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WWF Wrestlemania V PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.12.2008

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Am 2. April 1989 veranstaltete die World Wrestling Federation ihre fünfte Auflage von Wrestlemania und das wieder im Trump Plaza, wo im Jahr zuvor schon Wrestlemania IV stattfand. Das ist bis heute das einzige Mal, dass 2 Wrestlemanias in Folge in der selben Location stattfand. Nebenbei war dies wohl eine der schlechtesten Örtlichkeiten, an denen je Wrestlemanias stattfanden und vor allem, sah das schon recht ärmlich aus, weniger als 20.000 Menschen in einer Halle, bei der keine Stimmung aufkommt. Ärmlich deshalb, weil WM3 noch im Pontiac Silverdome (vor nun entweder 78.000 oder 93.178 Fans, man ist sich ja uneinig darüber) und WM6 im Toronto SkyDome vor fast 68.000 Zuschauern stattfand, was gerade bei solch einem Event für die epische Stimmung sorgt. Abgesehen davon sieht es einfach bekloppt aus, wenn die Wrestler nicht einen langen, normalen Weg zum Ring haben sondern eine Treppe runtermüssen und immer darum bemüht sind, nicht auf die Fresse zu fallen und die ganze Halle wie ein überdimensionales Bierzelt wirkt.
Zur gleichen Zeit veranstaltete die NWA als  Gegenreaktion einen Clash of the Champions, das ist ein ebensolcher Großevent, der allerdings frei empfangbar im Fernsehen läuft.
Der Wrestling Observer fand diese Show wohl besser, am Ende des Jahres „zeichneten“ sie Wrestlemania V als schlechtesten Event des Jahres aus. Na ob das stimmen kann?

Rockin’ Robin sang America the Beautiful. Zum Glück war das eine einmalige Sache. Bei den vorherigen und nachfolgenden Wrestlemanias sorgte man dafür, dass bekannte Musiker dieses Stück vortragen.

Los geht es direkt mit dem ersten Match und dort treffen King Haku und Hercules aufeinander. Haku kennt man auch als Meng aus der alten WCW, irgendwann vor diesem Event hat er die Krone und Robe von Harley Race geklaut und nannte sich einfach König.
Haku legt flott los, wird dann aber von Hercules mit einigen harten Aktionen auf die Matte befördert. Im Prinzip ist mehr gar nicht los, Hercules zeigt seine Standard Powermoves, wo ein Bodyslam schon das höchste der Gefühle ist.
Spaßig wird es erst, als Hakus Manager Bobby Heenan von Hercules gejagt wird. Haku nutzt das für einige Aktionen, aber Hercules kommt zurück und legt jetzt richtig los, mit Backbreaker, Powerslam und sogar einem Cross-Body – aber beides führt noch nicht zum Sieg. Als Hercules vom Top Rope fliegen will, macht er nur Bekanntschaft mit Hakus Fuß und das reicht tatsächlich schon zum Sieg.
Unspektakuläres Match, das mit ca. 6 Minuten auch nicht sonderlich lang war.

Das nun folgende Tag-Team Match könnte man auch als „Village People meet the Rockers“ bezeichnen. Denn die Rockers (Shawn Michaels & Marty Jannetty) treffen auf den Big Bossman der schon als Cop unterwegs war und Akeem, the African Dream (Sie nennen sich Twin Towers, ein Name, der in den USA heutzutage wohl nicht mehr verwendet werden würde), eines der klischeehaftesten Gimmicks überhaupt, überboten wird’s nur noch vom Manager: Slick, der aus meiner Sicht wohl ein klischeehafter Zuhälter sein soll. Hinter Akeem verbirgt sich One Man Gang. Gleichzeitig war dies auch die erste Wrestlemania für die Rockers.
Die Rockers legen mit Tempo los und befördern die Gegner erstmal aus dem Ring. Wieder zurück, verpasst der Bossman Michaels eine Ohrfeige, dreht sich dann aber zu Marty Jannetty um, was Michaels für einen Missile Dropkick nutzt. Dann kommt Akeem tanzend in den Ring. Gott, das sieht bekloppt aus und er trifft auf Jannetty, der eine Armdrag zeigt. Jannetty wird aber daraufhin von beiden Gegnern zerquetscht und das bedeutet dass die Heels jetzt loslegen.
Die setzen natürlich in erster Linie ihr voluminöses Gewicht ein, aber richtige Wrestlingmoves gibt es nun nicht. Der Bossman zeigt zumindest mal eine Double Axe. Das Match plätschert mit extrem behäbigem Tempo dahin. Was folgt, wissen wir alle. Jannetty kontert und schafft das Hot-Tag. Während das Publikum ausrastet, prügelt Michaels Akeem platt. Jannetty ist wieder da und sie zeigen eine Double Missile Drop Kick, das sah zumindest schick aus. Die Rockers wollen gegen den Bossman auch noch mal eine Double Missile Drop Kick zeigen, dieses Mal von zwei Pfosten und Michael fuckt das Ganze sehr ab und fliegt völlig am Ziel vorbei. Auweia.
Akeem schmeißt Jannetty raus, während Michaels auf das Top Rope steigt und irgendwas zeigen will, aber vom Bossman abgefangen wird, der dann sofort die Power Bomb zeigt, dann noch der Big Splash von Akeem und die Heels gewinnen.
Insgesamt ein sehr lahmes, behäbiges Match, bei dem auch noch einige Aktionen der Rockers ziemlich abgefuckt wurden. Man merkt deutlich, dass es den beiden noch an Erfahrung fehlte.

