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Indiana Jones' Greatest Adventures PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.06.2008

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Mittlerweile ist die Indiana Jones Trilogie ja zur Quadrilogie geworden. Ob der neue Film an die alten Klassiker heranreichen wird, wird sich erst noch zeigen. Zu den alten Spielen gab es einige Videospiele, das geht zurück bis zum Atari 2600. Die meisten dieser Actionspiele haben eins gemeinsam: Sie sind schlecht. Man hat ja den Eindruck, Indy funktioniert nur in Adventureform so richtig gut. 1994 aber, haben sich Factor 5 an einem weiteren Indiana Jones Actionspiel versucht. Greatest Adventures ist hierbei eine Zusammenfassung aller drei Spiele auf einem Modul.

Los geht es also mit Raiders of the Lost Ark, dem besten Film der Reihe. Recht detailgetreu werden die Schauplätze wieder gegeben. Man ist in dieser Höhle und muss sich gegen Eingeborene und fiese Fallen wehren. Zusätzlich nerven noch Fledermäuse rum. Aber zum Glück kann Indy kräftig zuschlagen und findet alsbald zur weiteren Hilfe seine Peitsche als auch eine Pistole und Granaten. Letztere sind stark limitiert, zerstören dafür aber sofort alles, was auf dem Bildschirm ist.
Wie im Film, muss man am Ende vor der großen Steinkugel fliehen. Dann geht es weiter nach Nepal zur Bar wo man vor Flamen flüchten muss, dann nach Cairo, zur Ausgrabungsstätte und der Endkampf findet beim Gral statt.
Dieser erste Teil ist noch recht linear. Es geht von links nach rechts, man muss sich gegen viele Gegner wehren und sammelt kleine Kugeln ein. 100 von denen ergeben ein Extraleben, das man auch dringend benötigt. Der Schwierigkeitsgrad, ist selbst auf Easy alles andere als leicht und auf schwer ist dieser Titel wohl eines der schwersten Spiele überhaupt.
Allerdings ohne unfair zu werden, es ist einfach sehr herausfordernd, es gibt viele Fallen und unberechenbare Gegner. Aufgelockert wird die Hatz durch kleinere Missionen die anders ablaufen. In Cairo rennt man einem Wagen hinterher, auf diesem steht ein böser Nazi und wirft Heuballen runter. Man muss über diese springen, den Nazi töten, gleichzeitig darauf achten, dass man nicht vom selbst scrollenden Bildschirm erwischt wird und dann das Ganze auch noch in einem bestimmten Zeitlimit schaffen. Es ist schwer, sehr schwer.
Der Endkampf gegen Rene Belloq dagegen ist schon fast ein Klacks.

Nach einer nett gemachten Zwischensequenz, es werden immer mal wieder digitalisierte Bilder aus den Filmen eingeblendet und mit Texten auch denjenigen, welche die Filme nicht kennen (Schande über euch) die Handlung erläutert.

Dann folgt der Tempel des Todes. Hier muss man erstmal überleben und aus dem Club fliehen, während von mehreren Seiten aus angeschossen wird, dann geht es über die Straßen zum Flughafen.
Mit dem Schlauchboot rast man den Hügel in Indien runter und muss Steinen und Bäumen ausweichen. Dann kommt man zum Palast, der ein riesiger Irrgarten ist, man muss gegen Gegner kämpfen und Statuen verschieben, hinter denen sich die Eingänge zum nächsten Raum bilden. Wie das geht weiß ich nicht, es ist aber einer der kompliziertesten Level überhaupt, da man von der richtigen Seite in die Statuen gehen muss und auch jeweils die richtige davon erwischen, ansonsten geht es zurück zum Start. Im Tempel selbst wird es wieder konventionell und man muss die Sklaven einsammeln, dann folgt noch die Lorenfahrt, die ebenfalls recht schwer ist. Von hinten sieht man Indy über die Schienen jagen, man steuert lediglich ein kleines Zielkreuz und muss damit die bösen Inder und ihre Loren von den Schienen schießen und ab und zu Umleitungen treffen.

Als letztes begibt man sich auf die Suche nach dem heiligen Gral. Auch hier ist man wieder in allen Schauplätzen aus dem Film unterwegs. Wie das Schloss Brunwald oder dem Zeppelin wo man den Ausgang zum Rettungsflugzeug finden muss. Mit diesem fliegt man dann rum und muss sich gegen angreifende Flugzeuge wehren. Auch dieser Level ist wieder recht schwer, da man nach 2-3 Treffern schon tot ist und ein Zielkreuz hat man auch nicht. Der Kampf auf dem Panzer wird ebenso nachgebildet wie der finale Tempel. Dieser ist vom Schwierigkeitsgrad her absoluter Wahnsinn, hier benötigt man ein perfektes Timing um all den fiesen Fallen vorbei zu kommen. Der finale Kampf gegen Donovan ist dagegen schon wieder recht einfach.

Für viel Abwechslung wird also gesorgt. Schon allein durch die unzähligen Schauplätze, aber eben auch durch die vielen kleinen Zwischenspiele wie die Lorenfahrt oder der Flugzeugkampf.
Das Spiel ist relativ lang, sehr schwer und herausfordernd, so dass man es kaum in kurzer Zeit schon durchschaffen wird. Die Levels sind relativ groß und meist gibt es auch noch Abzweigungen die zu kleinen Geheimräumen führen. Diese muss man auch erstmal finden.

Etwas schade ist allerdings, dass außer in den Zwischensequenzen, keine anderen Figuren aus den Filmen auftauchen. Indy ist auch im Schlauchboot ganz allein.

Die Steuerung ist recht einfach geraten. Mühelos kann man Indy rumhüpfen und rumrollen lassen und auch die Peitsche funktioniert jederzeit. Lediglich bei den längeren Sprungpassagen, wo man sich mit der Peitsche an eine Halterung schlingen muss, kann man sehr leicht abstürzen, dort den richtigen Punkt zu finden ist nicht so einfach.

Grafisch sieht das Spiel sehr gut aus. Die Levels sind sehen sehr realistisch aus und nicht so übertrieben bunt, wie man das sonst von vielen SNES Spielen her kennt. Die Animationen sind etwas hakelig, aber das stört nicht weiter. Die Konsole wird gerade beim Flugkampf, wo auf Mode 7 gesetzt wird, stark ausgereizt, da wünscht man sich schon, das die Sache etwas schneller ablaufen könnte, aber das ist nicht weiter störend.
Musikalisch wird alles an Musik aufgefahren, was man aus den Filmen kennt. Das Indytheme ist dabei natürlich sehr stark präsent. Das ganze klingt sehr gut, ebenso wie die Soundeffekte.

Indiana Jones’ Greatest Adventures ist insgesamt ein sehr gelungenes Spiel, das es schafft, die Atmosphäre der Filme einzufangen. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad sehr hoch ist, macht das ganze einfach Spaß. Nach Fate of Atlantis das beste Spiel rund um den Peitschenschwinger.

Publisher: JVC / LucasArts
Developer: Factor 5
Erscheinungsjahr: 1994
Erschienen für: SNES
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound9/10
9/10
Gameplay 8,5/10

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