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Trash. Die Power Rangers sind nichts anderes als Trash. Die Serie läuft seit 1993 und tatsächlich immer noch im US Fernsehen. Das japanische Original auf dem das basiert, dürfte wohl auch noch laufen. Ich denke mal, die Power Rangers kennt jeder, lief die Serie ja auch lange Jahre hierzulande im Fernsehen. Die Handlung ist schnell erzählt: Böse Tussi (namens Rita) schickt böse Gummimonster und Kung Fu Typen auf die Erde, 5 Teenies in Plastikrüstungen stellen sich dem Kampf und haben noch einen schicken Spielzeugroboter zur Seite. Jede Folge ist praktisch das gleiche. Dann gab es noch ein paar Filme und natürlich durften Videospiele nicht fehlen. Den Anfang macht Mighty Morphin Power Rangers, erschienen 1995. Wobei man hier zwischen der Mega Drive und der SNES Fassung unterscheiden muss. Ersteres ist ein typisches Prügelspiel, das hier besprochene Super Nintendo Spiel ein klassischer Sidescroller, in bester Final Fight Manier.
Eine Handlung gibt es wohl nicht. Zumindest gibt es im Spiel nicht wirklich Cutscenes oder ein Intro und das Handbuch fehlt mir, da man auf Ebay ja zu 90% nur unvollständige Nintendospiele kriegt. Egal, die Handlung geht wahrscheinlich so: Böser Feind bedroht die Welt und nun muss man diese retten. Fertig.
Das erste was auffällt, ist das vieles fehlt. Ein wählbarer Schwierigkeitsgrad fehlt und auch der Zweispielermodus, der für dieses Genre eigentlich elementar wichtig ist. Denn allein machen nur die wenigstens Spiele dieser Art Spaß. Sich zu zweit durch Gegnermassen zu prügeln ist einfach unterhaltsamer. Persönlich frag ich mich auch, warum dieser Modus fehlt, da man vor jedem Level ja sogar die Wahl zwischen den 5 Power Rangers hat, man hätte also genug Figuren zur Auswahl. Wobei ich mir nun nicht so sicher bin, inwiefern sich die 5 Helden unterscheiden. In der Farbe und der Art der Waffe, aber sonst fiel mir nichts wirklich auf. Immerhin gibt es ein Passwortsystem für die einzelnen Levels und nur über dieses, kommt man noch zu einem versteckten Zweispielermodus, wo man mit den Kampfrobotern kämpfen darf. Wirklich Spaß macht dieser Modus aber auch nicht.
Hat man einen gewählt, wird man in Level 1 abgesetzt. Von Links nach Rechts prügelt man sich durch eine Stadt. Gegner hüpfen heran und man prügelt sie bis sie verschwinden. Es gibt nur zwei Tasten, eine fürs Schlagen und eine fürs Springen. Aktionen während des Sprungs sind natürlich möglich. Was auffällt ist der Schwierigkeitsgrad, der so niedrig angesiedelt ist, dass man das Spiel wohl auch mit verbundenen Augen durchspielen könnte. Im letzten Drittel jedes Levels taucht dann der Endgegner auf – und verschwindet wieder. Immerhin verwandelt man sich nun in den Power Ranger und darf besagte Waffe einsetzen und hat eine Bombe, die natürlich immensen Schaden anrichtet und für den Endgegner aufgehoben werden sollte. . Damit wird das Spiel noch leichter. Am Ende kämpft man dann gegen den Endgegner. In Level 1 ist das ein Skelettartiges Vieh, das lachhaft einfach ist. Danach geht das Spiel von vorne los. Abwechslungsreich ist das Ganze nicht. Die Levelhintergründe sind klischeehaft in Gebieten wie Stadtpark, Lagerhalle oder andere Gebäude angesiedelt. Es gibt unterschiedliche Gegner, die sich allerdings nur in ihrer Bemalung unterscheiden. Einige haben Waffen, andere nicht. Die einen fallen nach einem Treffer um andere brauchen fünf. Zusätzlich gibt es ab und an noch fliegende Lasergeschosse, die es ganz gekonnt schaffen, die Gegner zu beseitigen, als Spieler weicht man dem ganzen recht locker aus. Hinzu kommen noch ein paar Sprungpassagen, die aufgrund der etwas hakeligen Steuerung nerven. So muss man wie bei Ninja Gaiden oder Shinobi von Wänden abspringen oder auf sich bewegenden Plattformen rumhüpfen, wobei man hier schon etwas Glück benötigt um die Plattformen auch wirklich zu treffen. Clippingfehler treten hier ab und zu auf. Zum Aufsammeln gibt es dann noch die die obligatorischen Healthpacks.
Abwechslung wird also nicht groß geschrieben. Die Steuerung ist simpel, die Gegner sind öde und „Bedrohungen“ wie rollende Fässer regen auch eher zu einem beherzten Gähnen an. Erst ganz am Ende, der finale Kampf ist dann etwas abwechslungsreicher. In einer mondartigen Kraterlandschaft kämpft man mit dem großen Plastikroboter gegen eine andere schlechte Transformerskopie. Leider ist das vom Tempo her so langsam, dass man einschläft. Man prügelt sich mit zwei Standardschlägen, hüpft herum und wartet dass sich ein Balken füllt. Dieser Balken für ein Geschoss zuständig, je weiter aufgefüllt der Balken ist desto fieser die Waffe die eingesetzt werden darf. Bis dieser voll ist vergeht allerdings sehr viel Zeit.
Grafisch gibt sich das Ganze zwar recht bunt, die Animationen sind allerdings eher Durchschnitt. Die Hintergründe sind auch sehr statisch. Ab und an fährt mal ein Auto vorbei, aber das war es. Für 1995 ist das eindeutig zu wenig. Musikalisch gibt es das Power Rangers Theme, das sogar mit Stimme vorgetragen wird. Die restliche Musik ist nerviges 08/15 Gedudel und befindet sich damit in bester Gesellschaft mit den 08/15 Soundeffekten.
Mighty Morphin Power Rangers ist ein Spiel das eigentlich nicht viel falsch macht, aber das was es falsch macht, sorgt dafür es keinen Spaß macht. Ein paar mehr Combomoves im Stile von Streets of Rage, ein Zweispielermodus und etwas abwechslungsreichere Gegner und Levels und man hätte es mit einem durchaus guten Spiel zu tun. So aber ist das Spiel einfach absolut überflüssig und nicht mal wirklich für Fans der Serie zu empfehlen.
Publisher: Bandai Developer: Natsume Erscheinungsjahr: 1995 Erschienen für: SNES Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Leicht
 
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 4,5/10 | | Gameplay | 5/10 |
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