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Heute probier ich mal was Neues: Ein Review zum Royal Rumble, ich habe noch keine Ahnung wie ich dieses chaotische Match zu Papier bringen soll, aber mit der Kraft von ausreichend Whiskey sollte es klappt. Der Royal Rumble 1994 fand am 22. Januar im Providence Civic Center in Providence, Rhode Island for 14.500 Zuschauern statt. Als Kommentatoren dienen Vince “Whatamaneuver” McMahon und der Million Dollar Man Ted DiBiase. Begeben wir uns direkt zum ersten Match, denn Tatanka rennt stürmisch zum Ring. Eigentlich sollte er auf Ludvig Borga treffen, Borga war der erste, der Tatanka besiegen konnte, wenn auch unfair und so gab es eine Fehde. Kurz vorm Rumble, zog sich Borga allerdings eine Verletzung (gebrochener Knöchel) zu und konnte so nicht antreten. Es bedeutet auch das Ende von Borga in der WWF, der gar nicht mehr auftauchte (Danach war er von 1995 bis 1997 in der österreichisch/deutschen Wrestlingliga CWA unterwegs ehe er seine Karriere beendet) Stattdessen stapft nun Bam Bam Bigelow zusammen mit Luna Vachon zum Ring, der hat auch mit Tatanka rumgefehdet, also macht das ganze Sinn. Das traurigste bei diesen alten Wrestlingevents ist immer der Moment, wenn man realisiert, das die Wrestler nicht mehr leben. Ludvig Borga beging im Januar 2010 Selbstmord, Bam Bam Bigelow starb 2007 und Luna Vachon starb ebenfalls 2010) Bam Bam stürmt auf den Indianer zu, der aber aus Weg geht, so das Bigelow im Ringpolster landet und danach gibt es einen Brawl mit einem Standing Drop Kick von Bam Bam, die gleiche Aktion zeigt auch Tatanka danach um den riesigen Klops zu fällen und setzt zur Armbar an. Bam Bam befreit sich, befördert seinen Gegner in die Seile, aber das geht nach hinten los, denn er fängt sich einen DDT ein. Statt zu pinnen gibt es einen Top Rop Cross Body, der aber daneben geht. In der Folge ist nun Bigelow damit beschäftigt den Tomahawkwerfer mit Schlägen und Tritten zu bearbeiten, auch Befreiungsversuche wie einen Sunset Flip kann er mühelos kontern. Zeit für den Bearhug! Der nimmt viel Zeit in Anspruch bis Tatanka zu zittern beginnt, ja, auch die New Generation der WWF kam nicht ohne Hogan’s Hulk Up aus, so kann er sich befreien, fängt sich aber einige Shoulderblocks ein. Bigelow wird damit aber etwas übermütig, so dass der dritte Shoulderblockversuch in einem Powerslam endet. Danach ist aber Bigelow mit ein paar Schlägen zurück, bis sich Tatanka denkt „Scheiß auf’s Selling“ und durch den Ring tänzelt. Normalerweise ist er während der rumhopserei unbesiegbar. Aber wer rechnet schon damit, das Bam Bam einen Enzuigiri auspackt? Der sitzt perfekt. Was zu standing ovations und viel Jubel der Fans führt. Vielleicht hätte man Bam Bam mal Face turnen sollen? Das „Beast from the East“ klettert aufs Top Rope aber sein Moonsault (echt unglaublich was er trotz seines Gewichts drauf hatte) geht daneben. Tatanka springt hoch, geht aufs Top Rope, erwischt seinen Gegner mit einem Cross Body und gewinnt so doch überraschend. Bam Bam zeigte ein paar nette Aktionen, Tatanka spulte sein Standardprogramm ab und das Ende war absolut dämlich. Schade, da war mehr drin, am Ende war es nur ein durchschnittliches Match, das mit 8 Minuten aber nicht zu lang war. Die Fehde zwischen den beiden wurde danach nicht mehr verfolgt, im Sommer wurden sie beide sogar Teil von Ted DiBiases Million Dollar Corporation. Aus Zwei mach Vier, denn jetzt ist Tag-Team Action angesagt. Die Quebecers (Jaques und Pierre) (mit Johnny Polo, das aus dem später Raven wurde, ist schon erstaunlich) verteidigen ihre Titel gegen Bret und Owen Hart. Zwischen