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SHIMMER Vol. 19 |
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Geschrieben von ShadowAngel
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01.12.2008 |
Am 5. Juli fand eine weitere Show von SHIMMER statt. Mittlerweile ist diese Liga ja dazu übergegangen, nur noch im Frühling und Sommer Shows zu veranstalten. Bei Volume 19 feiern mal wieder ein paar neue Wrestlerinnen ihr Debüt, aber es kehren auch viele altbekannte Gesichter zurück. LuFisto und Mercedes Martinez waren lange verletzt und Nikki Roxx ist ja inzwischen bei TNA. Da SHIMMER mit TNA aber mittlerweile einen Vertrag abgeschlossen hat, dürfen alle bei TNA unter Vertrag stehenden Frauen auch bei SHIMMER auftreten. MsChif ist mittlerweile Champion, sie holte sich den Titel von Sara del Rey, die das nicht so ganz verkraftet hat, denn sie spielt jetzt den bösen Heel.
Los geht es direkt mit einer Battle Royale. Praktisch alle anwesenden Frauen, bis auf Champion MsChif, treten an und der Gewinner tritt am Ende der Show gegen MsChif an. Im Prinzip sind Battle Royales ja immer ein recht großes Chaos, vor allem später, wenn richtig viele Teilnehmer im Ring stehen. Los geht es mit Portia Perez, die immer noch wie 16 aussieht und Serena Deeb. Die beiden prügeln ein wenig rum und dann kommt auch schon Jennifer Blake dazu. Da das Ganze zunehmend unübersichtlicher wird, beschränkte ich mich jetzt mal auf besondere Vorkommnisse. So stürmt Del Ray in ihrem neuen Outfit und mit merkwürdiger Gesichtsbemalung zum Ring und wütet erstmal rum wie ein Ork. Nebenbei gesagt, tragen einige der Frauen höchst merkwürdige Kostüme, als wenn das eine Halloweenparty wäre. Allison Danger hat einen merkwürdigen orangenen Einteiler, der irgendwie besser zu Barbarella passen würde und LuFisto sieht aus wie Alice aus dem Wunderland. Aber das ist immerhin eine schöne Abwechslung zu all dem schwarz. Wrestler (egal ob männlich oder weiblich) scheinen Schwarz zu lieben. Das nächste Highlight bei dieser Massenschlacht ist dann natürlich Amazing Kong. Sie stapft zum Ring und schmeißt erstmal ein paar Gegnerinnen aus selbigem. Nachdem sie den Ring halb geleert hat, sind nur noch Martinez, Del Rey und Ariel dabei. Die verbünden sich mal schnell und werfen Kong aus dem Ring. Das es nur drei dafür gebraucht hat, ist schon sehr beeindruckend. Am Ende sind dann nur noch Ariel, Del Rey und Jetta im Ring. Ariel wirft Sara raus, die das nicht fassen kann und da sie ja Heel spielt, guckt sie böse. Jetta setzt derweil Ariel auf den Ringpfosten und will eine Aktion zeigen, aber plötzlich springt der American Angel heran und reißt die Portuguese Princess vom Pfosten. Damit gewinnt Jetta. Das Ende war einerseits gut, da man so direkt einen weiteren Kampf hat (Del Rey – Ariel), aber gerade bei solchen Geschichten, verwundert es doch immer wieder, das die Ringrichter nicht eingreifen oder Ariel noch mal eine Chance geben, die Battle Royale zu gewinnen. Nun ja. Jetta als Titelanwärterin ist eine interessante Wahl.
Es folgt ein Interview mit Daizee Haze, die verletzt ist und nicht antreten kann.
