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CZW Ultraviolent Tournament of Death III PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.10.2008
Auch 2004 fand wieder ein Tournament of Death statt, es war das dritte. In erster Linie durfte man wohl gespannt sein ob man es doch schafft, das zweite Turnier, das mit harten Matches und dem absolut kranken Bump im Mondo – Zandig Match überzeugte und schockierte. Wesentlich krasser ist eigentlich kaum möglich…oder doch?

Los geht es mit einem Two out of Three Log Cabin Lighttubes Match zwischen Arsenal und dem Evil Ninja #2. Beide sind eher Leichtgewichte und so meinen sie auch viele Highflying Moves zeigen zu müssen. Dass sie dies aber nicht sonderlich gut können, wird schnell klar. Evil Ninja fuckt eine Springboardaktion übers dritte Seil nach draußen so dermaßen ab, dass er mit dem Kopf am Ringrand landet. Bis zu dieser Aktion ist schon nicht viel passiert, einige Schläge und Arsenal flog durch die erste Ladung Lighttubes, wo er sich zumindest böse am Ohr verletzt hat. Auch danach geht das Match lahmarschig weiter, beide versuchen sich verzweifelt an Wrestlingaktionen, die sehr holprig aussehen, währenddessen ruft das Publikum schon „End this Shit“. Die einzig gute Aktion hat Evil Ninja mit einem Tombstone Piledriver auf einen Stuhl, das sah böse aus. Weiter geht es mit schlechten Aktionen bis Evil Ninja aus dem Ring hüpft und die verbliebenen 2 Log Cabins übereinander stapelt. Er zieht Arsenal mit aufs Top Rope und will ein entsprechendes Manöver zeigen, das Arsenal aber kontern kann und seinerseits den Ninja durch die Lighttubes wirft. So gewinnt er das Match und ist eine Runde weiter. Mieses Match. 3/10

Der absolute Favorit in diesem Turnier ist Nick Gage und er hat es nun mit Ruckus in einem Barbed Wire Boards Match zu tun. Ruckus ist eine Art 200 Pfund schwerere schwarze Version von Rey Mysterio, er hüpft also ständig lächerlich durch den Ring und kann sonst nichts. Gage hat seine liebe Not mit diesem Stil etwas anzufangen und wird nach einigen Stuhlschlägen übertölpelt. Ruckus zeigt ein paar Flugaktionen, darunter einen netten Flying Spin Kick, aber insgesamt ist Ruckus weder ein Deathmatch Wrestler noch ein guter Wrestler. Gage fliegt als erstes ins Barbed Wire Board, kommt dann aber natürlich zurück und zerlegt Ruckus in dem er ihn in die Ringecke befördert, das andere Brett gegen ihn stellt und zwei schwere Kicks darauf zeigt. Das reicht schon für den Sieg. Dem Match fehlte es absolut an Härte, es floss ja noch nicht mal wirklich Blut und das Rumgespringe von Ruckus ist eher nervig, hinzu kommt die Kürze und so reicht es nur zu 2/10

Jetzt wird es wieder interessant. Denn die Fans bringen die Waffen für den Kampf zwischen Mad Man Pondo und dem Wifebeater. Sehr witzig finde ich den Look des Ringrichters, nicht nur, dass er Handschuhe anhat, nein er trägt auch einen großen Gesichtsschutz, so als hätte er direkt Angst was abzubekommen. Der Ring ist gut gefüllt mit allerlei Gegenständen, als erstes aber schnappen sich beide jeweils eine Leuchtstoffröhre und prügeln sich damit. Dann setzt  Pondo mit einem Stopschild nach und befördert den Wifebeater durch ein Stück Holz. Pondo kann dann allerdings kontern und zertrümmert nicht nur eine Leuchtstoffröhre sondern verprügelt den Mad Man jetzt total. Schallplatten werden auf seinem Kopf zertrümmert, er macht Bekanntschaft mit einer Tastatur und einem Baseballschläger an dem mal wieder Thumbtacks kleben. Pondo kommt zurück und zertrümmert einige Lighttubes in Wifebeaters Gesicht, das sieht böse aus. Wie die beiden sich bekämpfen ist Wahnsinn. Glasscheiben, Stühle sogar eine Mikrowelle und ein Cricketschläger (Auf dem passend  „Ouch“ draufsteht) werden als Waffen eingesetzt, das ganze ist schon sehenswert.
Wifebeater gewinnt das Match, obwohl er auf einer Ladung Kakteen landete, in dem er Wifebeater eine Powerbomb auf einen LCD Fernseher verpasst. Hartes unterhaltsames Match. 6,5/10

