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Um das Triumvirat des (Wrestling-)Grauens vollends abzudecken folgt nun Blackjack Brawl. Nebst UWF Beach Brawl und Heroes of Wrestling meiner bescheidenen Meinung nach der schlechteste Pro-Wrestling Event aller Zeiten und auch wenn viele Ligen versuchten, abgrundtief miese Shows (WWF King of the Ring 1995, WCW New Blood Rising) auf die Beine zu stellen, ist es schwer, das hier gezeigte zu unterbieten. Über Herb Abrams hab ich schon einiges im Review zu Beach Brawl geschrieben. 1994 war die UWF eigentlich mehr oder weniger tot. Die Sendung Fury Hour wurde 1993 abgesetzt und mittlerweile übernahm Abrams allein das Booking und irgendwie schaffte er es noch einen Vertrag mit SportsChannel America abzuschließen und die MGM Grand Garden Arena zu buchen. So wurde am 23. September 1994 der Blackjack Brawl in dieser Halle abgehalten. Nun muss man wissen, dass diese Halle über 17.000 Zuschauer fasst. Zum Event kamen gerade mal 600 Menschen. Der Event markierte auch das Ende der UWF, denn auch wenn so inoffiziell noch bis zu Abrams Tod 1996 existierte, wurde kein weiterer Event abgehalten. Unglaubliche acht Titelmatches stehen auf dem Programm und man bekommt den Eindruck, dass die UWF für alles und jeden einen Championtitel im Angebot hatte. Carlo Gianelli und der mittlerweile verstorbene Wrestler John Tolos sind die Kommentatoren. Leider wurde nach der Ausstrahlung im US Fernsehen dieser Event nie mehr komplett neu veröffentlicht, weder damals auf VHS noch heute auf DVD. So ist es nur möglich, in dem man sich eben eine Originalaufnahme von 1994 aus dem Netz lädt. Leider gab es vor dem Event einen anderen Liveevent mit Überlänge, weshalb SportsChannel erst mit Verspätung zum Blackjack Brawl schaltete, aber irgendwie passt das zu diesem katastrophalen Event. So springen wir mitten in das erste Match um den Americas Title zwischen Dan Spivey und Johnny Ace, der als Unterstützung noch Missy Hyatt dabei hat. Ungefähr drei Minuten gab es nicht zu sehen und so sehen wir Spivey in einem Headlock eine Grimasse ziehen. Spivey kontert den Move dann mit einem Backdrop und das laute Scheppern des Rings macht nochmal deutlich wie leer die Arena ist und wie leise die paar Zuschauer sind. Nach 3 Zuschauerreihen sieht man nur noch leere Stühle und man hat die Halle nicht ganz so extrem abgedunkelt, wie das noch bei Beach Brawl 1991 der Fall war. Währenddessen will Spivey einen Legdrop zeigen aber sein Kontrahent rollt aus dem Weg. Trotzdem behält er weiter die Oberhand, es werden ein paar Chops ausgetauscht und ein Backbreaker führt zu einem Two-Count. Dann wird Johnny Ace in die Ringecke befördert und sein Gegner marschiert mit ungefähr 0.001 km/h auf ihn zu, während er die Hälfte des Rings durchquert hat, ist Ace schon aus der Ecke gerollt und trotzdem rennt Spivey fröhlich weiter und knallt in die Ringpolster. Das ist so schlecht, das muss man gesehen haben. Ace zeigt dann einen Suplex und eine Flying Clotheline vom Top Rope, zum Sieg reicht das aber nicht, genausowenig wie der Belly to Belly Suplex. Nebenbei ist der Ringrichter wohl der langsamste den ich je gesehen habe. Bis er sich allein auf den Boden geworfen hat um einen Pin zu zählen sind schon 3 Sekunden vergangen. Nach einiger Offensive kann dann Spivey wieder kontern und zeigt einen merkwürdigen Submission Move und einige offensive Attacken und wieder einen Submission