Home arrow Wrestling arrow SHIMMER Vol. 9 10 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
SHIMMER Vol. 9 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
05.10.2007
Die insgesamt fünfte Show von SHIMMER fand am 7.4 statt und ist nun auch endlich auf DVD erscheinen.

Im ersten Match traf Rain von der Minnesota Home Wrecking Crew auf einen Neuling in Form von „The Jezebel“ Eden Black. Mein erster Gedanke bei ihr: „Was ist das denn?“ Die stürmt wirklich wie der Warrior zum Ring.
Nebenbei gesagt: Gegenüber Volume 8 sind deutlich mehr Zuschauer dabei, jetzt macht das Ganze schon einen deutlich anderen Eindruck.
Obwohl Rain Heel ist und auch das Publikum anmotzt, hat sie scheinbar schon viele Fans.
Los geht das Match mit einem klassischen Kräftevergleich der aber nicht klappt, weil Eden Black etwas kleiner als Rain ist, aber doof ist sie nicht und so macht sie schnell einen Einroller. Eden Black gefällt mir jetzt schon, sie ist sehr schnell, agil und kontert geschickt aus Submissionmoves.
Von den Submissionmoves sehen wir eine ganze Menge, das Tempo ist sehr hoch und die beiden wechseln sich oft ab. Nach dem Rain einem der Finisher von Jezebel, genannt Garden of Eden, ein Triangle Hold entkommen kann, flüchtet sie erstmal nach draußen. Den Moment der Unachtsamkeit nutzt Black für einen Top Rope Dive, sehr schmerzhaft wenn man bedenkt, dass bei Shimmer keine Matten um den Ring liegen. Auch wenn Rain danach noch mal die Oberhand haben kann und einige härtere Moves zeigt, gewinnt Rain am Ende doch mit dem Garden of Eden. Sehr geniales Match zum Auftakt, das mit gut 12 Minuten auch schön lang gehalten ist. 8,5/10

Alexa Thatcher trifft sich nun mit Portuguese Princess Ariel im Ring.
Das Match beginnt schon um einiges langsamer als das vorige, dafür gibt es ein paar  härtere Aktionen wie einen Suplex oder einen Bulldog zu sehen. Thatcher dominiert das Match sehr gut, aber so leicht lässt sich Ariel nicht pinnen und dann war das Match plötzlich schneller vorbei als ich hier schreiben kann. Gewonnen hat sie nach einer Aktion, ihr Finisher Dariel. Merkwürdiges Match, zumal ich es nicht verstehe warum Ariel so stark gepusht wird, denn sie ist eigentlich die perfekte Midcardwrestlerin (und hat mit C’est la vie von B*witched einen schrecklichen Entrancesong). Nun ja. 5/10

Tag Team Action ist nun angesagt und The Experience bestehend aus Lexie Fyfe und Malia Hosaka werden schon ausgebuht ehe sie die Halle richtig betreten haben. Sie treffen auf zwei klare Publikumslieblinge, nämlich Allison Danger und die „Definition of Technician“ Cindy Rogers. Man darf ja gespannt sein, wie das weiter geht, die beiden hatten ja bei Volume 8 noch ein kleines Streitgespräch nach dem sich Cindy Roger in ihrem Match alles andere als fair verhalten hat. Allison Danger wurde scheinbar zu Bucketheads Schwester, sie kommt mit einem Umhang und einer Kabukimaske zum Ring.
Das Match selbst kommt erstmal gar nicht so richtig in die Gänge. Einige sehr lahme Submissionholds und wir sehen wieder Klischee Tag-Team vom feinsten, die beiden Heels bearbeiten Danger, Cindy will zur Hilfe kommen wird aber vom Referee zurückgehalten.
Das Match plätschert ein wenig zu langweilig vor sich dahin, das einzige unterhaltsame ist wie immer das Gemotze von Malia, man sieht sie nicht, aber man hört sie deutlicher als das Publikum.  Interessant wird es dann als sie drin ist und Cindy Rogers mit einigen harten Aktionen und Kicks bearbeitet und, weil sie sich mit dem Ringrichter anlegt. Das Match ist irgendwie sehr lang, zu lang für meinen Geschmack da es einfach etwas ziellos ist und langsam dahinplätschert, obwohl man hier 4 tolle und erfahrene Wrestlerinnen im Ring hat.
Was folgte war der unweigerliche Heelturn von Cindy Rogers der nun vollzogen ist, sie verpasst Allison Danger einen Facebuster. Aber selbst dieser Heelturn ist sehr langweilig, sie stürmt einfach in den Ring und verpasst ihr den Move. Man hätte es besser machen können. So gewann The Experience nachdem sie Danger noch den Double-Gordbuster verpasst haben. 3/10
Wesentlich besser als das Match ist die Promo von Allison Danger nach dem Match. Sehr genial, sehr emotional und man darf sich nun auf die Fehde der beiden freuen.