den beiden Brüdern gab es in den vorherigen Wochen Ärger, bei der Survivor Series 1993 wurde schon angedeutet das sich was anbahnt, aber obwohl dort Bret für die Elimierung seines Bruders schuld trug, rauften sich beide zusammen und bildeten ein Tag-Team. Man war natürlich gespannt, ob sie jetzt auch die Titel erringen konnten. Was mir noch auffällt: Bret hatte damals dieses merkwürdige Tanktop mit den weißen Flecken. Schimmel oder Tauben? Es sah sehr merkwürdig aus. Das zweite was mir auffällt ist ein „Yokozuna RIP“ Poster unter den Zuschauern. Yokozuna und Owen sind zwei weitere Wrestler die viel zu früh starben. Pierre und Bret schieben sich zum Start etwas rum, bis der spätere Pirat einen Bodyslam anbringt. Das rumgerenne danach hätte er sich aber sparen sollen, er landet nur im Knie vom Hitman. Owen kommt mit einem Top Rop Double Axe rein und kann seine Geschwindigkeit ausspielen, auch der Shoulderblock von seinem Gegner zeigt wenig Wirkung und so kann er nach einem schönen Hip Topp direkt einen 2 Count erreichen. Owen mit einem Armhold, aber Pierre kann sich befreien und seinen Partner einwechseln, der sich erstmal über Owen lustig macht. Er legt mit Schlägen nach und will einen Back Bodydrop zeigen, Owen bremst aber ab und zeigt stattdessen einen Suplex. Ein Drop Kick hinterher sorgt dafür, das Jaques zu seinem Partner krabbelt und Schutz sucht. Wie süß. Pierre fängt Owens Bein auf, aber das führt zum Enzuigiri (auch schön, aber nicht Bam Bam Bigelow-spektakulär) und ein weiterer 2 Count folgt. Bret wird eingewechselt, auch sein Pinversuch nach dem Top Rope Elbow führt nicht zum Sieg. Small Package für 2, Sunset Flip für 2, Rollup für 2 da hat dann Pierre genug von Brets Pinversuchen, stürmt in den Ring und verpasst ihm eine Clotheline. Danke! Jetzt sind alle vier im Ring, die Quebecers prügeln auf ihre Landsleute ein, der Whipversuch geht aber daneben, Owen mit einer Art Spear und dem Pin für 2 (der Ringrichter zählt obwohl er nicht der legale Mann war) . Die Titelträger rollen sich erstmal aus dem Ring, weiter geht es dann mit Bret, der Jaques zusetzt, dann darf Owen ran, seine Flying Clotheline führt zum 2 Count. Die Nearfalls häufen sich, Owen hat noch einen, dann wechselt er Bret ein, der sich aber einen Powerslam einfängt und jetzt durften auch die Champions einen Pinversuch machen. Jetzt sind die Heels auch am Drücker und setzen jeden miesen Trick ein. Jaques lenkt den Ringrichter ab, währenddessen würgt Pierre Bret mit dem Tagseil, weitere Chockings und Tritte folgen. „Bret Hart with a tremendous maneuver“ will uns Vince erzählen, was passierte war mal wieder dieser dämliche Spot: Bret liegt am Boden, Pierre kommt vom Top Rope mit einem Double Ax (was keinen Sinn macht bei einem liegenden Gegner) und landet natürlich im ausgefahrenen Bein. Das Tag klappt und Owen legt voller Energie und Drop Kicks los, mit Back Body Drop, Belly to Belly Suplex und Spinning Wheel Kick fertigt er direkt beide Gegner ab. Dann der Ansatz zum Sharpshooter. Pierre will Owen attackieren, Bret ist zur Rettung da und während der sich dann mit dem Ringrichter streitet kann Pierre seinen Partner aus dem Finishing move befreien. Warum lassen sich Ringrichter immer so leicht ablenken oder diskutieren lieber als ihren Job zu machen? Sein verwirrter Blick, als er sieht das beide Wrestler am Boden liegen ist jedenfalls brillant. Owen wird jetzt wieder von den Heels bearbeitet die viele Double Team Aktionen auspacken, bis sich Owen mit einem Double Dropkick befreien kann. Gleiches Spiel wie vorhin: das Tag, Bret darf jetzt beide Quebecers bearbeiten. Viele Schläge und Brets