Sexxxy Eddie trifft nun auf Ian Knoxx in einem Thumbtack Strips Deathmatch. Eddie nervt erst noch das Publikum und legt dann einen Strip hin bis er nur noch einen etwas größeren Tanga anhat, was Ian Knoxx so sehr stört, dass er sich weigert diesen Typ anzufassen. Man kann ihn verstehen. Das Ganze ist eindeutig eher ein Comedymatch. Das Match beginnt nicht mal wirklich, die beiden stehen nur rum, bis Knoxx einen ganzen Eimer voll Thumbtacks im Ring auskippt und auf diese zeigt Knoxx einen schönen Double Underhook Suplex. Eddie flieht aus dem Ring aber Knoxx holt ihn zurück, was ein Fehler ist denn nun hat Eddie die Oberhand, wirft Knoxx erstmal ein paar Thumbtacks ins Gesicht und zeigt auf die restlichen 2 Bodyslams, 3 Clothlines und als Knoxx am Boden liegt, werden Thumbtacks auf seiner Brust verteilt…klar das Eddie da dann noch schön drauf tritt. Danach aber kommt Knoxx und beide befördern sich gegenseitig in die Thumbtacks, aber es reicht noch nicht zum Sieg, obwohl Ian mittlerweile zu 1/3 aus Thumbtacks besteht die in seinem Körper hängen. Auch ein Top Rope Chokeslam von Ian bringt noch nicht den Sieg. Eddie ist dann wieder am Drücker, mittlerweile liegt auch eine Mülltonne im Ring, diese zieht sich Eddie über den Kopf, steigt aufs Top Rope und zeigt einen Moonsault, sehr kreativ und das Match hätte hier zu Ende sein sollen. Stattdessen geht es weiter bis Eddie Knoxx vom Top Rope nach draussen wirft – auf eine Thumbtackholzplatte die auf Stühlen liegt. Das reicht zum Sieg in diesem etwas zu lang geratenen Match. 5/10

Ein weiteres Fans bring the Weapons Match steht auf dem Programm und der andere Favorit für dieses Turnier tritt an: Der Necro Butcher. Er trifft auf Green Phantom und abermals liegen lustige Gegenstände im Ring rum, darunter ein Kaktus der zusätzlich noch mit Thumbtacks bestückt ist. Die Kreativität der CZW Fans kennt keine Grenzen. Sofort geht es nach draußen und Necro setzt die erste Waffe ein: Eine E-Gitarre, dagegen wirken Jeff Jarretts Fake A-Gitarren wie ein schlechter Witz. Phantom kontert mit einer Kanne Milch und dann prügeln sich beide wild durch die Zuschauerreihen. Necro dreht völlig durch und wirft Unmengen an Stühlen auf das Phantom und zertrümmert dann noch eine Wassermelone auf dessen Kopf. Phantom kommt aber zurück, befördert Necro auf den Boden und springt vom Top Rope mit einem Skateboard an den Füßen (an dessen Unterseite Lighttubes kleben) auf den Butcher. Necro kommt aber zurück, setzt einen Kaugummiautomaten als Waffe ein und zertrümmert den Thumbtackkaktus zwischen Phantoms Beinen. Obwohl Phantom noch mal zurückkommt muss er sich aber doch geschlagen geben nach dem Necro Butcher den Spike ansetzen kann. Unterhaltsames Match mit dem richtigen Gewinner und einigen abgefahrenen Waffen. 7,5/10

Das letzte Erstrundenmatch bestreiten JC Bailey und Chris Cash in einem Ladders & Lighttubes Match. Cash ist eine weitere tragische Figur der Wrestlingwelt. Ein junger Wrestler, der eine recht große Zukunft vor sich hatte, da er nicht nur in Deathmatches überzeugte, sondern auch ein sehr guter Wrestler war. 2005 starb er mit 23 Jahren in einem Motorradunfall. Und das Match startet sogar mit normalem Wrestling und einem schönen DDT. Danach wird die Leiter in die Ringecke gestellt und Bailey will Cash da reinbefördern, aber der springt auf die Leiter, wartet dort allerdings zu lang und wird mit einem German Suplex runter befördert. Das ist ungewöhnlich gutes Wrestling für dieses Turnier. So stark geht es auch weiter und trotzdem werden noch die fiesen Sachen eingesetzt, so kickt Bailey eine Lighttube unter Cashs Arm und beißt dann auch noch da rein damit es auch wirklich blutet. Bailey scheint ein Vampir zu sein, immer wieder beißt er Cash und bearbeitet ihn mit den Leuchtstoffröhren. Dann folgt ein sehr krasser Bumb. Cash wird auf die aufgeklappte Leiter gelegt, auf der anderen Seite liegen die Lighttubes und Bailey will draufspringen, Cash kann im letzten Moment ausweichen und Cash kracht auf die Lighttubes, was dazu führt, das eine große Scherbe in seinem Bauch stecken bleibt. Das sieht krass aus. Cash übernimmt die Führung und Bailey landet nun in jeder Menge Lighttubes, unter anderem werden einige zwischen seine Beine gelegt, Cash nimmt Anlauf mit der Leiter und rammt sie dagegen. Die Scherbe sah krass aus, das ist nur noch brutal. Bailey kann aber wieder kontern und begräbt Cash unter Lighttubes und springt mit einem Splash vom Top Rope, was für den Sieg reicht. Das Match startete mit tollem Wrestling wurde dann zu einer Lighttubes Schlacht, das war klasse. 8/10

