Home arrow Spiele arrow Sega arrow Mega Drive arrow WWF Rage in the Cage (Sega CD) 11 Februar 2012  
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WWF Rage in the Cage (Sega CD) PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.08.2007

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Dass auch das Sega CD nicht von der Wrestlingwelt verschont blieben würde, war ja klar. Was Acclaim hier allerdings veröffentlicht hat, ist mal wieder ein perfektes Beispiel für vermeidbare Fehler.

Im Prinzip ist Rage in the Cage nichts weiter als WWF Royal Rumble. Das gesamte Gameplay ist identisch, was bedeutet, dass man auch hier wieder Moves durch möglichst schnelles Tastendrücken in besserer Track & Field-Manier auslöst.
Zumindest aber wurden einige Vorteile des Sega CD ausgenutzt. So kommt ein Intro mit FMVs aus der WWF, wo man schon mal die Wrestler sieht. Natürlich laufen die farblos ab und die Auflösung ist schrecklich, damals aber war das eben was Tolles. Auch bei der Wrestlerauswahl macht man Gebrauch von FMVs, da kann man sich nämlich jeden Finishing Move einmal ansehen.

Insgesamt gibt es 20 Wrestler. Mehr Wrestler in einem WWF Spiel gab es erst ganze 6 Jahre später bei WWF Attitude. Erschienen ist das Spiel ja im Dezember 1993 und war da schon recht veraltet. So treten hier noch die Nasty Boys und der Big Bossman auf, die zur damaligen Zeit schon in der WCW waren. Auch einige Outfits sind etwas unaktuell, Razor Ramon hat keine Ellbogenschützer und Shawn Michaels als Finisher noch nicht die Sweet Chin Music. Das sind zwar nur kleine Details, aber irgendwie ist das ein wenig nervig.
Der Roster besteht dann aus Randy Savage, Mr. Perfect, Crush, Kamala, Undertaker, Bret Hart, Tatanka, Big Boss Man, die Nasty Boys, Rick Martel, Shawn Michaels, Yokozuna, Bam Bam Bigelow, Ted DiBiase, Razor Ramon, Lex Luger, IRS und die Headshrinkers.

Interessanterweise hat man hier also auch drei komplette Tag-Teams und intelligent wie Acclaim war, haben sie prompt den Tag-Team Modus weg gelassen. Wo bleibt da die Logik?
So hat man bei den Spielmodi nur noch die Wahl zwischen einem Einzelmatch, dem Brawl, dem Steel Cage und Tournament. Brawl ist dabei das Einzelmatch ohne Regeln und das Tournament hat den World Champion Titel zum Ziel, man muss dabei alle anderen Wrestler besiegen. Verglichen mit dem Vorgänger sind also der Royal Rumble und der Tag-Team Modus samt Tournament rausgefallen und dafür gibt es den Käfig.
Diese Matchart ist hier aber so konfus und unkontrolliert ausgefallen, dass sie schlicht keinen Spaß macht. Im Prinzip reicht es, wenn man bei Matchbeginn, dem Gegner einen Move verpasst, dann schnell auf den Ringpfosten klettert und von dort aus dem Ring. Aufgehalten werden kann man nämlich nicht, wenn man da einmal drauf ist.
Leider weiß das die CPU auch und so passiert es, dass man sehr schnell verliert.

Auch sonst enttäuscht das Spiel recht schnell. Die gleiche Grafikengine, die gleiche Musik, die gleiche Steuerung, dafür ein paar Spielmodi weniger und außerhalb des Rings gibt es keinen Stuhl als Waffe mehr.
Gerade wo das Sega CD ja mehr Farben als das Mega Drive anzeigen kann, hätte man sich eine Verbesserung doch gewünscht. So wirkt das alles etwas lahm.
Sehr schön dagegen die Sprachausgabe. Die Wrestler werden vor Matchbeginn von Ringsprecher Howard Finkel vorgestellt und geben dann anschließend noch jeweils einen Kommentar ab.

WWF Rage in the Cage braucht praktisch niemand, der entweder schon WWF Royal Rumble oder Raw für das normale Mega Drive besitzt. Hat man die beiden Spiele nicht, holt man sich lieber die, als dieses enttäuschende Programm, das als Vorteile eben nur die Sprachausgabe und die vielen Wrestler bieten kann.

Publisher: Acclaim
Developer: Sculptured Software
Erscheinungsjahr: 1993
Erschienen für: Mega Drive Sega CD
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik7/10  Spielspass
Sound8/10
6/10
Gameplay 6,5/10

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