Standardmanöver #1 (Russian Leg Sweep) folgen. Standardmanöver #2 (Side Backbreaker) gibt es für Pierre. Teilt Bret jetzt seine „5 Moves of Doom“ auf beide auf? Pierre fliegt nach einem Atomic Drop aus dem Ring, Owen hält Pierre fest, Bret will eine Aktion zeigen, springt aber zwischen den Seilen durch (Johnny Polo hielt das oberste hoch, es sah trotzdem dämlich aus wie gezielt da Bret durchhüpft) Bret hat jetzt eine Knieverletzung, was die Heels ausnutzen und außerhalb des Rings die Verletzung bearbeiten. Selbst der Golfschläger des Managers der beiden wird eingesetzt. Owen will helfen wird aber immer davon gejagt, bis es ihm doch gelingt, Bret in den Ring zu schieben. Dort geht das Spiel der Heels weiter, die nun ganz gezielt Aufgabegriffe wie die Boston Crab einsetzen. Owen versucht immer zu helfen, was zur Ablenkung des Ringrichters und weiterer unfairer Aktionen führt. Ted DiBiase lacht sich schier schlapp (Was natürlich genial klingt, niemand hatte so eine dreckige Lache) „This is great“. Eine Teamaktion vom Top Rope geht dann aber daneben. Anstatt nun seinen Bruder einzuwechseln, versucht der verletzte Bret den Sharpshooter an Pierre anzusetzen. Wegen der Knieverletzung klappt das nicht und so rollt Bret durch den Ring. Die Ringglocke läutet, Vince ist so verwirrt wie der Zuschauer. Es wird verkündet, dass der Ringrichter das Match abbrechen lässt, da Bret mit der Verletzung nicht mehr weiter machen kann. Sieger und weiter Champions sind die Quebecers nach knapp 17 Minuten. Die boten größtenteils ein großartiges Match, es gab einige kleinere Upfucks aber insgesamt war das schon toll. Bis auf das ultradämliche Ende, das einfach dumm wirkt. Völlig zu recht ist Owen mächtig sauer und schimpft und motzt rum, als Bret so halbweg aufsteht, kickt Owen ihm das Bein weg. Wer kann es ihm verübeln? Warum Owen als Heel aus dieser Sache rausgeht, wenn genau wie bei der Series es wieder Bret war der einen groben Fehler beging, weiß ich nicht. Was folgte war natürlich die großartige Fehde zwischen beiden. Während Bret auf einer Bahre davongefahren wird, gibt es eine Promo von Owen. Die Harts waren nie für gutes Micwork bekannt und so ist das ganze eher etwas lachhaft. Für Phrasen wie „and that’s why i kicked your leg out of your leg“ und „that’s why I kicked the leg from under his leg” wurde Owen in späteren Jahren noch oft verhöhnt. Jetzt geht es um den Intercontinental Champion Titel, den Razor Ramon gegen IRS verteidigen muss. Beide begannen zu fehden, als IRS die Goldketten von Ramon klaute, der reagierte darauf genauso wie wohl Mr. T in dem Fall reagieren würde. Gleichzeitig stritt sich Ramon mit Shawn Michaels darum, wer der echte IC Champion ist. Beide hatten Titel. Für dieses Match sind jetzt Jim Ross und Gorilla Monsoon die Kommentatoren. IRS kriegt den Zahnstocher ins Gesicht, denkt dann, eine Ohrfeige ist die passende Antwort, was dazu führt das Ramon direkt wild auf ihn einprügelt. Beide brawlen rum bis Ramon einen Side Headlock anbringt, ein Shoulderblock folgt. IRS kann leider keinen Enzuigiri zeigen (selbst Hogan kann das..) und so fängt er sich einen Atomic Drop ein, nachdem Razor das Bein auffing. Clotheline hinterher zum 2 Count. Danach macht er aber einen Fehler den IRS ausnutzt. Ramon fliegt in hohem Bogen über das dritte Seil. Der Steuerfachmann geht hinterher und attackiert weiter, bei einer Clotheline verfehlt Ramon mit dem Kopf die Ringtreppe nur um Zentimeter, das hätte böse ausgehen können. Zurück im Ring legt IRS mit einem Bodyslam nach und geht aufs Top Rope. Wieder der Double Axe Spot der so blöd ist, IRS ist aber schlauer, er lässt sich