Der Million Dollar Man gibt es ein Interview und präsentiert neben seiner fiesen Lache den Million Dollar Title, der kurz zuvor eingeführt wurde. Das war kein offizieller Titel und macht auch nicht wirklich viel Sinn, von der WWF war es wohl eine Art „Sorry, du bist ein toller Wrestler, aber der Titel bleibt bei Hogan, hier hast du aber einen eigenen“ oder so.

Ted DiBiase kommt jetzt auch gleich zum Ring und trifft auf das nächste WWF Village People Mitglied, Brutus „the Barber“ Beefacake.
Beefcake lockt mit flotten Aktionen los, von Hip-Toss bis Back Body Drop zeigt er sein ganzes Arsenal schon in den ersten 2 Minuten. DiBiase und Beefcake prügeln dann rum und der Million Dollar Man übernimmt das Match mit Schlägen, Elbows und seinem Fist Drop. Nach einem Double Ax vom zweiten Seil, folgt der erste Pinversuch, der nicht zum Erfolg führt. Beefcake kann dann überraschend mit einem Small Package kontern, aber das führt nicht zum Sieg, sondern nur dazu, dass Ted sauer ist und Beefcake mit einem Back Suplex zusetzt und dann folgt auch schon der Million Dollar Dream, aber der Frisör kann sich ins Seil retten. Beefcake kommt mit Schlägen zurück und befördert dann den Kopf des Millionärs exakt zehnmal auf das Eckpolster, Ted kippt um und findet sich in einem Sleeperhold wieder. Aber da springt Teds Sklave Virgil auf die Ringkante und Beefcake irritiert das so, das er loslässt und aus dem Ring springt um auf Virgil loszugehen. Der Million Dollar Man springt nach einiger Zeit hinterher und plötzlich wird der Kampf abgeläutet. Beide Wrestler wurden ausgezählt – auch wenn der Million Dollar Man doch gute 5 Sekunden nach Beefcake aus dem Ring sprang.
Ein Match, das über die gesamten 10 Minuten dahinplätscherte. DiBiase konnte zu keiner Sekunde zeigen, warum er so ein toller Wrestler ist, da Beefcake da einfach nicht mithalten kann. Das Ende war dann erst recht blöd.

Jaques und Raymond sind die Fabolous Rougeau Brothers und sie treffen auf die Bushwackers, die irgendwie immer unglaublich beliebt waren, obwohl ihr Gimmick (Leute ablecken, blöde Gucken und mit den Armen wedeln) reichlich doof war. In den 70ern und 80ern waren sie noch das gefürchtete Hardcore Team Sheephearders. Jaques Rougeau wurde Anfang der 90er ja zum Mountie.
Nach einem kurzen Intermezzo mit Jimmy Harts (Manager der Rougeaus) Jacke, geht das Match dann mal los. Die Rougeaus spielen von Anfang an die Heels, lenken den Ringrichter ab und prügeln Luke zusammen, der sich dann auch kurzzeitig in einer Boston Crab befindet. Dann schickt Jaques Luke in die Ringecke, zeigt einen Bodyslam und einen Double Ax (Ein scheinbar sehr beliebter Move damals)  Die Heels haben das Match unter Kontrolle, zeigen aber kaum spektakuläre Aktionen.
Der Fehler ist, das Heels posieren, das machen die Rougeaus auch und die Bushwackers nutzen die Chance für ihre Battering Ram. Was dann auch zum Sieg reicht.
Ein reichlich unspektakuläres Tag-Team Match nach Schema F, das aber nur gute 5 Minuten dauerte.

