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WWF SummerSlam 1992 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.09.2008

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Der SummerSlam 1992 fand am 29. August 1992 im Wembley Stadion statt. Also in London, England und damit ist dieser PPV der einzige der WWF, der bislang im Ausland stattfand. Im Mittelpunkt dieses Events standen das World Championship Match zwischen dem Macho Randy Savage und dem Ultimate Warrior sowie das Intercontinental Match zwischen Bret Hart und dem British Bulldog.
Die Wahl der Location ist auf jeden Fall gelungen und mal was Neues zum ständigen Standort USA. Schon schade, dass die WWF das nicht weiter verfolgt hat.

Als Kommentatoren fungieren Bobby Heenan und Vince McMahon. Dies bedeutet, dass man im Verlauf der Show rund tausendmal folgende Sätze hört: „What a Maneuver“, „Awesome Maneuver“, „Oh my Goodness“ und „Wait a Minute!“, da Vince schlicht keine Ahnung hat, wie die Moves heißen. Und natürlich muss tausendmal auf die „capacity crowd“ hingewiesen werden. Es waren etwas über 80.000 Zuschauer da, was tatsächlich bis heute der Zuschauerrekord der WWF ist, da sie bei Wrestlemania 3 schlicht gelogen haben. Hier merkt man auch sehr deutlich, wie sehr Bobby Heenan als Kommentator aufgeschmissen ist, wenn er nicht einen Co-Kommentator an seiner Seite hat, der auf all die blöden Sprüche und „Witze“ eingeht. Wo Gorilla Monsoon brillierte, versagt Vince komplett.

Los geht der Event mit einem Triple-Tag Match. Jim Duggan und die Bushwhackers treffen auf den Mountie und die Nasty Boys. Nebenbei gesagt: Das WWF Theme der Nasty Boys könnte langweiliger kaum sein, während das vom Mountie extrem trashig ist und zu einem Heelcharakter so gar nicht passt.
Recht witzig ist, dass Jim Duggan auch hier das Publikum wieder dazu anspornt ganz laut „USA, USA“ zu chanten. Noch lustiger ist das, wenn man bedenkt, dass an diesem Match genau vier Amerikaner (Duggan, die Nasty Boys und deren Manager Jimmy Hart) beteiligt sind und drei davon eben Heels.
Ich kann so viel schreiben, weil das Match mit wenigen Worten zusammengefasst werden kann: Typischer Comedy Opener mit Tag-Team 101.
Nach verhaltenem Anfang zeigen die Bushwhackers schon ihren lächerlichen Battering Ram. Luke klemmt Butchs Kopf unter seinen Arm und rennt dann auf die Feinde zu. Daneben gibt es ein wenig Gebrawle und ganz verhaltene Moves. Ein Bodyslam hier, ein Elbow Drop dort.
Die Heels verprügeln dann erstmal minutenlang die Faces. Hier greifen die Tag Klischees. Ein Face wird verprügelt, die anderen 2 stehen doof am Ringrand und posen rum. Dann werden die Heels böse, in dem Fall greifen die anderen beiden Tag Partner eben ständig ein und der Ringrichter reagiert nur auf die zwei Guten, die zur Hilfe eilen wollen. Mit letzter Kraft schafft der eine Bushwhacker das Tag und es wird aufgeräumt. Am Ende gewinnen Jim Duggan und die Bushwhackers. Ein Match, das in erster Linie von den Fans lebt, die hier gute Stimmung machen. Der Kampf selbst war eine Katastrophe, da es kaum Wrestlingaktionen gab, es zu lang war und einige Sachen einfach völlig versaut wurden. So auch Duggans Finisher. Er muss den dreimal starten, weil der Mountie einfach nicht aufstehen will.

