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WCW Halloween Havoc 1995 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.12.2010

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Einmal im Jahr wird es gruselig, dann ist Halloween. Zumindest von 1989 bis 2000 wurde es gleich zweimal im Jahr gruselig, denn passend zu diesem „Feiertag“ veranstaltete die WCW einen PPV und der war meist nicht wegen irgendwelcher Kulissen oder Verkleidungen gruselig. Havoc Nr. 7 fand am 29. Oktober 1995 in der Joe Louis Arena in Detroit, Michigan statt, wie auch schon im Vorjahr und abermals kann man die Halle gerade mal über die Hälfte füllen mit 13.000 Zuschauern.
Tony Shiavone und Bobby Heenan sind die Kommentatoren und nach einem Intro, das mehr trashig als episch ist und mit furchtbar billiger CGI Grafik (erinnert an diese 90er Fernsehserien wie Transformers Beast Wars) erstellt wurde. Hätte man doch lieber wieder Shiavone in ein Gummikostüm gepackt und kleine Kinder gegruselt wie anno 1993.

Als Highlight gibt es bei dem Event noch einen Monster Truck Kampf zwischen Hogan und Giant auf dem Hallendach und so sieht man die zwei nun erstmal ein bisschen rumfahren. Natürlich sind die nicht auf der Joe Louis Arena rumgefahren. Das ganze wurde bereits einen Tag vorher auf dem Dach der Cobo Hall aufgenommen.

Eine Rückblende zu Saturday Night gibt es. Johnny B. Badd hatte hier die Chance auf den US Titel gegen Sting, aber er tauchte nicht auf, es stellte sich heraus dass er eine Reifenpanne hatte. Wie sich zeigte, waren DDP und Maxx Muscle dafür verantwortlich. Beide haben im Jahr 1995 rumgefehedet, DDP hat immer noch den „Baddblaster“, das Konfettiabfeuerding von Badd.
Was uns zum ersten Match bringt und da geht es im Match zwischen Diamond Dallas Page und Johnny B. Badd auch um den US Champion Titel.
Badd kommt zum Ring, so scheint es zumindest, DDP pöbelt diesen an, während der echte Johnny durch die Zuschauerreihen kommt und den Champion von hinten attackiert und mit Schlägen und High Knees bearbeitet um ihn dann mit einer Clotheline über das Top Rope zu senden. Außerhalb des Rings wird es zum Handicap Match aber Badd kann sich gegen DDP und dessen Gehilfen Maxx Muscle zur Wehr setzen. Es geht sogar über die Absperrung ins Publikum, Page fliegt gegen und danach wieder überselige, während sich sein Kontrahent einen Eimer schnappt, der Titelträger kriegt diesen aufgesetzt und fliegt dann gegen den Ringpfosten. Im Ring folgt ein Hip Toss, Drop Toe Hold und ein laaaanger Wristlock. DDP kann sich befreien, landet aber in einem weiteren Hip Toss. Two Count. Badd mit einem Drop Kick. DDP kann ihn dann aber gegen das Ringpolster befördern und legt mit Schlägen und Tritten los denen er den Pancake folgen lässt. Reverse Chinlock, der lange hält sich bis Johnny befreien kann und einen Backslide zum Two Count ansetzt. Nach kurzem Two-Count Zwischenspiel beider, ist DDP wieder beim Chinlock. Maxx Muscle lenkt den Ringrichter ab und DDP setzt sein Wristtape zum würgen ein, dann geht es wieder zum Chinlock. Wie das so ist: Der Arm fällt zweimal, beim dritten mal nicht. Badd kommt zurück, Suplex, viele Schläge, Inverted Atomic Drop und eine Hurancanrana und ein Double Axe Handle vom Top Rope. Aber nur ein Two-Count, weil B. Badd zu lang wartete. Sitout Powerbomb, aber wieder nur bis 2. DDP kontert dann mit seinem Diamond Clash (Belly to Back Inverted Face Slam). Aber nur Two Count. Badd kommt wieder zurück, wirft DDP raus, er und Muscle ducken sich dann, weil dieser Anlauf nimmt, aber erst dann, als sie denken es ist vorbei, springt er mit einem Flip über das Seil auf beide. Er rollt DDP rein, Slingshot Plancha zum Two Count. Muscle lenkt ihn ab und hält ihn fest. DDP rennt los, Badd duckt sich und DDP kann noch abbremsen, sein Gegner nutzt die Gelegenheit zum Drop Kick und einen Roll up zum Two Count. Badd und Muscle zoffen sich dann und wieder wollen die Heels Gelegenheit nutzen, DDP hält Badd fest, Muscle mit dem Double Axe, trifft aber DDP damit und Badd kann ihn zum Sieg einrollen.
Mit über 17 Minuten war das einfach viel zu lang, vor allem für einen Opener, ansonsten eigentlich ein gutes Match vor allem zum Ende hin. 5 Minuten weniger und das wäre richtig gut gewesen.