Move. Dann wird das Match plötzlich abgeläutet weil Missy Hyatt ein Handtuch in den Ring wirft. Jetzt wird’s richtig konfus. Spivey hat gewonnen und Hyatt ist zu ihm geturnt. Dann stehen Herb Abrams und Blackjack Mulligan im Ring. Abrams beschimpft Spivey und niemand weiß warum und wieso oder was das Ganze werden soll. Das Match kann ich nicht bewerten, da ich es nicht insgesamt sah, aber die 5 Minuten, die man sah waren schlimm, sehr langsames und uninspiriertes Schema-F Wrestling. Der nächste Titelkampf folgt sofort und es geht um die Junior Heavyweight Championship zwischen Jack Armstrong und Mando Guerrero. Nebenbei gesagt ist der Ringsprecher auch eine ganz schreckliche Figur, er nennt jeden Wrestler gleich zweimal und versucht wohl ein wenig Michael Buffer zu spielen. Schlimm. Beide Wrestler entern den Ring und laufen dann Seite an Seite zwischen den Ringseilen rum, bis Guerrero stehen bleibt und seinen Gegner mit einem Dropkick erwischt. Ein sehr bizarrer Beginn. Danach geht Armstrong erstmal aus dem Ring. Guerrero legt dann mit Submissionmoves und einer Headscissor nach. Es geht nach draußen und Armstrong kann hier wild losprügeln. Dann zeigt er einen Bodyslam, wobei er seinen Gegner eher vorsichtig auf den Boden legt als wirft, aber da es keine schützenden Matten gibt, ist das wohl auch besser so. Nach langweiliger Prügelei packt Mando Guerrero plötzlich einen Corkscrew Splash vom zweiten Seil auf den draußen stehenden Armstrong aus. Wow. Während die Kommentatoren ausrasten, ist das Publikum leise und Guerrero schaut irritiert drein und dann posiert er rum. „This Match is sensational“ grunzt der Kommentator raus….nun, nein, das ist es nicht. Armstrong ist zurück im Ring und wird von einigen lächerlich aussehenden Schlägen und Elbows begrüßt, die so schlapp aussehen, dass er sich direkt zum No-Selling entscheidet. Die folgende Sequenz ist so….unglaublich, das ich sie wiedergeben muss: Armstrong wird per Irish Whip in die Ringecke geworfen. Guckt dann blöd und will losrennen, bremst aber ab und wackelt im Schritttempo auf Guerrero zu, der dann einen zeitlupigen Spinebuster zeigt. Wenigstens ein Wrestlingmove, aber verdammt blöd sah es aus. Guerrero setzt mit einem Bauchplatscher aufs Bein (??!!) nach und steigt aufs Top Rope. „Reverse Sommersault“ schreit der Kommentator, aber eigentlich war es ein Moonsault. Armstrong kann sich aus dem Weg rollen und zeigt dann zwei Elbow Drops, die zum Sieg reichen. Der Totenstille die aus dem Publikum kommt, kann man entnehmen, dass es nicht gerade ein spektakuläres Finish war und damit haben sie Recht. Herb Abrams wichtelt mal wieder zum Ring. Er ist nicht froh, das Armstrong Champion ist, aber froh, das er sich verausgabt hat (HA! Grunzt er noch laut hinterher) Macht keinen Sinn und Abrams nervt schon jetzt, weil er völlig vom Kokain zugedröhnt ist und nur Unsinn labert, aber das ist eben die UWF Leute. Armstrong grunzt auch noch rum, wobei er so grunzt (Erinnert an den Ultimate Warrior) das ich nicht wirklich alles verstehe. Zwischen diesen zwei Matches und dem folgenden verging eine längere Pause. Ja, der Event ist so furchtbar, dass ich ihn nur dann durchstehe, wenn ich durch genug Whisky getränkt in passender Laune bin um mir diese Gruselei zu geben. „We have many exciting matches yet to come“ oh bitte, lasst es enden, nicht mehr, nicht mehr! “We will be right back, so don’t go away, from Blackjack Brawl 