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Sagt man heute Blizzard, wichsen sich wahrscheinlich tausend Leute erstmal einen auf World of Warcraft ab. Schade, wo Blizzard davor ja ein paar sehr gute Echtzeitstrategietitel machte, aber irgendwie hat man das mittlerweile schon fast wieder vergessen. Wirklich vergessen hat man die Zeit vor Warcraft und Starcraft, in denen Blizzard viele sehr gelungene Titel entwarf. Blackhawk (In den USA und Japan unter dem Titel Blackthorne bekannt) ist einer von ihnen, genauer gesagt, war es auch der letzte bevor die Firma sich auf 1 ½ Genres beschränkte.
Kyle Blackthorne ist unser Held. Er kommt vom Planeten Tuul, das Königreich Andruth wird von einem Bösewicht mit seiner Armee bedroht, erobert und dann spielt er Diktator. Wohl weil er und seine Armee beschissene Namen haben und immer ausgelacht wurden. Er selbst heißt Sarlac und seine Armee Ka'dra'suul. Natürlich muss Kyle diese besiegen. Es bleibt eben alles wie es ist im 16 Bit Land.
Als Jump n’ Run aus der Seitenansicht erinnert Black Hawk ein wenig an Prince of Persia (und das nicht nur, weil es auch hier kein Scrolling gibt, sondern Bildweise gewechselt wird). Man hüpft über Abgründe, größere werden mit einem Sprung aus dem Lauf überwunden, es gibt Schalterrätsel, man muss Schlüssel suchen und statt einem Schwert hat Kyle eben eine Pumpgun.
Insgesamt gibt es 16 Level, welche sich in 4 Gebiete aufteilen. Von den Minen geht es in den Sumpf dann folgt die Wüste und am Ende die Festung von Sarlac. Gegner gibt es auch zahlreiche. Spinnen, Kraken und die von Blizzard so geliebten Orks tauchen auch auf. Neben der Pumpgun erhält man später nur Bomben, mit denen man Türen sprengen kann. Die Steuerung ist aber trotzdem recht umfangreich geraten. Man klettert Leitern hoch, kann sich hinknien und dann auf dem Boden rumrollen. Fürs Springen und um Vorsprünge zu erklimmen, muss man seine Waffe wegstecken und gegnerischen Schüssen weicht man aus, in dem man Kyle gegen die Wand drückt. Meist wird man aber trotzdem getroffen, weil so doof sind die Orks dann auch wieder nicht. Um die Steuerung zu lernen, hat man aber fairerweise noch ein Tutorial eingebaut, wo alles ganz genau erklärt wird. Auch ist eine Passwortfunktion dabei, bei der großen Anzahl Levels sehr nützlich.Neben der Action müssen auch kleinere Schalterrätsel gelöst werden oder auch taktische Aufgaben, wie die Frage, wie komme ich den Vorsprung hoch wenn da gerade ein dicker Ork steht?
Grafisch sieht das Spiel sehr toll aus. Hier wird auch für die Atmosphäre gesorgt, jeder der 4 Bereiche ist gut in Szene gesetzt und so sind die Minen eben sehr dunkel und dreckig, während die Wüste in helleren Brauntönen erstrahlt. Die Gegner sind auch gut gelungen, vor allem die Animationen können absolut überzeugen.Musik gibt es kaum, im Spiel gibt es nur Soundeffekte, gerade die Pumpgun klingt sehr gut. Die Orks kichern blöde, meist dann wenn sie Kyle getroffen haben und grunzen nur wenn sie selbst getroffen werden. Die Effekte sind sehr gelungen.
Insgesamt ist Blackhawk ein sehr gelungenes, unterhaltsames Spiel mit einem herausfordernden aber nie unfairen Schwierigkeitsgrad.
Publisher: Interplay Developer: Blizzard Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: SNES, Mega Drive, PC, Game Boy Advance Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel-Hoch

| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 9/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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