Rey Mysterios Musik erklingt, heraus kommt aber Zodiac. WCW war schon große Klasse im recyclen von Musik und wo man denkt „Hey, Mysterio, ein tolles Match“ kommt Brutus The Barber/Zodiac/Booty Man/Man with no name/Disciple/Clipmaster/Butcher Beefacke („From the Land of Yin and Yang“ wow das ist sogar noch kreativer als Parts Unknown!) raus und man weiß sofort, es kann nur schlimm werden. Sein Gegner ist Randy „Macho Man“ Savage. Hogan, Hogan, was hast du nur mit der WCW gemacht.
Savage grabscht Zodiac, prügelt dessen Kopf gegen das Ringpolster, schlägt ihn, chocked ihn mit dem Seil, während ein Fan in den Ring stürmt (Das WCW Publikum war immer so schön wild und die Security so schön nutzlos) und die beiden prügeln rund um den Ring. „Listen to the Ovation for Macho Man Randy Savage“….sorry Bobby, aber das Publikum grölt weil der in den Ring gerannte Fan grad von der Security verprügelt wird.
Zodiac befördert Savage gegen den Ringpfosten, dann in den Ring, wo er eine Top Rope Aktion (von BEEFCAKE? Holy Shit!) zeigen will, aber der Splash geht daneben. Savage steht dann einfach auf, zeigt seinen Top Rope Elbow Drop und gewinnt. Den Schwachsinn hätte man sich schenken können und nur den verrückten Fan und die Security zeigen sollen.

Backstage freut sich Johnny B.Badd über seinen Titelsieg

Ein Rückblick auf den Clash of the Champions #31 zeigt uns wie Kurasawa dort Hawk am Arm schwer verletzte. Klar, das es zu einem Kampf der beiden kommen muss und das folgt auch jetzt.  Hawk ist natürlich der Hawk des Tag-Teams Road Warriors/Legion of Doom und hinter Kurosawa steckt Manabu Nakanishi, ein erfolgreicher japanischer Ringer (Olympiateilnehmer) und Wrestler. Zur Verstärkung hat er noch Colonel Rob Parker dabei.
Hawk legt direkt los mit Schlägen, einem Shoulder Block, einem Neckbreaker und einem Fist Drop zum zweimaligen Two Count. Hawk setzt weiter mit Chops und Tritten zu ehe er einen grunzigen Schrei los lässt. Uuuuh what a Rush könnte man fast sagen. Hawk schickt seinen Gegner in die Ringecke und will einen Shoulderblock zeigen, aber Kurosawa weicht aus. Hawk sellt das nicht und zeigt einen Gutwrench Suplex und eine Powerbomb. Dann aber legt er sich mit Parker an was seinem Gegner die Chance bietet ein paar Schläge und nen Bodyslam anzubringen, der Top Rope Elbow aber geht daneben. Hawk kommt zurück, schickt seinen Gegner mit einer Clotheline über das zweite Seil und attackiert vom Ringrand noch Parker mit einer Flying Clotheline, wird dann aber vom Japaner gegen den Ringpfosten geschickt. Der zeigt dann einen Suplex, einen Samoan Drop und gewinnt das Match. Überraschend, unerwartetes, schnelles Ende, auch wenn Kurosawa die Beine auf dem Seil hat, wirkt das etwas arg plötzlich. 3 ½ Minuten hat das ganze gedauert, nicht wirklich der Rede wert. 

Randy Savage grunzt irgendwas in Mean Genes Mikrofon. Hat jemals jemand verstanden, was der Macho Man so von sich gibt?

