|
Großen Ankündigungen folgt meist wenig Großes. Wrestlemania hat viele „große“ Spitznamen: The Granddaddy of them all, The Sports Entertainment Spectacular, The Showcase of the Immortals und noch viele andere Begriffe. An sich ist es erstaunlich, das Wrestlemania dann oft genug eher enttäuschend ist. Zu viel Hype ist schlecht für das Geschäft. Denkt man an schlechte Wrestlemanias denkt man an die zweite, die neunte oder die elfte. Vielleicht auch einige dazwischen wie die verdammt langweilige vierte Ausgabe und ganz besonders eben auch die 15. Wrestlemania XV fand am 28. März 1999 statt. WWF Attitude was running wild, die WWF war ganz oben, Wrestling war nach den 80ern mal wieder verdammt populär und das, weil man das Wrestling auf ein Minimum beschränkte. Ich sah mir den Event an und fand ihn furchtbar, dann hab ich den Bericht in einer alten Power Wrestling gefunden. Die Power Wrestlng ist schon ein lustiges Witzblatt. Verdammt amateurhaft, verdammt lächerlich und absolut Pro-Mainstream. Das ist damals wie heute der Fall, früher war sie aber vielleicht noch wesentlich mehr im Stile einer miesen Schülerzeitung geschrieben. Wrestlemania 15 kam da als „recht gut“ davon. Das passiert, wenn man schlechtes Kraut raucht oder denkt, dass Vince Gott ist. Wrestlemania 15 fand in Philadelphia, Pennsylvania statt, im First Union Center, der Heimat der Philadelphia Flyers die ich nicht sonderlich mag. 20.276 Zuschauer durften sich fast 3 Stunden lang Wrestlecrap ansehen. WM9 hatte ich seinerzeit durch das Trinkspiel erträglich gestaltet. Wrestlemania 11 hatte Schaefer und Zapf als trashige Unterhaltung. WM15 gebe ich mir im Originalton und es hilft wohl nur der Griff zur Whiskeyflasche, denn wir begeben uns auf einen Pfad den zuvor nur Wrestlemania 2, Heroes Of Wrestling, King of the Ring 1999, diverse WCW 1999/2000 PPVs und Herb Abrams UWF oder die schrottige GLOW Liga beschritten haben. Ich nehme das Fazit nun sicher absolut vorweg, aber anders geht es einfach nicht. Nachdem wir von Boyz II Men und ihrer Version von America the Beautiful gequält wurden, gibt es ein nettes Intro, Freddie Blassie hat das gesprochen, das ist gut (und eines der wenigen Highlights). Jerry Lawler und Michael Cole sind die Kommentatoren. COLE? COLE?????? Ach du verdammte Scheiße, muss ich mir den Idiot auch noch geben? Bäh, erstmal ran ans Fass. Feuerwerk und Gelaber zur weiteren „Einstimmung“, ich nutze dafür eher den Whiskey. Los geht es mit dem Triple Threat zum bedeutungslosen Hardcore Titel: Der Champion war der nicht wirkliche Hardcore Wrestler Billy Gunn (Der ein Mr. Ass Shirt trägt aber als „Bad Ass“ angekündigt wiird). Er trifft auf den genauso großen Hardcore Joke Hardcore Holly und Al Snow. 1/3 Talent im Ring also. Alle drei brawlen rum. Schläge, Tritte und Elbows. Mehr darf man von Gunn und Holly nicht erwarten, Al Snow hält sich dezent zurück, da er die beiden nicht völlig lächerlich machen will. Es folgt aber dann doch eine längere Sequenz, wo Snow abwechselnd auf beide Gegner eintritt, immer wieder und immer mehr. Dann wirft er Holly aus dem Ring, auf den Kommentatorentisch und peitscht ihn mit einem Kabel. Lame Ass kommt dazu und prügelt auf Snow ein. Wrestling? Fehlanzeige! Hardcore? Fehlanzeige. Es wird gebrawlt und irgendwann befördert Holly Al Snow mit einem Vertical Suplex auf die Matten um den Ring. Hätte er sich um 180° gedreht wäre es auf den Hallenboden gegangen und es wäre mal etwas Hardcore geworden. Snow grabscht einen Hockeyschläger unter dem Ring hervor und prügelt auf beide Gegner ein. Das bis dahin eingeschlafene Publikum startet einen „Let’s go Flyers“ Chant. Dann zerrt Snow ein Tablett voller Pillen unter dem Ring hervor (?!) und selbige fliegen in der Gegend rum. Das war sicher ein Monatsvorrat Steroide der da draufging, während Cole was von Gatorade faselt. Macht