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Herb Abrams war wohl einer der bizarrsten Promoter in der Wrestlingwelt. 1990 gründete er die Universal Wrestling Federation, die man nun nicht mit der einige Jahre vorher existierenden Universal Wrestling Federation von Bill Watts verwechseln darf. Sein Ziel war es, das „Golden Age Wrestling“ zurück zu bringen. Er kündigte direkt einen Kampf gegen Vince McMahon und dessen WWF an. Anfangs war das alles auch nicht so schlecht. Die UWF hatte mit der Fury Hour schnell eine Show und viele bekannte Wrestler traten auf. Aber Herb Abrams hatte von Wrestling nicht wirklich Ahnung, seine Bookings und Storylines waren größtenteils richtig schlecht und lächerlich. Auch hat er sich oft bei den Arenen verzettelt, am deutlichsten wurde das beim BlackJack Brawl, der in der MGM Grand Arena stattfand. Diese fasst über 17.000 Zuschauer, zu diesem Event kamen aber gerade mal 500 Menschen. Die meisten Wrestler in der UWF, hatten zwar große Namen, waren aber meist absolut über ihren Zenit hinaus und brachten nicht mehr viel zu Stande. Ebenso schnell wie die UWF kam, verschwand sie auch wieder, denn nach 1994 war die Liga tot, schaffte es in diesen 4 Jahren aber praktisch alle negativen Awards vom Wrestling Observer einzusacken (Worst Promotion of the Year, Worst Television Show, Worst Major Wrestling Show, Worst Television Announcer). Herb Abrams segnete auch bald das Zeitliche. Er starb 1996 in einem Hotel. Er trug eine Windel, war in Babyöl eingeschmiert und verfolgte einige Prostituierte mit einem Baseballschläger, den er kurz zuvor zur Zerstörung des Mobiliars einsetzte. Als die Polizei anrückte und ihn gefangen nahm hatte er urplötzlich einem Herzinfarkt und starb. Das muss wohl am Kokain gelegen haben, denn Abrams war stark davon abhängig, was sich wohl auch direkt in seinem merkwürdigen Booking der Shows widerspiegelt.
Was ich persönlich sehr interessant finde ist, dass die UWF scheinbar ihre größten Erfolge in Deutschland hatte. Anfang bis Mitte der 90er erschienen unzählige Kaufvideos mit Fury Hour Folgen und selbst vor ein paar Jahren tauchten diese Shows hierzulande auf DVD wieder auf.
Beach Brawl war der erste und einzige PPV der UWF. Stattgefunden hat dieser Event am 9. Juni1991 im Manatee Civic Center in Florida. Ungefähr 550 Zuschauer kamen und die PPV-Buyrate war mit 0.10 katastrophal schlecht. Aber das passt zu diesem katastrophalen Event. Schon im Intro wird man mit peinlichen Fehlern überhäuft, als die Wrestler vorgestellt werden. Das Tag-Team The Blackhearts heißt hier The Black Harts, aus dem Team Mask Confusion wurde Mass Confusion und Bob Backlund wurde mal eben in Bob Backland umbenannt.
In einem Dark Match besiegte Boris Zhukov Paul Samson.
Nach 10 Minuten die aus schlechten Interviews rund um den Main Event bestehen, kommt man dann endlich zum ersten Match: Dieses ist ein Tag-Team Kampf zwischen den Blackhearts (mit Luna Vachon) und Fire Cat & Jim Cooper. Hinter Fire Cat verbirgt sich Dean Peters, der in der WWF auch kurzzeitig als Battle Kat auftrat. Die Blackhearts bestehen aus Destruction und Apocalypse. Destruction ist David Heath, der in der WWF als Gangrel recht bekannt wurde. Die Blackhearts kommen mit Deep Purples Perfect Stranger zum Ring, ein Song den man später vor allem mit Shane Douglas in der ECW assoziiert. Nebenbei sei bemerkt, dass die Halle so stark abgedunkelt ist, das man außer dem Ring praktisch nichts sieht. Man darf annehmen dass sich auch hier Abrams mit den Zuschauern verkalkulierte und wahrscheinlich 90% aller Plätze leer sind. Und beim Einzug fucken die Blackhearts erstmal eine kleine Einlage mit Feuer ab…das fängt gut an. Das Match ist genauso schlimm. Die Blackhearts attackieren Cooper, Fire Cat will eingreifen, wird vom Ringrichter aber fast aus dem Ring geprügelt und dann ist Cooper plötzlich wieder da und zeigt einige katastrophal