1” bin ich froh, das es bei dieser 1 blieb aber neun Matches kommen noch... Wow, Sunny Beach, den kenn ich noch von Beach Brawl. Die Musik setzt erst ein, als er schon am Ring ist und das unglaubliche Getröte nervt schon nach wenigen Sekunden. Der Ringsprecher klingt mittlerweile auch so, als würde er während den Matches in ein Whiskyfass tauchen und so schräg sind auch seine Ansagen. Missy Hyatt, die berühmteste Matratze der Wrestlingwelt kommt zum Ring und bringt Dr. Feelgood mit. Ja, ohne Mötley Crüe Musik und ich weiß auch nicht, wer das ist. Keine der mir bekannten Webseiten und Datenbanken kennt Dr. Feelgood abseits von diesem Event. „Let’s get rocking and rolling, Ladies and Gentleman“, hab ich mich schon über den schrecklichen Ringsprecher ausgelassen? Das Outfit von Dr. Feelgood muss man mal gesehen habe: Spandexanzug, ein winzig kleiner Koffer und Clownstiefel. Seine Frisur die aus „abrasierter Voku mit viel Hila“ besteht ist auch grandios fies. Schneller Start mit einem Schoolboy von Beach und Feelgood guckt irritiert. „And our Referee is from Pasadena by the way but not an old lady“, hohoho, witzig. Sunny Beach legt mit weiteren Armdrags nach und ein furchtbar schlecht ausgeführter Back Body Drop folgt, während der Kommentator was von “very agile Athletes” labert. Unglaublich. Dr. Feelgood teilt dann ein paar Schläge aus. „The Crowd getting a little bit into it“ sagt der Kommentator, während man das gelangweilte Publikum sieht. Dr. Feelgood legt nach, aber die Kamera ist grad mehr mit Missy Hyatt beschäftigt. Feelgood will dann auch einen Back Body Drop zeigen, wird von Beach aber in einen Backslide gekontert, auch das wieder sehr, sehr langsam. Danach folgt ein Gut Wrench Suplex, der aber auch nicht zum Sieg folgt. Dr. Feelgood kontert und legt mit einigen unglaublich mies ausgeführten Aktionen nach, darunter ein Side Backbreaker der richtig schön schlecht aussieht. Danach wankt er aus dem Ring und grabscht seinen Arztkoffer und holt ein Fläschchen raus. Auf ein Tuch tropft er eine schwarze Flüssigkeit, hui, jetzt wird’s sicher böse. Feelgood will das Sunny aufs Gesicht drücken, aber der konntert und Feelgood trifft es, der darauf auf den Boden kippt und gepinned wird. Man stellt sich die Frage, wo der Ringrichter während der ganzen Sache war, aber aufgrund der schlechten Kameraperspektiven kann ich diese Frage auch nicht beantworten. Sunny Beach gewinnt in einem Match das weder gut noch spannend war, sondern einschläfernd lahm. Es ist noch nicht vorbei, denn Missy Hyatt stürmt in den Ring, kreischt rum und verpasst dem Gewinner eine Ohrfeige, die er so sellt als hätte ihn eine Bratpfanne erwischt. Das belanglose Intermezzo geht weiter, aber ich springe mal weiter zum nächsten Match, mir ist das zu doof. Mal wieder ein Titelmatch. Es geht um die Southern States Championship zwischen Cowboy Bob Orton und Finland Hellraiser Thor, eigentlich hieß er Finnish Hellraiser Thor, aber was wäre die UWF ohne Schreibfehler? Bob Orton ist natürlich der Vater von dem, derzeit in der WWE recht erfolgreichen Randy Orton und hinter Thor verbirgt sich der ebenfalls aus der WWF bekannte Ludvid Borga, der anfang Januar diesen Jahres gestorben ist. „Ladies and Gentlemen are you ready for more exciting?