keinen Sinn ist aber typisch Cole. Mr. Arsch hat den Hockeyschläger und verprügelt Holly während Snow einen Besen unter dem Ring hervorzieht und beide damit verprügelt. A Fistful of Broomstick? Jeez. So geht das immer weiter, Gunn holt einen Stuhl aber er kriegt den Besenstiehl des Todes ab und wird dann mit dem Stuhl bearbeitet den nun Al Snow im Besitz hat. Er nutzt den Stuhl noch für einen Sprungkick, was sehr an Sabu erinnert und zu „ECW“ Chants im Publikum führt. Das Ganze ist langweilig, es passiert wenig und Hardcore ist das einfach auch nicht. Da hilft es auch nicht, dass Snow noch einen Tisch auspackt. Er dominiert so sehr, das es klar ist, das er nicht gewinnen wird. So kommt es dann auch: Mr. Arsch wirft Snow durch den Tisch, will ihn pinnen aber Holly attackiert ihn mit dem Stuhl und pinnt dann Snow selbst. Hardcore Holly wurde so zum zweiten (von insgesamt 7x) Mal Hardcore Champion. Das Match war beschissen und mit 7 Minuten zu lang. Der nächste Titel steht auf dem Programm, der Tag-Team Titel. Die Champions waren Owen Hart und Jeff Jarrett (die Debra zum Ring ziehen), sie treffen auf Test und D’Lo Brown (mit Ivory). D’Lo Brown und Test wurden vorher bei Heat in einer Battle Royal als Tag-Team Partner ermittelt. Eigentlich ist klar, dass sie nicht Champions werden. Trotzdem stürzen sie sich hoffnungsvoll auf die Champions und prügeln los. Test mit einem Big Boot gegen Owen der sich eine Clotheline einfängt die real gesessen hat, Test hat das schön abgefuckt. Test und Owen begeben sich dann auf den Ringrand, so das D’Lo und Jeff im Ring das Match weiter bestreiten können. Brown zeigt ein paar schnelle Aktionen, den Flying Shoulderblock, eine Clotheline und Jeff taggt erstmal Owen ein, Brown macht das gleiche mit Test der dem Titelträger eine Powerbomb verpasst und den Pinversuch auf 2. Owen dann mit dem Standardprogramm: Enzuigiri und Sharpshooter, den aber D’Lo Brown unterbrechen kann (Während der Ringrichter blöd schauend dabei steht), der wird dann offiziell eingewechselt und zeigt seine zwei Moves die er kann (Body Slam und Leg Drop), rennt dann ins Seil wo er von Jeff attackiert wird. Das gibt Owen die Chance zum Spinning Heel Kick und er setzt mit einem Gutwrench Suplex nach. Dann darf Jeff rein, die Titelträger mit einer Double Clotheline aber Brown kämpft sich zurück und verpasst beiden jeweils Body Slams und Jeff eine Art Spinebuster zum 2 Count. Dann bricht das Chaos aus als alle 4 im Ring brawlen und außerhalb Ivory und Debra rumstreiten, was Test ablenkt, D’Lo auch, der sich einen Top Rope Drop Kick von Owen einfängt, den Jeff in eine Bridge zum Pin nutzt. Der Ringrichter ist zwar ne halbe Mnute abgelenkt, aber zum Sieg reicht es trotzdem, weil….scheinbar der Drop Kick ganz böse war. Das hat keine 4 Minuten gedauert, in diesem kurzen Zeitraum kann man nichts Vernünftiges aufbauen, auch wenn das Finish ganz nett anzusehen war. Trotzdem: Mist. Das schöne am Pro-Wrestling ist, das es durchgeplant ist. Booker bestimmen, wer gewinnt, was passiert. Es funktioniert gut. Was passiert, wenn man die Komponente „durchgeplant“ entfernt, hat die WWF sehr gekonnt mit dem Brawl 4 All Turnier gezeigt. Das war ein Shoot, nichts war geplant, die Kämpfe waren real. Was dazu führte, dass sie einerseits sehr langweilig und unspektakulär waren und es am Ende nicht so lief wie sich die Booker es erhofften. Dr. Death Steve Williams wurde als Sieger erhofft, flog aber im Halbfinale raus. Gewonnen hat Bart Gunn, der seit dem Ende der Smoking Gunns keine Bedeutung mehr hatte. Da er das Turnier gewann, durfte er seine Kraft bei Wrestlemania unter Beweis stellen in einem Boxkampf gegen Butterbean. Es wird großer Aufwand betrieben, der Ring wird in einen Boxring umgebaut, als Special Referee hat man Vinny Pazienza…wer auch immer das ist. Dann werden noch ein paar Juroren