Portia Perez tritt jetzt gegen Shark Girl an. Hinter Shark Girl verbirgt sich Daffney, das Ganze ist natürlich ein reines Comedygimmick, das darauf ausgelegt ist, das Shark Girl ihre Gegnerinnen beißt (Auch wenn sie eine Maske aufhat und gar nicht beißen kann…). Das war am Anfang ganz lustig, aber meiner Meinung nach, sollte man diesen Charakter nicht laufend in den Ring schicken. Es nützt sich mit der Zeit einfach ab. Das Haigimmick wird auch hier wieder voll ausgelebt, so findet sich Portia in Armlocks und muss glaubhaft darstellen, dass in ihre Hand gebissen wird. Das Match selbst ist reichlich unspektakulär. Shark Girl zeigt einige Aktionen, die aber nicht wirklich sauber ausgeführt werden, wie ein Drop Kick, der nach allem aussieht, nur nicht nach einem Drop Kick. Machen wir es deshalb kurz: Portia Perez holt sich den Sieg, nach einer Art Powerbomb. Das Match lebte von der Comedy und dem Publikum, das wie immer für gute Stimmung sorgte. Ansonsten war es absolut unterdurchschnittlich.
Direkt weiter geht es mit Danyah und Serena Deeb. Beide sind ja Faces und gerade hier hätte ich gedacht, das Deeb Heel turnt, denn sie hätte das Zeug dazu und bei dieser Liga braucht es einfach mehr Heels. Danyah debütierte für SHIMMER ja auch erst in der letzten Show. Das Match startet sehr schnell mit Leglocks, Armdrags und anderen Holds, die nur dazu gedacht sind, den Gegner auf die Matte zu befördern. Trotz des Tempos, ist das Match dominiert von Aufgabegriffen, so findet sich Danyah in einem Abdominal Stretch wieder. Darauf entsteht dann eine ziemliche tolle Sequenz, wo beide Kontrahenden schnelle Aktionen wie Snapmares austeilen die meist auch in einem Pinfallversuch münden. Am Ende versucht Danyah einen Move anzubringen, aber Deeb kann dem entkommen und zeigt dafür einen Spear, der schon recht bösartig aussah. Da Danyah damit fast in zwei Teile geteilt wurde, reicht das natürlich zum Sieg. Das Match war insgesamt sehr schnell und bot einige nette Spots.
Jetzt folgt ein Tag-Team Match. Cat Power (was für ein Name) und Veronika Vice treffen auf Ashley Lane und Neveah. Tag-Teams ohne Name finde ich generell irgendwie öde. Bei SHIMMER haben wir die Minnesota/International Home Wrecking Crew oder The Experience und diese Namen sorgen doch irgendwie dafür dass man die Teams gleich für vollwertiger hält und gerade wenn man schon fast wie eine Creme heißt, sollte man sich Gedanken machen, ob ein Teamname nicht irgendwie besser ist. Auch dieses Match startet mit einigen verdammt schnellen Aktionen, vor allem die beliebten Armdrags werden wieder eingesetzt. Das sieht schon alles recht passabel aus, wobei sich Cat Power unbedingt mal eine anständige Hose zulegen sollte. Ashley Lane und Neveah dominieren diese Anfangsminuten und zeigen, dass sie auch als Team gut zusammen arbeiten. Die haben auf jeden Fall großes Potenzial. Erst nachdem Veronika Vice unerlaubt eingreift, kann Cat Power ein wenig dominanter werden. Sie wechselt Vice ein, die weiter dominiert. Was jetzt folgt, kennt man. Die Heels dominieren und zeigen gutes Teamwork, wenn es darum geht, Ashley Lane zu verprügeln. Das Publikum wird auch langsam lauter und der Referee sorgt dafür, dass die Heels unerlaubt zusammen arbeiten dürfen, während er damit beschäftigt ist Neveah aus dem Ring zu halten. Aber natürlich schafft Ashley Lane das Hot-Tag und Neveah räumt erstmal gekonnt auf. Und nach einer Kombination von STO und Yakuza Kick schaffen die Faces sogar den Sieg. Das Match bot einige nettes Spots und vor allem das Heel-Team war klasse. Das Ende wirkt ein wenig merkwürdig, da alle vier Wrestlerinnen im Ring war und Cat Power den Pinfall wohl locker hätte unterbrechen können. Nun ja, es war aber zumindest recht unterhaltsam.