Tito Santana, der hier als El Matador unterwegs war trifft auf den Voodoopriester der Slashs Hut geklaut hat: Papa Shango.
Papa Shango kann Schläge, Tritte und das war es. Wir stellen fest: Vince McMahon weiß nicht mal was ein Bodysplash ist. „Uh what a Maneuver“ grunzt er heraus als wäre es etwas Spektakuläres.
Santana kommt aber zurück und zeigt eine Clotheline und schickt Shango mit einem schönen Dropkick übers Seil nach draußen. Im Ring zeigt Santana einen Missile Dropkick, der aber nicht zum Sieg führt (Wie uns Vince auch schön zeigt „One…two…three…two).
Wow, Shango zeigt einen Elbow vom zweiten Ringseil. Leider rammt er nur die Matte. Nach einem kurzen Aufbäumen von Tito Santana (die 10 Schläge in der Ringecke) gewinnt am Ende aber doch Papa Shango durch den Shoulderbreaker. Sechs Minuten hat das Match etwa gedauert. Es war unspektakulär.

In der Originalausstrahlung des Events in den USA fehlten diese beiden Matches und noch ein weiteres (Tatanka – Berzerker).

Die dreckigste Lache des Wrestlinggeschäfts kündigt das nächste Match an. Klar, hier kommt der Million Dollar Man Ted DiBiase zum Ring, an seiner Seite I.R.S. und damit ist es Tag-Team Zeit. Als Gegner haben wir die Road Warriors Hawk und Animal, die in der WWF Legion of Doom hießen. Dieses Match war so ziemlich das letzte der beiden in der WWF. Hawk fiel durch einen Drogentest und damit in Ungnade. Kurz bevor das alles passierte, kam man auf die gute Idee Paul Ellering als Manager zu installieren. Ellering war vorher schon langjähriger Manager der beiden in allen anderen Ligen wie AWA und NWA. Typischer WWF Bullshit dagegen war es, Ellering eine dämliche Handpuppe mit dem dämlichen Namen Rocko aufzudrücken. Das Ding würde ja besser zu den Bushwhackers passen. Eingeführt wurde diese in einem Video, das man nur als Wrestlecrap bezeichnen kann. Die Road Warriors stapfen durch Chicago und finden die Puppe auf einem Müllhaufen und stellen fest, dass es eine Puppe ist mit der sie als Kindern spielten. Stellt euch das vor: Die große, bösen „Uuuuuh,  what a Ruuuuuuuuuush“-grunzenden Road Warriors mit Gesichtsbemalung und Stachelrüstungen spielten mit einer Puppe und nehmen diese dann zu jedem Kampf mit. Hier wollte man wohl mit aller Gewalt ein Image zerstören. Immerhin haben sie einen coolen Einzug zum Ring auf Choppern.
Ein paar Schläge und Irish Whips zu Beginn. Hawk und Animal starten furios in dem sie erstmal IRS zerstören, der aber mit einem Sleeper Hold zurück kommt. Doch Hawk ist ja der Großmeister des No-Selling und so kommt er zurück, bis er aufs Top-Rope klettert und eine Aktion zeigen will. Der Steuerprüfer kann aber ausweichen und so rutscht Hawk über den Ring und raus auf den Boden. Das sah klasse aus.
Es gibt hier einfach sehr viele Sleeperholds und das nimmt viel vom Tempo raus.
Hawk wird in der Folge stark verprügelt und kommt einfach nicht zum Tag. Auch hier tut der Ringrichter wieder alles, Animal davon abzuhalten zur Hilfe zu eilen, während die Heels lustig kichernd ein Double-Team Move nach dem anderen abziehen.
Money Inc. können das Heelspielen nahezu perfekt, das Publikum hasst sie und der Jubel, wenn Hawk doch mal hochkommt und den Tag schafft ist Wahnsinn.
Animal räumt nun auf und schon ist Hawk wieder topfit und alle vier Wrestler im Ring prügeln sich. Die Road Warriors setzen dann zum Doomsday Device an, aber IRS trifft Animal mit einem Drop Kick (Vince: „What a Maneuver!“) und versaut die schöne Szene damit, andererseits knallt DiBiase so trotzdem auf die Matte und das Ganze ähnelt einem Electric Chair Drop. Dann endet das Match ganz abrupt mit einem Powerslam den Animal an Ted zeigt. Die Legion of Doom gewinnt ein Tag-Team Match das ganz nett war. Money Inc. waren als Heels klasse, das Publikum war klasse und so war das Match auch mit 15 Minuten Laufzeit sehr unterhaltsam.

