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Nach dem Street Fighter II anfang der 90er die Spielhallen und Konsolen eroberte, folgte eine riesige Welle anderer Beat ’em Ups von allen Herstellern, die dachten so leicht Geld verdienen zu können. Zu dieser Zeit entschied sich auch Sega ein Kampfspiel zu veröffentlichen. Es sollte kein gewöhnliches Beat ’em Up werden, sondern alle Konkurrenten in den Schatten stellen und wurde deshalb schon lange vor dem offiziellen Release gehyped.1993 wurde es dann veröffentlicht und schlug sich recht erfolgreich auf dem Markt. Schon bei der Story geht man andere Wege. EC spielt in der Zukunft, in einer trostlosen Welt, wo die Technologie so weit fortgeschritten ist, das der Mensch praktisch überflüssig geworden ist. Dies führt zu zahlreichen Problemen und Aufständen. Der mächtige Eternal Champion ist in der Lage, dies zu verhindern, jedoch wählt er einen eher umständlichen Weg: Ein Mensch in der Vergangenheit soll sein Leben ändern und so die Geschichte beeinflussen. Dazu wurden 9 Charaktere aus der Vergangenheit geholt, allesamt auf tragische Weise gestorben. Diese treten nun gegeneinander an, der Gewinner kriegt sein Leben zurück. Bei den Kämpfern gab man sich recht große Mühe, was das Design und die Geschichte angeht. Da gibt es z.b. Slash, ein prähistorischer Jäger, Rax, ein Cyborg oder Midknight ein ehemaliger Forscher der sich durch ein misslungenes Experiment in einen Vampir verwandelt hat. An Spielmodi wurde auch nicht gegeizt. Neben dem hauptsächlichen Turnier für einen Spieler gibt es noch den so genannten Battle Room (Für 1 oder 2 Spieler), hier tritt man in einem Match gegen einen ausgewählten Gegner an. Zusätzlich kann man auf einige fiese Waffen zurückgreifen: Neben diversen Minen gibt es eine Kreissäge, die am Boden entlang fährt oder auch Kugeln die dem Kämpfer bei Berührung Energie absaugen. In den Stages gibt es auch sogenannte Overkills, ähnlich wie die Stage Fatalitys bei Mortal Kombat, muss man hier den Gegner an einer bestimmten Stelle KO schlagen, um dann eine recht blutige Endsequenz zu sehen. Ich finde das sehr gelungen, beim Mega CD Nachfolger sind diese aber noch viel besser geworden. Außerdem gibt es noch Räume, in denen man die Geschicklichkeit seines Helden trainieren oder seinen Kämpfer einfach nur besser kennenlernen kann. Diese ganzen Trainingsräume sind auch wichtig. Eternal Champions ist kein Street Fighter wo sich jeder Charakter bis auf wenige Moves praktisch gleich spielt. Jeder Kämpfer unterscheidet sich extrem stark, jeder verfolgt einen anderen Kampfstil. Von Capoeira über Jeet Kune Do bis zu Ninjitsu ist hierbei alles vertreten was gut aussieht und schmerzen verursacht. Die Moves bestehen meist aus Tastenkombinationen wie „0,5 Sekunden nach vorne drücken, dann hinten + A“. Es empfiehlt sich also, bei Spielstart einen Kämpfer auszuwählen und mit diesem zu trainieren, ehe man einem Gegner gegenüber tritt. Zum Glück sind alle Kontrahenten relativ ausgeglichen was die Stärke betrifft, es gibt also hier keinen Übercharakter der alle anderen locker platt macht. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht nur durch die extrem steile Lernkurve hoch, auch die KI der CPU ist nicht ohne. Selbst im Trainingsraum auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad kommt man ohne Move-Kenntnisse nicht weiter. Im Turnier ist der Schwierigkeitsgrad erst gar nicht wählbar und schon in der 3. Runde ist dieser höher als bei Street Fighter in der letzten. Das kann sehr schnell zu Frust führen. Ich weiß gar nicht, wie oft die Cartridge früher bei mir an die Wand flog, mehr als 10x sicher… Die Grafik ist recht gut geworden. Man sieht zwar, das die Konsole eben nicht allzu viele Farben gleichzeitig darstellen kann. Trotzdem sind die Level und die Kämpfer sehr gut gelungen und detalliert. Vor allem die Animationen sind schön flüssig. Obwohl die Konsole nicht so viele Farben gleichzeitig darstellen kann, sieht die Grafik gut aus. Level und Kämpfer sind detailliert und überzeugend gelungen, die Animationen sind schön flüssig. Die Musik wirkt sehr stimmig, wobei man auch hier wieder an die Grenzen des Mega Drive stößt. Trotzdem sind die Stücke abwechslungsreich, und sie werden nicht nervig. Die Soundeffekte sind guter Durchschnitt. Die Steuerung spricht sofort an, und nach einiger Übung gehen auch die schweren Combo Moves leicht von der Hand. Wie oben aber schon erwähnt, sollte man unbedingt ein 6-Button Pad verwenden. Wer nur gelegentlich zu Street Fighter oder Mortal Kombat greift, sollte eher einen Bogen um Eternal Champions machen. Wer jedoch recht viel Zeit und Geduld investiert, wird aber mit einem sehr gelungenen Beat ’em Up belohnt. Spielspaß Multi Player: 8/10 Publisher: Sega Developer: Sega Erschienen für: Mega Drive Erscheinungsjahr: 1993 Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Teilweise wählbar, trotzdem recht hoch
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| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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