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Batman treibt nun schon seit vielen Jahrzehnten sein Unwesen in Comics, Fernsehserien und Filmen. Die beste Zeit hatte Batman wohl eindeutig zwischen 1989 und 1995, als Tim Burton die Filme machte und die geniale Zeichentrickserie veröffentlicht wurde. Natürlich gab es auch Videospiele, doch hier enttäuschte Batman meistens. Abgesehen vom gelungenen Batman Returns auf dem SNES und Batman auf dem Mega Drive, fällt mir nur ein weiterer guter Titel mit dem Caped Crusader ein: The Adventures of Batman & Robin. Ein wirklich gelungener Sidescroller.
Perfekt ist aber auch dieses Spiel nicht. Das fängt schon beim Intro an, denn was ist das denn für ein schrecklicher Sound? Hier hätte man doch wirklich das Theme der Serie bringen können, das ungleich besser ist.
Aber gut, es gibt schlimmeres. Wie zum Beispiel das, was Mr. Freeze hier vorhat: Er will Gotham City einfrieren und hat dafür eine riesige Eiskanone gebaut. Gleichzeitig hat er auch noch drei Bösewichte aus dem Arkham Assylum freigelassen: The Joker, Two-Face und der Mad Hatter. Ich persönlich finde es gut, dass hier auch mal die anderen Bösewichte ran dürfen und nicht immer nur Riddler, Catwoman oder der Pinguin auftauchen.
Vor Spielbeginn hat man die Wahl zwischen Batman und Robin, diese unterscheiden sich kaum. Aber immerhin kann man so das Spiel auch zu zwei spielen. Das ist auch dringend empfohlen, denn (Achtung, der zweite Kritikpunkt) das Spiel ist so was von unglaublich schwer, dass man es allein kaum schafft. Schon im ersten Abschnitt tummeln sich mitunger 8-10 Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm und das wird im späteren Verlauf noch wesentlich extremer. Teilweise weiß man nicht mal mehr, wo man nun hinschlagen soll. Auch die Endgegner sind sehr krass. Ich weiß nicht, was 1994/1995 los war. In diesen Jahren erschienen viele geniale Spiele auf dem Mega Drive und alle hatten sie einen Schwierigkeitsgrad der einfach nur extrem ist.Spaß macht das Spiel trotzdem, denn frustrierend ist es eigentlich nicht, nur sehr schwer. Aber das Leveldesign ist dafür klasse. Es gibt abwechslungsreiche Stages wie die Straßen von Gotham oder ein Fernsehstudio. Dazu gibt es jede Menge versteckter Orte zu entdecken und für Abwechslung wird durch Fluglevel gesorgt. Allerdings ist der eine Fluglevel fast schon zu viel des Guten, denn dieser dauert fast 20 Minuten und das ist einfach zu lang.
Wirklich genial ist aber die Grafik. Außer vielleicht noch Gunstar Heroes, kann kein Spiel grafisch mit der Fledermaus mithalten. Anfangs mag man das vielleicht nicht glauben, weil die Figuren alle reicht klein gehalten sind, aber die überzeugen mit einem unglaublichen Detailreichtum und fantastischen Animationen. Die Entwickler haben extra die japanischen Zeichner der Serie dafür beauftragt. Spektakulär sind aber vor allem die Bosskämpfe. Riesige End- und Zwischengegner die in Levels auftauchen, die bunt sind und mit rotierenden Hintergründen und bis zu 5fachen Parallax Scrolling erstaunen. Man glaubt teilweise man hat hier eher ein SNES vor sich, als das alte Mega Drive.
Die Musik kann dagegen leider nicht mithalten. Wie schon oben angesprochen, fehlen praktisch alle Musikstücke der Serie und wurden ersetzt durch normale Elektronische Musik. Irgendwie nervt die aber recht schnell. Die Soundeffekte können dagegen wieder mit überraschend guter Qualität überzeugen.
The Adventures of Batman & Robin ist wohl eher ein Spiel für Zwei Spieler, denn allein wird man wegen des Schwierigkeitsgrades kaum Freude haben, außer man cheatet. Aber das macht dann auch keinen Spaß. Mit einem etwas niedrigeren Härtelevel wäre das Spiel absolut empfehlenswert, so ist es eben „nur“ noch gut.
Publisher: Sega Developer: Clockwork Tortoise Erscheinungsjahr: 1995 Erschienen für: Mega Drive, Sega CD, SNES Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Extrem Hoch
 
| Grafik | 10/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 8/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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