Mean Gene interviewt Ric Flair, der sauer ist, dass er hier kein Match hat und dass er ja auch nicht mehr Champion ist. Hierbei geht es auch um die Frage, auf welcher Seite er und Mr. Perfect stehen. Auf der des Ultimate Warriors oder der des Macho Mans? Flairs Promos sind einfach immer klasse.

Jetzt gibt’s erstmal Wrestlecrap. Virgil trifft auf Nailz. Ein Match das nicht viel Sinn macht. Nailz fehdete zu der Zeit mit dem Big Boss Man und Virgil…war einfach so da.
Heutzutage ist Virgil das Ziel vieler Witze, da er scheinbar unermüdlich durchs Land tingelt, von Convention zu Convention und dort einen Stand bezieht, sein „Virgil – Wrestling Superstar“ Banner aufzieht und um Beachtung kämpft, die er aber nie erhält. Er war einfach ein farbloser, nicht wirklich was könnender Typ und lediglich als Sklave von Ted DiBiase brauchbar, aber das wurde ja dann als rassistisch empfunden und gekippt. BUH.
Das Match kann man mit einem Wort umschreiben: Choke.
Nailz würgt und würgt und würgt Virgil und gewinnt auch das Match, indem er Virgil mit einem Chokehold außer Gefecht setzt. Mehr als das, viel No-Selling von Nailz und einer kleinen, kläglichen Offensive Virgils, die immerhin einen netten Dropkick beinhaltet, gibt es nicht. Nach etwas über 3 Minuten ist dieser Krampf vorbei und es bleibt nur ein Fazit: Bullshit!

Lord Alfred Hayes versucht in Macho Mans Umkleidekabine zu kommen, schafft dies aber nicht.
Ein Promovideo umreißt dann die Fehde zwischen Shawn Michaels und „The Model“ Rick Martel.
Michaels sorgte für eine Disqualifikation im Titelkampf zwischen Bret Hart und Rick Martel. Im Gegenzug fing Rick Martel an mit Michaels Managerin Sherri Martel zu flirten. Das Ganze mündet in diesem Kampf das eine spezielle Klausel hat: Keine Schläge ins Gesicht.
Rick Martels Outfit ist einzigartig: Weißes Poloshirt, kurze weiße Hose, ein Pullover locker um den Hals geschlungen, ein Tennisschläger. Dann zieht er sich aus und zum Vorschein kommt: Rosa kurze Hose, rosa Knieschoner und rosa Stiefel. Man stellt sich die Frage, mit wem er flirten möchte. Wirklich Sherri Martel oder nicht doch eher mit dem Heartbreak Kid?
Und überhaupt: Was soll all das Rosa? War das 1992 wirklich so angesagt? El Matador hat Rosa an seinem Outfit, The Model ist komplett Rosa und später sehen wir auch noch den Warrior und Macho Man mit rosa Farbtupfern auf ihren Outifts und Bret Hart ist ja auch Fanatiker der rosa Farbtons.