vorgestellt die mir auch nichts sagen und man hätte es sich auch sparen können, da Butterbean Bart Gunn nach etwa 30 Sekunden KO schlägt. Ja, das war Crap und ging so schnell, das man den KO Schlag noch unzählige Male im Replay zeigt. Weil es so kurz war hüpft noch jemand als Huhn verkleidet um Vinny Pazienza, der diesen KO schlägt. Was auch immer das war. Auf geht’s zum nächsten Match: Big Show gegen Mick Foley. Der Gewinner dieses Matches darf den Ringrichter im Main Event geben. Brawl zum Start und Foley versucht Big Show mit Clothelines umzuhauen, fängt sich aber den Big Boot vom ehemaligen Giant ein. Der dann mit einem Headbutt nachlegt, durch den Foley in Zeitlupe aus dem Ring purzelt. Brawl draußen, Big Shows Kopf wird ein paar mal auf die Ringtreppe geknallt. Es ist alles sehr, sehr behäbig. Laaaaaaaaaaangsam. Er wirft Foley gegen die Ringtreppe nachdem er dessen DDT Versuch abblockte. Big Show braucht ungefähr 20 Sekunden um von einer Ringseite zur anderen zu gelangen und dann setzt er mit einem Zeitlupen-Headbutt nach. Zeit vergeht als Big Slow Foley in den Ring zurück schiebt und mit langsamen Chops und Schlägen weiter macht. Das ist furchtbar. SIDE RUSSIAN LEG SWEEP! Holy Shit, ein Wrestlingmove von Big Show – das sogar mit etwas Tempo. Whoa. Er schiebt Foley gegen die Ringseile, schlägt dann meilenweit vorbei und fliegt dadurch über die Seile. Äh…Botch? So geplant war das wohl kaum, es sah dämlich aus. Cole labert was davon dass Foley sich geduckt habe, er hat sich aber keinen Zentimenter bewegt. Hm….Hm…furchtbar. Foley zieht die Socke aus der Hose. Mr. Socko war auch so was dämliches. Mandible Claw – aber Show kann sich raus kämpfen. Ich glaube Mr. Socko wäre witziger gewesen, wenn das so eine Al Bundy Socke gewesen wäre, mit Löchern, dreckig und eklig – statt einer perlweisen, neuen Socke wo man mit Edding ein Gesicht drauf malte. Mandible Claw zum zweiten, Show schlägt zu. Mandible Claw zum dritten und Foley tritt seinem Gegner noch dazu zwischen die Beine, was Show weniger sellt als die Claw…hm. Ein paar Minuten später kann sich der Ex-Giant befreien. Er kickt Foley aus dem Ring, bearbeitet ihn mit einem Stuhl. Dann baut er direkt 2 Stühle im Ring auf und chockeslammed Foley dadurch. JETZT wird er disqualifiziert. Warum nicht vorher? Mieses Booking! Das Match war katastrophal, also wirklich scheiße, richtig scheiße und mit 6:50 (zweitlängstes Match bislang!) schon wieder zu lang. Vince kommt raus, da Giant Teil der Corporation war, durch die DQ ist er eben nicht der Referee was Vinny Mac so gar nicht gefällt. Big Show attackiert ihn, das war der Face Turn. Jetzt wird es untalentiert. Das Four Corners Elimination Match um den Intercontinental Champion Titel folgt. Champion war Mr. Untalentiert Jesse James, der Road Dogg, außer Micwork (und die ständig gleichen Sprüche) hatte er nichts drauf – war aber populär. Er trifft auf Goldust, Val Venis und Ken Shamrock. Zumindest ist mit Venis ein guter Wrestler dabei. Brawl zu Beginn, Shamrock mit einer nicht so schönen Headscissor an Goldust, die wir aber zum Glück auch nur halb sehen weil der Ringrichter vor der Kamera steht. Goldust fliegt aus dem Ring, woraufhin Shamrock und Road Dogg erstmal Val Venis bearbeiten. Dann prügeln sich die beiden weiter und Goldust und Venis warten am Apron. Es hat schon seinen Grund, warum 4 Way Dances spaßiger sind als diese Elimination Langweiler mit Einwechslungen. Shamrock befördert JJ von einer Ringecke zur nächsten und wieder zurück. Langweilig. Road Dogg kommt aber zurückt und zeigt sogar einen Drop Kick ehe er Goldust einwechselt, der Shamrock eine Art Spinebuster verabreicht. Venis wechselt sich dann selber ein, tritt auf Shamrock, wird aber von Goldust attackiert der einen…Move zeigt (Ansatz zum Back Suplex aber dann warf er ihn nach vorne). Der Versuch zum Curtain Call