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Nigel, der Held unseres Spiels, ist ein Abenteurer und Schatzsucher. Nachdem er eines Tages erfolgreich von einer Tour zurückkehrt und eine Statue für viel Gold verkauft, wird er gleich sofort in ein neues Abenteuer gezerrt, in dem er die Waldelfe Friday vor ein paar fiesen Typen rettet. Zum Dank erzählt diese ihm von einem sagenumwobenen Schatz des König Nole. Natürlich ist Nigel davon begeistert und so machen sie sich sofort auf die Suche danach. Ab hier übernimmt dann der Spieler die Rolle des Nigel und so muss man ihn nur durch eine große Welt voller Gefahren steuern. Schon vom ersten Moment an erregt Landstalker einiges an Aufsehen, das liegt zum einen an der tollen Grafik und zum anderen am Grafikstil, anders als bei vielen anderen Action-RPGs der damaligen Zeit gibt es nicht die typische Von-Oben Perspektive, sondern eine isometrische. Der Vorteil ist, das man wesentlich detailreichere Grafiken verwenden kann, aber es hat auch einen entscheidenen Nachteil, nämlich die fehlende Übersicht bei Sprungpassagen. Auch Landstalker leidet darunter, da es doch recht viele Sprünge zu absolvieren gilt und man des öfteren einfach an der Plattform vorbei ins Nichts springt. Mit etwas Geduld und nach kurzer Einarbeitungszeit sollte man mit der Perspektive aber klar kommen, man sollte sich davon also nicht abschrecken lassen. Denn sonst verpasst man ein absolut herausragendes Spiel. Climax hat sich sehr viel Mühe gegeben und sehr viel Einfallsreichtum bewiesen. Die Städte sind wunderschön designed, die Charaktere sehr abwechslungsreich, die Dungeons machen sehr viel Spaß und obwohl der Schwierigkeitsgrad nicht gerade gering ist, motiviert es einen immer zum Weiterspielen. Vom Gameplay wird das typische Action-RPG geboten. Es gilt eine Menge Quests zu erledigen und mit sehr vielen Leuten zu reden, auch wenn man auf den Ablauf der Gespräche selbst keinen Einfluss nehmen kann. Bei den Quests muss man meistens verschiedene Gegenstände oder Schlüssel finden, manchmal aber auch einfach nur Rätsel lösen. Diese tauchen auch in Nebenquests auf, so muss man einer alten Frau z.b. helfen Vasen in die Regale zu räumen, als Belohnung gibt es dafür dann Gold. Einsammelbare Gegenstände gibt es ebenfalls, hier findet man neben immer besseren Rüstungen auch unterschiedliche Schwerter, die nicht einfach nur stärker sind, sondern auch spezielle Fähigkeiten haben. Der wichtigste Gegenstand ist aber das Heilkraut namens Eke-Eke, denn man hat nur ein Leben und wenn man tot ist, ist man eben tot. Das Heilkraut ist dann sozusagen die zweite Chance und außerhalb der Städte und vor allem in Dungeons sollte man immer genug davon dabei haben. Technisch kann Landstalker überzeugen. Die Grafik ist schön bunt, sehr abwechslungsreich und gut designed. Die isometrische Perspektive passt sehr gut zum Spiel, man kann es sich fast gar nicht in einer anderen Ansicht vorstellen. Die Musik kann trotz der limitierten Fähigkeiten des Mega Drive überzeugen und passt sich immer sehr gut dem Geschehen an, in Städten ist sie meist sehr fröhlich und in Dungeons dann eher bedrohlich. Die Effekte sind dagegen nur guter Standard. An der Steuerung gibt es nichts auszusetzen, wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat. Positiv anzumerken ist, dass Landstalker als eines der ersten Konsolenspiele überhaupt in verschiedenen Sprachfassungen ausgeliefert wurde. Wer also Englisch nicht wirklich versteht, wechselt einfach auf Deutsch. Die Übersetzung ist gut gelungen, angepasst wurden nur die Namen, so heißt z.B. Nigel nun Nils und Friday Flora. Des weiteren gibt es auch eine eingebaute Batterie wo man 4 Savegames anlegen kann. Das ist schon sehr nützlich, da das Spiel doch sehr umfangreich und groß ist. Die Spielstände halten auch ewig, ich war verwundert, als ich nach über 5 Jahren das Spiel mal wieder startete und sie alle noch da waren. Insgesamt ist Landstalker ganz klar eines der besten Spiele für das Mega Drive und man sollte es wirklich mal gespielt und in der Sammlung haben. Publisher: Sega Developer: Climax Erscheinungsjahr: 1993 Erschienen für: Mega Drive Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel
 
| Grafik | 10/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 9,5/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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