Der Kampf beginnt mit einer Offensive von Michaels bis Martel einem Move ausweichen kann in dem er ein Rad schlägt und das Publikum rastet aus. Meine Güte.
Eine sehr schöne Sequenz, als Martel Michaels in die Ringseile schickt. Zweimal geht der Clothelineversuch daneben, dann rutscht Michaels zwischen den Beinen Martels durch, springt auf und zeigt direkt einen Dropkick. Das sah klasse aus.
Martel kommt aber zurück und will einen Flying Crossbody zeigen, dem Shawn ausweichen kann in dem er sich einfach auf den Boden wirft (Vince: „What a Maneuver!“)
Zeit für Wrestlecrap: Martel schickt Michaels nach draußen auf den Boden und der spielt tot. Dann macht sich Martel an Sherri ran, die doof guckt und dann umarmen sich beide. Sie grinst blöd und kreischt dann ein lautes „Nooo“ als Martel weiter auf Michaels einprügelt.
Im Ring zurückt folgt eine Szene wo beide mit Sunsetflips rumrollen und sich gegenseitig die Hose runterziehen wollen. Meine Güte. Das Publikum findet das natürlich geil.
Ihr wollt Wrestlecrap? Ihr kriegt Wrestlecrap. Beide Wrestler sind nun sauer aufeinander und schlagen sich ins Gesicht. Sherri hat ja vor dem Kampf die Klausel eingefügt, dass dies nicht geht. Was macht sie? Als sie sieht, dass sich beide kräftige Ohrfeigen verpassen, fällt sie in Ohnmacht. Beide Wrestler sehen das, springen aus dem Ring, kriegen sich wieder in die Wolle und prügeln rum. Beide werden ausgezählt.
Aber es geht noch weiter. Michaels prügelt Martel platt und schnappt sich Sherri, die er erstmal neandertalermäßig am Arm packt und über den Boden schleift, dann hebt er sie über seine Schulter und geht davon. Es fehlen nur noch eine Keule in der anderen Hand und ein kräftiges Grunzen. Martel ist aber wieder zurück und springt Michaels an. Sherri purzelt dabei auch zu Boden und Martel schnappt sie sich. Das geht minutenlang so hin und her und man fragt sich, was das soll.
Der Kampf indes war ganz nett, aber beide Wrestler sind zu wesentlich mehr fähig.

Tag-Team Titelkampf steht auf dem Plan. Die Champions sind Earthquake und Typhoon, die Natural Disasters. Die Gegner sind Beau und Blake Beverly, die Beverly Brothers. Die waren eigentlich nie mehr als Midcarder. Vor dem Kampf darf The Genius wie immer ein Gedicht aufsagen. Klasse.
Die Beverlys legen von Beginn an mit Schlägen los, der Double Irish Whip geht aber daneben und Earthquake zerlegt beide mit Clothelines. Dann werden beide plattgequetscht. (Vince: „Talk about the Earl of Sandwich“) Zwischendurch kommt Beau Beverly zurück, verschätzt sich dann aber als er Typhoon zum Body Slam hochheben will. Beau ist eben kein Hulk Hogan.
Trotzdem kommen sie wieder zurück und die Beverlys zeigen einen Big Splash auf Typhoon (Vince: „What a Move!“). Danach zeigt Beau einen Leg Drop vom zweiten Ringseil (Vince: „What a Maneuver!“) und die Herausforderer haben die Champions recht gut unter Kontrolle. Sie zeigen vor allem Double Team Aktionen wie eine Double Ax und während Blake jubelt und so den Referee ablenkt würgt Beau Typhoon mit dem Tag-Seil (Schon schade, dass dieses mittlerweile abgeschafft wurde).
Was dann kommt ist wieder schön klischeehaft: Typhoon schafft das Tag aber der Ringrichter hat nicht hingeguckt und schickt Earthquake wieder zurück. Die andere Naturkatastrophe wird also weiter mit Chokes und Schlägen geschwächt. Dann lenkt Blake Earthquake ab und The Genius wirft seine Aluminumleserolle in den Ring, die gleich eingesetzt wird und auf Typhoons Rücken landet. Das tut sicher weh.
Am Ende klappt natürlich das Tag mit Earthquake und der räumt mit einigen Schlägen in bester Bud Spencer Manier auf. Nach einem Powerslam folgt das Erdbeben und der siegt für die beiden Kolosse die hier ebenfalls unglaubliche Reaktionen aus dem Publikum bekommen.
Ein recht unspektakulärer Kampf der etwas langsam war und zu sehr nach Schema F ablief.