misslingt und Venis mit einem ebenfalls nicht sauber ausgeführten Spinebuster zum 2 Count. Danach brawlen beide rum, ohne das es wirklich gute Aktionen gibt. Der damals schon nicht mehr interessante Spot, wo ein Wrestler mit seinem Kopf zwischen die Beine Goldusts fällt, wird auch ausgepackt. Dann kommt Shamrock einfach in den Ring und verpasst Goldust einen DDT. Der Ringrichter ist mit Shamrock beschäftigt, so das Road Dogg Val angreift….und einen DDT zeigt. Mei, das ist ja abwechslungsreich heute… Goldust ist aus dem Ring, Shamrock in der Ecke, Road Dogg verprügelt Venis, der Ringrichter weiß gar nicht mehr was Sache ist und ich gähne schon laut. Road Dogg zeigt nur Schläge und nichts anderes. Venis fliegt aus dem Ring, Shamrock kommt rein, wird auch verprügelt und kriegt diese überaus lächerlichen „Shaky Knee Drops“ ab. Pin zum 2 Count, Shamrock rollt aus dem Ring, JJ feiert und wird dann von Venis attackiert. Der Champion kann sich aber zurück kämpfen und einen Pump Handle Slam zeigen. Wow, ein Wrestling Move vom Road Dogg. Der wird dann aber von Venis ausgewechselt, so das er und Shamrock weiter rumprügeln, das bis in den Entrancebereich und dann werden sie ausgezählt. Goldust und Road Dogg sind so die letzten beiden und sie brawlen rum bis Shamrock angerannt kommt und beide verprügelt. Als die beiden dann wieder fit sind und der Ringrichter Shamrock davon schickt, versucht sich Goldust an einem Whip. Road Dogg kontert zum Reversal und so wird der bizarr bemalte Herausforderer von Ryan Shamrock festgehalten, die wohl ohne hinzusehen dachte es wäre JJ. Goldust ist abgelenkt, wird eingerollt und so gewann Jesse James. Fast 10 Minuten hat dieser Bullshit gedauert, es gab etwa 5 Wrestlingmoves, der Rest war langweiliges Gebrawle, es war konfus gebookt, es war nicht schön anzusehen und ich brauch erstmal ein Bier. Kane gegen Triple H heißt es nun. Kanes Entrance wird unterbrochen weil wieder dieses Huhn auftaucht. Kane demaskiert ihn und es ist Pete Rose. Das war auch so eine peinliche Sache. Pete Rose ist irgend so ein Baseballspieler der damals öfter mal von Kane verprügelt wurde. Interessiert eh niemanden. Kane wartet auf Triple H, der (kreativ, kreativ!) aus der Zuschauerreihe kommt und Kane so von hinten attackiert. HHH brawlt auf den untoten oder doch lebenden Bruder vom Undertaker ein. Ich frage mich immer, warum man die Wrestler auf die Maske geschlagen haben, die müsste doch alles blocken und so ist das unlogisch. Kane stößt seinen Gegner dann auch trotz der Schläge einfach weg. Weil das so ‚toll‘ war, wird die gesamte „Schläge in der Ringecke“-Sequenz nochmal gebracht. Super. HHH schafft es dann, Kane mit einem Biiiiiiiiiiig Bodyyyyydrooooooop (Irgendwie vermisst man Vince als Kommentator halt doch) nach draußen zu befördern. Mehr Brawl. Kane fliegt gegen den Ringpfosten, gegen die Ringtreppe (auch wenn Jerry Lawler „Oh my God“ kreischt war das nicht Hardcore!) . Mehr Gebrawle in Zeitlupe, es passiert nicht wirklich viel. Kane kann irgendwann im Ring einen Big Boot zeigen und wird HHH im hohen Bogen über das Top Rope. HHH wird verprügelt, fliegt auf die Absperrung dann über die Absperrung und als er sich aus dieser misslichen Lage befreien konnte, wird er von seinem Gegner gepackt und gegen den Ringpfosten geslamt. Das war zumindest mal eine Abwechslung nach mehreren Minuten nur Schlägen und Tritten. Leider führt Kane diese Slams gegen den Ringpfosten so langsam aus, das es nur noch peinlich aussieht, man sieht, das HHH kaum in hartem Kontakt kommt. Im Ring wird HHH weiter mit Schlägen und harten Whips in die Ringecke bearbeitet. Kane dann mit einem Leg Drop (Ein Wrestlingmove, das war der zweite bislang!) zum Two Count. HHH kann zwar immer mal ein paar Schläge anbringen aber gegen die gewaltigen und laaaaaaaaaangsamen Schläge Kanes hat er keine Chance und