Das nächste Match steht unter dem Motto „ECW“. Denn der maskierte Wrestler der zum Ring stürmt und Mr. JL heißt ist Jerry Lynn und sein Gegner ist Sabu, der 1995 aus der ECW rausgeworfen wurde, der WWF zu gefährlich war und so bei WCW landete. Beide wurden später in der ECW richtig große Stars.
Beide prügeln los, Lynn dann mit einem Enzuigiri der Sabu aus dem Ring schickt. Baseball Slide hinterher aber Sabu kann Lynn dann in die Absperrung werfen und will einen Asai Moonsault zeigen, der auch voll ins Schwarze trifft, leider nicht nur bei Lynn sondern auch Sabus Manager The Sheik. Sabu war eben die ultimative Botch-Machine.
Lynn nutzt die Verwirrung und attackiert Sabu und zeigt dann einen Top Rope Splash auf Sabu der sich noch außerhalb des Rings befand. Zurück im Ring will Sabu einen Moonsault zeigen, der geht aber daneben und er hält sich das Knie (Er verletzt nicht nur andere sondern auch sich selbst). Jerry Lynn zeigt ihm dann wie man es richtig macht zum Two Count. Auch die Sitout Powerbomb reicht nur zum Two-Count. Lynn rennt dann in die Ringecke wo Sabu vorher stand aber ausweichte der direkt eine Sention über das Seil zeigt, Lynn springt wieder auf und zeigt einen Top Rope German Suplex der sehr unsauber ist und nur zum Two Count reicht. Sabu zeigt dann einen Sunset Flip vom Top Rope zum Two Count. Das Match ist ein reines Spotfest ohne Ringpsychologie, Matchaufbau, Selling oder sonst was. Der typische ECW Stil, der damals aber noch völlig neu und im Mainstreamwrestling absolut ungesehen war. Sabu will aufs Top Rope klettern, Lynn springt aufs dritte Seil und kickt ihn mit einem Dropkick runter, aber Sabu kommt mit einem Slingshot Moonsault zurück und das reicht zum Sieg. Ein furchtbares Spotfest aus heutiger Sicht.  Und weil schon alles so sinnlos ist, flambiert The Sheik Lynn noch mit einem kleinen Feuerball. Ein Wunder das der Säbel, den der Sheik rumschwingt nicht eingesetzt wurde.

Jetzt wird es lustig. Das Jahr 1995 in der WCW war dominiert von dem überdämlichen Dungeon of Doom, ein Stable voller Gruselkabinettfiguren angeführt vom Taskmaster Kevin Sullivan und  The Master, der hier in einem Video auch gerade rumgrunzt. Die Videos waren meist absolut trashig produziert, den größten Lacher gab es in einem Video wo Hulk Hogan durch eine Höhle wandert, seine Hand in Wasser hält und „Aaah, it’s not hot“ von sich gibt. Hier jetzt grunzt The Master irgendwas vom Mond und den Sternen und der Milchstrasse, während Kevin Sullivan versucht böse zu gucken. 

