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Highway to Hell war das Motto des SummerSlams am 30. August 1998 im Madison Square Garden. Ich finde es ja recht interessant, dass die WWF damals AC/DCs Highway to Hell als Themesong auswählte. Ein alter Song für die „hippe“ Attitude, ein wenig merkwürdig, aber immer noch besser als der Nu Metal Dreck der 10 Jahre später in der WWE die Fans nervt. Die Show startet mit Val Venis, der ja auch heute noch irgendwo bei der WWE ist, allerdings trotz allem Talent und der Tatsache, dass er beim Publikum immer gut ankam nie wirklich große Erfolge feiern konnte. Er trifft hier auf D’Lo Brown, der aktuell wieder in der WWE bei einigen Dark Matches auftritt. Das Ganze geht dann auch gleich noch um den European Champion Titel, den es heute ja nicht mehr gibt. D’Lo hat eine Weste die scheinbar dafür sorgt dass Schläge nichts anrichten und er damit bei Bodysplashes noch mehr Schaden anrichten kann. Natürlich ist das dem Ringrichter scheißegal. Und während das Publikum am Anfang noch zu hören war, ist es schon nach 2 Minuten gestorben. Das zeigt, dass es recht unspektakulär in diesem Match zugeht. Stalling, ein paar Whip-Ins, aber spektakulär ist was anderes. In Fahrt kommt das Publikum erst wieder als The Big Valbowski kontert und einige Moves zeigt, darunter einen knallharten Spinebuster, der aber nicht zum Sieg führt. Das Match kommt dann auch mal etwas mehr in Fahrt und die beiden tauschen nette Aktionen aus, darunter eine Powerbomb die als Konter für D’Lo fungiert, er konterte damit ein Top Rope Manöver von Val, sehr sehenswert gemacht. Zwischendrin fuckt er dann noch eine Powerbomb furchtbar und man muss froh sein das daraus keine Verletzung entstand. Am Ende setzte sich Brown dann auch durch, allerdings nur durch eine sehr fragwürdige Disqualifikation, da Venis den nervigen Ringrichter auf die Seite befördert hat. Ein extrem dummes Ende zu einem ansonsten netten Match 5/10 Val ist so sauer das er unter dem Jubel der Fans den Ringrichter noch mal richtig platt macht. Die Oddities (Bestehend aus Kurrgan, Golga und Giant Silva) kommen zusammen mit Luna Vachon und der Insane Clown Posse zum Ring, die erstmal zeigen darf, das sie miese Rapper sind. Als Gegner kommt Kaientai (Taka Michinoku, Dick Togo, Mens Teioh und Funaki mit Manager Yamaguchi) zum Ring, da sie leichtgewichtige Japaner sind, dürfen sie zu viert ran. Hinter Golga verbirgt sich tatsächlich John Tenta aka Earthquake. Schon nach einer Minute stellt man fest, dass man hier eher ein Comedymatch hat. Golga beweist, dass Headbutts an ihm nichts ausrichten, dass seine aber sehr wohl gefährlich sind und befördert alle 4 Gegner damit aus dem Ring. Golga klaut dem Manager von Kaientai die Schuhe und kippt irgendwas rein. Danach wechselt er Kurrgan rein, der doppelt so groß wie die Gegner ist und deshalb auf die Knie geht. Wirklich lustig ist das ganze nicht, wie gutes Comedywrestling aussieht, beweist Funaki heutzutage ja bei HUSTLE. Aber das ist die WWF und die ist nie lustig. Am Ende gewannen die Oddities als Golga alle 4 Gegner gleichzeitig pinnt. 1/10 In einem Hair vs. Hair Match trifft Jeff Jarrett auf X-Pac. Die Story dahinter ist eine typische Rachestoryline, da Jarrett Howard Finkel die Haare gestutzt hat und das darf ja nicht sein. Das Match beginnt sehr schnell mit Chops und Kontern. X-Pac hat erstmal die Oberhand und befördert aus dem Ring um dann mit einer Body Press vom Top Rope nachzusetzen. Aber draußen kann Jarrett schnell kontern, indem er X-Pac hochnimmt und ihm Bekanntschaft mit dem Ringpfosten schließen lässt…zwischen die Beine. Das sah fies aus. Zurück im Ring setzt Jarrett mit harten Schlägen und Irish Whips in die Ringecken nach. In der letzten Ringecke kann X-Pac aber mit einem tollen Tornado DDT kontern. Danach wird das Tempo etwas zurückgenommen, es folgt eine lange Figure Four Leglock Sequenz, bei der das Publikum wieder mal einschläft. Am Ende kommen Southern Justice zum Ring