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Niedlich, anders kann man dieses Spiel gar nicht beschreiben und man merkt, dass es von den gleichen Entwicklern kommt, welche auch die James Pond Reihe machten.
Rolo ist ein Elefant, ein kleiner Elefant, der von einem bösen Zirkusbesitzer entführt und eingesperrt wurde. Er soll nun in einem Zirkus auftreten, was ihm nicht viel Spaß macht und so bricht er aus. Aber Rolo rennt nun nicht sofort in die Freiheit, sondern macht sich auf zur Rettung anderer Tiere.
Erwarten könnte man nun ein Jump n’ Run, was in gewisser Hinsicht auch stimmt. Vor allem gesprungen wird viel. Aber Anfang 1993 (als das Spiel hierzulande erst erschien), als dieses Spiel erschien, war das Jump n’ Run Genre schon bis an die Grenzen ausgereizt. So haben sich die Entwickler was Neues überlegt und mich würde es nicht wundern, wenn Blizzard bei dem Spiel ganz genau hingeschaut haben. Lost Vikings kopiert ja doch einiges vom Gameplay. Denn auch hier gibt es viele Puzzles, die man nur im Teamwork erledigen kann. Jedes Tier, das man rettet, schließt sich Rolo erstmal an und sie alle haben unterschiedliche Fähigkeiten. Der Hase kann beispielsweise extrahoch springen, der Maulwurf kann mit seiner Schaufel graben, der Biber kann schwimmen und das Eichhörnchen klammert sich an Wände. Durch Druck auf die Starttaste kommt man in ein Menü, wo man auswählen kann, welches Tier man steuern will. Die anderen folgen dann automatisch oder man stapelt sie einfach auf Rolo, was schon sehr lustig aussieht. Allerdings folgen immer nur 3 Tiere, in manchen Levels aber befreit man 5-10 Tiere. Hat man also schon drei im Gepäck und befreit ein viertes, verschwindet das letzte Tier in der Reihe. Hier gilt es, erstmal zu überlegen, ob man das jeweilige Tier vielleicht noch mal benötigt. Vor der Befreiung steht also die Observierung des jeweiligen Levels an.
Rolo selbst hat erstmal keine Fähigkeiten, er ist nicht der schnellste, er kann nicht sonderlich weit springen aber dafür kann er Gegenstände aufsammeln. Ein Staubsauer, sorgt dafür, das er kleine Gegner einsaugen und auspusten kann, eine Wasserflasche lässt ihn Gegner mit Wasser bespritzen. Die Gegner sind ähnlich niedlich gehalten wie die Spielfiguren. Es gibt kleine Igel und Bienen, einen Holzfäller und den Zirkusaufseher, den man als erstes in jedem Level besiegen muss um an den Schlüssel für die Käfige zu kommen.
Die Levels führen durch abwechslungsreiche Landschaften. Wälder, Höhlen, Minen aber auch exotische Plätze wie die ägyptische Wüste werden besucht. Nach allen paar Levels kommt ein Endgegner und dann geht es meist in die neue Landschaft. Die Levels bieten auch zahlreiche Versteckte Orte, wo man Punkte findet oder andere Bonusgegenstände. Manchmal sind die Levels aber auch so fies, das sich hinter einer vermeintlichen Wand ein Durchgang befindet, wo sich dann der Typ mit dem Schlüssel befindet. Frustrierend wird das Spiel allerdings nie, auch wenn der Schwierigkeitsgrad nicht gerade gering ist, was auch an der etwas arg rutschigen Steuerung liegt. Es kann schon mal passieren, dass man von einem Vorsprung fällt. Ein bisschen nervt das schon.
Und wo wir schon bei der Kritik sind, muss erwähnt werden, dass ein Passwort- oder Speichersystem dem Spiel gut getan hätte. Es ist umfangreich und man kann das wirklich kaum an einem Stück durchspielen…
Grafisch ist es auf extrem niedlich getrimmt. Alles iim Comiclook und es gibt viele kleine Details. Der schaufelnde Maulwurf hat einen kleinen Bergarbeiterhelm auf, lässt man die Tiere einige Zeit rumstehen, packt der Hase ein Buch aus und der Biber (der einen Rettungsring trägt) schläft einfach mal ein. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und einige Sachen sind einfach lustig. So steht in einer Höhle plötzlich eine Waschmaschine rum. Stellt man Rolo davor, wird er mal kurz zu heiß gewaschen und läuft ein. Mit dem winzigen Elefant kommt man nun durch Tunnel die für ihn normalerweise zu klein wären. Auch die Musik sowie die Soundeffekte passen sehr gut dazu, auch wenn die Musik mitunter schnell zu nerven beginnt.
Insgesamt ist Rolo to the Rescue sicher ein Spiel, das vielen zu niedlich sein wird. Hinter dem Look steckt allerdings ein sehr gelungenes Jump n’ Run mit herausfordernden Adventureeinlagen. Gäbe es ein Passwortsystem und eine etwas bessere Steuerung, wäre es wohl ein Hit. Empfehlenswert ist es aber trotzdem.
Publisher: Electronic Arts Developer: Vectordean Erscheinungsjahr: 1992 Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel
 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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