Mr. Perfect (Curt Hennig) stolziert zum Ring und trifft auf den Blue Blazer, hinter diesem maskierten Charakter verbirgt sich Owen Hart und das sorgt gleich mal für einen ordentlich schlechten Beigeschmack, starb Owen doch bei WWF Over the Edge ’99 in diesem Kostüm.
Owen startet sehr dynamisch mit schnellen Aktionen und einem sehr netten Kick auf den mittlerweile außerhalb des Ring stehenden Perfect. Zurück im Ring gibt’s eine Armbar für Hennig, der sich aber befreien kann und einige Chops zeigt. Aber der Blazer kontert sofort, es geht hin und her mit schnellen Aktionen und einem schönen Standing Drop Kick von Owen. Der verprügelt Perfect dann auch recht ordentlich, bis er aufs Top Rope steigt und nur in den Knien des „perfekten Wrestlers“ landet. Trotzdem lässt sich Owen davon nicht beeindrucken und kann dann wieder mit einem Cruzifix kontern, der 2-Count, scheint dem Blazer zu wenig und er diskutiert mit dem Ringrichter, was Mr. Perfect ausnutzt und urplötzlich seinen Perfect-Plex zum Sieg zeigt.
Ein schnelles, dynamisches Match mit vielen tollen Aktionen. Leider war es mit unter 6 Minuten viel zu kurz. Den beiden hätte man mindestens 10 Minuten geben sollen.

Kennt jemand Run DMC? Muss damals wohl irgendwie bekannt gewesen sein. Auf jeden Fall kommen sie zum Ring und rappen irgendeinen Dreck zusammen –> Fast Forward und die Zeit hätte man wirklich lieber dem vorherigen Match gegeben.
Danach folgt noch eine Promo mit Mr. Perfect.

Die Abfolge Singles Match -> Tag-Team Match, wird beibehalten und jetzt geht es auch noch um die Tag-Team Titel. Diese wurden zu dem Zeitpunkt von Demolition (Ax und Smash) gehalten und sie treffen auf die Powers of Steroids…äh Pain (Warlord & Barbarian) und ihr Manager Mr. Fuji steigt auch noch in den Ring, was das ganze zu einem Handicap Match macht. Mr. Fuji sah man zuvor in einer Szene, wo er unter Beweis stellte, dass er topfit ist und mal eben 5000 Meter in unter 20 Minuten lief. Die Fehde führt zurück bis zur Survivor Series 1987 als Mr. Fuji nicht mehr Manager von Demolition sein wollte, die daraufhin einen Faceturn hinlegten. Das Ganze wird vor dem Match noch durch ein Video genauer erläutert.
Es wird erstmal viel geprügelt, ehe Smash dann mal ein paar Schläge zeigt und den Barbarian verkloppt. Danach darf auch Ax rein und zeigen was er kann und das ist immerhin ein Bodyslam. Smash kommt wieder rein und das führt dazu, dass der Barbarian mit einigen Schlägen zurückkommt. Dass Tag mit dem Warlord hätte er eher gelassen, denn dieser wird dann von Smash attackiert. Aber irgendwie wird hier nur geschlägert und die Powers of Pain zeigen ein paar Heelaktionen. Das ganze ist höchst unspektakulär. Die Heels zerstören Demolition für einige Zeit mit Schlägen, Tritten und Double Axes. Ab und zu darf auch Mr. Fuji einiges zeigen, sogar eine Top-Rope Aktion, aber Ax kann ausweichen und das Hot-Tag erfolgt…nicht, weil der Warlord anstürmt. Ax kann dessen Angriffe aber abwehren und schafft dann doch noch, Smash einzuwechseln. Der legt los, was bei solchen Hot-Tags ja immer passiert. Die Heels greifen aber wieder an und haben Smash unter Kontrolle. Der Warlord hält diesen fest und Fuji will Salz werfen, trifft aber nur seinen Schützling. Die Demolition Decapitation (Eine Combo aus Backbreaker Hold und Second Rope Elbow Drop) folgt und das ist der Sieg für Demolition.
Höchst unspektakuläres um nicht zu sagen schlechtes Match.

