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Lediglich zwei Castlevania Spiele sind auf dem SNES erschienen und beide waren lediglich Remakes. Castlevania 4 war im Original ein Remake von Teil 1, in Europa hat man so getan, als wäre es ein Sequel zu Simon’s Quest und Dracula X, welches in Europa den Titel Vampire’s Kiss trägt, ist eine Art Remake von Rondo of Blood, allerdings wurden viele gute Features weggelassen.
Die Story ist aber die gleiche, wie bei Rondo of Blood: Dracula ist wieder da und hat die Freundin von Richter Belmont entführt. Wie gehabt, macht sich Belmont auf in den Kampf.
Schon bei der Steuerung stellt man recht schnell fest, dass hier ein klarer und riesiger Rückschritt gemacht wurde. Schon bei Castlevania IV konnte man die Peitsche in 8 Richtungen bewegen und sie nach einer Attacke rumschwingen. Das war sehr praktisch. Hier geht das nicht mehr. Man kann sie nur noch nach links und rechts schwingen. Drückt man oben und die Angriffstaste, wird die Sekundärwaffe eingesetzt. Ganz tolle Idee, Konami…
Bei den Sekundärwaffen bietet man nur altbekanntes: Messer, Äxte, das Kreuz. Nichts Aufregendes also. Weggefallen ist auch die Möglichkeit, die Dämonenpeitsche aufzurüsten, damit sie stärker ist. Im Prinzip kann man sagen, man fühlt sich hier wie bei Castlevania 1 und das gute 10 Jahre später.
Insgesamt gibt es 7 recht große Stages zu bewältigen. Natürlich mit Endgegnern, wie einem riesigen Panther. Konami hat auch hier einige Fehler begangen. So sind die Endgegner meist locker und leicht zu besiegen. Bei der Medusa muss man sich praktisch nur hinter sie stellen und sie so lang angreifen bis sie tot ist, da sie sich nicht umdrehen kann. Dafür sind die Level meist recht unfair. Die Gegner sind so platziert, dass sie vor einer Kante warten. Man springt über den Abgrund, prallt auf den Gegner und fällt in den Abgrund. Des Öfteren scheint das Spiel selbst die Gegner zu verwirren, wenn sie am linken Bildschirmrand auftauchen und damit schon keine Bedrohung mehr sind. Auffällig, und das ist man von Konami Spielen eigentlich so gut wie nie gewöhnt, sind Clippingfehler. Man springt über den Abgrund auf eine Plattform und Belmont fällt einfach durch sie hindurch in den Tod.
Einige gute Momente hat das Spiel durchaus. Nämlich dann, wenn man sich durch die Level wagt und nur 1-2 Gegner kommen. Aber das kann es ja eigentlich nicht sein.
Wie gesagt, ist das Ganze hier ein Rondo of Blood Remake, das Spiel hat ja wählbare Pfade neben den nicht linearen Levels eingeführt. Letzteres gibt es hier natürlich nicht, aber dafür wählbare Pfade. Auch hier hat man aber gespart: Nur zwei, statt der von der PC Engine vier stehen hier zur Auswahl.
Kommen wir zur Grafik: Castlevania IV sah genial aus. Tolle Mode7 Effekte, schön gezeichnete Charaktere, abwechslungsreiche Hintergründe. Castlevania V ist hier ein klarer Rückschritt. Zwar gibt es noch Mode7 Effekte, aber dafür sieht alles ein wenig trist aus. Die Hintergründe sind manchmal sogar unglaublich langweilig. Das ist nun wirklich enttäuschend. Vor allem für das Jahr 1995.
Alles richtig gemacht, hat man dagegen beim Soundtrack. Der klingt wie immer sehr gelungen und ist abwechslungsreich.
Dracula X ist eine riesige Enttäuschung. Gerade wenn man bedenkt, dass es doch auf dem sehr genialen Rondo of Blood basiert. Weggenommen hat man alle guten Features und ging dafür zurück in die 80er. Inklusive der fiesen, unfairen Sprungpassagen. Gepaart mit den lachhaften Endgegnern ist das dann ein völlig unausgereiftes Spiel. Da kann auch der tolle Soundtrack nichts mehr retten.
Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1995 Erschienen für: SNES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Leicht - unfair 
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 5/10 | | Gameplay | 6/10 |
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