fliegt dann mal wieder aus dem Ring. Das Publikum ist mittlerweile eingeschlafen. Kane mit einem Dive übers Top Rope der so daneben geht, dass er Glück hat, das er HHH wenigstens mit seinem Arm erwischt, weil es sonst die absolute Lachnummer geworden wäre. Kane rollt HHH in den Ring, klettert aufs Top Rope wird aber natürlich runter geworfen. Beide liegen dann erstmal rum, bis sie sich aufrappeln und das gebrawle geht weiter. Scheinbar sind sogar die offiziellen von dieser langweiligen Geschichte genervt und schicken Chyna raus. Triple H will den Pedigree an Kane zeigen, der kontert aber und zeigt einen Elbow Drop. Währenddessen versucht Chyna verzweifelt einen Teil der Ringtreppe unter den Ringseilen durch in den Ring zu schieben. Als das gelingt, wandert sie am Ringrand rum. Kane schnappt sich die Treppe und will zuschlagen aber HHH kann dagegen treten so das sie die Big Red Machine ins Gesicht bekommt oder besser auf die Maske. Diese knallt dann auch nochmal auf die Ringtreppe nach einem Drop Toe Hold. (Wrestlingmove Nr. 4 in diesem Match) HHH wirft Kane aus dem Ring, wieder gebrawle draußen, aber Kane kommt zurück, im Ring zeigt er den Chokeslam. Chyna springt auf die Matte, spricht zu Kane und hat nen Stuhl in der Hand. Kane wendet sich ihr ab und kriegt (welch Überraschung) den Stuhl auf den Rücken, was er nicht sellt. Das Match wird abgeläutet, Kane gewinnt durch DQ wird aber von Chyne und HHH noch verprügelt. Diese ganze langweilige Scheiße hat ZWÖLF MINUTEN gedauert. Unglaublich. Da Big Show abgeführt und Mick Foley im Krankenhaus ist, ernennt sich Vince McMahon selbst zum Guest Referee für den Main Event. Jetzt geht es um den Women’s Champion Titel. Champion ist Sable, sie trifft auf Tori. Toris merkwürdig bemalter Anzug erinnert mich an Giant Gonzalez, was passt, da die beiden Frauen in Sachen Wrestling genauso talentiert sind wie dieser. Viel Stalling und rumgepose von Sable (Die seinerzeit im Playboy war, was hier wie eine Sensation abgefeiert wird), ein paar Kicks von Sable, dann geht es raus, wo Sable mit dem Gesicht voraus einige Male auf dem Ringrand und der Absperrung landet (Während Lawler rumquiekt und kreischt) Aber sie kann kontern und wirft Tori gegen die Ringabsperrung und zeigt dann so eine Art Splash vom Ringrand. Im Ring tritt sie ihre Kontrahentin und posiert dämlich rum, was Tori die Gelegenheit zu einer….“Clotheline“ gibt und sie legt mit absoluten Fakeschlägen die 5 Meter am Ziel vorbei gehen nach. Das muss weh tun. Gefolgt von einer weiteren…“Clotheline“ und noch einer, weil die richtig schlechten Momente wiederholt man ja gern, damit sie auch so richtig hängen bleiben. Beim nächsten Irish Whip in die Ecke kann Sable einen Reversal anbringen – leider. Es führt zu einem der furchtbarsten und misslungensten Sunset Flips die ich jemals gesehen habe. Das ist so schlecht, dass man es gesehen haben muss. 2 Count. Sable versucht sich an einer Bridge zum Pin, sah auch peinlich aus. Ah, ich sehe, die wollen so eine Chain-Wrestling Sequenz mit vielen Pinfalls bringen. Na Bravo….Tori also kommt raus, zieht ne Grimasse, hat große Probleme und fuckt den Backslide komplett ab….ne Leute, das kann doch nicht euer Ernst sein. So eine Sequenz sieht genial aus, wenn sie von richtigen Wrestlern wie Ricky Steamboat, Ric Flair oder Bryan Danielson kommt, aber das hier war einfach nur noch zum Lachen und absolut, ABSOLUT peinlich. Haben die zwei überhaupt mal Wrestling gelernt und trainiert oder hat es gereicht, das sie bei Vince im Bett landeten? Hahahaha, oh man, es geht weiter. Sable zeigt 2 Roundhouse Kicks ins Nichts, dann attackiert Tori, der absolut abgefuckte und peinlich aussehende Bodysplash trifft aber den Ringrichter. Oh, man, das muss man gesehen haben. Tori kam nicht wirklich hoch, grabsch dem Ringrichter zwischen die Beine und er muss selbst