Die Twin Towers geben eine Promo. Akeem „tanzt“ jetzt noch merkwürdiger, vielleicht ist das aber auch Parkinson oder so, es sieht jedenfalls bizarr aus und dieser völlig aufgesetzte Ghettoslang muss doch auch nicht sein. Meine Güte.

Match Nummer sieben folgt und damit sind wir bei der Halbzeit (The Horror continues)
Dino Bravo trifft auf Ronnie Garvin. Das kann ja was werden.
Das Match wird erstmal unterbrochen um Jimmy Snuka anzukündigen, der zum Ring kommt. Mehr wird damit nicht gemacht.
Shoulderblocks, Schläge, Tritte – auch dieses Match lässt sich so zusammenfassen. Irgendwie passiert hier gar nichts und das merkt man auch am toten Publikum. Das Match hätte eher bei einer der Wochensendungen wie Wrestling Challenge stattfinden sollen.
Ronnie Garvin befördert Bravos Kopf ins Ringpolster. Zumindest sollte das so sein, aber das sieht so extrem Fake aus, das man nur noch lachen kann.
Garvin will dann einen Piledriver zeigen, aber Bravo kontert zu einem Backdrop, aber Garvin kann das wiederum in einen Sunset Flip kontern. Na, das sah doch nett aus.
Bravo kommt aber bei 2 raus, zeigt dann den Side Suplex und gewinnt.
4 Minuten pure Zeitverschwendung der langweiligen Sorte. Schrecklich.

Was folgt? Na klar, ein Tag-Team Match.
Strike Force (Rick Martel & Tito Santana) treffen auf die Brain Busters (Arn Anderson und Tully Blanchard), das ist die Hälfte der legendären Four Horseman.
Die Strike Force legt los wie die Feuerwehr mit Schlägen und einem sehr merkwürdigen Submissionmove, wo Anderson auf die Matte gedrückt wird. Schon danach zeigt Martel die Boston Crab, aber Tully greift ein. Danach wird’s wild, alle vier sind im Ring und die Strike Force zeigt 2 Figure 4 Leg Locks an den Gegnern. Der Ringrichter hat nicht mal Interesse daran, die Heels aus dem Ring zu halten, immer wieder attackieren sie illegal zu zweit.
Dann passiert ein kleiner Unfall als Santana aus versehen Martel trifft. Währenddessen ist Arn wieder im Ring und attackiert Santana. Das wogt so hin und her. Santana kämpft gegen beide Brain Busters, da Martel außerhalb des Rings liegt.  Zum Sieg reicht es für die Heels aber nicht, da Santana tapfer kämpft und ab und an sogar Aktionen zeigt.
Eingeleitet wird nun auch der Heelturn von Rick Martel, der Santana nicht auswechselt und dann einfach vom Ring verschwindet. Das Publikum ist jetzt kräftig am buhen.
Und die Brain Busters gewinnen mit dem Pile Driver Spike.
Auch das war wieder ein eher unspektakuläres Match, das so vor sich hinplätscherte und nur dem Ziel diente, Martel zum Heel zu turnen und Strike Force aufzulösen.
Rick Martel gibt ein Interview. Danach transformierte er ja zum Model.

Roddy Piper musste man wohl auch noch unterbringen und deshalb darf er jetzt sein Talk-Show Segment Piper’s Pit abhalten. Zuerst kommt aber Brother Love heraus, zu Pipers Musik. Das Publikum ist davon nicht begeistert, ich auch nicht. Brother Love imitiert Piper. Soll wohl lustig sein, oder so. Nach diesem öden Intermezzo kommt Morton Downey Jr. zum Ring. Wer zur Hölle ist das nun?
Dann kommt endlich auch mal Piper zum Ring. Wenn jemand diesen Clusterfuck retten kann, dann er. Piper macht sich über Brother Love lustig, während dieser Morton Downey rauchend rumsitzt und irgendwann unseren Lieblingsschotten mit Zigaretten bewirft. Das Ganze dauert EWIG und wirkt absolut plan- und ziellos. Brother Love verschwindet und Piper wendet sich dem Raucher zu, Downey pustet Piper mehrere Male Zigarettenrauch ins Gesicht, der davon so genervt ist, dass er mit einem Feuerlöscher antwortet. Lustig….NICHT.
Heutzutage würde das Publikum bei so etwas lautstark „This is Bullshit“ rufen. 1989 war man einfach nur leise.