Lorelei Lee kommt nun zum Ring. Sie war ja einige Zeit nicht mehr dabei, die hat sie scheinbar dazu genützt, ihre Fähigkeiten zu verbessern und ihr lächerliches Cowboy Gimmick abzulegen. Jetzt hat sie zwar immer noch so ein Outfit, kommt aber immerhin zum Song 2 von Blur zum Ring und das rockt. Dummerweise trifft sie auf Amazing Kong. Arme Lorelei, sie muss sich jetzt „Please don’t die“ Rufe aus dem Publikum anhören. Kong wirft Lee auch erstmal in die Ringecke, dann überlegt sich Lee eine neue Strategie, die aber ebenso versagt. Im Prinzip ist das hier nicht mehr als ein Squash. Kong macht Lee platt, die nur wenige Aktionen anbringen kann, die aber wirkungslos verpuffen. Kong dagegen zeigt mal wieder ihre Kraft und wirft Lee rum wie einen Sack. Lee kämpft sich aber dann doch zurück, bis ihr Handspring Elbow nur eine leere Ecke trifft. Und dann ist das Match auch schon zu Ende nachdem Kong ihre Backfist zeigt, diese aber unbeabsichtigt so durchzieht, das Lee tatsächlich KO geht. Aua. Ansonsten war das eben der normale Kong Squash, aber man muss sie eben als Monster aufbauen, alles andere wäre nur unglaubwürdig.
Nicole Matthews trifft auf Nikki Roxx. Roxx ist beim Publikum nicht vergessen und immer noch absolut beliebt, auch wenn sie mittlerweile keine Haare mehr hat und mehr wie Ripley in Alien 3 aussieht. Das Publikum steht aber weiter hinter ihr und zeigt das durch überlaute „Nikki Rocks…Nicole sucks“-Rufe. Roxx dominiert erstmal mit schnellen Elbows, ehe sie in die Knie von Matthews rennt und diese dann mit einem schnellen Takedown nachlegt. Dann legt sie mit illegalen Chokeholds nach. Sie tut ja alles, um als Heel rüberzukommen. Sie zeigt aber auch einige tolle Moves wie den Northern Lights Suplex, der aber nicht zum Sieg führt. Im folgenden versucht sie es mit Chokeholds oder mal einem Backbreaker, aber Nikki gibt so leicht nicht auf, was Matthews immer mehr nervt. Nachdem Nikki einen Suplex in einen Inside Cradle kontern kann, kehrt sie langsam zurück und bearbeitet Nicole mit Tritten und Schlägen. Matthews kommt aber noch mal mit einem Suplex zurück, ehe es eine wilde Schlägerei gibt und Roxx einen Samona Drop zeigt. Aber alles führt noch nicht zum Siege. Beide brawlen ein wenig weiter, Matthews zeigt einen Second Rope Dropkick. Auch das führt noch nicht zum Sieg. Völlig aus dem Nichts zeigt dann Roxx plötzlich einen Kick und den Barbie Crusher zum Sieg. Der Barbie Crusher ist immer noch ein Move, der absolut unglaubwürdig aussieht. Aber gut, Roxx gewinnt, das Publikum ist glücklich und bis zum Finish bekam man ein starkes Match zu sehen.