umfallen damit es nicht absolut zur Farce wird. Sable fuckt die Powerbomb komplett ab, aber hey, wir tun mal so als hätte Tori gekontert und deshalb sah das so schrecklich aus. Tori will die Powerbomb nun zeigen aber Nicole Bass (Ist das eine Frau? Mann? Mutant? Gen-Experiment? Man weiß es nicht, es sieht aber furchtbar aus) stolpert (wirklich) in den Ring. Pack Tori zum Gorilla Press und lässt die einfach fallen. Mit etwas Mühe kann Sable die Powerbomb dann halbwegs korrekt ausführen. Der Pin und der Sieg. Das war so scheiße und peinlich, das ich aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen bin. Meine Güte. Kommen wir nun zu einem richtig wertlosen Titel: European Championship. Eingeführt wurde der 1997 als die WWF in England und Deutschland vor allem, aber generell in Europa populärer war als in den USA. Damals machte das Sinn. Schnell wendete sich das Popularitätsblatt in den USA aber und der Titel wurde immer bedeutungsloser und deshalb 2002 abgeschafft. Shane McMahon ist hier Champion und trifft auf X-Pac. Während X-Pac zum Ring kommt wird er von Pat Patterson und Gerald Briscoe attackiert, kann sich aber schnell der beiden Stooges entledigen. Erstmal viel Stalling, weil Shane Angst hat. Er fängt sich dann auch einen Roundhouse Kick ein. Gefolgt von einigen Schlägen und dann soll der Bronco Buster folgen, Test kann Shane aber aus dem Ring ziehen. Shane will flüchten aber X-Pac zieht ihn zurück in den Ring. Dann aber greift Test an und befördert X-Pac gegen den Pfosten. Es vergeht viel Zeit bis sich X-Pac aufrafft und in den Ring zurückkriecht. Shane mit einem Double Axe, einigen Knee Lifts und einem Bodyslam. Dann zieht er sich den Ellbogenschoner vom Arm, wedelt rum und will den People’s Elbow zeigen der aber daneben geht. Shane mit einem Low-Blow, dann nimmt er den Gürtle von Test und peitscht X-Pac aus (Keine DQ?) X-Pac kann dann irgendwie dafür sorgen, das Shane über das Top Rope fliegt. Er springt direkt mit einem Splash hinterher. Dummerweise landen sie genau vor der Mean Street Posse, eine Grupper alter Freunde von Shane (die wie die absoluten Nerds aussehen) und die greifen natürlich X-Pac an. Der dreht einfach mal durch und verprügelt alle. Alle? Nein, von der Seite kommt Test und haut ihn mit einer Clotheline um. Shane ist jetzt am Drücker und zeigt einen Elbow Drop gefolgt von einem Elbow Drop vom zweiten Seil. Er schaut kurz zu seiner Nerdtruppe und springt dann angefeuert von diesen auf das Top Rope. Aber X-Pac kann ihn von dort mit einem Drop Kick treffen, dann folgt der Superplex. Der Pin folgt, aber X-Pac wird von Test aus dem Ring gezogen. Warum hilft niemand dem armen X-Pac? Test wirft Pac gegen die Ringtreppe und will eine Aktion zeigen, aber er trifft nur die Treppe und obwohl er sie eher mit der Hüfte traf, hält er sich den Arm….hmm… X-Pac hat den Gürtel und peitscht Shane McMahon kräftig aus. Dann folgen noch ein Kick und der Bronco Buster. Der Ringrichter ist mit Shane beschäftigt, was Test die Chance gibt, den Herausforderer mit dem Titelgürtel umzuhauen. Diese Titelgürtel müssen aus Kryptonit sein oder so, wenn man sieht wie KO die Wrestler schon von einem Treffer sind. Shane kriecht zu X-Pac, das Cover geht aber nur bis 2. Shane versucht es nach einem Choking mit dem Bronco Buster, aber das geht natürlich daneben. Test greift wieder mal ein, kriegt aber ein paar Kicks und den Bronco Buster ab. HHH und Chyna kommen zum Ring. Helfen sie X-Pac? Dieser verpasst Shane den X-Factor, während HHH Test aus dem Ring zieht. Dann lenkt Chyna plötzlich den Ringrichter ab und Triple H steigt in den Ring…um X-Pac den Pedigree zu verpassen. Dann zieht er Shane auf diesen und der Ringrichter zählt zum Sieg. HHH und Chyna verprügeln X-Pac bis Road Dogg, Jesse James und Kane angerannt kommen. Das Match war gut und schön anzusehen und der Run-In von