Lord Alfred Hayes versucht in die Umkleidekabine des Warriors einzudringen und kriegt die Tür ins Gesicht. Er beklagt sich darüber, obwohl er nicht mal angeklopft hat.

It’s Demolition Time. Crush, hier schon neu verpackt als Hawaiianer trifft auf den Repo Man und das war früher Smash und beide waren bei Demolition.
Crush tut hier als alles um als starke Kampfmaschine zu erscheinen, er hebt den kleinen Autoklauer über den Kopf und zeigt einen schönen Press Up Slam. Repo fällt aus dem Ring  und kriecht rum, bis Crush rausspringt und ihn fast mit einer Clotheline köpft (Vince: „Oh my Goodness!“)
Zurück im Ring geht es weiter mit Kicks und Schlägen. Im Prinzip ist das hier ein reiner Squash, da der Repo Man gar nichts zeigen darf. So sieht auch das Ende reichlich doof aus. Repo klettert aufs Seil, während Crush orientierungslos im Ring doof herumguckt und sich in Slow-Motion dreht. Anstatt einen Drop Kick in den Rücken zu zeigen, wartet Repo Man minutenlang bis sich der Dummgucker zu ihm umdreht. Repo springt, wird aufgefangen und findet sich in einem Power Slam wieder. Danach folgt der Cranium Crunch und Crush gewinnt.  Ein reichlich überflüssiges Match.

Ein Video klärt uns über den Kampf zwischen Macho Man Randy Savage und den Ultimate Warrior auf und was Ric Flair und Mr. Perfect dort zu suchen haben.

Der Ultimate Warrior und der Macho Man Randy Savage trafen ja bereits einmal aufeinander und das in einem recht legendären Kampf bei Wrestlemania VII, welches auch das beste Match des Warriors darstellt. 
Das Match startet mit einem Handshakeversuch der daneben geht, beide mögen sich eben nicht. Der Macho Man mit einer Anfangsoffensive, Clothelines und Schläge, bis er einen Double Ax vom 2. Ringseil zeigen will und lediglich in der monströsen Faust des Warriors landet. Macho Man tut so als wäre er angeschossen worden.
Warrior zeigt nun einen Atomic Drop und einen Reverse Atomic Drop (Vince: „Reverse Power Blargh“ (ob er wohl Bomb meinte?)).
Nach einem missglückten Elbow kommt Savage wieder zurück. 
Beide schenken sich nichts und attackieren sich abwechselnd. Schläge, Tritte und Clotheline, dazwischen immer wieder Coverversuche die natürlich noch zu früh kommen.
Der Macho Man wirft den Warrior mit einer Clotheline aus dem Ring und springt übers Seil und das nur, um den Warrior wieder in den Ring zu werfen, dort versucht er ein weiteres erfolgloses Cover, steigt abermals aufs Seil um eine Double Ax zu zeigen aber die zeigt keine Wirkung und der Warrior tanz schnaufend herum. Erst nach einem weiteren Double Ax geht er zu Boden. Nach einem erfolglosen Pin klettert Savage wieder aufs Seil, springt und wird abgefangen und ein Backbreaker folgt. Der Warrior legt mit einigen harten Irish Whips in die Ecken und einen Bearhug und einem Side Suplex nach. Warrior zeigt hier mehr Moves als in 30 Kämpfen vorher zusammen. Wow.
Bislang ist das ein sehr starkes Match in dem beide Wrestler mal wieder alles geben. Der Kampf bewegt sich auch nach draußen, wo Macho sogar einen Elbow Drop vom Top Rope zeigt. Gebrawle draußen und während sich das Geschehen in den Ring zurück bewegt, kommen Ric Flair und Mr. Perfect an den Ring.
Währenddessen will der Warrior seinen Big Splash zeigen, kriegt aber nur das Knie vom Macho Man zwischen die Beine. Autsch.

