
Erscheinungsjahr: 1992
Erschienen für: Mega Drive, Master System, Game Gear, Sega CD, Windows, GB Advance
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Hoch

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Grafik9/10  Spielspass
Sound8,5/10
9/10
Gameplay 9/10
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