Portia Perez gegen Josie steht jetzt an. Vom Umfang her ist Josie locker das zweifache von Portia, aber wie es immer bei solchen Matches ist, die kleinere nutzt den Geschwindigkeitsvorteil – oder fiese Tricks.
Das Match begann auch etwas langsamer, mit viel Gepose, wurde aber interessant als Portia die Oberhand gewinnt und Josie recht heftig verprügelt, ehe sie wieder kontern konnte und fast einen Pinfall erzielt. Portia scheint auch so langsam zum Heel zu werden, jede Menge unfairer Aktionen und sie motzt das Publikum schon fast so an wie Malia. Am Ende gewann sie dann auch, als sie eine Kette einsetzte, während der Ringrichter abgelenkt war. Ich glaub das war fast das erste Mal, dass ein Foreign Object bei Shimmer eingesetzt wurde. Ein nettes kurzes Match mit der richtigen Gewinnerin aus meiner Sicht (Allein weil sie mit Edge of Seventeen endlich ein tolles Entrancetheme hat) und das Overselling von Josie nach dem Match schon krass übertrieben ist, die liegt da minutenlang halbtot im Ring... 5,5/10

Die meisten Promos bei Shimmer sind ja eher durchschnittlich, meist stehen die Wrestlerin vor einer Wand und reden. Jetzt hat Shimmer mit Rebecca Bayless eine Interviewerin und mit Daffney Unger (Die „Scream Queen“ der WCW) nun auch eine Managerin. Ich seh es schon vor mir, ein Schreiduell zwischen ihr, Malia Hosaka und MsChif ist nur eine Frage der Zeit.

Amber O’Neal tritt gegen Daizee Haze an. Letztere ist wahnsinnig beliebt, was O’Neal so gar nicht gefällt. Nette Interaktion mit dem Publikum bevor das Match dann beginnt.
Das Match beginnt auch wieder recht 08/15, beide tauschen einige Moves aus, vor allem Armbars und andere Holds. Daizee Haze versucht sich an einer Hurancanrana, die sie fast abfuckt, aber zum Glück geht Amber noch mit. Dem Match fehlt das nötige Tempo, die Whips in die Ringecke sehen sehr lahm aus. Amber spielt die Heel Rolle mit illegalen Chokes in der Ringecke gut, aber so richtig kann keine dominieren. Es geht hin und her, immerhin ist das ganze recht unterhaltsam anzusehen auch wenn das Tempo etwas höher sein könnte. Amber  konnte dann der Heart Punch/Yakuza Kick Combo entkommen und mit einem STO fast selbst den Sieg einfahren, aber Daize kam raus und nach einem Cover kann sie ihre Finishing Combo doch noch zeigen und trägt den Sieg davon. Wäre dieser Kampf etwas schneller und dynamischer gewesen, hätte man ein tolles Match gesehen, so war es nur ganz nett. 5/10