von Ramon nicht treffen, stattdessen weicht er dem aus und zeigt einen Elbow Drop. 2 Count und der Heel macht mit einem Reverse Chinlock weiter und ein Leg Drop folgt in den „extremely lower abdomen“. Warum fürchten sich Wrestlingkommentatoren davor, Geschlechtsteile beim Namen zu nennen? Man weiß es nicht. Ramon kann zwar einen Elbow anbringen, aber IRS lässt sich davon nicht beeindrucken und nach einem Snapmare und einem Leg Drop gibt es mal wieder einen 2 Count. Nach knapp 2 Minuten im Reverse Chinlock, kann sich Ramon daraus befreien. Ein Schlag, der Fallaway Slam, 2 Count. IRS kann einen Whip kontern, Reversal, Ramon prallt auf den Ringrichter der sofort KO ist. Ramon guckt blöd, IRS grabscht seinen Koffer. Razor sieht das, schnappt sich das Aluding und zieht es seinem Besitzer über den Schädel. Der Pin, aber der Ringrichter ist nach wie vor KO. IRS wird auf das Top Rope befördert, der Belly to Back Suplex folgt. Dann der Ansatz zum Razors Edge als Shawn Michaels anrennt und den Kubaner mit dem IC Titel trifft. Grinsend zieht der Heartbreak Kid von dannen. Alle drei im Ring sind KO, IRS kommt als erstes hoch, nutzt die Chance zum Pin, der Ringrichter wird punktgenau wieder wach, zählt und IRS gewinnt. Was für ein Schocker! Natürlich nicht. In 9 von 10 Fällen würde es so ablaufen, eine verschwindend geringe Chance sorgt dafür, dass plötzlich ein Ringrichter auftaucht und von der fiesen Betrügerei erzählt. Das Stichwort für Earl Hebner der das nun macht. In all der Konfusion zeigt Ramon den Razor’s Edge, pinnt und das ist der Sieg. Der richtige. Völlig dämliches Ende, Ref Bumps sind eh nie lustig da sie meist dämlich wirken und auch das Match davor lief sehr nach Schema ab und ohne die 2 Minuten Reverse Chinlock wäre es ein typischer Raw Main Event. Bei einer der nächsten Raw Ausgaben erhielt Ramon seine Goldketten zurück und es ging mit der Fehde gegen Michaels weiter. Jetzt folgen alle Promos die der Undertaker in den Raw und Superstar Sendungen gegen Yokozuna brachte. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die „Undertaker gegen das Monster“-Storyline schon absolut abgenutzt. Von 1993 bis 1994 kämpfte er gegen Kamala, Mr. Hughes, Giant Gonzalez und jetzt eben der samoanische Japaner. Es ist noch dazu ein Sarg Match und um den World Champion Titel geht es auch noch, Yokozuna war seit dem King of the Rin 1993 Champion. Volles Programm also. Beide starren sich erstmal an, dann fliegt der Champion in die Ringecke und dann folgen zig Clothelines bis er umkippt. Ein Schlag vom Taker und der Sumoringer purzelt aus dem Ring, guckt blöd und rennt dann gegen den Ringpfosten. Äh….na wenn es ihm Spaß macht. Scheint es ihm, weil das zeigte keine Wirkung, Undertaker ist bei ihm und fliegt dann gegen die Ringtreppe, was auch keine Wirkung zeigt. No-Selling is running wild, brother! Stattdessen guckt der Untote grimmig, klatscht Yokozunas Schädel auf die Treppe, was der auch nicht sellt sondern von dannen zieht und in den Ring rollt. Meine Güte ist das furchtbar. Ein Knee Lift, der Seiltanz folgen und da Undertaker nur etwa 5 Moves hat, versucht er es wieder mit der Clotheline, aber Yoko weicht aus. Raus aus dem Ring geht es, wo sich der Champion einen Stuhl grabscht, die Attacke fängt der Undertaker aber ab und schlägt dann selbst zu. Einmal auf den Rücken, dann auf den Kopf, dann grabscht er sich noch einen Hartschalenstuhl und schlägt auch damit zu. Yokozuna ist nicht beeindruckt, grabscht sich etwas Salz und trifft, jetzt hat er natürlich leichtes Spiel und befördert den Gegner auf die Ringtreppe und schlägt selbst mit einem Stuhl zu, dann geht Takers