Natürlich greifen die beiden ein, als Randy Savage ins Seil rennt und Mr. Perfect sein Bein festhält. Hat sich der Warrior an die beiden verkauft?
Warrior nutzt die Chance, dass der Macho Man mit den beiden diskutiert und zeigt einen Schlag, einen Chokehold und einen Irish Whip der aber auch den Ringrichter zeigt. Warrior mit einem Double Ax vom Top Rope und der Pin führt nicht zum Sieg, da der Referee ja noch halb tot ist und  deshalb nur in Slow Motion zählen kann. Warrior diskutiert mit dem Ringrichter und das nutzt Macho Man aus. Das Match wogt hin und her, es ist schon sehr spannend.
Der Ringrichter liegt auf dem Boden außerhalb des Rings und der Macho Man kümmert sich um ihn. Der Warrior liegt im Ring als Flair und Perfect rein springen, den Warrior aufheben und Flair mit einem Foreign Object den Warrior endgültig außer Gefecht setzt.
Der Macho Man nutzt das natürlich aus, aber der Warrior kommt aus dem Cover und powert sich auf in dem er kräftig rumzittert und an den Seilen rüttelt. Man kennt das ja. Er zeigt seine Clothelines, den Shoulder Block und den Gorilla Press. Als er allerdings ins Seil will um seinen Splash zu zeigt, kriegt er von Flair den Stuhl in den Rücken. Warrior liegt nun wieder halbtot am Boden und Macho Man rappelt  sich auf. Savage klettert auf den Ringpfosten um seinen Elbow Drop zu zeigen, entscheidet sich aber um und will auf Flair springen. Der geht zur Seite und schlägt Savage den Stuhl ans Knie. Das führt dazu, dass der Macho Man ausgezählt wird. Der Warrior kommt wieder auf die Beine und rettet nun den Macho Man vor weiteren Attacken. Am Ende feiern dann beide im Ring.
Das Match war sehr spannend und zeigte beide Wrestler in Bestform. Trotz einer Laufzeit von fast 30 Minuten wurde es nie langweilig und es ist ein tolles Match, das praktisch auf einer Stufe mit dem Klassiker von WrestleMania 7 steht.

Jetzt folgen noch zwei Kämpfe aus der Kategorie überflüssig:

Tatanka trifft auf den Berzerker. Klischeeindianer trifft auf Klischeewikinger der in Begleitung eines Klischeejapaners ist, nämlich Mr. Fuji.
Das Match ist kurz und unspektakulär. Ein paar Chops und Clothelines werden ausgetauscht und dann übernimmt der Berzerker das Kommando mit einigen Schlägen und Tritten bis der Indianer seinen „Kriegstanz“ aufführt und seinen lächerlichen Finisher zum Sieg zeigen darf. Das Match ist ein weiterer Sieg für Tatanka der ja ewig lang in der WWF unbesiegt bleib und trotzdem nie über die Midcard hinaus kam.

Der Undertaker hat einen netten Einzug, er fährt nämlich im Leichenwagen vor und trifft auf Kamala. Der hat seinen Manager Harvey Whipleman dabei und dies markiert die vielen Monate in denen Whipleman einen obksuren Charakter nach dem anderen auf den Totengräber loslässt. Das Ganze zieht sich bis weit 1995 hin.
Das „Match“ dauert drei Minuten und besteht darin das Kamala den Undertaker zusammenschlägt, bis dieser sein Comeback hat und den Tombstone zeigen will. Da springt aber Whipleman in den Ring und schlägt den Taker was zu einer Disqualifikation Kamalas führt. Unspektakulär, Überflüssig aber man musste den Undertaker wohl irgendwie noch einbauen.