“ und das Publikum gibt kaum eine Reaktion von sich „More excitement from All-Star Wrestling“ Huh? Sind wir jetzt plötzlich bei einer anderen Liga oder hat der Ringsprecher in der Zwischenzeit noch mehr gesoffen? Es folgt ein langsamer Beginn mit Headlock und Wüfen in die Seile, dann stolpert Orton gegen Thor, wankt zurück, hält sich die Schulter und guckt blöd. Als wäre Thor aus Granit. Nach einem weiteren Lockup legt Thor mit Kneelifts nach und befördert seinen Gegner in die anderen Ringecke, aus dieser kann er aber entkommen und so kracht der Finne selbst in die Eckpolster. Aber Thor kommt zurück mit Schlägen und einem Sidewalk Slam. Aber Orton kommt zurück und setzt mit vielen schlappen Schlägen zu und einem Dropkick der einfach nur mies aussieht. Nach einem Piledriver oder Powerbomb Versucht wird Orton aber über das Seil nach draußen geworfen, fliegt dort auf den neben dem Ring stehenden Biertisch und setzt Herb Abrams außer Gefecht. Hier findet Orton ein Glas Wasser, das er Thor ins Gesicht kippt und dann mit dem Titelgürtel nachsetzt. Der Ringrichter lies das Match schon abläuten, aber die beiden brawlen neben dem Ring weiter. Während Orton nach einer Stuhlattacke blutet, wird verkündet, dass es eine Double Disqualification ist. Der besoffene Ringsprecher fordert das Publikum auf die Wrestler zuzujubeln und Thor Thor Thor zu schreien. Kurz und schmerzlos war dieses „Match“. Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Titelmatch? Jetzt geht es um die Midget World Championship. The Karate Kid trifft auf Little Tokyo der unter anderem auch bei Wrestlemania III auftrat. Der besoffene Ringsprecher labert wieder Mist und die Freakshow kann beginnen. „It’s unreal what Herb Abrams has come up with tonight“, wie Recht der Kommentator doch hat, auch wenn es nicht gerade positiv gemeint ist. Little Tokyo legt mit einem Side Headlock los und danach geht es in die Seile wo sich der Japaner aber einen Armdrag einfängt und das ist das Match: Submissionmove, dann geht’s in die Seile und das ganze von vorne. Bis beide über Kreuz in die Seile rennen. Karate Kid versteckt sich hinter dem Ringrichter, während Little Tokyo weiter wie blöd zwischen den Seilen hin- und herrennt und dann seinen Gegner sucht. Meine Güte ist das DUMM. Danach geht’s mit einigen Submissionmoves weiter, bis Karate Kid einen Powerslam zum Two Count bringt. Little Tokyo kontert dann mit ein paar Schlägen, findet sich aber schnell in einem Full Nelson wieder, dann zeigt Karate Kid zwei Headscissors, die dritte geht aber daneben. Tokyo will seinen Gegner in die Ringecke werfen, es kommt aber zum Reversal, Karate Kid rennt auf seinen Gegner zu, fängt sich aber einen Schlag ein und fällt um. Tokyo macht den Pin und gewinnt. Nach einem Schlag? Was für ein mieses Ende. Das kurze Match hatte zumindest aber ein paar Wrestlingmoves. Wie immer stolpern nun Black Jack Mulligan und Herb Abrams in den Ring um zu labern. Danach gibt es noch eine gekonnt eingegrunzte Promo von Sid Vicious/Justice. Hey, ein Titelmatch mal wieder. Jetzt sind die Frauen dran. Women‘s World Championship zwischen Tina Moretti und Candy Divine. Tina Moretti kennt man wohl in erster Linie durch ihre WWF Zeit, als sie unter dem Namen Ivory auftrat. Candy Divine war recht erfolgreich und mehrfach Champion der AWA und USWA. Der besoffene Ringsprecher kündigt sie aber als „Candy Devian“ an und das obwohl er alles von verknüllten Zetteln abliest. Eigentlich kann man hier was erwarten, aber was nun folgt ist mal wieder….beide haben wohl scheinbar nicht viel Lust. Divine zeigt einige schnelle