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Der König der Löwen kam 1994 in die Kinos und für viele war es auch der letzte wirklich gute Disneyfilm. Und auch wenn der Film praktisch ein totaler Rip-off, sowohl von Hamlet als auch von Kimba the white Lion ist, war er doch trotz übertrieben viel Kitsch nett anzusehen. Zumindest damals, heutzutage würde ich mir den Film nicht mehr freiwillig antun.
Im gleichen Jahr erschien dann natürlich auch das Spiel zum Film, denn Merchandising muss sein. Gemacht wurde das Spiel tatsächlich nicht von Virgin selbst, sondern von Westwood und es dürfte ihr einziges Jump n’ Run sein.
Die Story ist mit dem Film mehr oder weniger identisch. Simba ist der kleine neugierige Löwe, der die Welt entdecken will. Sein Vater ist Mufasa, der König des Dschungels und Scar ist der böse Onkel, der mit seiner Hyänenarmee für Ärger sorgt.
Anfangs steuert man den jungen Simba durch schöne bunte Level und in bester Jump n’ Run Manier beseitigt man Gegner, in dem man auf sie draufspringt. Die Gegner sind anfangs noch kleine Echsen und Igel. Neben dem Energiebalken gibt es auch noch den einen weiteren, der füllt sich mit der Zeit und wenn er ganz voll ist, kann Simba Gegner anknurren und die fallen dann auf den Rücken. Das sieht witzig aus und ist vor allem gegen die Igel hilfreich, die kann man nämlich nur anspringen, wenn sie auf dem Rücken liegen, weil sonst der Löwe voll in die Stacheln fliegt. Einer der großen Höhepunkte des Films war die Stampede wo Simba vor einer Herde Antilopen fliehen muss. Im Spiel wird das in 3D dargestellt, vorne rennt Simba, dahinter kommen die Antilopen und damit das Ganze nicht zu langweilig wird, weil man praktisch auf 3 Bahnen den Tieren ausweichen muss, kommen von vorne auch noch Hindernisse wie Baumstämme oder Steine. Danach macht das Spiel einen großen Sprung und man steuert den erwachsenen Simba. Dieser kann nun richtig laut brüllen und erschreckt so auch größere Gegner. Nun kann er diese noch mit kräftigen Schlägen weich klopfen. Allerdings muss man klar sagen, das hier das Spiel deutlich auseinanderfällt. Das Leveldesign wird immer schlechter und unfairer, die Gegner (Vor allem Hyänen) sind einfach uninspiriert und langweilig und die Steuerung wird auch sehr hakelig.Am Ende wartet dann der große Kampf gegen Scar. Auch das ist sehr uninspiriert und wird stellenweise unfair. Bei den Kindern am beliebtesten waren ja Timon und Pumba. Die dürfen hier natürlich auch nicht fehlen und bestreiten den Bonuslevel, in dem man mit Pumba rumlaufen muss und die Gegenstände, die Timon runterwirft, auffangen muss. Grafisch ist das Spiel recht hübsch gestaltet. Vor allem die Animationen von Simba sind klasse gelungen. Auch gibt es viele kleine Details. Lässt man Simba zu lange unbewegt stehen, schaut er sich die Gegend an oder versucht einen vorbei fliegenden Schmetterling zu fangen.Bei der Musik wird der Soundtrack des Films verwendet. Der klingt klasse, genauso wie die zahlreichen Soundeffekte. Lion King ist ein Anfangs sehr tolles Spiel, das dann allerdings schnell zusammenfällt. Ab der Hälfte wird es langweilig und streckenweise unfair. Die Steuerung könnte insgesamt besser sein und irgendwie ist man von Virgin besseres gewöhnt. Aber auch so reiht es sich bei den Disneyspielen recht weit unten an. Publisher: Virgin/Disney Developer: Westwood Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: Mega Drive, SNES, PC, Amiga, NES, Game Gear, Master System, Game Boy Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 5,5/10 | | Gameplay | 6/10 |
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