Kopf wieder auf die Ringtreppe und zurück im Ring fängt er sich eine Clotheline ein. Jetzt versucht den Champion ihn in den Sarg zu rollen, was dauert, da Earl Hebner zu blöd ist, den Sargdeckel aufzumachen. Undertaker lässt sich so leicht nicht besiegen und grabscht das Bein von Yoko, sein geschockter Blick ist goldig. Es ist Zeit für einen typischen Undertaker-Brawl in Zeitlupe. Der Champion dann mit einem Belly to Belly Suplex, aber der Untote sellt das nicht, guckt grimmig, packt Yokozuna und führt den miesesten Chokeslam in der Geschichte des Chokeslam aus, meine Güte sah das schlecht aus (JA, schlechter als jener gegen Hogan beim Judgment Day 2002). Er zeigt dann noch einen DDT, sehr goldig ist auch hier wieder Yokozuna der so einen Moment guckt und nicht recht weiß ob und wie er umkippen soll. Er wird in den Sarg gerollt, aber als der Deckel zugemacht werden soll, kommt Crush an. Der spielte damals den „Heel“ weil er entdeckt hat, das Hawaii mal zu Japan gehörte und dann einfach die USA nicht mehr mochte oder irgendwie so. Crush hat immer diese merkwürdigen Schläge gemacht wo er auf ein Knie fiel, die kassiert nun der Taker. Was jetzt kommt, ist komplettes Overbooking: Neben Crush kommt noch Great Kabuki raus, dann kommt Bam Bam Bigelow dazu und Genichiro Tenryu und Adam Bomb. Währenddessen lag Yokozuna 2 Minuten im Sarg, KO von einem DDT. Die ganzen Heels schaffen es aber auch nicht, den Undertaker platt zu machen. So kommt noch Jeff Jarrett dazu. Alle prügeln auf den Undertaker ein und weil es so lustig ist, kommen die Headshrinkers auch noch ran. Als letztes kommt dann sogar noch Diesel dazu. Tausend Heels prügeln auf den Undertaker ein und haben ihn nicht unter Kontrolle. Da fragt man sich, wie das andere Wrestler schafften die ihn in Einzelmatches besiegten. Das ganze gebrawle geht ewig. Yokozuna hat derweil die Urne und macht sie auf. Sofort kommt grüner Rauch heraus. Grün? Wurde wohl in Nilbog hergestellt. Wo wir bei Troll 2 sind: Der Trash der jetzt dann folgt, nachdem ALLE Heels ihre Finisher am Taker ausführten und ihn so endlich in den Sarg packen konnte, könnte aus Troll 2 stammen. Der Sarg wird zum Eingang gerollt und plötzlich erklingt Undertakers Musik, dann erscheint er auf der Leinwand und redet irgendwas von Seelen und er kann nicht in Frieden ruhen. Das dumme dabei ist, das die Kamera lustig hin und her zoomt und so auch die Seitenwände des Sargs zeigt, die ganze Illusion von „Ja, der liegt da grad labernd mit einer Kamera im Sarg“ wird so zerstört. Als ob das Ganze nicht eh schon peinlichster Wrestlecrap wäre. Es kommt noch besser, die Leinwand blitzt und gibt Stromgeräusche von sich und irgendjemand (es soll Marty Jannetty gewesen sein) wird an einem Seil hinter der Leinwand und über diese gezogen. Es ist völlig bekloppt. Fassen wir also zusammen: Ein sehr schlechtes, langsames Match mit einigen Upfucks gepaart mit einem der dämlichsten Segmente, welches die Wrestlingwelt jemals zu sehen bekam. Ja, es ist scheiße, aber wenn man Trash mag und mal wieder so richtig lachen, sollte man sich zumindest das Ende ansehen. Die Storyline führte auch zu nichts. Wer dachte, das der Undertaker danach auf großen Rachefeldzug gegen die ganzen Heels geht, irrte sich. Er nahm sich stattdessen eine mehrmonatige Auszeit. Der Royal Rumble folgt jetzt. Scott Steiner kommt als erstes raus, Samu als zweiter und beide brawlen erstmal rum. Alle 90 Sekunden kommt ein weiterer Wrestler dazu. Mehr als Schlägerei und Clotheline gibt es zwischen den beiden nicht, bis Scott eine Butterfly Bomb auspackt, es dann aber nicht schafft, Samu über das Seil zu