Ein normales Light Tubes Matches steht nun auf dem Programm. Sexxxy Eddie trifft auf Arsenal. Arsenal beginnt stark mit einigen Schlägen und befördert Eddie nach draußen, setzt aber auch sofort mit einem Springboard Manöver nach. Allerdings kann Eddie hier kontern und zurück im Ring zeigt er einen Vertical Suplex. Aber Arsenal kann dann eine Aktion abwehren und zeigt einen Tiger Suplex. Auch hier wieder recht gutes Wrestling zu Beginn, die Light Tubes werden erstmal ignoriert. Das Publikum schreit aber nach Blut, so will Arsenal Eddie in die Tubes in der Ringecke befördern, er kann aber noch abbremsen. Arsenal schnappt sich Eddies Beine, hebt ihn und wirft ihn mit dem Gesicht voraus in die Röhren. Sexxxy Eddie ist jetzt nicht mehr so sexy. Arsenal zieht Eddie in die Mitte und legt vor und hinter ihm Lighttubes hin. Ein Kick in die Brust, er fällt nach hinten auf die Tubes, ein Kick in den Rücken damit er die vorne noch mitnimmt, aber die hinten wollen nicht so recht brechen, auch nicht als Arsenal eine nimmt und mit einem Kick auf Eddies Brust zerbrechen will. Eddie wird völlig zerstört, aber es reicht nur zum Two Count. Eddie ist nun am Zug und schneidet mit einer Scherbe Arsenals Stirn auf, was hier aber am deutlichsten auffällt: Eddie hat eine fiese Schnittwunde am Arm aus der Blut wie ein kleiner Wasserfall raus läuft, dass der so überhaupt noch weiter machen kann. Jetzt muss Arsenal nicht nur harte Moves einstecken, sondern praktisch alle führen dazu, dass er auf Light Tubes landet. Beide bluten und bearbeiten sich weiter, unter anderem kommt nun eine Mülltone zum Einsatz. Es geht nach draußen, durch die Zuschauer zu einem Truck bei dem einige Tische stehen. Enttäuschend, dass hier nichts passiert, es geht zurück zum Ring. Arsenal kann nun einige Moves zeigen, unter anderem legt er Eddie auf einen Stuhl und springt dann vom dritten Seil einen Somersault auf den Hals seines Gegners. Alles reicht nicht zum Sieg. Eddie aber hat plötzlich wieder Kraft, wo er die hernimmt weiß wohl niemand, mittlerweile besteht er zu 90% aus Blut. Er stopft Arsenal in eine Mülltonne und steckt noch Light Tubes dazu und springt vom Top Rope drauf. Krasse Aktion, die Eddie nicht nur den Sieg einbrachte, sondern ihn auch vom Monsterheel zum Publikumsliebling wandelte. Das Publikum stand fest hinter ihm. Nettes Match. 7/10
Sexxxy Eddie musste das Turnier an dieser Stelle aber leider abbrechen, die Schnittwunde am Arm aus der das Blut am Ende des Matches in hohem Bogen rausspritze war doch zu schwerwiegend.

Aller guten Dinge sind Drei oder Die Fans haben zu viele Waffen mitgebracht und so wird noch mal solch ein Match abgehalten. Dieses Mal treffen der Wifebeater und JC Bailey auf einander. Der Wifebeater kommt mit einem Weedwacker zum Ring, aber Bailey kann ihm diesen abnehmen und benutzt ihn auf Wifebeaters Bauch, auch einige Lighttubes landen auf dessen Wampe. Bailey will hier wohl keine Gefangenen machen. Wifebeaters Bauch blutet, nachdem Bailey auch noch in die Wunden gebissen hat und dann kommt auch noch die Käsereibe zum Einsatz. Wifebeater kämpft sich aber zurück und befördert Bailey in die Ringecke wo ein Kreuz aus Light Tubes, zusätzliche Light Tubes und ein Reifen mit Thumbtacks stehen. Weitere Light Tubes werden eingesetzt und Bailey hängt über dem Seil. In der Ringecke steht ein Eimer. Wifebeater schnappt ihn sich und kippt den Inhalt über Bailey, natürlich war Salz drin und das muss wehtun und dann landet auch noch Chili Sauce darauf, ob Wifebeater ein Barbecue veranstalten will? Scheinbar nicht, sie entfernen sich vom Ring und gehen zu einem Truck. Dessen Ladefläche ist voll mit Light Tubes und schon landet JC durch eine Sit-Out Powerbomb mittendrin was der Sieg für den Wifebeater ist. Das Match war im Prinzip ein reiner Squash. JC konnte eigentlich nur in der Anfangsoffensive was zeigen und musste dann Unglaubliches einstecken. 6/10
Wifebeater steht damit im Finale und sein Gegner wird im nächsten Match ermittelt.