und wollen Jarrett seine Gitarre zuwerfen, dummerweise gerät sie in die Fänge von X-Pac der sie einsetzt und damit den Sieg davonträgt. Persönlich frag ich mich ja, warum dem Ringrichter nicht auffällt, dass plötzlich ein Wrestler wie tot am Boden liegt und drum rum Einzelteile einer Gitarre sind… Nettes Match mit einigen schönen Aktionen und der richtigen Länge 6,5/10 Ein Mixed Tag-Team Match steht nun auf dem Programm. Marc Mero und Jaqueline treffen auf Edge und Sable. In dem Match ist es die Regel, dass immer nur gleichgeschlechtliche Gegner im Ring stehen dürfen, was dem Ganzen schon mal von vornherein was nimmt. Edge und Mero starten mit Basic Wrestling und recht unspektakulären Manövern. Lustiger wird’s da schon als die beiden Frauen in den Ring geraten. Wirklich Wrestling kann man das nicht nennen und Jaqueline quiekt wie ein Schweinchen. Sable zeigt den TKO und kann damit fast den Sieg davontragen hätte Mero nicht eingegriffen. Gut wird’s wieder, wenn die Männer dran sind, Edge teil kräftig aus und zeigt vor allem hübsche Top Rope Manöver. Allerdings ist das Match insgesamt einfach zu unspektakulär, auch weil man wieder alle Klischees bringt, dass sich das Team Mero/Jaqueline ständig gegenseitig aus versehen KO schlägt ist beim ersten Mal ja ganz OK, aber wenn man das dann mehrere Male bringt, langweilt es einfach nur. Am Ende gewinnen auch Edge und Sable nach dem Downward Spiral und einem Wheelbarrow Splash von Sable. 4/10 Ken Shamrock und Owen Hart treffen in einem Lions Den Match aufeinander. Der Lions Den ist ein mehreckiger Käfig, der an die Käfige der MMA Ligen erinnern soll. Shamrock war vor und nach seiner Wrestlingkarriere ja Kämpfer in der UFC. Das Match fand in einer anderen Halle vor rund 2000 Zuschauern statt, was schon ein ganz anderes Flair mit sich bringt. Das Match ist auch reichlich interessant. Viele schnelle Aktionen, aber natürlich hauptsächlich Submissionmoves. Shamrock setzt die Käfigwände sehr effektiv für Springboardaktionen ein, während Owen die Absperrung eher dazu nutzt seinen Gegner dagegen zu befördern. Beide Wrestler geben sich nichts und Owen blutet schon bald aus dem Mund, kann aber einen Splashversuch Shamrocks in einen Powerslam umwandeln und dann den Sharpshooter zeigen. Ken entkommt dem Move indem er sich an der Käfigwand hochzieht, sehr einfallsreich. Am Ende trägt Shamrock den Sieg mit dem Ankle Lock davon. Insgesamt ein sehr unterhaltsames und spannendes Match, das mit Abstand beste bislang. 8/10 Falls Count Anywhere heißt es nun im Tag-Team Champions Match. Mankind trifft auf die New Age Outlaws (Billy Gunn & Road Dogg). Mankinds Tag-Team Partner Kane erschien erst gar nicht, so ist es hier ein Handicap Match. Die Outlaws bringen eine Mülltonne voll Kram zum Ring und ehe man sich versieht ist dieser mit Stühlen und anderen Waffen voll. Es entsteht ein Brawl und Mankind wird von beiden Seiten mit Backblechen attackiert. Aber er kommt zurück und setzt seinerseits die Waffen ein, aber schon bald wird er von beiden Gegnern wieder überrumpelt. Wrestling gibt es natürlich nicht zu Sehen. Für die WWF werden tatsächlich einige härtere Aktionen gezeigt, wie eine Powerbomb auf zwei Stühle und einen Spiked Piledriver auf den Titel. Für den Sieg der New Age Outlaws reicht das. Mit etwas über 5 Minuten ein sehr kurzes Match das nichts Besonderes war. 4/10 In einem Leitermatch treffen nun Triple H und The Rock aufeinander, es geht um den Intercontinental Titel. Vor dem Match werden wir von der DX-Band genervt die das Theme der Gruppe live spielt. Das klingt richtig schlecht und der „Sänger“ hat eine mädchenhafte Stimme, zum Glück wechselte Triple H später zu Motörhead. Freuen wir uns also lieber auf das Match. Es beginnt mit einer wilden Schlägerei und beide versuchen schon früh ihre Finisher anzubringen, was jeweils scheitert und das Geschehen verlagert sich nach draußen, dort steht ja auch die Leiter rum. Aber es geht erstmal zurück in den Ring wo weiter geprügelt