Aktionen, ehe Moretti mit einem Dropkick kontern kann. Leider ist diese Aktion völlig misslungen, da Divine schon umkippt, ehe der kleinste Kontakt zu sehen ist. Divine rollt erstmal aus dem Ring, Moretti kommt dazu und ein Brawl entsteht. Beide befördern sich auf die Ringmatte, dann zeigt Divine einen Bodyslam und feiert sich schon als Siegerin. Zurück im Ring gibt Divine weiter den Takt an und zeigt erstmal einen Armhold. Ihre Gegnerin kann aber kontern und setzt nun den gleichen Griff an, ehe es wieder einen Konter gibt und Divine eine Headscissor am Boden ansetzt. Sie setzt dann weiter mit Schlägen und einigen undefinierbaren Aktionen. Danach wird ein bisschen am Boden rumgerollt, bis Divine eine Art Bodyslam zeigt, den Pin versucht und damit sogar gewinnt. Furchtbar. Dr. Death Steve Williams gibt nun eine Promo. Auch ihn kennt man natürlich aus der WWF, ECW und diversen anderen Ligen. Leider ist auch er mittlerweile nach langer Krebskrankheit gestorben. Jetzt gibt es zur Abwechslung mal ein Tag-Team Match. Ehrensache, dass es hierbei auch um den Tag-Team Championtitel geht. Masked Confusion sind die Killer Bees (Brian Blair und Jim Brunzell) und sie treffen auf die New Powers of Pain. Der aus der WWF bekannte Warlord und Power Warrior. Leider nicht der echte Power Warrior (das ist Kensuke Sasaki) sondern ein mir unbekannter Typ dem die Haare ausfallen. Es geht los mit Lockups und Power Warrior beweist seine Stärke. Dann darf der Warlord rein, der Brunzell in einen Bearhug festklammert. Brunzell kann sich aber befreien und der Warlord taggt lieber wieder Power Warrior ein, der in der Folge von den Killer Bees aber schwer bearbeitet wird. Plötzlich ist er gar nicht mehr stark und Brunzell und Blair bearbeiten seine Beine mit verschiedenen Aktionen wie Knee Drops, Tritten und einer Art Ankle Lock. Leider passiert nicht mehr, es ist recht öde. Irgendwann nach einigen Minuten wird Blair in die Seile befördert, Warlord zieht das obere runter und die Killerbiene kracht auf den Ringboden. Dort ist der Warlord zur Stelle und befördert ihn mit dem Rücken gegen den Ringpfosten und danach wirft er seinen Gegner gegen einen Tisch. Im Ring zurück legen die Powers of Pain auch direkt nach. Obwohl die Beine von Power Warrior minutenlang attackiert wurden, denkt dieser gar nicht ans Selling und ist wieder topfit. Der Warlord darf nun weitermachen, mit Schlägen und Bodyslams, bearbeitet er Blair hart. Die beiden Wrestler wechseln sich nun ab. Power Warrior setzt einen Bearhug an, aus dem sich Blair aber befreien kann. Dann ist wieder der bemalte Kriegsherr an der Reihe. Ein Bodyslam und dann steigt er aufs zweite Ringseil (Der Kommentator sagt, das es „15 Feet High in the Air“ wäre, ein knapper Meter triffts da aber schon eher) Diesen dämlichen Spot, der nun folgt, kennen wir alle: der Gegner liegt auf dem Ringboden und der Angreifer springt vom Pfosten und zeigt einen Double Axe Handle, was keinen Sinn macht. Der Warlord landet, wie alle die diesen Spot zeigen, mit dem Gesicht im Stiefel des Gegners. Davon ist er so benommen, das er durch den Ring wankt. Warlord macht dass Tag und natürlich schafft Blair das Hot-Tag. Schema F Tag-Team Wrestling ist das hier. Brunzell legt los wie die Feuerwehr mit Monkey Flip, Kicks und einem Drop Kick. Dann folgt ein schöner Tag-Team Move: Brunzell schnappt sich den Power Warrior und zeigt das Catapult, während Blair dann vom Top