schlecht ausgeführte Moves, wie einen Back Elbow vom 2. Seil der gerade mal so den Gegner trifft. Fire Cat zeigt dann als er im Ring ist einige nette Aktionen wie eine Headscissor, aber außer ihm kann hier scheinbar niemand was. Ich hab ja schon schlechtes Wrestling gesehen, aber das unterbietet alles. Die Blackhearts fallen bei ihren Aktionen aus der Ringecke fast vom Seil, Fire Cat muss sich praktisch selbst in die Ringecke werfen, weil der Irish Whip so schwach ausgeführt wurde, dass man es gar nicht beschreiben kann. Fire Cat fällt nach einem Schlag wie ein Baum um, das muss man gesehen haben. Wirklich unglaublich ist das Ganze, wenn man bedenkt dass einer der beiden Kommentatoren die absolute Wrestlinglegende Bruno Sammartino ist und er das als gutes Wrestling hyped. Dabei kann er es doch so viel besser. Ein Back Suplex wird im Zeitlupentempo ausgeführt und ich könnte jetzt wohl noch weitere absolut misslungene Aktionen aufschreiben. Man hat fast den Eindruck, man sieht hier Wrestlinganfänger bei ihrem ersten Match zu, so schlimm ist das. Battle Cat wird dann verprügelt und ins Seil geworfen wo er mit einem Move kontern kann. Sammartino bezeichnet es als Front-Facelock mit dem er sich fallen ließ, sein Co-Kommentator will uns das als DDT verkaufen, ich sag mal einfach dass es eine zufällig zu Stande gekommene undefinierbare Aktion ist. Battle Cat schafft das „Hot-Tag“ (nicht wirklich Hot, nicht wirklich dramatisch wie man das sonst kennt) Cooper kommt rein und wird verprügelt. Die Blackhearts zeigen ein Top Rope Manöver. Der eine hält Cooper hin und der anderen Blackheart kommt vom Seil. Es sollte ein Top Rope Leg Drop werden, dumm nur, das statt dem Hals der Bauch getroffen wurde, was mal völlig blöd aussah. Zum Sieg reicht es trotzdem und ich sitze schockiert und mit offenem Mund vor dem PC. Das Match war furchtbar, vom Können bis zur Ringpsychologie fehlte es hier an allem und ich bin schon fast gewillt sofort zu einem guten Ring of Honor Event zu flüchten.
Nebenbei gesagt, ist das wirklich nervig wie finster die Halle ist. Die Blackhearts gingen mal kurz aus dem Ring und waren praktisch verschwunden. Zwischen Ring und Publikum gibt es keine Absperrung und das Publikum ist wohl schon eingeschlafen oder tot. So wenig Stimmung hab ich auch noch nie erlebt. Ich bleibe mutig bei dem Event. Luna Vachon grunzt ein Interview und man darf sich lange den leeren Ring ansehen. Klasse.
Terry Gordy trifft auf Johnny Ace in einem Street Fight. An sich könnte das gut werden. Terry Gordy war ein toller Brawler und Mitglied der recht berühmten Fabulous Freebirds. Johnny Ace ist der Bruder von Road Warrior Animal. Ein Street Fight ist im Prinzip ein Hardcorematch ohne Regeln. Los geht’s mit einem Headlock von Ace. Gordy will kontern, schafft das aber nicht und wird von Ace zu Boden gerissen, der immer noch den Headlock hält. Das ist jetzt schon besseres Wrestling als im Match zuvor. Dann prügeln die beiden ein wenig rum, Ace zeigt einen schönen Flying Cross Body. Dann prügeln wieder beide bis Gordy eine Power Bomb zeigen kann, der mittlerweile wohl 43. Pinversuch bringt aber auch nicht den Sieg. Ace kann dann Gordy mit einem Dropkick aus dem Ring befördern und zeigt einen Splash übers Seil. Böser Fehler, denn er landet auf dem kalten Zementboden. Für Matten hatte die UWF wohl kein Geld. Beide Wrestler entfernen sich vom Ring und man sieht wieder nichts mehr. Ich glaub die prügeln sich irgendwo auf einer Treppe oder so. Dann wird die Ringglocke geläutet. Was soll das jetzt? Ein Double Count-Out…Ein Double Count-Out in einem Street Fight? Das ist mal was Neues. Nicht nur Bruno Sammartino wundert sich darüber. Was für ein Bullshit. Die beiden prügeln weiter und mittlerweile ist die Halle etwas heller und man sieht wieder was. Sie prügeln minutenlang sinnlos weiter und dann darf man wieder recht lange auf den leeren Ring blicken.