Jennifer Blake trifft auf Allison Danger, die immer noch ihren Barbarella Anzug anhat und ja seit neuestem zu Scooters Fire rauskommt. Ja, Fire von Scooter, das ist schon gruselig. Aber das muss wohl ein kanadischer Trend sein, die Calgary Flames spielen den Song ja auch regelmäßig. Hat man das überstanden, kommt es zum Kampf. Erstmal gibt es einen langen Lockup und Blake versucht die Oberhand zu gewinnen, in dem sie dabei langsam aufs Top Rope klettert. Danger aber geht einfach einen Schritt zurück und so klatscht ihre Gegnerin mit dem Gesicht voraus auf die Matte. Autsch. Aber Allison Danger ist ja so fair und hilft ihrer Gegnerin auf, was ein wenig merkwürdig wirkt. Face gegen Face hin oder her, es sollte doch eigentlich nur der Sieg zählen. In erster Linie wird jetzt viel Chain-Wrestling geboten, nachdem sich Allison wieder auf in den Kampf machte. Zuvor saß sie recht lang in der Ringecke und hielt sich die Schulter. Blake nutzt das erstmal mit einem langem Armhold und einem Armdrag. Das Geschehen verlagert sich dann nach draußen und Allison muss noch mehr einstecken. Jennifer verlangt dann einen Stuhl und befördert Danger nach einigen Schlägen darauf, sie will ihren Running Dropkick zeigen, aber Danger steht einfach auf und zeigt eine fiese Clotheline. Beide sind zurück im Ring und brawlen, Danger zeigt eine Half Boston Crab. Danach folgen einige weitere nette Moves, vor allem Aufgabegriffe, die aber nicht zum Erfolg führen. Am Ende kann Danger gewinnen, in sie einfach einen Pinversuch Blakes in einen eigenen kontert und gewinnt. Danach hält Danger noch eine Rede, da Blake auch Kanadierin ist, kommentiert Allison das SHIMMER langsam von solchen überrannt wird und das ja alle ganz toll wären. So eine Rede dient natürlich zum Start einer Fehde und so kommen die Canadien Ninjas (Portia Perez und Nicole Matthews) heraus und beleidigen in erster Linie mal Danger. Dadurch, das Portia eher niedlich als heelig wirkt, wo sie neben ihrer Rede auf einem große Keks rumknuspert, ist das Ganze aber eher recht lustig.
Rain trifft auf LuFisto. Das Publikum steht natürlich hinter LuFisto, während Rain ein T-Shirt an hat, das zur Suche nach Lacey aufruft. Lacey war ja recht lange einfach komplett verschwunden, was in erster Linie mit einer Storyline aus Ring of Honor zusammenhing. Rain startet mit einem Headlock. Lufisto kontert aber schnell mit einigen Kicks und Armdrags. Sie dominiert erstmal recht gut. Danach beißen sich beide…Rain beißt Lufisto in den Arm um aus dem Armdrag zu kommen, Lufisto kontert in dem sie Rain in die Hand beißt und das wirkt hier wesentlich glaubwürdiger als bei Shark Girl. LuFisto behält die Oberhand mit einem Northern Lights Suplex und harten Chops die schon beim zusehen wehtun. Rain kann aber noch kontern, zeigt einige Kicks, Elbows und konzentriert sich dann auf den Rücken ihrer Gegnerin. LuFisto hat ja ziemliche Rückenprobleme. Rain zeigt einige schnelle Aktionen und einen Underhook Chokehold. Aber LuFisto kommt mit Schmerzen gut klar, die prallen ab und meist kontert sie dann, so auch hier mit einem Death Valley Driver. Die Top Rope Aktion die sie danach zeigen wollte, kann sie aber nicht durchziehen, da Rain schon wieder da ist und sie einfach runter wirft. Das Publikum ist auch hier wieder klasse, als Rain LuFisto in einen Submissionhold nimmt, ruft das Publikum laufend „Yeaaaaaaah“, was Rain ja immer dann rausbrüllt, wenn sie gerade mal eine tolle Aktion gezeigt hat. Nach dem langen Submissionhold, zeigt Rain eine Art Curb Stomp, der Pin führt aber nicht zum Erfolg. LuFisto kommt danach zurück und es entsteht ein Brawl, den sie natürlich dominiert. Beide rennen dann in die Seile und zeigen eine Double Clotheline. LuFisto legt dann richtig mit Chops und Kicks los. Rain hat dem kaum noch was entgegen zu setzen. Am Ende gewinnt LuFisto dann auch mit einem Burning Hammer. Wow Insgesamt war das ein sehr starkes Match, in dem auch Rain zeigen konnte, dass sie einiges drauf hat. Die wirklich großen Aktionen hatte aber LuFisto, die auch verdient gewonnen hat. Ein insgesamt ganz starkes Match.
