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Tim Taylor ist Kult. Das kann man ja so ruhig sagen. 1994 erschien dann auch ein Videospiel rund um Home Improvent (bzw. Hör mal wer da hämmert wie es ja hierzulande heißt) Natürlich ist es ein Jump n’ Run, was auch sonst.
Sogar für eine Handlung hat es gereicht. Tim Taylor ist mächtig stolz, dass Binford eine Werkzeugreihe mit seinem Namen veröffentlichen wird. Natürlich sind es nicht normale Werkzeuge, nein es sind Turbo-Power-Werkzeuge. Er will sie natürlich bei Tool Time vorstellen, aber irgendjemand hat sie gestohlen und scheinbar ist Binford so arm, dass sie nur jeweils eines dieser Werkzeuge produziert haben. Also macht sich Tim auf zur Rettung.
Das sich ein Spiel rund um die Serie natürlich von Werkzeugen handeln muss, ist klar. Aber so eine dämliche Handlung ist wirklich schon zu lächerlich.
Dem Spiel selbst liegt übrigens kein Handbuch bei, nur ein Zettel mit dem Hinweis, dass echte Männer keine Handbücher brauchen. Genauso wenig gibt es ein Hauptmenü. Man sieht das Intro und es geht gleich ins Spiel.
Das ganze Spiel läuft in Studios ab, die natürlich trotzdem nicht nach Studios aussehen. Zuerst geht es in die Prähistorische Zeit und man bekämpft man Dinosaurier und anderes Getier. Natürlich mit Werkzeugen und einige davon, wie die Kettensäge oder das Schweißgerät sind auch durchaus cool. Was gibt es besseres, als einen T-Rex zu grillen? Schrauben und Muttern haben praktisch den gleichen Nutzen wie bei Sonic. Solang man welche hat, kann man einen Treffer überstehen und bei 100 gibt’s ein Leben. Neben Waffen hat Tim auch eine Seilkanone mit der er sich rumhangeln kann. Ziemlich nutzlos.
Im Prinzip könnte Home Improvement jetzt ein nettes kleines Jump n’ Run sein. Aber nein, wir haben es hier mit einem Lizenzprodukt zu tun und die müssen einfach Scheiße sein. Das fängt schon beim fehlenden Manual an. Man darf also erstmal selbst die Steuerung herausfinden. Hat Tim irgendwelche Special Moves? Man weiß es nicht. Was muss man tun? Zumindest das, wird schnell geklärt. Man muss Werkzeugkisten finden, die im Level rumliegen.
Es könnte immer noch ein nettes Spiel sein. Aber nein, die Steuerung hier muss ja schlecht sein. Okay, sie ist nicht furchtbar schlecht, aber extrem schwammig und so rutscht Tim schon mal über einen Absprung hinweg ins nichts. Dass dies den Schwierigkeitsgrad steigert, kann man sich denken. Macht hier aber nichts, denn der ist schon astronomisch hoch. Wie gesagt, ist man beim ersten Treffer tot. Außer man hat ein paar Schrauben dabei. Wie bei Sonic verliert man die nach einem Treffen. Aber egal, wie viele man eingesammelt hat, nach einem Treffer fliegen immer nur 2 rum und die verschwinden irre schnell. Was das Spiel noch schwerer macht, sind einige Gegner und die Grafik. Es gibt Gegner, die sind winzig. So winzig, das man sie nicht mal richtig sieht oder denkt, die gehören zum Hintergrund dazu. Aber nein, ein Treffer -> tot. Im grünen Dschungel tauchen öfter graue Klötze auf. Steine? Grafikfehler? Nein, das sind böse Speerspitzen -> wieder tot.
Und das ist eigentlich merkwürdig, weil die Grafik sonst sehr nett ist. Viele Farben, viele Details und gerade das Intro kann absolut überzeugen. Die Musik ist in Ordnung. Wogegen die Soundeffekte eher ein wenig nervig sind. Tim macht beim Springen ein Geräusch, als hätte er fiese Blähungen.
Ein etwas einfacherer Schwierigkeitsgrad und das Spiel hätte vielleicht nett werden können. Sicher nicht super gut, weil einfach etwas Innovatives oder Interessantes fehlt und die Steuerung ihre Macken hat. Aber verbunden damit ist das Spiel einfach nur unmöglich.
Publisher: Absolute Entertainment Developer: Absolute Entertainment Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: SNES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Impossible Mission

| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 6/10 | 4/10 | | Gameplay | 5/10 |
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