heben. Passenderweise kommt Rick Steiner als drittes heraus. Der rettet direkt seinen Bruder der schon halb über dem Seil hing. Rick mit einem Belly to Back Suplex, Scott mit einem normalen Suplex hinterher, sie haben Samu unter Kontrolle. Der versucht nach einem Whip mit einer Clotheline zurückzukommen, verfehlt die Gegner aber und landet mit dem Kopf zwischen den Seilen. Die Steiners gucken blöd und während schon die Nr. 4 Kwang zum Ring stapft, wirft Scott Samu raus. Kwang pustet Rick erstmal Green Mist ins Gesicht, was Scott wütend macht und dieser verprügelt den Maskierten. Scott kümmert sich mehr um seinen Bruder, was Kwang dazu verleitet dämlich zu posieren und dann auch mal anzugreifen, mit Schlägen. Martial Arts Schlägen! Sehr laute Buhrufe folgen als Owen Hart zum Ring kommt. Scott und Kwang und Rick und Owen bilden Pärchen und verprügeln sich, wobei Rick nach wie vor nichts sehen kann und ein grünes Gesicht hat. Nach knapp 6 Minuten ist Rick der erste der rausfliegt, Owen hat es mit etwas Mühe geschafft. Was dazu führt das Owen und Kwang jetzt auf Scott einschlagen. Bart Gunn ist der nächste, er attackiert direkt Owen. Wirklich Wrestling gibt es nicht, viele Schläge und ständige Versuche sich gegenseitig über das Seil zu werfen sind das einzige bislang. Lucky Number 7 sagt man ja gern, ob Diesel diese Nummer auch Glück bringt? Er ist jedenfalls der siebte und stapft zum Ring…langsam. Er ist eben Big Lazy. Er bearbeitet jedenfalls direkt mal alle Wrestler mit seinen Elbows und Knee Lifts. Jetzt gibt Diesel Gas, in kurzer Abfolge wirft er Bart Gunn, Scott Steiner, Owen Hart und Kwang raus. Für 5 Sekunden steht er nun allein im Ring. Dann stürmt Bob Backlund zum Ring. Bob krabbelt verwirrt dreinblickend auf dem Ringboden rum und versucht Diesel über das Seil zu befördern. Er schafft es nur fast, zur Rache fängt er sich einen Elbow ein und fliegt über das Seil. Mittlerweile sind die Fans hinter Diesel. Billy Gunn kommt zum Ring, kann ein paar Schläge anbringen, landet dann aber im Big Boot und fliegt raus. Das ging schnell. Ted DiBiase lacht sich schlapp und findet das alles ganz klasse, die Fans auch. Bis zum nächsten Opfer vergeht noch etwas Zeit. Die wird für eine Backstagesequenz genutzt, wo wir sehen wie Tenryu und Kabuki Lex Luger verprügeln. Der „Wrestling Superstar“ Virgil kommt zum Ring. Er kann ein paar Schläge anbringen, wird aber auch schnell beseitigt. Wir sind schon bei Wrestler Nr. 11, das ist Randy Savage, der unter lautem Jubel der Fans zum Ring kommt. Er bearbeitet Diesel mit Schlägen und Clothelines, jetzt hat es der Riese nicht mehr so einfach. Rauswerfen kann der Macho Man ihn aber auch nicht. Jeff Jarrett kommt dazu. Drei Wrestler im Ring, das gab es jetzt schon länger nicht mehr. Er attackiert direkt Savage mit Schlägen und einem Knee Drop vom zweiten Seil gefolgt von einem Dropkick. Dann klettert er aufs Top Rope und attackiert Randy. Diesel hängt die ganze Zeit faul in der Ringecke rum. Jarrett wirft Randy Savage über das oberste Seil, er kann sich aber festhalten und wieder in den Ring balancieren. Jeff kriegt das gar nicht mit, so wird er schnell selbst zum Opfer und fliegt raus. Der Rumble wird ja auch gern zur Fortführung oder Einleitung von Fehden benutzt, eine Fehde gab es zu der Zeit zwischen Randy Savage und Crush, genau der kommt nun zum Ring und beide prügeln aufeinander ein. Savage hat die Kontrolle, er zeigt zwei Axe Handles vom Top Rope, einen Bodyslam und findet dann Zeit sich wieder um Diesel zu kümmern. Gegen die Übermacht hat er aber dann keine Chance und die Heels machen Savage fertig. Zwischendrin kommt Doink dazu