Intermissionmania is running wild, heißt es jetzt. Was bedeutet, dass ein Trailer zum Trashfilm No Holds Barred folgt. Ein Interview mit Donald Trump. Die beiden Moderatoren Gorilla Monsoon und Jesse Ventura reden über No Holds Barred. Ventura shootet hierbei gelungen gegen Hogan.
Danach folgt noch ein Video Package zum Thema Rise and Fall of the Mega Powers. Dieses Team bestand aus Hogan und Macho Man, die sich unmittelbar vor der Wrestlermania im Streit auflösten, weil Savage dachte Hogan hätte was mit Miss Elizabeth.
Danach darf Hogan noch eines seiner grunzigen Interviews liefern.

Vor dem ganzen Intermezzo gab es ein Tag-Match, also jetzt wieder ein Einzelmatch.
Andre the Giant trifft auf Jake Roberts und Big John Studd spielt den Special Guest Referee. Interessanterweise kommt dieser mit der Musik zum Ring, die später Hacksaw Jim Duggan gehören wird. Studd gewann überraschend den Royal Rumble 1989 und man wollte eine Fehde zwischen ihm und Andre einleiten. Diese kam aber nie zu Stande, da beide enorme gesundheitliche Probleme hatten. Generell hätte Andre eigentlich nach Wrestlemania 3 zurücktreten müssen, er war körperlich völlig am Ende und konnte kaum noch was zeigen.
Der Kampf zwischen Andre und Roberts kam dadurch zu Stande, das Andre irgendwie Angst vor Schlangen hat, oder so.
Irgendwie ist ein Turnbuckle Pad verschwunden, das Andre ausnutzt und Jake da gleich mal rein befördert. Aber The Snake kommt schnell wieder zurück und The Giant ist mal wieder in den Seilen gefangen.
Machen wir es kurz. Auch wenn das Match fast 10 Minuten dauert, was definitiv viel zu lang ist, wird nicht viel geboten. Andre schleicht im Schneckentempo durch den Ring, wenn er sich nicht gerade an den Seilen festhält. Jake kann auch nicht viel machen, außer Schläge und Tritte zu zeigen. Das Ganze ist einfach katastrophal, trotzdem ist das Publikum überraschend lautstark dabei und fiebert mit Roberts mit. Wobei ich mich schon frage, wie man diese völlig lächerlich aussehenden Schläge von Andre ernst nehmen kann.
Zwischendrin tauchte der Million Dollar Man auf klaut Jakes Schlange, der sofort hinterher rennt, währenddessen greift Andre Big John Studd an, das läuft im Split-Screen und ist absolutes Chaos. Jake hat die Schlange wieder und befördert sie in den Ring, woraufhin Andre in Zeitlupe flüchtet. Jake Roberts gewinnt durch DQ.
Absolut grässliches, katastrophales „Match“. Es wäre wohl intelligenter gewesen, ein Tag Match mit den vier Wrestlern zu machen, dann hätte man auch auf das grausame Beefcake Match verzichten können.

Tag-Team Action once again, schon erstaunlich wie strikt die Formel durchgezogen wird.
Die Hard Foundation (Bret Hart und Jim Neidhart) treffen auf Rhythm & Blues (Honkey Tonk Man und Greg „The Hammer“ Valentine)
Bret und Honky Tonk Man beginnen mit einem Lockup und einigen Schlägen und der Hitman befördert seinen Gegner mit einem Atomic Drop zu Boden, so dass dieser erstmal The Hammer einwechselt. Der hat es dann schnell mit Jim Neidhart zu tun, der erst Valentin und dann dessen Tag-Team Partner mit Dropkicks umhaut. Neidhart versucht einige Mal einen Pinversuch aber immer wieder stürmt die Elvis-Kopie in den Ring und rettet seinen Partner.
Dann verfällt das Match in das typische Tag-Team Schema, das man bei diesem Event schon zu oft gesehen hat. Die Heels legen los, werden am Ende aber dann doch von den Faces besiegt. Die Hart Foundation gewinnt, nachdem Jim Neidhart sein Megaphon zu Rhythm & Blues werfen will, aber Neidhart kommt schneller dran, wirft es Bret zu, der den Honky Tonk Man damit an der Schulter trifft, was scheinbar dafür sorgt das dieser KO geht.
Unspektakuläres Match, das nichts zu bieten hatte.