Tag-Team Action steht wieder auf dem Programm. Die Power Twins kommen zum Ring. Die kennt kein Mensch aber sie haben ein Entrance-Theme was hier scheinbar nur die schlechten Wrestler bekommen. Rock you like a Hurricane von den Scorpions. Warum haben die Power Twins Fliegenklatschen dabei? Masked Confusion oder Mass Confusion oder Masked Confusion kommen zum Ring. Dahinter verbergen sich Brian Blair und Jim Brunzell die zuvor in der WWF als Killer Bees auftraten. Gut, das erklärt die Fliegenklatschen. Warum heißen die nun eigentlich Mask(ed) Confusion, wenn sie nicht mal Masken aufhaben? Hm… Der eine Power Twin beweist seine Stärke indem er Brunzell 2cm weit wegdrückt. Wow. Was passiert denn im Ring? Brian Blair hüpft seinen Gegner an um in einem Bearhug zu landen aus dem er sich befreit in dem er ihm auf die Ohren klatscht, dann kriecht er 2x sinnlos zwischen den Beinen des Power Twins umher und zeigt extrem schlecht aussehende Schläge. Beide Power Twins fliegen aus dem Ring, gucken sich blöd an und umarmen sich, was sie auch schon 2x vor dem Match machten und ja, das sieht absolut homoerotisch aus. Die Killer Bees…tschuldigung, Mask Confusion zeigen ein wenig Wrestling, aber die Power Twins sind so schlecht, dass diese Versuche wieder mal ganz fies aussehen. Brunzel und Blair bearbeiten das Knie des einen Power Twin, ich kann mir gar nicht merken wer, wer ist. Seit Minuten darf man jetzt Tritte und Leglocks betrachten. Langsam wird es ja dezent langweilig. Der Power Twin muss noch einen Bodyslam einstecken, schafft aber dass Tag. Sein Partner kommt rein und auch dieser bekommt jetzt seine Beine bearbeitet. Kommt aber zurück und jetzt sind die Power Twins an der Reihe, von Selling haben diese beiden „Wrestler“ wohl nie was gehört. Grausam. Zumindest kommen jetzt ein paar Aktionen und sogar aufs Seil wird geklettert, aber gutes Wrestling kommt dabei nicht raus. Dieses Trainwreck von Match dauert fast 13 Minuten, von denen 6 Minuten mit Aktionen auf Beine verschwendet werden, eine Minute mit homoerotischen Umarmern, 2 Minuten mit dümmlichem Posieren und der Rest wird mit verzweifelten Wrestlingversuchen aufgefüllt. Wobei es schon erstaunlich ist, dass die Killer Bees/Mask Confusion auch auf ein unglaublich schlechtes Niveau gefallen sind. Die beiden gewinnen dann am Ende aber.
Ein Titelmatch, rund um einen Frauentitel. Rockin’ Robin und Candi Devine. Rockin’ Robin kennt man auch aus der WWF. Beide haben richtig gruselige Einzugsmusik, die so klingt als hätte man sie direkt aus billigen Pornos geklaut. Die beiden legen mit Tempo los und das sieht doch recht passabel aus was sie zeigen. Dummerweise hält die Kamera mit Extrazoom genau dann auf Candi Devine als die einen Dropkick einstecken soll und man sieht extrem deutlich, dass a) der Dropkick gar nicht trifft und b) Candi schon vorher umfällt. Auweia. Ein Front Facelock ist immerhin mal wieder ein wenig Wrestling. Robin zeigt dann einen netten Sunset Flip vom 2. Seil (auch wenn uns Sammartino das als Top-Rope verkaufen will) und Devine zeigt einen Snapmare (Den beide Kommentatoren als „Flyingmare“ bezeichnen…Sammartino hat wohl irgendwie während seiner Zeit bei der UWF sein gesamtes Wrestlingwissen verloren) und dann zeigt sie ein Katapult, das nur leider Robin nicht wie man es macht, in die Ringecke befördert, sie klatscht mit ihrem Gesicht auf den Ringboden und dann gibt’s eine extrem peinlich aussehende Boston Crab, so kann man das gar nicht mal bezeichnen. Devine hebt einfach die Beine von Robin etwas an. Meine Güte. Robin kommt mit ein paar schlappen Chops zurück und zumindest die Flying Clotheline war ganz in Ordnung. Devine kommt zurück und zeigt wieder den Flyingmare (with the Hair…die Kommentatoren fangen jetzt auch noch an zu reimen – Hilfe!) Meine Güte ist das schlecht. Man muss sich nur diese ultraschlappe Clotheline von Rockin’ Robin ansehen. Am Ende gewinnt Rockin’ Robin mit einem Einroller und ihr überrascht-konfuser Blick lässt uns den Glauben das dies so nicht vorgesehen war.
