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Virtua Racing Deluxe (32X) PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
15.12.2007

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Seinerzeit war Virtua Racing das teuerste Modul, wenn man nur Mainstreamkonsolen betrachtet und das Neo Geo dezent beiseite schiebt. Das Problem war nur, dass VR den fast 200 DM zur damaligen Zeit zu keiner Sekunde gerecht wurde. Das Gameplay war rucklig und die Grafik wurde extrem runtergeschraubt. Gerade recht kam den Entwicklern da wohl der kleine Pilz, der dem Mega Drive mehr Power verlieh und Sega glücklich grunzen ließ.

Virtua Racing war zwar nicht das erste rein auf Polygonen basierende Rennspiel, aber das erste, das man vernünftig spielen konnte. Zumindest eben in der Spielhalle, wo es ähnlich wie seine Virtua Kollegen (Fighter, Cop & Co.) recht beliebt war.

Auf dem 32X hat man nun drei verschiedene Autos zur Auswahl, das altbekannte Formel 1 Auto, ein Stock Car und einen Prototypen, im Prinzip ein Sportwagen. Natürlich unterscheiden sich die Autos alle in Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Handling, so dass es sich lohnt, mal mit allen drei zu fahren.
Hat man sein Auto, geht es zur Streckenauswahl. Auch hier hat man das Spiel erweitert, von drei auf fünf Stecken. Diese sind natürlich sehr herausfordernd und hübsch gemacht, so fährt man mal über die Golden Gate Bridge oder an einem Riesenrad vorbei. Sega wusste ja schon immer, wie man gute Rennstrecken bastelt.

Wie man fährt, darf man natürlich auch wählen. Ein Zeitrennen, ein einzelnes Rennen gegen 15 Gegner oder der Zweispielermodus. Die Anzahl der Runden darf man sich auch noch aussuchen. Schade allerdings, dass man auf einen Pokalmodus oder ähnliches verzichtet hat.
Am Auto darf man auch nicht rumschrauben, lediglich die Wahl zwischen manueller und automatischer Schaltung bleibt.

Auf der Strecke stellt man dann fest, das VR deutlich simulationslastiger ist, als man annehmen könnte. Es ist doch weit entfernt von einer simplen Arcaderaserei und gerade mit dem Prototypen und manueller Schaltung wird das Spiel dann doch herausfordernd. Hinzu kommen eben 15 Gegner, wesentlich mehr, als beispielsweise bei Gran Turismo, wo man die 5 Loser schnell abgehängt hat.

Grafisch sieht das Spiel heutzutage natürlich völlig veraltet aus. Untexturierte Polygonflächen, die richtig eckig sind, wirken natürlich nicht mehr zeitgemäß. Aber dafür hat man in die Umgebung zumindest einige Sachen gestellt und dafür gesorgt, dass die Strecken interessant bleiben und z.B. Brücken bieten.
Gespielt werden kann aus 4 Perspektiven, wobei leider gerade die Cockpitperspektive verdammt unübersichtlich und unspielbar ist, während die am weitesten entfernte, für leichte Ruckelanfälle sorgt. Diese treten sonst so gut wie gar nicht auf.

Die Musik ist typischer Arcadesound, nichts besonderes, genauso wie die Soundeffekte. Einen Ansager der ab und zu Sprachfetzen wie „Final Lap“ abgibt, ist auch vorhanden. Aber insgesamt ist der Bereich Sound die große und einzige Schwäche dieses Spiels.

Virtua Racing Deluxe ist tatsächlich die beste Heimumsetzung, da weder die Mega Drive -  noch die Saturnfassung so richtig an diese herankommen. Geboten wird auch im Vergleich der meiste Inhalt. Spielerisch war VR ja schon in der Spielhalle klasse und so ist es hier auch.

Publisher: Sega
Developer:  Sega
Erscheinungsjahr: 1994
Erschienen für: Mega Drive (32X), Saturn, Arcade, Playstation 2
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound6/10
9/10
Gameplay 8,5/10
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