wird. Raus geht es wieder, man kriegt das Gefühl dieses Match wird länger dauern. Laute Rocky Sucks aus dem Publikum, es zeigt sich deutlich das er hier noch längst nicht der People’s Champion ist, was aber auch bedeutet das er noch etwas mehr Moves zeigt, später als er so unglaublich beliebt war, ging er ja praktisch den gleichen Weg wie Hogan und zeigte weniger dafür spielte er mehr mit dem Publikum. Das Problem von Leitermatches ist es ja zumeist, das sie ziemlich Fake wirken. Ein Wrestler liegt am Boden, der andere baut die Leiter auf und klettert in Super SlowMotion nach oben, bis dann endlich der andere kommt und ihn runterwirft. Das sehen wir hier auch, als Rock nach oben will und gut sehbar auf Triple H wartet, der ihn dann mit einer Top Rope Aktion nach unten befördert. Das sah aber zumindest gut aus. Jetzt wird auch endlich die Leiter für Aktionen eingesetzt. Triple H will seinen Pedigree auf die Leiter zeigen aber The Rock kann kontern. Triple H leidet unter einer Knieverletzung die er sich im Match zuzog und die Leiter ist auch schon kaputt, so das Mark Henry anwalzt und eine neue bringt. Dieser wird später noch eine Rolle spielen, nach dem Triple H Rock mit dem Pedigree erlegt, aber dann eine Ladung Pulver von Henry ins Gesicht bekommt. Beide klettern die Leiter hoch, ein Brawl auf der Leiter, Hunter fällt runter und The Rock kann schon fast den Titel greifen, als Chyna in den Ring stürmt und dies zu verhindern weiß. Dies nutzt Triple H um sich den Titel dann doch zu holen und Champion zu werden. Wahnsinnig spannendes Leitermatch, eine der 5 besten in der WWF und das beide Wrestler danach zu absoluten Megastars wurden verwundert wohl niemanden. 9/10 Als nächstes macht sich der Undertaker auf zum Ring und das bedeutet nur eins: Der Main Event ist da. Hier trifft der Deadman im World Champion Match auf Titelträger Stone Cold Steve Austin. Harter Brawl zu Beginn der hin und her wogt und der Taker versucht schon einen Pin. Es ist genau das, was man sich von dem Match erwartet, kaum richtige Moves (Drop Toe Hold ist schon das spektakulärste) aber dafür ein verbissener Brawl wo keiner zurücksteckt. Das Publikum stirbt schnell ab und ist praktisch nur noch ein leises Hintergrundgeräusch. Laut wird’s erst nach dem der Taker seine Flying Clotheline zeigt, die bei einem Typ seiner Größe aber auch sehr spektakulär aussieht und dann folgt auch schon sein Seiltanz aber die Rattlesnake kann ihn runterziehen und tritt auf die Beine des Untoten ein. Das Publikum wacht wieder auf, als Kane zum Ring schleicht, aber der Undertaker schickt ihn wieder zurück. Weiter geht es mit dem Brawl, das Match lebt eindeutig von der Spannung und den beiden Charakteren, für Technikfans gibt es hier eigentlich nichts zu sehen. Der Brawl verlagert sich nach draußen und man merkt das der Tisch der spanischen Kommentatoren noch steht, das darf ja nicht sein. Aber erstmal prügeln sich beide durch das Publikum. Nach einiger Zeit geht es dann doch zum Kommentatorenpult und Austin wird darauf geworden, der Undertaker klettert in den Ring auf den Pfosten und zeigt einen Legdrop auf Austin. Wahnsinn. Aber noch ist das Match nicht zu Ende. Austin blutet ordentlich aus dem Mund, kann aber eine Aktion entweichen und es geht wieder zurück zum Brawl. Danach wollen beide ihre Finisher zeigen, aber sowohl Austin kann dem Tombstone entkommen als auch der Undertaker dem Stunner. Der Undertaker will noch mal seinen Ropewalk zeigen, Austin verpasst ihm aber im Flug einen Low Blow, zeigt seinen Stunner und schafft mit dem Pin den Sieg und bleibt weiterhin Champion. Spannendes Match, das zwar technisch nichts besonderes war aber dafür ein sehr spannender Brawl. 8,5/10 Die letzten beiden Matches und das Lions Den Match waren große Klasse, der Rest war Durchschnitt bis katastrophal, was damals bei den PPVs der WWF schon fast die Norm war. Ansehenswert ist der Summerslam 1998 auf jeden Fall.
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