Ein Strap Match folgt jetzt zwischen Colonel DeBeers und Paul Orndorff. DeBeers spielt einen rechtsradikalen Soldaten, ein Heelgimmick das Anfang der 80er recht gut funktionierte. In einem Strap Match sind beide Wrestler über ein Seil oder eine Kette verbunden und könnte diese auch als Waffe einsetzen. Beide Wrestler haben so richtig unglaublich schlechte Entrancethemes. Das von DeBeers klingt wie aus einem miesen Horrorfilm und das von Orndorff wie aus einem schlechten 80er Jahre Actionfilm. Unglaublich. Beide Wrestler kommen zum Ring und prügeln, der Ringrichter wirft das Seil in die Luft(?) und DeBeers fängt es und prügelt auf Orndorff ein. Kann es sein, das Herb Abrams nicht so genau weiß, wie ein Strap Match aussieht und beginnt? Und überhaupt sieht mir das mehr nach einem kurzen Gürtel aus. Meine Güte. Nach einer Anfangsoffensive von DeBeers kommt Orndorff zurück. Wrestling gibt es natürlich keins. Die prügeln und würgen sich einfach mit diesem Gürtel und obwohl der Einsatz davon in diesem Match legal ist, wird Orndorff doch angezählt als er DeBeers würgt. DeBeers zeigt einen Bodyslam, der Gürtel landet unter Orndorff was dazu führt das der Heel verwirrt durch den Ring stapft und das Teil sucht. Dann steigt er auf das Top-Rope und springt in den Gürtel, was ihn direkt umhaut. Orndorff springt auf und zeigt…die Hulk Hogan „ich halt mir die Hand ans Ohr“-Pose. Nach 4 Minuten (die wirken wie 20 Minuten) gewinnt Orndorff durch den Pile Driver. Wow, das war schlecht und es ist schon unglaublich, wie hier jedes Match noch schlechter als das vorherige wird. Danach wird der jubelnde Orndorff von DeBeers noch angegriffen und mit einem Elektroschocker attackiert.
Man versucht krampfhaft Zeit zu füllen und schickt Captain Lou Albano raus, der diesen Event als große Genialität verkaufen will und es werden Replays der vergangenen Kämpfe eingespielt.
Der kalte Krieg war 1991 längst vorbei, aber Ivan Koloff spielt immer noch den Kommunisten mit USSR Aufschrift auf der Jacke und dann schlägt er den Ringboden mit einem Seil. Ja, nimm das du böser Ringboden. Er trifft auf Bob Backlund, der hier aber wieder Backland heißt. Armdrags, Takedowns, hey das beginnt sogar richtig gut. Koloff kommt mit Schlägen und zeigt dann einige Leg Drops auf den Arm von Backlund und dann zeigt er noch eine Short-Arm Scissor. So viel Wrestling ist hier ja schon schockierend und es sieht auch noch gut aus. Backlund aber kommt überraschend zurück, zeigt einen Back Body Drop und rollt dann ein Koloff ein….und gewinnt. Nach 2 Minuten ist das Match schon wieder vorbei. Was soll der Mist denn? Trotzdem, bislang das Match des Abends, denn 2 Minuten gutes Wrestling gab es vorher noch nicht. Mit Replays und Koloffs Gemotze wird wieder Zeit geschunden, die man lieber in das Match gesteckt hätte.
Tag-Team Action die 3. Cactus Jack und Bob Orton treffen auf Wet ’n’ Wild (Was für ein Name), dahinter verbergen sich „Wild Thing“ Steve Ray und Sandy Beach und ja, das ist ein Typ. Cactus Jack und Bob Orton kommen mit dem Bonanza Titellied zum Ring…mir fehlen die Worte. Bei Wet ’n’ Wild erwartet man jetzt Wham oder etwas ähnlich homoerotisches, stattdessen gibt es wieder 80er Jahre Pornomusik. Süß, der eine hat ein Mini-Surfboard dabei und will über den Ringboden surfen, was gründlich misslingt. Irgendein Typ wird in einen Käfig gesperrt und der eingesperrte pfeift kräftig rum. Cactus Jack legt mit Schlägen und Elbows los. Dann geht es nach draußen und Sunny Beach wird von Orton und Jack verprügelt. Jack klettert sogar aufs 2. Seil und zeigt einen Flying Elbow (Sammartino spricht hier wieder vom Top Rope). Zurück im Ring kommt Orton rein und zeigt eine nette Clotheline und legt mit einem Elbow nach. Orton befördert seinen Gegner mit dem Kopf gegen den Kopf von Cactus und zeigt dann einen Suplex. Ordentliches Wrestling, fast schon wieder schockierend. Sunny Beach kann kontern mit irgendeiner merkwürdigen Aktion und schickt Steve Ray rein der die Gegner mit Schlägen bearbeitet. Dann geht der Ringrichter KO und alle 4 prügeln lustig im Ring. Orton will dann ein Forgein Object einsetzen, aber Ray kann ausweichen und so trifft der Cowboy Cactus Jack, der sofort KO geht. Ray befördert Orton per Dropkick aus dem Ring und pinnt Jack, der Ringrichter wird sofort wieder wach und so gewinnen Wet ’n’ Wild nach nicht ganz 5 Minuten. Gutes Wrestling, aber ein sehr kurzes Match. Jack und Orton prügeln sich nach dem Kampf gegenseitig, weil sie jetzt sauer aufeinander sind.