Das ist ein Panes of Glass Match zwischen dem Necro Butcher und Nick Gage. Hier gibt’s erstmal ein wildes Geprügel, sie prügeln sich durch das ganze Feld, wieder zu diesem großen Truck, setzen sich aber erstmal auf Stühle und boxen sich. Das sieht schräg aus. Zurück im Ring stellt sich die Frage wer als erster durch das Glas muss und es ist Gage durch einen Back Bodydrop und danach wird Gages Stirn noch mit einer Glasscherbe bearbeitet, genauso kennt man das ja vom Butcher. Auch das restliche Match ist ein Slugfest wie man es erwartet und beide bluten sehr stark. Trotzdem gibt es noch einige Überraschungen, so zeigt der Necro Butcher eine Top Rope Huracanrana und befördert so Gage nicht nur nach draußen sondern auch auf einige Glasscheiben die auf Stühlen lagen. Wahnsinn. Trotzdem kommt Gage noch aus dem Cover. Auch eine Sit-Out Powerbomb bringt nicht den Sieg, das waren aber schon 2 Wrestlingmoves mehr als man vom Butcher sonst erwarten kann. Gage kommt zurück und zertritt eine Glasscheibe (mit Anlauf) über dem Butcher. Dann kommt plötzlich Ruckus mit seinem Gefolge zum Ring und nervt rum, was Necro die Chance zu einer Clotheline und einem Kick gibt. Dann will er eine weitere Glasscheibe (die mindestens 43. in diesem Match) über Gages Kopf zerbrechen aber zweimal will das Ding nicht zerbrechen, man merkt, dass Necro mit den Kräften am Ende ist. Also legt er die Scheibe an die Ringecke und wirft Gage mit einer schwachen Running Power Bomb durch, was zum Sieg führt.
Das Match war erwartungsgemäß ein wilder Brawl mit viel Glaseinsatz, aber etwas haben die beiden es damit schon übertrieben. 5/10

Das große Finale bestreiten also der Necro Butcher, der kaum noch geradeaus laufen kann und Wifebeater in einem 200 Light Tubes Double Hell Death Match. Es ist schon etwas unverantwortlich, das man Necro Butcher weitermachen lässt, wo man ja auch Sexxxy Eddie ins Krankenhaus schickte.
Neben jeder Menge Light Tubes liegen auch noch einige Waffen der Fans im Ring rum, jede Menge Stacheldraht und andere fiese Sachen. Dass es noch nie zu einem Todesfall bei einem Ultraviolent Death Match kam, grenzt wohl schon an ein Wunder.
Necro legt mit Schlägen los, zerdrischt einige Light Tubes auf Wifebeaters Rücken und steckt ein Stück Styropor ein in dem jede Menge Gabeln stecken (Wie kommt man auf solch eine Idee?) Die beiden prügeln dann weiter wild aufeinander ein und zertrümmern einige Gegenstände. Necro piekst Wifebeater mit einem Stück Holz, dieser kontert mit einem Back Suplex nach draußen auf ein Gitter, auf welchem unzählige Light Tubes liegen. Nach einem Brawl geht’s dann wieder mal zu diesem großen Truck…sie klettern auch drauf und das wird nicht gut ausgehen. Es dauert aber erstmal ewig, bis beide oben sind und dann sehen, wie die Tische und Stühle, die unten am Truck aufgebaut sind, stehen – und brennen. Wifebeater befördert Necro genau da drauf und das reicht zum Sieg. Großartiger Bump ansonsten ein schrecklich schlechtes Finale, weil vor allem Necro Butcher eh schon völlig fertig war. 4/10

Das Ultraviolent Tournament of Death III hatte auf jeden Fall seine Momente und bot einige sehr krasse Matches. Insgesamt aber war es doch schlechter als das Turnier im Vorjahr.

Bewertung
5,5/10
 
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