Ob Sackpfeife oder Dudelsack, das steht jetzt auf dem Programm. Ein paar Typen spielen und Roddy Piper gesellt sich dazu.
Danach erlebt man ein furchtbar schlechtes Interview mit Diana Hart, die einerseits Bret Harts Schwester ist und andererseits die Ehefrau von David Boy Smith aka dem British Bulldog ist. Gekonnt setzt sie die Hart’sche Tradition fort, die belegt, dass sie alle nicht glaubwürdig reden können.
Zum Glück hält Bret Hart die Klappe und kommt zum Ring.
Der British Bulldog kommt mit Lennox Lewis zum Ring und hat das Publikum natürlich auf seiner Seite. Wobei das Publikum auch Bret Hart bejubelt, nicht ganz so laut (und vereinzelte Buhrufe) und man darf vermuten, dass er den Großteil vorher mit billigen Sonnenbrillen bestochen hat.
Bret Hart ist technisch besser, der British Bulldog dafür etwas stärker. Ein Headlock zu Beginn und dann fliegt Bret Hart erstmal aus dem Ring. Dann wird das Tempo raus genommen mit Arm Bars. Der Bulldog hält diesen sehr lang, sogar als Bret Hart hoch kommt und einen Bodyslam zeigt. Nach einigen Minuten Ruhe geht es dann weiter mit einem Whip ins Seil und Bret Hart geht erstmal in die Offensive – mit einem Sleeperhold.
„They’re taking their time“ sagt Bobby Heenan und er trifft den Nagel auf den Kopf. Sehr behäbig, sehr langsam geht man hier zu Werke und auch in der Folge besteht das Match hauptsächlich aus vielen, vielen Sleeperholds, ein paar Schlägen und Bodyslams.
Interessant wird es erst wieder als der British Bulldog in die Offensive kommt und unter anderem einen sehr lang gehaltenen Side Suplex zeigt, den Hitman in die Ringecken wirft und er kann sogar seinen Finisher, den Powerslam zeigen aber Hart kommt noch raus. Das Match nimmt hier deutlich an Fahrt und Dramatik auf.
Es  geht wieder hin und her als Bret überraschend einen German Suplex zeigen kann, der aber auch nicht zum Erfolg führt. Einige Clotheslines später kann er dann sogar den Sharpshooter ansetzen und das Publikum rastet total aus, die Mehrheit jubelt aber einige Buhrufe kann man sehr deutlich hören. Der British Bulldog gibt aber nicht auf und kann sich in die Seile retten. Am Ende gewinnt er auch nach einem misslungenen Sunset Flip Versuch Brets und ist damit neuer Intercontinental Champion.
Das Match begann irre langsam und langweilig, mit vielen Submissionholds die im nichts endeten. Erst in den letzten 10 Minuten dieser 25minütigen Schlacht nahm das Ganze so richtig an Fahrt auf. Für viele ist dieses Match ein Klassiker, Bret Hart sieht es auch so – ich sehe es anders. Es ist durchaus gut, aber der Hitman hatte wesentlich bessere Matches wie etwa gegen seinen Bruder Owen.

Für  den British Bulldog  sollte die Zeit bei der WWF auch schon bald vorbei sein, er fiel durch einen Drogentest und wurde entlassen. Er ging sofort zur WCW und wechselte 1994 wieder zur WWF, ging dann wieder zur WCW und zurück zur WWF und 2002 verstarb er. Er ist eine weitere tragische Figur des Wrestlinggeschäfts.

Der SummerSlam 1992 war ein recht gelungenes Experiment. Das Britische Publikum sorgte für eine einzigartige Stimmung, selbst  bei den richtig miesen Matches (und davon gab es einige) waren sie voll dabei. Der Event als ganze ist durchaus sehr nett anzusehen. Das Warrior – Macho  Man Match ist für mich klar das Beste, dicht gefolgt vom Bret Hart –British Bulldog Match und Money Inc. – Legion of Doom.
Der Rest ist mehr oder weniger vergessenswert.

Bewertung
7,5/10
 
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