Rope mit einer Flying Clotheline angeflogen kommt. Sehr schön war das. Blair zeigt den Pin, der Warlord stürmt an, trifft mit dem Elbow Drop aber nur seinen Partner. Jetzt wird’s konfus: Der Ringrichter will für Ordnung sorgen, aber das Chaos ist zu groß. Am Ende fliegt er aus dem Ring und plötzlich taucht ein Wrestler auf, der fast so aussieht wie der Power Warrior. Die beiden tauschen sich aus, ohne dass es die Killer Bees mitbekommen. Der neue Power Warrior ist natürlich fit und kann Blair direkt in einen Full Nelson nehmen. Der Warlord steigt aufs zweite Seil und was dann passiert weiß ich nicht. Die Regie hat entschieden, dass man lieber zeigt, wie Brunzell dem Ringrichter in den Ring hilft. Ich vermute mal, das der Warlord wieder eine Double Axe zeigte, die wieder daneben ging, er seinen Partner traf und dies dafür sorgte, das er ins Land der Träume geschickt wurde. Denn es folgt der Pin und die Killer Bees haben gewonnen. Das Match war ein durchschnittliches, typisches Tag-Team Match mit wenigen netten Aktionen, einem Austausch von Wrestlern der nicht weiter erklärt wird und einem Finish, das wir nie zu sehen bekommen. Bravo, UWF! Superfly Jimmy Snuka gibt eine Promo. Er trifft nun in einem Lumberjack Match, in dem es ausnahmsweise um keinen Titel geht auf Cactus Jack, auch bekannt als Mick Foley, Mankind oder Dude Love. Andere Wrestler stehen um den Ring. Das ist natürlich, um zu sorgen dass beide Wrestler im Ring bleiben und es nicht zu einem Countout kommt. Los geht es mit einigen Side Headlocks und einem Shoulder Block den Snuka ansetzt. Nach einem weiteren Lock Up trifft Cactus Snuka mit dem Knie und der entscheidet sich einige Schritte rückwärts zu gehen und theatralisch aus dem Ring zu kugeln. Da sind die Lumberjacks die nicht attackieren, sondern den unbeschuhten Superflieger einfach zurück in den Ring werfen. Headbutts von Jack, die bei Snuka natürlich keine Wirkung zeigen (Wir erinnern uns alle noch an die Szene als Roddy Piper einst Snuka eine Kokosnuss über den Schädel zog). Snuka selbst zeigt einen Headbutt, der Cactus aus dem Ring befördert. Zurück im Ring kann Jack aber eine Clotheline anbringen und nun fliegt Snuka wieder raus. Direkt auf die Biertische, die vom Kommentator liebevoll als „Broadcast Area“ bezeichnet wird. Süß. Die Lumberjacks und Cactus attackieren nun Snuka. „Oh my gosh this shouldn’t happen in america“ kreischt der Kommentator. Brawl weiter draußen, selbst die Lumberjacks attackieren sich nun gegenseitig. Dann beruhigt sich plötzlich alles und es geht im Ring weiter. Cactus mit einem Sleeperhold, aus dem sich Snuka befreien kann. Es geht in die Ringseile (in der Mitte des Rings) und Snuka rennt in einen Shoulder Block und rennt einfach mehr in die Ecke um sich wieder mal theatralisch über das dritte Seil zu befördern. Große Comedy, nein, eigentlich ist es nur noch lächerlich und peinlich. Mick Foley kickt dann die Lumberjacks weg, zieht aber seinen Gegner wieder in den Ring um in dann direkt wieder auf der anderen Seite rauszuwerfen. Jack springt hinterher, beide werden von den Lumberjacks umzingelt. Danach brawlen alle wieder. Die Lumberjacks brawlen untereinander und Snuka und Cactus gehen die leeren Tribünenränge hoch und bearbeiten sich dort. Es folgt eine Double Disqualification und das Ende eines sehr bizarren Matches. Herb Abrams in Großaufnahme erschreckt mich und er schreit sich die Seele aus dem zugekoksten