Nikki Roxx trifft in ihrem vorletzten Match vor dem Wechsel zur TNA auf Tiana Ringer. Ringer sieht irgendwie immer total angepisst und genervt aus und spielt jetzt Karate Kid, warum auch immer.
Nikki fängt mit einigen schönen Clotheslines und Dropkicks an und legt los als wolle sie nach 3 Minuten Feierabend machen. Hier ist die Interaktion zwischen Publikum und Akteuren wieder sehr stark. Nach einem Nearfall kommt Tiana mit einem Kick zurück. Das Match ist schon um einiges interessanter als die vorherigen, es ist zwar auch nicht so schnell, dafür wirken die Moves recht hart und Tiana legt sich sowohl mit dem Publikum als auch mit dem Referee an. Sie zerstört Roxx geradezu mit harten Tritten und Schlägen. Schon unglaublich das Roxx nach der ganzen Sache und einem fiesen Guillotine Legdrop überhaupt noch aus dem Pin rauskommt. Auch dieses Match endete wieder so blöd. Tiana macht die ganze Arbeit, jede Menge Nearfalls, dann kontert Roxx einen Move, zeigt ihren Barbie Crusher und gewinnt. Mehr glücklich als verdient, aber so muss es wohl auch mal sein. Insgesamt aber ein nettes Match. 6/10

Im letzten Match vor dem Doppel Main Event sehen wir Lacey von der Minnesota Home Wrecking Crew und Serena Deeb. Lacey tut bei ihrem Einzug alles um möglichst unbeliebt zu wirken. Fans hat sie trotzdem, was man ja verstehen kann, ihre überhebliche Art ist schon recht niedlich.
Hier zeigt sich aber auch  wieder eins: Die Matchpaarungen sind nicht wirklich gut. Irgendwie passen die Wrestlerinnen alle nicht so gut zusammen, die Matches wirken recht langsam und konstruiert. Lacey ist vor allem auch eine wirklich reine Tag-Team Wrestlerin, zumindest ist sie da um einiges stärker. Serena Deeb konnte mich persönlich sowieso noch nie wirklich restlos überzeugen, zum Glück darf sie nur am Anfang in der Offensive sein und zeigt zumindest ein paar nette Aktionen, ehe dann Lacey ein Top Rope Manöver kontert und sie mit dem Kopf voraus in das Eckpolster befördert. Lacey bringt einige wirklich fiese Moves, hält z.B. Serena am Arm fest so dass sie nach einer halben Irish Whip auf die Ringmatte kracht. Allerdings fällt auch dieses Match schnell in ein ödes „Abwechselnd darf jede Mal“-Spiel. Irgendwie fehlen hier Matches wo eine Wrestlerin richtig dominant ist und nicht durch Glück gewinnt. Hier war das wieder so. Ein Konter, der Implant DDT und Lacey gewinnt. Das Match war insgesamt mit ungefähr 15 Minuten deutlich zu lang. 4/10

Amazing Kong ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. 1,78 groß, 105 Kilo schwer und eine absolut zerstörerische Kraft. Sie trifft hier nun im ersten von zwei Main Events auf MsChif. Hier klingen die „MsChifs gonna kill you“ Rufe vom Publikum schon fast wie Hohn.
Sie startet aber sehr genial mit schnellen Moves, wie einem Top Rope Takedown, wo Amazing Kong in der Ringecke landet, dann kontert sie zweimal mit einer Headscissor und einem Russien Leg Sweep und nimmt Kong in die Boston Crab. Genialer Beginn. Kong kontert daraus und zeigt fiese Aktion. Wenn sie aus den Ringseilen angewalzt kommt, kriegt man selbst als Zuschauer Angst. Unglaubliche Running Clothesline, bei der MsChif fast in 2 Teile bricht. Nach einem Zwischenstop draußen geht es wieder in den Ring. MsChif wird fast zerstört, kann aber mit einem Sleeperhold kontern. Kong kontert und zeigt ebenfalls einen Sleeper den sie in einen Giant Swing umwandelt. Unglaubliches Match schon jetzt. Harte Aktionen, sehr viel Geschwindigkeit und das geht auch weiter so. Die beiden schenken sich absolut gar nichts. MsChif will ihren Desecrator zeigen wird von Kong aber in den Torture Rack genommen und hier hat er seinen Namen endlich zu Recht (Wenn man an die lahmen Torture Racks von Lex Luder denkt). Kong drückt MsChif so stark zusammen das diese mit ihren Beinen ihren Kopf berührt. Wahnsinnige Aktion, gefolgt von zwei noch krasseren: einer Missile Dropkick von Kong und einem weiteren High Flying Manöver, einem Splash. Das erste Mal, das man „This is Awesome“ Chants bei SHIMMEr hört und das zu Recht. Als Kong draußen ist folgt ihr MsChif mit einem High Cross Body vom Ringpfosten. Die Aktion wird so gleich im Replay gezeigt. Das erste Mal das man bei SHIMMER ein Replay sieht und das auch wieder zu Recht. Man muss hier ja direkt das ganze Match schildern, unglaublich was die beiden da abziehen.  Kong übernimmt wieder die Führung, zeigt fiese Moves aber selbst die Sitout Power Bomb führt nicht zum Sieg. Dafür dann die folgende zweite in die sie noch eine 1080° Drehung einbaut. Amazing Kong siegt in einem unglaublichen MotYC das man gesehen haben muss. 10/10