HHH und Chyna machte Sinn. X-Pac flog aus der DX die dadurch zu Heels wurden, während er noch mehr zum Face wurde. Jetzt wird es Zeit für ein Gimmick Match, denn die WWF ist ja bekanntlich Entertainment. Der Undertaker trifft auf den Big Bossman in der Hell in a Cell. Zu der Zeit befand sich der Undertaker in seiner wohl besten Phase als Anführer der Ministry of Darkness, einer recht düster-gruseligen Gruppe und der Undertaker wirkte so demonisch wie noch nie zuvor. Absolut klasse und es gab denkwürde Szenen wie die ‚schwarze Hochzeit‘ mit Stephanie McMahon. Leider hat man diese Storyline ganz gekonnt durch die Auflösung der Higher Power unlogisch und dämlich in den Sand gesetzt… Der Bossman legt erstmal mit einigen Schlägen los bis der Undertaker einmal grimmig guckt, seinen Gegner packt und dann selbst wütende Schläge abfeuert. In gemächlichem Tempo geht es weiter mit Schlägen bis der Bossman einen nicht schön aussehenden Swinging Neckbreaker zeigt, gefolgt von einem 2 Count. Das war die erste und lange Zeit auch letzte Wrestlinaktion. Weitere Schläge, der Undertaker wirft seinen Gegner gegen das stark nachgebende Gitter (Wodurch das recht harmlos wirkt) Weil es so dumm aussieht, wird es nochmal wiederholt. Dann fliegt auch mal der Taker dagegen und Bossman grabscht seine Handschellen. Alles in Zeitlupe und das Publikum ist wieder mal eingeschlafen. Er schlägt mit den Handschellen zu und fesselt dann den Untoten an den Käfig. Er schnappt sich seinen Schlagstock und prügelt auf den Undertaker ein, der hinfällt und so die Handschellen zerreißt…waren die aus Plastik? Sowas sollte nicht passieren. Die wichtigste Regel ist aber: Nicht direkt vor der Kamera bladen (Von was soll er überhaupt an der Stirn bluten, wenn er den Schlagstock immer nur auf den Oberkörper bekam?). Leider macht das der Undertaker und zerstört so noch mehr Illusionen. Er blutet. Das Publikum chantet Boring, was auch stimmt und der Bossman prügelt weiter. Der Undertaker kommt zurück, prügelt auch, schlägt mit einem Stuhl zu (Cole: „The steel chair echoing through the arena“ ja, aber auch nur weil das Publikum schläft) und dann bladet auch der Bossman. Kann man den beiden Mal eine Aspirin geben? Das bisschen Blut was sich da auf der Stirn der beiden verteilt ist ja peinlich. Beide kriechen in den Ring als die Buhrufe lauter werden. Der Undertaker mit seiner Flying Clotheline und dann will er den Seiltanz aufführen, aber Bossman tritt gegen das Seil (endlich einer der nicht nur minutenlang dumm guckend zusieht) und beide brawlen rum, während die Buhrufe noch lauter werden. Und dann macht der Undertaker einfach kurzen Prozess und gewinnt das Match mit dem Tombstone. Das wirkte plötzlich, aber bei so lautstarkem gebuhe würde ich auch früher Feierabend machen wollen. FURCHTBARES Match, das war einfach katastrophal und passt so perfekt zu diesem Match. Das hätte auch ein normales Käfigmatch sein können, da die Hell in a Cell so gut wie gar nicht genutzt wurde. Die Brood seilt sich von der Hallendecke ab und der Big Bossman wird einfach mal gehängt. Dummerweis sieht man mehr als überdeutlich die Sicherung am Kragen Bossmans die dafür sorgt, das er eben nicht stirbt. Das hätte man doch besser tarnen können. Nur noch ein Match gilt es zu überstehen. Der World Champion The Rock trifft auf Steve Austin. Es werden rund 12 Minuten mit einem Video und Vince McMahon verschwendet. Er will ja der Special Guest Referee sein, aber Shawn Michaels (zu der Zeit Commissioner bzw. „Sheriff“ der WWF) hat was dagegen. So gibt es einen ganz normalen WWF-Ringrichter. Who cares. Aber: Jim Ross kommentiert den Main Event. YAY! Endlich ein guter Kommentator. Beide brawlen los, dann wirft Rock die Rattlesnake aus dem Ring und befördert ihn kopf voraus auf den Kommentatorentisch, würgt ihn dann mit seinem Shirt und zurück im Ring