Lex Luger kommt zum Ring. Zu der Zeit stand die Frage im Raum, wer noch alles zum Dungeon of Doom gehört und es wurde vermutet, dass es Lex sein könnte. So wie einige Monate später vermutet, das Lex zu den Outsiders gehört und eigentlich wurde immer vermutet, das Lex böse ist. Er trift auf Meng/Haku. Besiegt Luger ihn, hat er später noch ein Match gegen Savage. Go Meng, Go!
Luger legt mit Schlägen los und prügelt Mengs Kopf unzählige Male gegen das Ringpolster und es zeigt leichte Wirkung (Meng ist doch Samoaner? Ist es für die nicht Gesetz, Aktionen gegen den Kopf nicht zu sellen? Hm…), mehr Schläge und ein Tritt zwischen die Beine folgen (was Meng nicht sellt. Balls of Steel oder wie darf man sich das vorstellen?), das Catapult folgt und generell hat Luger die Sache unter Kontrolle und zieht seinen Gegner über das Seil (Meng grunzt merkwürdig). Die Kamera hält dann auf Kevin Sullivan der am Ring steht und gähnt, nicht mal die Kameraleute wollen sich das Match ansehen. Während sich beide beharken, fragt Heenan ob Meng Teil des Dungeon of Dooms ist, weil Sullivan am Ring ist und dann meint, das doch Luger Teil des Dungeons sein soll und das ganze keinen Sinn macht. Armer Bobby, aber das ist eben die WCW und was hat da jemals Sinn gemacht?
Inzwischen flog Meng über das dritte Seil, dann fliegt er mit dem Kopf und dann mit der Schulter gegen den Ringpfosten, Luger dann noch mit seinem Slingshot Armbreaker, er verhält sich zumindest wie ein Heel. Meng kommt zurück, zeigt 3 Schläge und einen Biss in 2 Minuten, dann kontert Luger mit Schlägen, seinen Suplex kann Meng aber in einen Splash zum Two-Count kontern. Meng setzt mit einigen Aktionen nun zu, darunter ein Shoulder Breaker (Nein Tony, das war kein Shoulderblock), Pile Driver, viele Schläge, Chinlock und Suplex, alles führt nicht zum Sieg. Luger fliegt dann raus und redet mit dem Taskmaster Sullivan. Zurück im Ring wird er weiter von Meng attackiert, bis er den Spieß umdrehen und auch ein paar Schläge anbringen kann. Nach einem Suplex und einem erfolglosen Pin versucht er es mit Clothelines, noch mehr Clothelines, einem Powerslam und einem Grunzer. Meng liegt am Boden, packt ein Foreign Object aus, attackiert damit Luger und pinnt ihn. Der Taskmaster springt rein, kickt Luger an die Schulter, wodurch der Pin unterbrochen wird und dadurch gewinnt Luger.
Äh….das macht keinen Sinn, da Sullivan den Pin unterbrochen hat, sollte der gepinnte disqualifiziert werden…nun ja, das ist die WCW. Match war viel zu lang und recht langweilig.

