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Metal Marines ist ein Strategiespiel für das SNES, eine Konsole. Obwohl es immer heißt, dass Strategiespiele auf der Konsole wegen der Padsteuerung nicht funktionieren, überzeugt dieses Spiel eben gerade durch eine intuitive Steuerung. Die Story ist gleichermaßen belanglos wie unwichtig. In der Zukunft ist fast die komplette Welt überflutet, nur noch wenige Inseln existieren und um diese wird gekämpft. Und so tritt man immer wieder gegen andere Generäle an, um deren Insel zu erobern. Bei Spielbeginn kriegt man eine Insel, die schon einigermaßen bebaut ist. Hier wählt man sich 3 Plätze für die drei Basen. Sind diese zerstört, hat man das Spiel verloren. Der Gegner hat je nach Level unterschiedlich viele Basen. In der ersten Map ist es noch eine, später dann 2 und schließlich auch 3. Das Ziel ist natürlich auch hier, diese zu vernichten. Zu Beginn ist die Insel des Gegners verdeckt und man muss erstmal Raketen blind ins Feld feuern, dadurch werden immer weitere Teile der Karte sichtbar und man kann gezielte Angriffe starten. Dem Gegner geht es dabei nicht anders. Man hat etwas Geld und Energie und sollte nun erstmal Raketenwerfer an den nördlichen Rand der Karte, wo der Gegner immer angreift, setzen. Es gibt natürlich noch viele weitere Gebäude. Für Angriffe hat man selbst Raketen und Roboter, die Metal Marines, zur Verfügung. Diese kann man auch aufrüsten, so dass nicht immer nur eine Rakete, sondern zwei verschossen werden und die Marines werden stärker. Als letzte Waffe gibt es noch ICBMs, welche verheerenden Schaden anrichten, aber auch dementsprechend teuer sind und lange zum Bauen benötigen. Dann gibt es noch die genretypischen Gebäude, wie Fabriken, damit schneller gebaut wird oder Supplydepots, damit man pro Sekunde mehr Geld bekommt. Erschwert wird das Ganze, durch eine Begrenzung der Gebäude, man darf nur eine bestimmte Anzahl bauen, dann ist Ende. So muss man immer abwägen, ob man nun eine Fabrik oder doch lieber eine Raketenstellung baut. Die große Frage, die sich stellt, ist die nach dem Genre. Ist Metal Marines nun Rundenstragie oder Echtzeit? So wirklich entscheiden kann sich das Spiel nämlich nicht. Man baut in Echtzeit seine Basis aus und dann greift der Gegner an, während dieses Angriffs steht die Zeit still, was natürlich besonders schmerzhaft ist, wenn man gerade noch an der Verteidigungslinie gebastelt hat. Wenn man selbst einen Angriff startet, kann man lediglich einstellen, wie viele Raketen/ICBMs (maximal 4) und Metal Marines (maximal 3) man abschickt und dann sucht man sich noch Angriffspunkte aus, wobei die Marines alle im gleichen Quadranten abgeliefert werden, hier haben sie nun 60 Sekunden Zeit, alles zu zerstören, was sie finden. Die Angriffe laufen dabei selbstständig ab. Das ist schon etwas schade, weil es wohl noch schöner wäre, wenn man seine Marines selbst steuern könnte, so dass sie nicht stur in die nächste Verteidigungsanlage rennen. An Spielmodi ist das Metal Marines etwas enttäuschend. Es gibt nur den Storymodus und das Ganze auch nur für einen Spieler. Aber wenigstens dachten die Entwickler an ein Passwortsystem, so dass man das Spiel nicht in einer Sitzung durchspielen muss. Das ist sowieso eher ein Ding der Unmöglichkeit, denn der Schwierigkeitsgrad ist enorm hoch, vor allem die späteren Level kann man nur mit Glück und der richtigen Taktik gewinnen, ansonsten ist beim ersten Angriff Schluss. Unfair ist das Spiel trotzdem nicht, die Gegner sind eben nur sehr angriffslustig. Grafisch geht Metal Marines in die comichafte Animeecke, sieht aber trotzdem für das SNES sehr gut aus. Die Musik ist eher ein bisschen nervig und die Soundeffekte, vor allem bei den Angriffen, sehr unrealistisch. Insgesamt ist Metal Marines ein sehr schweres, aber gleichzeitig auch unterhaltsames Strategiespiel, das auf dem SNES zu den besten seiner Art gehört und auch einen recht langen Unterhaltungswert bietet. Die späteren Maps muss man schon ein paar mal neustarten. Publisher: Namco/Mindscape Developer: Namco Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: SNES, PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Sehr Schwer
 
| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 6/10 | 8,5/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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