und sieht wie Savage von Crush eliminiert wird. Crush und Diesel bearbeiten sich nun, Doink sieht sich das sichtlich amüsiert an. Die Heels bemerken das und stapfen grimmig auf ihn zu. Der Clown hat immer noch seine Jacke mit der Blume an und spritzt die beiden nass, tritt ihnen auf die Füße, piekst sie in die Augen. Heel Doink war wesentlich besser als diese Witzfigur. Er wird schnell von beiden verprügelt. Bam Bam Bigelow ist Nr. 15. Bigelow und Doink fehdeten rum, so das Diesel und Crush ihm die Gelegenheit bieten den Clown im Alleingang zu verhauen. Dieser fliegt dann im hohen Bogen über das Seil. Jetzt verprügeln sich die drei verbliebenen. Bis auf Randy Savage gab es bislang wenig Wrestling zu sehen, wilde Brawls, viele Schläge, das ist alles. Der untalentierte Mabel schwabbelt nun zum Ring. Zuerst wird Diesel mit einem Splash geplättet, dann Crush („Crush is crushed in the corner“ – Sehr klever Vince!). Diesel und Mabel prügeln, Bam Bam und Crush bereiten sich auf den nun heranstürmenden Sparky Plugg vor. Jetzt wird Zeit geschunden, es passiert wenig ernsthaftes im Ring, es wird gebrawled. Man merkt es daran, das direkt auf die Kamera in der obersten Reihe der Arena schaltet und man so die Wrestler kaum noch richtig sieht. Klasse! Shawn Michaels kommt zum Ring, er wird von Diesel bedroht, sie haben ja eine mehr als nur kleine Vergangenheit. Als sich beide die Hand schütteln, wird Diesel von Bam Bam und Crush attackiert. Die beiden schaffen es dann auch mit der Hilfe von Mabel ihn zu eliminieren. Diesel kriegt noch Standing Ovation was Vince nicht so wirklich gefällt (Er hasst es, wenn die Fans nicht so reagieren wie er und seine Booker das planen). Michaels und Plugg kämpfen, während Crush und Bam Bam auf Mabel einprügeln. Der nächste Mann kommt: Mo. Wenn ich mir die Outfits von Mo, Mabel, Crush und Sparky Plugg ansehe, fällt mir auf wie dominierend die Farbe Lila ist. Michaels wäre da fast über das Seil geflogen, aber er kann sich nochmal zurück hangeln. Währenddessen wurde Bam Bam wieder von Mabel geplättet. Die Nummer 20 ist….Greg Valentine? Wo haben sie denn den ausgegraben. Jeder gegen Jeden, als Mabel Sparky über das Seil werfen will, kommt sein Partner Mo gar nicht erst dazu, später helfen sich Sparky und Mabel gegen Valentine, der dann einige „5 Meter vorbei“-Tritte von Sparky einsteckt. Tatanka ist der nächste der kommt. Dazwischen sah man wie Crush Michaels im Gorilla Press hatte und….auf den Boden wirft. Warum nicht übers Seil? Unverständlich. „From behind comes Mabel on Tatanka…wide open“…soviele Möglichkeiten für sexuelle Witze, die ich aber nicht machen werde, es könnten ja Kinder mitlesen. The Great Kabuki kommt dann zum Ring, der ist mittlerweile gut gefüllt, so das man nur schwer wirklich mitbekommt, was im einzelnen abgeht. Erschwert wird das durch diverse Nahaufnahmen, die sich auf 2 Wrestler konzentrieren, was die anderen 5-6 machen sieht man nicht. Blöd. Aber es ist nach wie vor ein großes Gebrawle. ALLE (außer Mo) versuchen dann Mabel rauszuwerfen und schaffen das nach einiger Zeit auch. Lex Luger ist die Nummer 23 und stürzt sich natürlich direkt auf Kabuki. Der fliegt dann auch raus. Luger räumt unter den Heels auf bis er sich eine Inverted Atomic Drop von Crush einfängt. Tenryu ist Nr. 24 und ist Kung Fu Fighting, er verteilt die Chops. Die Nr. 25 taucht nicht auf, das sollte Bastion Booger sein, der aber fiel kurzzeitig aus bzw. man wollte wohl den Eindruck vermitteln, das es Bret Hart ist, der da hätte kommen sollen. Viel Gebrawle im Ring, aber rausfliegen will keiner. Rick Martel ist Nr. 26. Tatanka und Luger liefern sich