Nächstes Match: Ric Flair hat Sting angebettelt mit ihm ein Tag-Team zu bilden um gegen den bösen Arn Anderson und den bösen Flying Brian Pillman zu kämpfen. Sting akzeptierte und vor der Show wird Flair verprügelt und so ist es zweifelhaft, das Flair kämpfen kann. Sting kommt so allein raus und es sieht nach Handicap Match aus. Den Ausgang könnt ihr euch alle denken, stimmt‘s?
Arn legt los mit einem Headlock into a Hammerlock was Sting in einen eigenen kontern kann, so das Anderson erstmal in die Seile flüchtet. Sting dann in einem Full Nelson, trotzdem kann er Pillman vom Apron kicken und schafft es den Move umzukehren. Wie? Keine Ahnung, die Kamera war grad auf Pillman. Beide Wrestler sind erstmal draußen. „We want Flair“ rufen die Fans.
Jetzt kommt der Spot, wo Arn Sting in einem Armlock hat und mehrfach zu Boden wirft, dieser aber immer sofort in einer flüssigen Bewegung hochspringt. Arns verdutzter Blick ist Gold wert, sein Whip geht daneben und nach einem Kick fängt er sich einen Facecrusher ein, Pillman rennt rein und kriegt auch eine aufs Maul, beide flüchten nach draußen. Pillman nun im Ring, aber seine Ohrfeige bringt nichts, so dass er raus flüchtet. Sting folgt ihm und Arn lauert dort (Ein Plan den beide vorher ausgemacht haben), fängt sich aber eine Clotheline ein und Pillman auch. Zurück im Ring, streckt Pillman im die Hand entgegen. Er denkt wohl, das der Stinger dumm ist, ist er aber nicht, er packt ihn und zeigt einen Gorilla Press Slam nach einem Kick. Flying krabbelt zu Arn und wechselt diesen ein, so richtig Lust hat der aber nicht. Beide hecken erstmal wieder einen Plan aus. Es sieht auch gut aus, der Enforcer kann mit Double Axe Handles zusetzen und will dann einen Piledriver zeigen, aber Sting kann das in ein Catapult umkehren und der Plan der Heels scheitert wieder, denn Arn fliegt in die Ringecke, wo Pillman auf dem Top-Rope steht und nun auf selbiges kracht. Aua. Pillman wird dann noch mit einem Scop Slam auf die Ringabsperrung geworfen und Sting boxt auf Anderson ein. Pillman steht wieder auf dem Apron und hängt halb über dem Seil, Arn wirft Sting auf selbigen, eine Taktik die Anderson schon früher einsetzte um Gegner zu schwächen. Es sieht zumindest sehr lustig aus. Die Halle tobt, denn Flair stürmt an und rennt durch den Ring, haut den Ringrichter wird, dann aber von diesem zurückgehalten und in die Ecke gestellt. Alles wieder geregelt und es geht weiter, Sting mit Schlägen und Chops, landet in einem furchtbar schlechten Drop Toe Hold von Pillman der Arn einwechselt, der sofort mit einem Chinlock weiter zusetzt. „We want Flair“, selbiger tanzt am Ringrand rum, zieht sich dann seinen Schuh aus und prügelt auf Arn ein, wird dann aber wieder vom Ringrichter zurückgezerrt. Arn wechselt Pillman ein, dessen Top Rope Aktion aber daneben geht, Sting ist trotzdem schwer angeschlagen. Die Heels bearbeiten Sting nun wo es geht, der natürlich nicht dazu kommt, Flair einzuwechseln. Die Stimmung wird immer besser, weil die Fans Flair in Aktion sehen wollen. Sting hätte es fast geschafft, aber Flair steht nicht mehr am Apron weil er Pillman um den Ring jagt und so findet er sich in einem Abdominal Stretch. Pillman kommt rein mit Schlägen und einer Single Leg Boston Crab, dann wieder Anderson der einen Camel Cluth einsetzt, dann wieder Pillman. Heenan lässt tatsächlich mal einen witzigen Spruch über Sting ab:  „Help me Flair, help me, they’re kicking the paint of me“. Man kann die folgenden Minuten damit zusammenfassen, das die Heels ganz gekonnt Sting mit Tritten und Aufgabegriffen bearbeiten, das alles aber natürlich nicht zum Sieg reicht. Immer wieder kann Sting zwar kurz eine Aktion anbringen, aber er schafft es nicht, Flair einzuwechseln. Das gelingt dann natürlich. Das Publikum rastet aus, Flair rennt ins Seil und…attackiert Sting. Alle drei prügeln ihn zusammen, er versucht sich immer wieder zu befreien, aber hat natürlich keine Chance. 
Nach einiger Zeit und einigem Müll im Ring, verlassen die drei selbigen und Okerlund steht schon da und fragt was das soll. Flair lässt mal wieder eine seiner legendären Ansprachen los und verkündet, das die Four Horsemen wieder da wären, alles nur ein Plan war und Sting dumm ist. Wooooo!
Sting ist tatsächlich dumm, denn von den Horsemen wurde er schon mal in den 80ern verarscht. Das vierte Mitglied wurde einige Zeit später dann Chris Benoit.
Tolles Match, das mit einem gelungenen Aufbau und einer guten Handlung überzeugte. Sting sellte fabelhaft und Flairs Heelturn war natürlich großartig. Super!

Jetzt kommen wir zur Monster Truck Show. Hogan und Giant der dem Dungeon of Doom angehört, fehdeten 1995 herum, was dazu führte, das man die „Darkside of Hulk Hogan“ sah. Er rasierte sich den Bart ab, zog schwarze Klamotten an und wurde zu Hollywood Hogan…natürlich nicht, aber er sah praktisch genauso aus, er war immer noch Face und immer noch Hogan, nur in schwarz und böse oder so. Während einer Zwischensequenz wo Hogan und Jimmy Hart einem Fan ein Motorrad überreichte, kam der Giant an und überfuhr selbiges mit einem Monster Truck. Anstatt die Sache wie echte Männer im Ring zu regeln, lies sich Hogan auch einen Truck basteln, von niemand anderem als Bob Chandler, Erfinder des wohl berühmtesten Monster Trucks Bigfoot. Jaja, Eric Bischoff hat damals mit Turners Millionen nur so um sich geworfen.
Monster Trucks waren zur damaligen Zeit wieder richtig populär und es war die Zeit als es eine Monster Truck Show im Fernsehen gab, wo sich die Fahrer passend zu ihren Trucks verkleideten und Promos wie beim Wrestling von sich gaben. Ich kann mich noch erinnern, dass der Fahrer von Grave Digger aussah wie Skeletor von He-Man.
Nachdem viel Zeit geschindet wird, stehen die beiden Trucks auf der Cobo-Hall. Sie sind miteinander verschweißt und werden ein Sumo-Match austragen, man muss den gegnerischen Truck aus einem großen gelben Kreis schieben. Nach einiger Zeit gelingt das Hogan, was Giant wütend macht. Er springt aus seinem Truck, attackiert Hogan und beide prügeln wild rum bis der Giant gekonnt vom Dach fliegt. Hogan ruft nach Hilfe, alle tun schockiert (Bob Chandler meint „That wasn’t supposed to happen“, ach ne? Und dabei ist es doch ganz normal, das 2,20 Meter Riesen nach Monster Truck Sumokämpfen vom Hallendach fliegen…), nur der Fan weiß, das dies eine trashige Storyline ist. In der Folge shootet Heenan dann noch gegen Hogan, das es alles seine Schuld wäre usw. Man kennt das ja.