Leib um den Main Event anzukünden (Gott sei Dank ist es gleich vorbei) Dr. Death Steve Williams also gegen „Malicious“ Sid Vicious um den World Heavyweight Champion Titel. Sid Vicious kommt mit dem Song Sirius vom Alan Parsons Project zum Ring. Ja, das Entrance Theme von Ricky „The Dragon“ Steamboat. Steve Williams hat dagegen I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That)von Meat Loaf. Beides passt so absolut nicht zu den jeweiligen Wrestlern (In Japan hatte Dr. Death I Love it Loud von KISS, das schon eher passte). Los geht es mit einem Headlock von Sid und einem Irish Whip, beide prallen von einer ab. Dr. Death wirft sich nochmal ins Seil, fängt sich aber einen Big Boot ein. Danach wechseln sich beide mit Waistlocks ab, aber generell gibt es viel Stalling. Lockup wieder und ein Headlock Takedown von Williams. Vicious kommt aber raus und zeigt einfach mal einen Chokeslam. Während Dr. Death am Boden liegt, äfft Vicious Hulk Hogans „Hand ans Ohr“ Geschichte nach. Danach attackiert er wohl wieder seinen Kontrahenten, aber die Kamera zeigt nun lieber das Publikum. Wieder zurück wirft Vicious seinen Gegner in die Ringecke und dominiert mit einigen Schlägen und einem harten Whip in die andere Ringecke. Kicks, Bodyslam, Powerslams und andere Aktionen folgen. Es ist der typische Beatdown, den der Face einstecken muss. Man kennt das von praktisch jedem Hulk Hogan Kampf. Danach kommt aber Dr. Death mit einigen Schlägen zurück, Vicious stolpert, fliegt aufs Maul und Dr. Death nutzt das zu einem Pin, der aber nur bis zwei geht. Der folgenden Top Rope Aktion kann Sid aber ausweichen. Sid geht nun aufs Top Rope (und jeder der WCW Sin 2001 gesehen hat, weiß das dies eine schlechte Idee von Sid ist), aber Dr. Death kommt wieder zurück, bringt einige Schläge an und zeigt dann einen Suplex vom Top Rope. Dann zeigt er noch eine schöne Sitdown Powerbomb mit Pin und der Ringrichter zählt bis drei als gerade Dan Spivey in den Ring stürzt und Dr. Death attackiert. Die beiden prügeln Steve Williams zusammen. Währenddessen wird verkündet, dass Steve Williams Siege durch Disqualifikation sei – obwohl der Three Count ganz normal durchgezogen wurde und erst danach der Eingriff von Spivey stattfand. Aber das ist eben die UWF, hier hat man wieder mal einiges upgefuckt. Das Match war insgesamt zwar auch unspektakulär, aber ganz klar das Beste von diesem Event, es lief eben auch etwas zu sehr nach dem Standardschema ab. Danach folgen noch einige Promos, man kündigt ein Rematch zwischen Dr. Death und Sid Vicious als Steel Cage Match an, wie wir aber alle wissen, ist die UWF zum Glück vorher untergegangen. Es ist schon unglaublich: UWF Black Jack Brawl dauert insgesamt keine 2 Stunden, ist aber so unerträglich, dass man den Eindruck hat, er habe die doppelte Länge. Ich konnte mir das Ganze nicht mal an einem Stück ansehen, etwas, was ich selbst bei WCW New Blood Rising noch geschafft habe. Das ganze ist einfach nur unglaublich, angefangen vom schlechtem Booking mit stupiden Matchenden, zu schwachem Wrestling, stupiden Promos und einem völlig minderbemitteltem Ringsprecher der genauso nervt wie die beiden Kommentatoren, die das hier als besten Wrestlingevent aller Zeiten verkaufen wollten und eigentlich nur nervten. Wer sich diesen Event freiwillig ansehen will, sei nun vorgewarnt, er ist so schlecht wie sein mieser Ruf!
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