in der Mitte einen Kampf darum wer die härteren Schläge austeilt, sonst passiert aber weiterhin nicht viel. Mit der Nr. 27 humpelt dann Bret Hart zum Ring. Der Ring ist mittlerweile voll, seit rund 10 Minuten gab es keine Eliminierung mehr. Crush stürzt sich direkt auf das kaputte Bein vom Hitman. Fatu ist der 28. Wrestler dieses Rumbles. Luger will Crush rauswerfen, Bam Bam bearbeitet ihn mit Schlägen die er nicht sellt, so das sich Bigelow entscheidet Lex zu helfen. Das sah merkwürdig aus. Aber es braucht noch Sparky Plugg und Bret, bis Crush endlich rausfliegt. Eine Eliminierung, YAY! Die Nr. 29 ist Marty Jannetty, der sich sofort mit Michaels prügelt. Der letzte der noch dazu kommt ist Adam Bomb. Ganze 13 Wrestler sind noch im Ring! Bret Hart und Shawn Michaels helfen zusammen um Sparky Plugg rauszuwerfen. Wenn Vince McMahon noch einmal „Every man for himself“ sagt, schreie ich, das war gerade sicher das 20. Mal. Bam Bam steht mit einem großen Fragezeichen überm Kopf im Ring, er weiß nicht so recht, was er machen soll, wird dann aber von Jannetty attackiert. Martel wirft Greg Valentine raus, ohne dass das Publikum es mitbekommt und dann fliegt er auch selbst raus, Tatanka hat ihn eliminiert. Adam Bomb hatte keine Lust auf einen langen Arbeitstag: Nach nicht einmal 5 Minuten im Ring fliegt er raus, er wollte Luger per Clotheline selbst eliminieren, der duckte sich aber. Mo kriegt einen Kick von Fatu ab, der wohl stinkende Füße hat, denn Mo springt quasi freiwillig über das Top Rope. Bam Bam wirft dann Tatanka raus. Endlich ist was los, endlich leert sich der Ring. Bam Bam will dann Luger angreifen, der sich wieder ducken kann und ihn dann per Clotheline trifft, so fliegt das Beast from the East raus. Jannetty wird von Michaels eliminiert. Tenryu zeigt dann einen Spot als er Michaels und Fatu für einen Double Headbutt hernimmt. Michaels fliegt durch den Ring, Fatu sellt es nicht. Tenryu choppt dann auf Luger ein. Was für ein Fehler, Bret humpelt heran und er kann mit Lex den Japaner rauswerfen. Michaels gegen Bret, Luger gegen Fatu ist die Konstellation nun, Michaels hat Bret im Griff und hilft dann Fatu, sie können Luger aber nicht rauswerfen, er kämpft sich immer zurück. Simultanes Eliminieren ist jetzt angesagt, als Luger und Bret jeweils einen Back Bodydrop zeigen. Luger eliminiert so Michaels, Bret Fatu. Beide brawlen ein wenig und werfen sich dann in fester Umarmung über das Top Rope. Wer hat gewonnen? Heutzutage gäbe es Instant Replays aus 43 Kamerawinkeln, damals wurde das unter den Ringrichtern diskutiert. Beide Musiken werden gespielt und es ist konfus. Jack Tunney kommt zum Ring, huiuiui. Anstatt einfach schnell ein Match anzusetzen um die Entscheidung zu bringen, wird lieber 15 Minuten diskutiert und am Ende beide zum Sieger erklärt. Der Rumble war die erste halbe Stunde lang richtig gut, dann war die Luft raus, dann füllte sich der Ring und niemand wollte eliminiert werden, das zog sich dann ewig lang hin, erst das Finish mit den letzten 10 nahm dann wieder etwas Fahrt auf. Der WWF Royal Rumble 1994 war der PPV der doch versauten Matchenden. Die ersten beiden Matches waren super, die Finishes aber nicht gut. Razor-IRS war nichts und hatte ein doofes Ende. Yokozuna – Undertaker….lassen wir das und der Rumble fing gut an, wurde dann recht schlecht. Kann man die Show empfehlen? Insgesamt wohl nicht, lediglich für die ersten beiden Matches und wenn man eben Fan von Undertaker Trash ist, kann man so mehr oder weniger eine Empfehlung aussprechen. Ansonsten lohnt sich die Zeitverschwendung nicht.
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