Jetzt kommt das Match, das am Ende der Battle Royale schon angedeutet wurde: Die Portuguese Princess Ariel trifft auf American Angel Sara del Rey. Die hat ja nun auch eine neue Musik (Final Countdown passt ja auch nicht wirklich zu einem Heel) und das Publikum stellt gleich mal einen Vergleich mit dem Undertaker dar. Ariel wird schon direkt bei ihrem Entrance attackiert…zum Glück, so muss man nur ganz kurz ihr schreckliches Einzugslied hören. An sich hatte del Rey ja schon immer einen recht heeligen Kampfstil, aber jetzt wirkt sie eben noch wesentlich aggressiver und befördert Ariel direkt in die Ringabsperrung und setzt mit sehr harten Kicks nach. Ariel wird hier total zerstört, muss sogar mit dem Ringpfosten Bekanntschaft schließen und kommt gar nicht zum Zug. Auch als beide dann mal endlich im Ring sind, legt Del Rey weiter nach mit harten Kicks und Schlägen. Aber für den Sieg reicht das alles noch nicht. Ariel kann dann überraschend mit einem Rollup kontern und setzt dann auf Schnelligkeit. Ein Backslide führt auch nicht zum Sieg und immerhin kann sie noch einen Armdrag zeigen, ehe Del Rey einfach mal wieder feste zuschlägt und Ariel in die Ringecke wirft. Im Prinzip ist das hier auch nur ein glorifizierter Squash. Ariel wird verprügelt und kann nur ab und an eine schnelle Aktion wie mal einen Sunset Flip zeigen. Del Rey dominiert mit harten Aktionen und tut alles, um so richtig böse zu wirken. Am Ende gewinnt sie auch, in dem sie Ariel, die vom Top Rope angeflogen kam, auffängt und direkt den Royal Butterfly zeigt. Es war ja von Anfang an klar, dass der American Angel hier gewinnen wird, das Match war recht unterhaltsam, aber doch etwas zu lang.
Mercedes Martinez trifft auf unsere liebste Cheerleaderin Melissa. Melissa ist ja extrem stark und hat in Shimmer in dem gesamten letzten Jahr lediglich einen Kampf verloren. Die beiden zeigen erstmal einige Leg- und Armholds zu Beginn, was scheinbar das Standardrezept für Face vs. Face Kämpfe ist. Einige weitere Submissionaktionen folgen, ehe Martinez einige Tritte anbringt. Melissa kann aber schnell mit einer Clotheline kontern, zeigt einen Bodyslam, gefolgt von einem schnellen Elbow Drop und sie hat dann das Heft in der Hand. Trotzdem besteht der Kampf zum Großteil aus Submissionmanövern und ist nicht die erwartete Hardcoreschlacht. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als sich beide mit harten Chops bearbeiten. Danach geht es wieder zu Submissionmoves. Beide prügeln dann wieder ein wenig rum, Martinez befördert Melissa in die Ecke, der folgenden Aktion kann diese aber entweichen und während Martinez nun benommen in der Ecke hängt, schreit Melissa einmal laut und springt sie mit dem Knie voraus an. Ein Move der bei Melissa immer fies aussieht, ist der Curb Stomp. Sie zieht Martinez an den Armen hoch und tritt ihr dann auf den Hinterkopf, so dass Martinez schon fast durch den Ringboden fliegt. Dann geht es nach draußen und das Match nimmt an Härte zu. Nach einem harten Brawl außerhalb des Rings, geht es zurück. Melissa kann dort einen German Suplex anbringen, der aber scheinbar keine große Wirkung zeigt, sofort ist Mercedes wieder da und zeigt ihrerseits die gleiche Aktion. Danach liegen beide erstmal einige Sekunden am Boden. Als sie wieder zu sich kommen, prügeln sie weiter wild aufeinander ein. Melissa will dann ihren Kudo Driver zeigen, Mercedes kann aber kontern und zeigt einen Brainbuster. Der Pin führt nicht zum Sieg, aber das war eine ganz knappe Sache. Mercedes will mit den Fisherman Buster zeigen, Melissa kontert, schickt ihre Gegnerin in die Ringseile und zeigt einen Samoan Drop. Dann will sie noch mal ihren Kudo Driver zeigen, aber Mercedes kontert wieder, dieses Mal direkt in den Fisherman Suplex, der auch zum Sieg führt. Insgesamt ein ganz tolles Match, das zu Beginn noch etwas lahm durch die ganzen Submissionmoves wirkt, dann aber immer mehr an Tempo und vor allem Härte zunimmt.