Das Intercontinental Champion Title Match steht nun an. Der Champion ist der Ultimate Warrior und er trifft auf „Ravishing“ Rick Rude.
Der Warrior stürmt zum Ring und attackiert direkt Rude, der versucht mit einem Tritt zu kontern, aber der Warrior hat immer noch den Gürtel an, so dass Rude nur diesen trifft und wie wir wissen, sind Wrestling Champion Gürtel aus dem härtesten Material gemacht und verursachen unglaubliche Schmerzen. So legt der Champion auch weiter los und schleudert Rude durch die Gegend, ehe er zu einem Bearhug ansetzt. Rude kann sich befreien und genauso aus dem zweiten Bearhug. Auch wenn der Warrior alles einsetzt und sogar Rude beißt, kann er den Sieg noch nicht erringen. Rude zeigt einen Piledriver und versucht damit ebenso einen Pinversuch wie nach einer Clotheline. Der Herausforderer hat das Heft nun fest in der Hand und versucht den Warrior mit Aufgabegriffen zu schwächen. Der kommt aber schon bald wieder zurück und zeigt eine Clotheline die Rude fast geköpft hätte, aua.
Nach einem misslungenen Splash in die Ecke ist der Warrior aber wieder etwas angeschlagen, kann sich aus dem Rude Awakening aber noch befreien. Warrior zeigt dann wieder einige Power Moves, wirft Rude aus dem Ring, zurück in den Ring und mit einer Clotheline wieder nach draußen. Dann will er einen Suplex zeigen, aber Heenan greift ein und hält die Füße Warriors fest. Rude landet auf ihm, der Pin wird gezählt und Rude ist neuer Champion.
Nach dem Match schnappt sich der Warrior Bobby  Heenan und befördert ihn unter dem Jubel der Fans mit einem Gorilla Press auf den Boden.
Insgesamt ein sehr unterhaltsames Match, mit guter Ringpsychologie und einem guten Ende.

Hacksaw Jim Duggan trifft auf Bad New Brown, in einem Match, das auch nicht wirklich was bei Wrestlemania verloren hat. Kompletter Filler, der zudem auch nur 3 Minuten dauert.
Beide sind Brawler und das zeigt Brown auch in dem er sofort auf Duggan einprügelt. Dann wirft er Duggan in die Ringecke und will nachrennen, aber Hacksaw kann ausweichen und setzt nun selbst mit Schlägen und Clothelines nach. Es ist aber schon erstaunlich, wie laut das Publikum ist und sie stehen natürlich auf Seiten Duggans. Schläge, Tritte, Headbutts und Clothelins, mehr gibt es hier gar nicht zu sehen.
Am Ende hat Bad News Brown genug davon, schnappt sich einen Stuhl und geht damit in den Ring, was dem Ringrichter nicht gefällt. Duggan schnappt sich sein Holz (Das dieses Mal scheinbar sogar real ist) und sie prügeln aufeinander ein, was zur Disqualifikation beider Wrestler führt.
Recht belanglos, unspektakulär und überflüssig.

Bobby Heenan steigt nun in den Ring und trifft auf den Red Rooster, eines der dämlichsten Gimmicks aller Zeiten, das Terry Taylors Karriere nachhaltig zerstört hat.
Heenans Kopf wird dreimal aufs Ringpolster befördert, ein Irish Whip in die andere Ecke folgt. Ein paar Schläge und Heenan will ein Reversal zeigen, schafft das auch, rennt dann los, aber Taylor kann ausweichen und so landet Heenan mit dem Kopf voraus in der Ringecke. Er kippt um, der Pin, der Sieg. 30 Sekunden hat das ganze gedauert.