Während die Kamera über die Friedhofskulisse zum Entrance schwenkt, sieht man die Beschriftungen der Grabsteine: Rip, Farewell….nicht sehr kreativ, bis ich einen mit dem Namen Crockett erblicke, Jim Crockett war der ursprüngliche Besitzer der Liga ehe sie zur WCW wurde. Ein kleiner Shoot scheinbar.
Lex Luger kämpft jetzt gegen den Macho Man Randy Savage.
Luger will Savage die Hand reichen, der kickt ihn aber und bearbeitet ihn mit Schlägen bis Lex mit einer Clotheline zurück kommt und grunzt. Jimmy Hart kommt zum Ring, während Luger weiter den Macho Man bearbeitet und dabei laut rumgrunzt. Warum grunzt er so viel? Das ist ja furchtbar. Es ist schon erstaunlich, dass er ein Match ohne Wrestlingaktionen bestreiten kann, denn außer Schläge, Tritte und Double Axe Handles kommt gar nichts. Außerhalb des Rings kommt Savage wieder zurück und wirft Luger mehrfach mit dem Kopf voraus gegen die Absperrung. Zurück im Ring will er eine Top-Rope Aktion (Ist euch aufgefallen, das Savage IMMER erstmal seine Arme hochstreckt?) zeigen, fängt sich beim Sprung aber einen Schlag ein und Luger legt nach, dann will er Savage pinnen (mit den Beinen auf den Seilen? Macht keinen Sinn) aber der Ringrichter hält grad nen Smalltalk mit Jimmy Hart. Savage kann dann einen Whip kontern und so fliegt Luger gegen Jimmy Hart (Der Ringrichter weicht blitzschnell aus, hat er Augen hinten am Kopf?) und fällt auf die Matte. Savage mit seinem Top Rope Elbow und dem Pin zum Sieg folgen.
Ein kurzes, belangloses Match mit merkwürdigem Ende.

