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NHL Stanley Cup PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.09.2007

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NHL Stanley Cup…der passende Untertitel dafür wäre „Denn sie wissen nicht, was sie taten“. Damit sind die Entwickler gemeint. Ja, ja, das SNES war grafisch schon ganz nett, vor allem die Mode7 Effekte waren schick. Aber warum zur Hölle kommt man auf die schwachsinnige Idee, ein Eishockeyspiel mit Mode7 zu programmieren? Zu der Zeit, als das Spiel raus gekommen ist, hat EA der ganzen Welt mit NHLPA Hockey bzw. NHL Hockey gezeigt, wie Eishockey sein muss. Eine feste, übersichtliche Perspektive und die Simulation der Geschwindigkeit des Eishockeysports. Es waren wunderbare Spiele.

Dann kam Sculptures Software. Wahrscheinlich dachten sich die Programmierer „Hey, wir nehmen eine Konsole die viel zu lahm ist und machen ein 3D Hockeyspiel“. Klasse Idee, Jungs und euer Werbeslogan war wohl „Wenn ihr mal wieder richtig kotzen wollt, spielt NHL Stanley Cup“
Na gut, ich greife vor. Das Intro und die trötige Musik sind ja noch halbwegs erträglich. Das Menü mit Exhibition, Season Play und Best of 7 (Sollen wohl die Playoffs sein) ist nett ausgestattet. Ein Optionsmenü gibt’s auch. Ich starte also ein Exhibitionsmatch und stelle erstmal fest, dass die Programmierer von Geographie keine Ahnung haben. Warum ist bei denen die Atlantic Division links und die Pacific Division rechts?
Egal, es heißt Detroit Red Wings gegen die Ottawa Senators, damals das mieseste Team (Erstaunlich, wie die sich mittlerweile gesteigert haben) der NHL und damit perfekt für den Anfang.
Dann geht es gleich aufs Feld. Von Reihenbearbeitung oder ähnlichem scheint man noch nichts gehört zu haben. Auch kann man den Torhüter nicht selbst steuern.
Man sieht nur das Feld, drum herum ist es schwarz und das Feld dreht sich lustig im Kreis, bei jeder Bewegung des puckführenden Spielers. Das Ganze ist so übertrieben, das einem tatsächlich schlecht wird wenn man sich diesem zu lange aussetzt. Es ist so übel. Zudem ist die Kamera extrem niedrig, man sieht eigentlich nicht wirklich was direkt vor dem Spieler los ist und da sich jener eben auch immer wild wie ein Karussell dreht, weiß man irgendwann nicht mal mehr, wo das Tor steht, es ist mir sogar passiert das ich plötzlich auf mein eigenes zugeskatet bin.

Aber das passt zum Spiel, es ist langsam und unkoordiniert. Die eigenen Teamspieler fahren irgendwo in der Pampa rum und die CPU Gegner kennen nur eins: Checken. Bei Bodychecks fliegt der getroffene Spieler schon mal gern über das halbe Feld. Dann gibt es da noch die Torhüter, echte Mauern. Man kommt nicht mal mit One Timern an denen vorbei, es gibt nur 2 Möglichkeiten Tore zu erzielen. Die eine ist eine Art Lob von der blauen Linie. Passt der Winkel kann man so 100 Tore erzielen. Die andere ist der Lob an die (unsichtbare) Spielfeldbegrenzung, von da trifft man dann Volley immer ins Tor.
Ja, das Spiel macht schon riesigen Spaß. Ungefähr genauso viel wie sich den Arm zu brechen, wobei das wohl weniger bleibende Schäden hinterlassen würde als dieses fies rotierende Spielfeld.
Grafisch kann man nur eins sagen: Pixelmania is running wild, brother. So große Pixel sieht man selbst auf einer 16-Bit Konsole eher selten. Die Spieler haben gruselige Animationen, sehen langweilig aus und auch sonst gibt es nicht viel, außer einem groben Spielfeld und langweiliger Schwärze drum herum.
Musikalisch ist es auch eher durchschnittlich und dann haben wir da die Soundeffekte. Die Puck und Schlägergeräusche sind gut und klingen realistisch. Aber das Publikum könnte auch aus dem Film „Zombies grunzen in der Gruft“ stammen. Es sind ein paar Stöhner und Grunzer, die einen gänzlich anderen Eindruck entstehen lassen, als dass man es hier mit Eishockefans zu tun haben könnte (Ich werde nicht weiter ins Detail gehen).

NHL Stanley Cup ist mies. Ich konnte nicht mal einen freiwilligen finden der den 2 Spieler Modus mit mir startet und ich wollte auch nicht so umbarmherzig sein und jemanden dazu zwingen. Nützlich ist das Spiel vielleicht nur, wenn man mit kleinen Kindern im Wald zeltet und am Lagerfeuer eine gruselige Geschichte erzählen will.

Publisher: Nintendo
Developer: Sculptured Software
Erscheinungsjahr: 1993
Erschienen für: SNES
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik4/10  Spielspass
Sound3/10
0/10
Gameplay 2/10

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