The Mega Powers explode.
Mega Powers war das Team aus Hulk Hogan und Macho Man Randy Savage. Beide arbeiteten gut zusammen, bis Randy Savage der Meinung war, Hogan würde sich an Miss Elizabeth ranmachen, was ja nun nicht geht. So haben sich beide im Streit getrennt und eine Fehde angefangen. Um den World Champion Titel geht es dabei natürlich auch noch, der Macho Man gewann diesen bei Wrestlemania IV.
Savage springt erstmal aus dem Ring, kommt dann aber zurück und Hogan zeigt erstmal seine Stärke in dem er Randy durch den Ring wirft und einen Shoulderblock zeigt. Macho Man ist damit beschäftigt aus dem Ring zu flüchten. Dann kommt er aber mit einigen unfairen Aktionen und Headlocks zurück. Aber als der Hulkster kontert, flüchtet der Macho Man abermals aus dem Ring. Hogan jagt ihm hinterher, bis Savage Miss Elizabeth als Schutzschild benutzt. Zurück im Ring überrascht und Hogan mit Chain Wrestling und einer schönen Kombination aus Arm Drag in einen Drop Toe Hold. Gefolgt von einem Chinlock in einen Headlock. Aus dem kann sich Macho Man aber mit einem Back Suplex befreien. Wow
Savage versucht nach einem Double Ax vom Top Rope einen Pin, der aber nur bis 2 geht.
Savage setzt mit einer langen Armbar nach. Als der Hulkster wieder steht, versucht es Macho mit ein wenig Haareziehen, aber der Hulkster wirft ihn einfach aus dem Ring.
Zurück im Ring mach Savage Bekanntschaft mit den Ringecken und einer Clotheline und einigen Elbows. Aber Savage kommt zurück und als er seinen Gegner in einen Sleeperhold nimmt, sieht man, dass Hogan blutet.
Aber so schnell gibt der gelbrote Kämpfer nicht auf, er kommt zurück, fängt Savages Bein auf und zeigt einen Atomic Drop, der Elbow Drop geht aber daneben. Macho schiebt Hogan in die Ringecke und rollt ihn ein, aber das reicht nicht zum Sieg. Aber davon lässt er sich nicht schockieren und setzt mit Schlägen und Whips nach, als er dann etwas zu lang jubelt, kommt Hogan zurück. Der setzt Savage schwer zu und wirft ihn aus dem Ring. Elizabeth versucht ihm zu helfen, aber er schubst sie weg und bedroht sie, ehe der Hulkster zur Rettung eilt. Hogan will den Champion gegen den Ringpfosten befördern, aber Elizabeth hat etwas dagegen und verschafft Randy Savage dadurch genug Zeit um sich zu befreien und den Hulkster selbst in die Ringecke zu werfen.
Nach einem kurzen Intermezzo rund um Elizabeth, wo Ringrichter Earl Hebner diese Backstage schickt, geht es zum Glück weiter.
Hogan hängt benommen in der Ringabsperrung und Macho nutzt die Chance mit einem Double Axe vom Top Rop auf Hogan zu springen.
Der Hulkster ist nun ziemlich am Ende, aber aus dem Pinversuch kann er sich befreien. Randy Savage setzt nun das Tape ein, das um sein Handgelenk gewickelt war und bearbeitet danach Hogan weiter mit Aktionen bis er seinen Finishing Move, den Flying Elbow Drop zeigt.
Was jetzt kommt, wissen wir alle. Macho Man will Hogan pinnen, der kommt bei 2 raus.
Dann schüttelt er wild mit dem Kopf, guckt blöde und powert sich hoch. Big Boot, Leg Drop und er ist neuer Champion.
Die Halle rastet aus.
Das Match war insgesamt sehr unterhaltsam und gut.

Wrestlemania V war eine lange Veranstaltung. Allein gute 2 Stunden Wrestling wurden geboten. Dazu eine lange Intermission, das lange Piper’s Pit, viele Interviews und Promos sowie Szenen nach den Kämpfen, wodurch das Ganze etwa 4 Stunden betrug. Leider war nur wenig gutes dabei. An sich eigentlich nur der Main Event und das Warrior – Rude Match. Der Rest war Schema F Programm zwischen ganz Nett (das meiste) und scheiße (Duggan – Bad News, Heenan – Rooster). Das Perfect – Blazer Match hätte mit mehr Zeit toll werden können.
Insgesamt eine eher schlechte Wrestlemania und der Wrestling Observer lag mit seiner „Auszeichnung“ wohl nicht so ganz daneben.

Bewertung
4,5/10
 
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