Jetzt folgt nur noch der Main Event und die Show läuft noch gute 25 Minuten. Wird der Titelkampf eine epische Schlacht? Natürlich nicht, man schindet noch mal kräftig Zeit indem man viel labert und Replays zeigt, sowie ein Video rund um den Kampf der zwischen Dr. Death Steve Williams und Bam Bam Bigelow stattfindet. Es geht hierbei auch um die UWF Sportschannel Championship, der Titel heißt aber schlicht Television Title und es ist schon merkwürdig, dass dieser der höchste und wichtigste Titel ist, wo das doch eigentlich sonst immer der World Heavyweight Champion Titel ist. Beide Wrestler haben ganz fürchterliche Entrancethemes, aber das ist man ja schon gewöhnt. Herb Abrams kommt raus und präsentiert den Titel, wird dann aber von Bam Bam aus dem Ring gejagt. Beide brawlen recht gut los. Bam Bam zeigt eine harte Clothline und einen Big Splash in die Ecke. Steve Williams blutet schon aber er zeigt dann eine recht starke Clotheline und Bigelow schlägt fast nen Salto. Der Kommentator geht grad richtig ab und labert was davon, dass Williams ja blutet und das Blut in sein Auge läuft, über sein Gesicht, in seinen Mund und über seinen Körper. In Wirklichkeit ist das eine klitzekleine Wunde und das Blut hat das Auge noch nicht mal erreicht. Bigelow blutet jetzt auch und das schon deutlich mehr. Williams zeigt harte Schläge, aber wirkliches Wrestling gibt es hier nicht. Aber immerhin einen guten Brawl. Bigelow übernimmt dann die Führung und zeigt weiterhin harte Schläge, dann aber auch einen netten Big Splash über das dritte Seil und dann etwas später sogar noch einen gekonnten DDT. Aber der Top Rope Splash reicht nur zum 2-Count. Williams kontert dann wieder und zeigt einen Belly-to-Belly Suplex. Wow, das ist ja noch mehr Wrestling, richtiges Wrestling und auch noch unterhaltsam. Das ich das hier noch erleben darf… Dr. Death ist weiter am Drücker und zeigt dann noch einen Powerslam. Nach einem weiteren Powerslam ist das Match dann auch schon wieder vorbei. Dr. Death Steve Williams gewinnt. Tja, das beste Match des Events, aber dazu hat es nicht viel gebraucht. Dieses Match war insgesamt aber einfach viel zu kurz, es dauerte knapp über 7 Minuten, war damit aber erstaunlicherweise das drittlängste Match. Aber für so einen wichtigen Titelkampf hätte man auch locker die doppelte Zeit einplanen können.
10 Minuten sind sogar noch über die dieser Event dauert. Gefüllt wird diese Zeit mit der Siegesfeier, Replays des Kampfes, eine Promo von Steve Williams, Replays des Kampfes, eine Promo von Steve Williams, Kommentatorengelaber, Replays des Kampfes, Kommentatorengelaber und Standbildern der ganzen Kämpfe. 3x praktisch die gleichen Replays zu bringen ist schon gekonnt.
Ein passabler Main Event kann diesen Event kaum noch retten. UWF Beach Brawl war richtig schlecht. Die ersten paar Matches wegen den schlechten Wrestlern, der Rest aufgrund von miesem Booking. Der Street Fight mit Terry Gordy hätte Potential gehabt, das Backlund – Koloff Match eigentlich auch, aber man hat das in den Sand gesetzt. Der Event ist nicht so grausam wie Blackjack Brawl oder Heroes of Wrestling aber trotzdem weit entfernt von durchschnittlich, unterhaltsam oder gar gut.
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