Main Event Time. Wir wissen immer noch nicht, was mit dem Giant ist. Hogan kommt in seinem Hollywood Outfit, das noch nicht ganz Hollywood ist, zum Ring (Buffer fuckt mal wieder alles ab „The King of Hulkmania“, das ist fast so schlimm wie Bret „Hitman“ Clark) und erklärt nochmal, was passiert ist als plötzlich die Musik vom Dungeon ertönt und der Giant zum Ring marschiert als sei nichts gewesen. Hogans völlig schockierter Blick ist Gold wert. Er flieht erstmal und bevor es losgeht, zerreißt er sein Shirt und zieht sein Bandana runter, wodurch man sieht, dass er die gleiche Bemalung wie Kevin Sullivan auf der Stirn hat. Mindgamemania is running wild, brother. Nebenbei geht es hier natürlich auch noch um Hogans World Champion Titel.
Hogan versucht es mit unzähligen Schlägen, auf die der Giant kaum reagiert. Dann der Ansatz zum Bodyslam, beim ersten Mal klappt das ja bekanntlich nie, so auch hier nicht. Giant fegt den Hulkster mit einem Schlag um. Minutenlang prügelt der Giant mit Schlägen, Tritten, Elbows und Chops auf Hogan ein, grunzt dabei auch ein paar Mal, während sich Brian Heenan schon fast einen drauf abwichst, wie geil doch der Giant ist und das Hogan so platt gemacht wird. „This man is like Frankenstein“ sagt Heenan, aber er meint wohl eher Frankensteins Monster und nicht Frankenstein, ein Fehler, den zu viele Menschen machen. Knucklelock oder wie auch immer der Aufgabegriff wird angesetzt, Hogan kann sich aber hochkämpfen und während das Publikum jubelt, fängt er sich einen Kick ein und fällt wieder auf den Boden. Giant mit einem Scoop Slam und der Leg Drop geht daneben. Hogan dreht jetzt auf, Schläge, Giants Kopf fliegt auf 2 Ringpolster, die 10 Schläge in der Ringecke und anschließend beißt Hogan ihn, dann noch 3 Backscratches, ein Whip in die Ringecke mit folgender Clotheline. Hogan packt hier sein gesamtes US Wrestlingarsenal aus! Hogan mit einer Clotheline, aber der Giant steht noch. Eine zweite, aber auch die bringt nichts. Erst mit der dritten schafft es Hogan seinen Gegner direkt noch über das dritte Seil zu befördern. Giant und der Taskmaster wollen nun gehen, werden aber von Hogan aufgehalten und Hogan prügelt weiter auf ihn ein. Giant kann dann aber kontern und zeigt einen Backbreaker. Der Bearhug folgt. Hogan kann sich befreien, landet aber nach einem Bodyslam direkt wieder in diesem Move. Zweimal fällt der Arm, beim dritten Mal aber wedelt Hogan energisch mit dem Finger. Er kann sich befreien, acht Schläge folgen, aber dann will er eine Clotheline zeigen, stattdessen landet er im Chokeslam. Pin, aber Hogan kommt bei 2 raus, schüttelt mit dem Kopf. Hulk-Up Time. Mehrere Schläge, zwei Clothelines und dann endlich der Bodyslam. Heenan beweist das er nicht rechnen kann „I saw this 12 years ago“, nope, junge, Wrestlemania 3 war 1987, das waren 8 Jahre! Der Pin folgt, aber plötzlich ist der Ringrichter KO. Hogan guckt blöd, Jimmy Hart guckt unschuldig, beide im Ring helfen dem Ringrichter hoch aber plötzlich attackiert Hart Hogan mit dem Champion Gürtel.  Hogan grabscht ihn, aber der Giant ist zur Stelle und nimmt ihn in den Bearhug, während Jimmy um beide rumhüpft.
Lex Luger und Randy Savage kommen zum Ring, letzterer wird von Hart attackiert und dann von Luger kleingetreten und dann kommt auch noch der Yeti (oder wie Shiavone sagt „Yeh-taaay), die WCW hat scheinbar noch nie einen Yeti gesehen, denn das, was da zum Ring kommt, sieht mehr wie eine Mumie aus.  Der stellt sich hinter Hogan, legt seine Arme auf den Giant und schüttelt sich. Will er Hogan von hinten nehmen oder was soll der Scheiß? Dann nimmt Luger Hogan in dass Torture Rack, danach kommt auch Savage in diesen Move. Derweil wird verkündet das der Giant Sieger durch DQ ist (Weil Hart zu Hogan gehört), der Titel bei DQ aber nicht wechselt.
Bei Nitro am Montag danach wurde dann erklärt, das Jimmy Hart den Matchvertrag ohne Wissens Hogan dahin änderte, das der Titel bei einer Disqualifikation auch wechselt, so das der Giant tatsächlich Champion wurde.
Das Match war ein typisches Hogan Match mit typischem WCW Ende, aber doch einigermaßen  unterhaltsam.

Was bleibt abschließend zu sagen? Der WCW Halloween Havoc 1995 war wrestlerisch sicher keine tolle Veranstaltung. Wobei das Tag-Team Match zwischen Arn Anderson & Brian Pillman gegen Sting & Ric Flair das Highlight war. Trotzdem muss man sagen, das es eine verdammt unterhaltsame Show ist, wenn man was für Trash über hat. Die ganze Monster Truck Sache, das Hogan-Giant Match und das Dungeon of Doom Video, sind einfach sehenswert, weil sie so dämlich sind. Das meiste Booking war auch recht logisch und wurde gut weitergeführt wie bei DDP gegen Johnny B. Badd. Dafür sollte man aber die Nitros die vor und direkt nach dem PPV stattfanden gesehen haben.

Bewertung
6/10
 
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