Ein weiteres Interview folgt, dieses Mal mit Sara Del Rey, die mächtig böse aus der Wäsche guckt und dann davon faselt, dass nur ihr allein der Titel gehört, da ja nur sie allein diese Liga tragen würde und ohne sie ja alle arbeitslos wären. Man kennt dieses typische Heelgefasel ja.
Es wird Zeit für den Main Event. Jetta trifft also auf MsChif. Jetta liefert erstmal eine Promo, die man kaum versteht. Einerseits weil sie eben aus England kommt und wer versteht schon was die Briten so labern, andererseits ist das Publikum lautstark damit beschäftigt, sie auszubuhen. MsChif schreit Jetta erstmal gekonnt in die Ringecke. Jetta schnappt sich dann den Ringrichter als eine Art Schutzschild. Der Arme. Los geht es mit einem klassischen Test of Strength, wo Jetta erstmal die Oberhand hat, MsChif klappt mal wieder um und man muss sich einfach fragen, wie die das schafft, sich so zu verbiegen. Mit einem lauten Schrei kommt sie aber zurück, der Blick von Jetta dabei ist zu genial. Jetta hat Angst, flüchtet in die Ringecke und wickelt sich schon fast wieder um den Ringrichter. Nach dieser kleinen Einlage geht es dann richtig los und Jetta zeigt erstmal einen Armdrag und scheint MsChif gut unter Kontrolle zu haben. Die kann dann aber kontern, natürlich wieder durch einen lauten Schrei und dann schickt sie Jetta mit einer Clothline aus dem Ring raus und noch halb in die Ringabsperrung. Dort trinkt Jetta erstmal Wasser und argumentiert mit dem Publikum – dummerweise mit dem Rücken zum Ring, aus welchem MsChif mit einem Baseballslide ankommt. MsChif verprügelt Jetta, befördert ihren Arm mehrmals an den Ringpfosten und auch zurück im Ring setzt sie mit einem Armdrag nach. Jetta befindet sich zwar lange in Submissionmoves, findet aber immer noch die Zeit dazu wie wild rumzumeckern. Jetta kann aber kontern und zeigt selbst einige Aufgabegriffe, die dann von MsChif gekontert werden und dann zeigt diese auch noch einen Gutbuster. Es geht dann wieder nach draußen, wo ein Brawl entsteht und Jetta einen Vertical Suplex anbringen kann. Da SHIMMER keine Matten um den Ring hat wie etwa die WWE, wirken diese Aktionen gleich doppelt so hart. MsChif liegt erstmal benommen am Boden, kommt aber noch mal zurück und es geht Richtung Top Rope, wo Jetta noch einen Superplex hinterher zeigt. Aua. Trotzdem, führt der Pin nicht zum Sieg. Während sich Jetta noch darüber aufregt, kommt MsChif zurück und zeigt den Gateway to Annihilation (Das ist mal ein Movename). Aber auch das führt nicht zum Erfolg und MsChifs versuch eines Monkeyflips wird abgeblockt. Jetta versucht dann zweimal unfaire Pins (Beine auf dem Seil, Hose festhalten), beim ersten Mal sieht das der Ringrichter, beim zweiten Mal kommt MsChif auch so raus. Jetta will dann Schluss machen mit dem Stranglehold Lungblower, aber kommt damit nicht durch, denn MsChif kontert einfach und zeigt den Desecrator. Das reicht natürlich zum Sieg.
Dass MsChif gewinnen würde, war ja klar. Dass sie mit Jetta aber ein so tolles Match abliefern würde, ist jedoch überraschend. Jetta hat hier ein Moverepertoire gezeigt, das man so von ihr in SHIMMER noch gar nicht kannte. Insgesamt ein sehr starkes und unterhaltsames Match.
SHIMMER Vol. 19 war insgesamt wieder eine gute Show. Durch die Battle Royale und die Tatsache, dass hier viele neue Fehden gestartet wurden, ist sie auch ein guter Einstiegspunkt für Leute die sich für Frauenwrestling der anständigen Sorte interessieren. Auch vom Aufbau der Card her war das sehr unterhaltsam, denn zum Ende hin wurde es immer stärker.
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