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Und wieder einmal begeben wir uns in die FMV-Hölle des Sega CDs. Heute steht Road Avenger auf dem Programm, ein Spiel, das bereits 1985 unter dem Titel Road Blaster in der Spielhalle erschienen ist. Road Avenger erzählt die tragische Geschichte eines Cops, der gerade mit seiner Frau in die Flitterwochen unterwegs ist. Dann taucht eine böse Bikergang auf und drängt die beiden von der Straße. Das Auto ist Schrott und die Frau auch. Es ist mal wieder Zeit für einen zünftigen Rachefeldzug in bester 80er Jahre Manier. Das erste, das positiv auffällt, ist, dass hier keine Realszenen zum Einsatz kommen, sondern alles animiert ist. Das sorgt erstmal schon dafür, dass man das Intro und die Spielszenen nicht in einem kleinen Fenster in krümeliger Qualität sehen muss. Stattdessen gibts Full-Screen Action, die auch noch gut aussieht. So macht das alles doch gleich viel mehr Spaß. Im Optionsmenü legt man neben der Steuerung noch die Zahl der Leben fest und den Schwierigkeitsgrad. Hierbei gibt es nur zwei: Normal und Hard. Bei Hard fehlen die Anzeigen, die den Spieler darauf hinweisen, was zu drücken ist. Auswendiglernen oder auf Glück eine Taste drücken, lautet hierbei das Motto. Danach geht die Action auch schon los. Wie man es von dem Genre erwarten kann, sieht man den Film und dann gilt es im entsprechenden Moment die richtige Taste zu drücken. Ob das nun Links, Rechts, Bremsen oder Beschleunigen ist, wird angezeigt. Danach geht die Action weiter. Diese sieht man aus der Cockpitperspektive, was definitiv besser als Third Person ist. Ab und zu gibt es ein paar andere Kameraeinstellungen, um zu zeigen das gerade mal wieder ein paar Autos oder Bikes explodiert sind oder eine besonders gelungene Drift- oder Bremsaktion zu zeigen. Die First Person Ansicht hat auch den Vorteil, das die Action wesentlich direkter und spannender wirkt. Ob sich nun ein böser Fiesling an der Motorhaube festklammert oder Fässer auf den Spieler zurollen, es wird so einiges geboten. Zu kritisieren gibt es natürlich die übliche Linearität, aber die findet sich auch bei „konventionellen“ Spielen wieder. Auch sind die 9 Stages nicht gerade lang, man wird zwar einige Szenen öfter spielen müssen, weil man sich mal verdrückt oder nicht schnell genug reagiert hat, aber Road Avenger kann man ganz locker an einem Nachmittag durchspielen. Wie gesagt ist das ganze grafisch durchaus schön anzusehen. Auch die Musik unterlegt die Action, vielleicht bis auf den unglaublich trashigen Titelsong, den man aber gehört haben muss. Road Avenger ist aus meiner Sicht eines der ganz wenigen guten FMV-Spiele. Im Gegensatz zu manch anderen Titeln ist einfach die Action besser, man wird gut unterhalten. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß. Publisher: Sega Developer: Wolf Team Erscheinungsjahr: 1992 Erschienen für: Sega CD Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 7/10 | | Gameplay | 7/10 |
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