teilt er noch ein paar Schläge mehr aus. Wow, was für ein flotter Beginn. Beide brawlen weiter, es geht raus, in die Zuschauerreihen, wo sie weiterprügeln (man aber nicht viel davon sieht). Das geht einige Minuten so, bis sie sich zum Eingang brawlen und Austin dort einen Back Bodydrop einstecken muss. Mit dem einen Bein zerlegt er einen Scheinwerfer, mit dem anderen kommt er sehr fies auf der Traverse auf. Das kann so nicht geplant gewesen sein. Aber Austin rappelt sich wieder hoch und wirft The Rock gegen einen Kamerakran und zieht dann so halbwegs eine Clotheline durch. Dann wird Rock mit einem Kabel gewürgt und fliegt gegen das Wrestlemania Logo. Es geht zum Ring zurück, Austin will einen Suplex auf dem Entranceway zeigen, aber Rock kann den kontern, dann spuckt der Champion dem Herausforderer Wasser ins Gesicht aber Austin macht das nur wütend. Er wirft Rock auf die Ringabsperrung, dann auf den Kommentatorentisch und springt mit einem Elbow Drop hinterher. Weil es so schön ist, wird das nochmal wiederholt und diesmal bricht der Tisch auch auseinander. Es geht zurück in den Ring, wo Rock plötzlich Austin an den Ringpfosten ziehen kann und sich weiter um das angeschlagene Knie kümmert. Mehr gebrawle der beiden um den Ring und in den Ring zurück, wo ein überraschender Rock Bottom zum Two Count kommt. Dann will er einen Stuhl in den Ring bringen der aber in Austins Händen landet. Er schlägt zu und trifft….den Ringrichter. Das war dumm. Beide brawlen rum und dann nutzt Rock den Stuhl um Austins Knie wieder etwas mehr zu schädigen. Nach vielen Stuhlschlägen erfolgt ein Pin. Ein neuer Ringrichter stürmt ran, kann aber nur bis 2 zählen dann kickt Austin raus. Dann heißt es „Side-Headlock-Mania is running wild, brother“. So vergehen ein paar Minuten. Brawl, Brawl, Brawl und ein Samoan Drop von Rock zum nächsten 2 Count. Rock findet das gar nicht toll und verpasst dem Ringrichter einen Rock Bottom…warum auch immer. Austin nutzt das um dem Champion den Stunner zu verpassen. Der Pin erfolgt, Ringrichter Nr. 3 kommt, aber wieder nur 2 Count. Dann stapft Vince McMahon zum Ring, Austin holt noch einen Stuhl, beide diskutieren, Rock nutzt das zu einem Low Blow. Vince zieht seine Jacke aus und prügelt den Ringrichter ins Land der Träume (Was haben die Ringrichter eigentlich getan?) Vince und Rock treten auf Austin ein, bis Mick Foley zum Ring stolpert. Krankenhaus? Wohl doch nicht. Foley schlägt Vince, was Rock ablenkt, der eingerollt wird. 2 Count. Austin mit der Lou Thesz Press aber Rock kann dann wieder kontern. Der nächste Rock Bottom folgt und dann will er den People’s Elbow zeigen, der aber daneben geht. (Hatten wir das nicht vorhin schon bei einem anderen Match?) Vince guckt schockiert und hat auch allen Grund dazu, denn nur kurz danach kann Stone Cold den Stunner zeigen. Der Pin erfolgt und das ist der Sieg. Vince ist den Tränen nah, was sehr witzig aussieht. Neuer Champion und Sieger Steve Austin, der mit viel Bier feiert und Vince verprügelt. Das beste Match der Show und eines der besseren Aufeinandertreffen von Austin und Rock (Nicht so gut wie WMX7 oder Backlash allerdings) Was soll man als Fazit sagen? Ohne Austin – Rock und X-Pac – Shane McMahon wäre Wrestlemania XV wohl als schlechtester Event in die Geschichte eingegangen. So konnte man sich aber zumindest noch ein wenig retten. Eine der miesesten Wrestlemanias ist es aber auf jeden Fall. Man muss es so deutlich machen: 1999 war wohl das schlechteste Jahr für das nordamerikanische Wrestling. Die WWF zog miese Events wie diesen oder den King of the Ring durch (Vince Russo Booking eben) und die WCW befand sich auf dem Weg nach unten, vor allem in der 2. Jahreshälfte (Vince Russo Booking), die ECW bookte auch nicht gerade die Mega Events und selbst abseits der großen 3 gab es furchtbare Shows wie Heroes of Wrestling.
|