Der zweite Main Event steht nun an. Cheerleader Melissa gegen den „American Angel“ Sara del Rey. Das Match beginnt schön technisch mit vielen kleinen Aktionen und Konteraktionen. Man merkt ja jeder Zeit das Sara del Ray vom American Dragon Bryan Danielson trainiert wurde, von dem kann man nur Genialität erlernen. Sie zeigt das auch mit einer Armbar wo sie ihr Knie noch einsetzt und den Move dann zu einer Art Deathlock am Arm umwandelt. Melissa wandelt das in einen Pin um und kann dann fast ihren Finisher, den Curbstomp ansetzen. Allerdings kommt Sara wieder raus und sie konzentriert sich total auf einen Arm von Melissa. Allerdings kommt sie dann auch wieder zu einigen Möglichkeiten und das Match geht spannend zwischen beiden hin und her. Bis Melissa nach draußen fällt, Sara will mit einer Senton nachsetzen, trifft aber nur den harten Boden. Endlich wird mal wieder ein schön harter Brawl außerhalb des Rings gebracht. Sara fliegt in die Absperrung, fliegt auf den Boden, unterstützt von diesem angepisst-bösartigen Look von Melissa kann man fast Angst vor ihr kriegen. Zurück im Ring ist Melissa immer noch die bestimmende, während mit Del Rey nicht viel anzufangen ist und sie einige Moves, darunter einen Axe Kick und einen harten Samoa Drop einstecken muss. Nach einem Whip in die Ecke kann sie doch kontern und zeigt einen hübschen Moonsault. Jetzt entwickelt sich wieder ein spannendes, ausgeglichenes Match. Del Ray mit einem Superplex, aber Melissa kommt wieder dran, zeigt ihren Finisher, dem Pin kann Del Rey nur entkommen, da sie nah am Ringseil liegt. Es folgt der Inverted Texas Cloverleaf. Am Ende gewinnt allerdings der American Angel durch den Royal Butterfly, einem darauf folgenden Powerslam und dem Pin. Geniales Match, sehr ausgeglichen, sehr spannend und glatt noch ein MotYC. 10/10

In der Mitte dachte ich schon, das Volume 9 ein absoluter Flop wird. Matches die zu lang und zu langweilig waren. Man merkt das SHIMMER mit Nattie Neidhart eine tolle Wrestlerin verloren hat und das verletzungsbedingte Fehlen von LuFisto und Mercedes Martinez macht sich auch absolut bemerkbar. Neben dem tollen Opener reißen aber die beiden Main Events die ganze Show noch mal raus. Die letzten beiden Matches waren das genialste was man bei SHIMMER bislang zu sehen bekam und allein deshalb ist diese fast 3stündige Show ein absolutes Muss.

Bewertung
7,5/10
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page