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Gleylancer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2006

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Anfang der 90er waren Shoot ’em Ups beliebt wie kaum anderes Genre und vor allem das Mega Drive wurde geradezu überschüttet mit Spielen dieser Art. Neben vielen guten waren auch viele Gurken dabei. Gleylancer zählt eher zu ersteren mit einigen guten Ideen.

Zuerst der Hinweis, dass Gleylancer seinerzeit lediglich in Japan veröffentlicht wurde. Das Intro ist komplett auf Japanisch, der Rest englisch. Also gibt es zumindest keine Probleme es spielen zu können.

Die Story wurde mittlerweile auch im Internet übersetzt. Im Jahr 2025 ist die Föderation im Krieg mit einer ausserirdischen Rasse. Als eine Flotte der Föderation gerade rumfliegt, verschwindet plötzlich das Flaggschiff in eine andere Dimension. Die Tochter des Kapitäns kriegt das mit und beschließt, sich auf die Suche zu begeben. Die Geschichte wird zu Spielstart in einem sehenswerten. sehr hübsch gezeichneten und recht langen Intro erzählt.

Bevor die Ballerei beginnt, muss man sein Raumschiff tunen. Es gilt, die Art der Drohnen auszuwählen. Mit Aufnahme einiger Powerups kriegt man 2 solcher bewaffneter Drohnen, die sich in der Nähe des Raumschiffs aufhalten. Diese können in unterschiedlichen Arten gesteuert werden. Einerseits z.B. so, dass sie in einer kreisenden Bewegung um das Schiff fliegen, dass sie selbstständig Ziele Suchen und angreifen oder dass sie einfach nur den Bewegungen des Hauptschiffes folgen. Je nach dem, ob man das manuell oder automatisch machen will, hat man auch noch die Möglichkeit mit der C-Taste die Sonden etwas zu steuern.

Im Spiel gibt es natürlich noch weitere Power Ups, die einen anderen Schuss bringen z.B. Laser. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Power Ups anfangs in Kisten sind und wenn man mit denen kollidiert, verliert man tatsächlich ein Leben.

Insgesamt ist Gleylancer ein recht tastenlastiges Spiel. Man braucht nicht nur eine Taste zum schießen, sondern auch eine um eben die Drohnen zu steuern und mit der letzten regelt man die Geschwindigkeit des Raumschiffes. Man könnte schon fast sagen, dass es ein Taktik-Shooter ist. Man kann den Schwierigkeitsgrad zwar wählen, aber generell ist er doch arg hoch, weil einfach sehr viel los ist und durch die Steuerung ist man auch gut ausgelastet. Es gibt auf dem Mega Drive auf jeden Fall einfachere Shooter wie Thunderforce 3, aber immerhin hat man hier eine schöne Herausforderung.

Grafisch präsentiert sich das Spiel auf einem sehr hohen Niveau. Zwar gibt es nicht viele Farben, aber das verleiht dem Ganzen einen doch eher realistischen Look. Es tummeln sich immer viele Gegner auf dem Bildschirm und es gibt zahlreiche Explosionen. Zusammen mit dem recht beeindruckenden Parallax-Scrolling ist es schon fast ein Wunder, dass es nie zu Slow-Downs oder Rucklern kommt. Zu jeder Zeit läuft das Spiel sehr flüssig und schnell. Die Musik ist auch sehr gut arrangiert, passt jederzeit zu den Levels und dem Spiel an sich und trägt einiges zur Stimmung bei. Die Soundeffekte sind guter Standard. Dazu gibt es noch Sprachausgabe, die Mega Drive typisch recht grausam klingt. Die Steuerung ist wie gesagt, voll belegt, aber nach etwas Eingewöhnungszeit geht sie gut von der Hand.

Insgesamt ist Gleylancer auf jeden Fall einer der interessanteren und besseren Shooter der damaligen Zeit. In allen Bereich ist das Spiel sehr gut und macht trotz des hohen Schwierigkeitsgrades viel Spaß. Schade ist nur, dass es keinen 2-Spieler Modus gibt.

 

Publisher: NCS

Developer: Masiya

Erscheinungsdatum: 1992

Erschienen für: Mega Drive

Anzahl Spieler: 1

Schwierigkeitsgrad: Schwer

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound8/10
8,5/10
Gameplay 8,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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