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Zyrinx ist ein mittlerweile in Vergessenheit geratener Hersteller, der eigentlich einen viel legendäreren Ruf verdient hätte. Die Spiele von Zyrinx waren auf dem Mega Drive nämlich so ziemlich das technisch beeindruckendste, was man je sah. Mittlerweile ist ja auch ihr 32X Demo Video recht bekannt. Die Jungs konnten wahre Wunder auf dieser eher schwachen Hardware vollbringen.
Red Zone war nach Subterrania ihr zweites Spiel und es ist wohl so ziemlich eines der wenigen, das vor dem Spielintro erstmal mit technischen Daten angibt. Rotating Background Graphics, Rotating Background Texture, 3D Vector Sprite Objects 3D Vector Polygon Graphics, Realtime Zoom und Full Motion Video Compression warden angegeben – und das alles ohne zusätzliche Hardware. Richtig beeindruckend war auch schon das Introvideo, auch wenn das im Prinzip nur ein roter Hintergrund mit schwarzen Schatten, welche Figuren und anderes darstellen ist. Aber so was kannte man auf Segas 16-Bitter bis dato gar nicht.
Die Handlung ist dagegen schnell erzählt. Das Land Zyristan wird von einem fiesen Diktator namens Ivan Retovitz beherrscht, der ein großes Nuklearwaffenarsenal hat. Ohne Vorwarnung greift der Diktator dann ein Nachbarland an und zerstört es. Die UN ist überrascht und muss dann auch noch eine Drohung hinnehmen. Der fiese Ivan will nämlich noch einige andere Länder erobern und das ohne Widerstand, stimmen die Länder und die UN innerhalb von 24 Stunden nicht zu, gibt’s einen nuklearen Winter. In solch einem Spiel bedeutet das natürlich, dass flugs eine Truppe Soldaten zusammengestellt wird, die nach Zyristan eindringen sollen und den Diktator beseitigen.
Das ist leichter gesagt als getan. Natürlich verfügt Zyristan über ein riesiges Arsenal an Waffen. Man selbst hat nur einen kleinen Hubschrauber und mit diesem muss man nun alles beseitigen. Insgesamt gibt es 10 Missionen. Neben dem herumfliegen und zerstören von Flughäfen, Militärgebäuden, Panzern, Soldaten und Flugzeugen gilt es manchmal auch Anlagen zu infiltrieren. Dazu landet man den Hubschrauber und ist ab sofort zu Fuß unterwegs. Hier erinnert das Spiel ein wenig an Alien Breed. Gespielt wird aus der Vogelperspektive und man hat die Wahl zwischen drei Charakteren, die unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten haben. Meist gilt es hier in Computer einzudringen und Daten zu besorgen oder Sprengsätze zu zünden.
Generell sind diese Einsätze etwas einfacher als die Hubschrauberaction. Denn dort hat man nur ein Leben, keine Continues und man wird praktisch von allen Seiten beschossen. Panzer und Anti-Flug Abwehr und Flugzeuge die urplötzlich auftauchen. Wenigstens geht die Steuerung leicht von der Hand und durch die rotierende Vogelperspektive ist das Ganze einfacher zu steuern als beispielsweise bei Desert Strike.
Technisch ist das Spiel wie gesagt mehr als beeindruckend. Auch die Musik ist extrem gut gelungen und die Soundeffekte überzeugen ebenso. Trotzdem dürfte das Spiel wohl 90% aller Spieler durch den unbeschreiblichen Schwierigkeitsgrad abschrecken. Ein Leben, kein Continue und der Hubschrauber ist alles andere als unzerstörbar. Da nützt es auch nicht, dass man unterschiedlichste Bewaffnung von der MG über normale Raketen zu Hellfire und Stinger besitzt. In den Soldatenmissionen hat man zwar drei Soldaten, sobald einer stirbt ist aber auch dieser für das restliche Spiel weg. Zumindest an ein Passwortsystem hat man gedacht, allerdings auch nur für die ersten 8 Missionen, die letzten zwei muss man so schaffen. Etwas schade ist auch das Fehlen eines Zweispielermodus. Vor ein paar Jahren ist eine Demoversion des Spiels aufgetaucht, wo es noch einen Co-Op Modus gibt. Dadurch ist das Spiel zumindest ein wenig einfacher.
So bleibt Red Zone ein Spiel für Leute die eine Herausforderung suchen.
Publisher: Time Warner Interactive Developer: Zyrinx Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: Mega Drive Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Extrem 
| Grafik | 9,5/10 | | Spielspass | | Sound | 9/10 | 7,5/10 | | Gameplay | 8/10 |
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